News Apples neue App-Store-Regeln: Spotify spricht von Erpressung, Epic von bösartiger Bürokratie

Autokiller677 schrieb:
Wobei in dem Post von GOG halt kein Umsatz steht

In ihrem Jahresbericht von 2022 haben sie leider nur angegeben, daß der Umsatz konstant bzw. vergleichbar mit dem Vorjahr war, aber keine konkrete Zahl genannt wie beim Gewinn. Auch sonst gibt CD Projekt keine Zahlen raus. Diese Seite schätzt den Umsatz von gog.com auf 145,7 Millionen US-Dollar, was im Vergleich zum Gewinn von 1,2 Millionen ein Verhältnis von 121:1 bedeutet – das ist die gleiche Größenordnung, in der sie ethisch von Apple entfernt sind.
 
DeusoftheWired schrieb:
(…) das ist die gleiche Größenordnung, in der sie ethisch von Apple entfernt sind.
Weißt du, dieses Fass aufzumachen ist etwas schräg, auch wenn das David vs. Goliath Motiv nett ist. GOG hat keinen Client für Linux und schließt damit eine ganze Plattform aus. Als ehemaliger Kunde gibt es für mich keine offizielle Möglichkeit den erworbenen Content zu nutzen. Leichter ist es mit proprietärer Software (Steam), welch Ironie.
 
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sedot schrieb:
GOG hat keinen Client für Linux und schließt damit eine ganze Plattform aus. Als ehemaliger Kunde gibt es für mich keine offizielle Möglichkeit den erworbenen Content zu nutzen.
Du kannst dir Linux kompatible Spiele dennoch ueber die Website runterladen.
 
@NJay
Aber ich kann den Content nicht so nutzen wie auf anderen Plattformen, hier spezifischer Windows. Insofern ja, das ist eine harte Nutzungsbeschränkung. Download hin oder her, ohne Dritttools und Umwege gehts nicht.
 
DeusoftheWired schrieb:
@iSight2TheBlind Das macht die vier auch nicht besser als Apple.
gog.com ist eine der wenigen passablen Alternativen.

Erneut: Du kritisierst den 30/70 Split bei Apple, Google, Nintendo, Sony, Microsoft und nennst selbst GOG als eine passable Alternative!
Ich führe danach auf, dass der Split bei GOG auch bei 30/70 liegt.

Und danach kommst du dann mit "Aber GOG ist klein!"

Fällt dir irgendwas auf? Wenn das eine Piraterie am armen Entwickler sein soll, macht es für den ausgebeuteten Entwickler einen Unterschied ob er sein Geld an die große oder die kleine Firma gibt?

Dir scheint der Split in so einem Fall scheißegal zu sein, stattdessen meinst du eigentlich nur "Ich finde große Firmen scheiße!"
Oder "Ich finde große Firmen scheiße, Apple aber ganz besonders!"

(PS: Dein Link zu Filmen die einem im App Store nicht mehr gehören "wenn Apple sich entscheidet einen Film nicht mehr zu verkaufen" ist eine Falschnachricht. Der Nutzer ist in ein anderes Land gezogen, hat dabei das Land dem sein Account zugeordnet wird gewechselt und in dem neuen Land sind die alten Filme nicht verfügbar, siehe auch die Ergänzung am ENDE DES VON DIR VERLINKTEN ARTIKELS mit dem Link zur Erklärung: https://www.cnet.com/tech/mobile/no-apple-didnt-delete-that-guys-movies-heres-what-really-happened/
Das ist so ziemlich überall wo es um (internationale) Lizenzen geht so. Klassisches Beispiel sind irgendwelche Serien die Netflix nur in einem Land anbietet. Wenn du dann aus diesem Land wegziehst kannst du auf diese Serie nicht mehr zugreifen, obwohl du doch weiterhin dein Abo zahlst. In den USA sind bestimmte Sportereignisse sogar in bestimmten Regionen nicht im Fernsehen, weil man zu nah am Stadion wohnt und der Verein will, dass du ins Stadion gehst statt das Spiel am Fernseher zu schauen.)
 
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iSight2TheBlind schrieb:
Ich führe danach auf, dass der Split bei GOG auch bei 30/70 liegt.

Das Zauberwort heißt hier Prozente. Und ja, die Größe einer Firma spielt durchaus eine Rolle, ob das ganze jetzt Gier oder kostendeckend mit kleinem Gewinn ist. Siehe auch die krassen Unterschiede in den Verhältnissen zwischen Umsatz und Gewinn bei Apple VS. gog.com aus #499 und #501.

iSight2TheBlind schrieb:
(PS: Dein Link zu Filmen die einem im App Store nicht mehr gehören "wenn Apple sich entscheidet einen Film nicht mehr zu verkaufen" ist eine Falschnachricht. Der Nutzer ist in ein anderes Land gezogen, hat dabei das Land dem sein Account zugeordnet wird gewechselt und in dem neuen Land sind die alten Filme nicht verfügbar, siehe auch die Ergänzung am ENDE DES VON DIR VERLINKTEN ARTIKELS mit dem Link zur Erklärung: https://www.cnet.com/tech/mobile/no-apple-didnt-delete-that-guys-movies-heres-what-really-happened/

Hast du auch gelesen, welche digitalen Handstände der Gute dafür machen muß?

»Update 9/17/2018 2:50PM: By way of explanation, an Apple PR representative sent me this link, which explains that the reason da Silva can’t access the movies he paid real dollars for is that they are stuck on a different region of the iTunes Store (Canada vs. Australia); to access the movies, he simply needs to relinquish his Australian iTunes Store subscriptions and credits, obtain a Canadian billing address and a Canadian credit card, switch back over to the store, hope the movies are still available, redownload them in a secure location and locally store them when Apple claims you don’t need to do this, and then undo all of the settings so he can go back to his new native iTunes Store of Australia. Apple, appearing to have finally realized some elements of this are absolutely ridiculous, is “promising to send him a workaround.” Blessings to the company for clarifying.«

Richtig komfortabel und kundenfreundlich!
ugly_smiley.gif
Selbst CNET sagt »But even the workaround isn't particularly user-friendly.« Mal ganz außen vor, daß man den Kaufen-Button in iTunes besser mit »mieten solange uns die Lizenz dafür ausgeht« oder »Anschaurechte auf unbestimmte Zeit in dieser Region erwerben« beschriften sollte. Es ist eben kein Kauf wie der Kauf einer Blu-ray.

Daß andere Anbieter das genauso handhaben, macht es auch nicht besser. Es ist bei allen gleich schlecht.
 
@DeusoftheWired Zum Umzug mit digitalen Accounts: So ist das nun mal, wenn du in Steam deine Accountregion änderst wirst du auch gegebenenfalls auf bestimmte Spiele nicht mehr zugreifen können, weil die einen harten Regionlock haben.

Zu GOG: Es spielt für dich weder als Kunde noch als Entwickler eine Rolle wie groß der Store ist, 30% sind für dich 30% bzw. als Kunde zahlst du eh nur den Endpreis und irgendwelche Beteiligungen des Stores können dir komplett egal sein.

Ganz im Gegenteil, die Größe des Stores könnte höhere Beteiligungen für den Store sogar nachvollziehbar rechtfertigen: Wenn ich mein Spiel in einen kleinen Store bringe und pro 10$-Titel 7$ verdiene verdiene ich an 10.000 Verkäufen eben nur 70.000$ - während der große Store einen viel größeren Kundenkreis hat ich dort 1.000.000 Verkäufe erzielen kann, was dann 7.000.000$ entspricht.

Stell dir vor du hast ein Produkt welches keine Vervielfältigungskosten hat - wie das ja bei digitalen Gütern praktischerweise der Fall ist.
Würdest du das nun lieber im Tante-Emma-Laden deines Dorfes mit 20%-Beteiligung des Ladens verkaufen oder in allen Edeka-Filialen Deutschlands mit einer Beteiligung des Ladens von 30%?

Und wenn du weiter mit "Aber Apple verdient so viel!!!" argumentieren willst: Ist ein Thread in dem "Epic Games" bereits im Titel steht wirklich der richtige Ort dafür? Die Firma, die einen Charakterskin für ein paar Tausend Dollar designed und dann an eine Millionen Kids für jeweils 15$ verkauft!?
Kinder!
 
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DeusoftheWired schrieb:
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Ja, aber. Kein Client seit Jahren. GOG ist nicht viel anders, nur kleiner und in einer anderen Nische.
Und was Ungleichbehandlung angeht, Spotify sollte nicht zu laut jammern solange deren Vergütung von Künstlern noch unter Apple Music liegt.
 
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iSight2TheBlind schrieb:
Zum Umzug mit digitalen Accounts: So ist das nun mal, wenn du in Steam deine Accountregion änderst wirst du auch gegebenenfalls auf bestimmte Spiele nicht mehr zugreifen können, weil die einen harten Regionlock haben.

Wie oben schon geschrieben: Es ist bei allen gleich schlecht. Da nimmt sich Steam gegenüber Apple nix. Die Reaktion auf etwas Schlechtes von Anbieter A kann aber nicht sein, zu antworten, es sei doch bei Anbieter B genauso. Wurmstichige Birnen drin werden dadurch nicht leckerer, daß sämtliche Händler der Stadt nur wurmstichige Birnen verkaufen.

iSight2TheBlind schrieb:
Und wenn du weiter mit "Aber Apple verdient so viel!!!" argumentieren willst: Ist ein Thread in dem "Epic Games" bereits im Titel steht wirklich der richtige Ort dafür? Die Firma, die einen Charakterskin für ein paar Tausend Dollar designed und dann an eine Millionen Kids für jeweils 15$ verkauft!?
Kinder!
sedot schrieb:
Und was Ungleichbehandlung angeht, Spotify sollte nicht zu laut jammern solange deren Vergütung von Künstlern noch unter Apple Music liegt.

Daß man Apple für eine Praxis kritisiert, heißt nicht, da man Epic, Spotify oder wen auch immer gut finden muß. Hab ich am Ende von #482 auch geschrieben. Mir ist klar, daß die anderen Großen sich hier auch nur aus Gier gegen Apple aufspielen. Das macht sie aber nicht weniger unsympathisch als Apple selbst.

Wenn ihr es gerecht finden möchtet, daß eine Firma mit 99,8 Milliarden US-Dollar Gewinn (2022) genauso hohe Gebühren erhebt wie eine Firma mit 1,2 Millionen US-Dollar Gewinn (2022), dann: bitte, tut euch keinen Zwang an.



Und um wieder zum Thema der eigentlichen Meldung zurückzukommen noch zwei Fragen, die bisher niemand im Thread beantworten konnte: Welcher Nachteil entsteht Apple-Nutzern durch die bloße Möglichkeit, einen alternativen Store installieren zu können? Was ändert sich durch den Entscheid für einen Apple-Nutzer, der nach wie vor nur den Apple Appstore verwendet?
 
DeusoftheWired schrieb:
Daß man Apple für eine Praxis kritisiert, heißt nicht, da man Epic, Spotify oder wen auch immer gut finden muß.
Ich hab nicht geschrieben das ich die momentane Apple Lösung toll finde, das ist einfach Resultat des DMA, natürlich tut Apple ohne Daumenschrauben nur das allernotwendigste und stellt absurde Anforderungen.

Ich hätte gern alles aus dem Apple App-Store und kein Gefummel mit Marketplaces von woher auch immer. Hätte vom Gesetzgeber forciert werden können, fand nicht statt. Das iPadOS außen vor ist, ist lächerlich.
Nachteil ist jetzt afaik, vermutlich Download von irgendeiner Website des/der Marketplace(s), mutmaßlich x Hinweise zu „Gefahr“ und anderes nerviges Zeug. Solange es nix konkretes gibt bleibt (hier) alles ohnehin spekulativ.
 
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@DeusoftheWired
1. Wenn alle Birnen deiner Meinung nach wurmstichig sind: Vielleicht einfach zukünftig auf Birnen verzichten und stattdessen Äpfel essen?
Selbst bei optischen Medien hast du bei Filmen und Spielen einen Regionalcode, das setzt sich einfach nur in den digitalen Vertrieb fort und wird bei Streaming nochmal verstärkt, da man da nicht mit der einmaligen Anschaffung von Hardware der entsprechenden Region solche Sperren umgehen kann, sondern bei jeder Nutzung erneut z.B. VPN nutzen muss.

2. Wie ich sagte: Die große Firma bietet dir einen gigantischen Markt in dem du deine Produkte absetzen kannst.
Es gibt anderthalb Milliarden (!) iPhone/iOS-Nutzer weltweit und die sind obendrein auch noch (self-selected) zahlungskräftiger als Android-Nutzer.
(Einfach aus dem Grund, dass es genügend Leute gibt die sich ein iPhone nicht leisten können und die deshalb zu Android greifen müssen)
Wenn du mit Apps Geld verdienen willst: Würdest du deine App für das iPhone (viele Nutzer, hohe Kaufkraft) entwickeln, für Android (mehr Nutzer, weniger Kaufkraft) oder ein hypothetisches EpicOS, mit sehr wenigen Nutzern aber mit wesentlich weniger Gebühren?

So ziemlich jeder Entwickler hat diese Wahl bereits getroffen und der Großteil der Apps mit denen Geld verdient werden soll erscheinen zuerst auf iOS, dann anschließend (!) auf Android und auf anderen Plattformen oder auch anderen Stores gar nicht.

Mit dem Verkauf der eigenen Spiele auf GOG erreichst du zwar ein paar zusätzliche Käufer - nämlich diejenigen die unbedingt eine DRM-freie Version des Spieles kaufen wollen - aber das ist nur ein Bruchteil der potenziellen Käufer die z.B. Steam dir bietet.

Dass GOG für viel geringere mögliche Einnahmen die selbe Beteiligung fordert ist eigentlich irrsinnig, eigentlich müssten die weniger Beteiligung verlangen. Die DRM-freie Version separat zu pflegen (was ja teilweise auch eigene Multiplayerdienste erfordert, wenn man komplett auf Steam-APIs verzichtet) kostet Geld und bringt sogar eben noch die Gefahr von mehr Piraterie - eigentlich tun Entwickler GOG damit einen Gefallen dort überhaupt Spiele anzubieten.

3. Sorry, wenn du nicht lesen kannst erübrigt sich die gesamte Diskussion mit dir eh.
Die Frage wurde bereits vielfach beantwortet, unter anderem auch von mir.

Aktuell gibt es für den Bezug von Software auf dem iPhone genau eine Anlaufstelle, den App Store.
Jede erdenkliche App finde ich genau dort und nur dort.

Wenn nun alternative App Stores eingeführt werden - und das beste Beispiel dafür ist der definitiv kommende Epic Games Store - wird es Software geben die nur dort erscheinen wird oder es wird sogar Fälle geben in denen Apps aus dem App Store verschwinden und stattdessen in den EGS ziehen werden.

Fortnite war lange im App Store, hat dann etwas getan was den Rauswurf auslösen sollte (!) und ist nicht mehr im App Store, wird aber zukünftig im EGS verfügbar sein.
Wer bisher Fortnite spielen wollte/konnte, muss zukünftig einen separaten Store installieren!

Der Store verlangt die Eingabe von Zahlungsdaten, erlaubt vielleicht weniger verschiedene Zahlungsmittel usw.
Aktuell kannst du jede App mit Kreditkarte, Paypal, teils Mobilfunkrechnung und den überall erhältlichen iTunes-Guthabenkarten bezahlen, selbst ohne eigenes Bankkonto geht letzteres.
Apps können auch verschenkt werden - oder man verschenkt eben Guthabenkarten.

(Der EGS unterstützt neben Kreditkarten und Paypal auch Paysafecards, die sind jedoch abstrakter als eine iTunes-Guthabenkarte, wo jedem sofort klar ist wofür die ist, sie ist auch "zweckgebundener". Das Verschenken von Spielen ist aktuell gar nicht möglich)

(Dass nur Firmen einer gewissen Größe einen eigenen Appstore betreiben dürfen hat sicherlich auch den Grund, dass nicht jede kleine Klitsche für ihre eine eigene App einen "Appstore" betreibt und sich dann die eingegebenen Kreditkartendaten klauen lässt)

Aber alle diese Punkte (mit Ausnahme der Zahlungsmittelsache, afaik) wurden bereits erwähnt!

Auf dem PC hat niemand gesagt "Ich wünschte mir EA, UbiSoft, Activision-Blizzard und dann auch noch Epic Games würden ihren eigenen Store eröffnen und ihre eigenen Titel nur dort anbieten!", alle waren mit Steam als zentralisierter Verkaufsplattform sehr zufrieden und nun darf man sich für das neue Diablo den Battlenet-Launcher/Shop installieren, für Fortnite deren Account, einige UbiSoft-Titel gib es nur in deren Launcher und Titel erscheinen entweder nie in Steam oder erst nach einem Jahr.

Dass Titel dann auch aus dem bisher genutzten Store verschwinden sah man an Rocket League und Fall Guys, die beide... Ooops... Epic Games gehören!

Stell dich doch nicht dumm, die Frage wurde mehrfach beantwortet und die "Gefahr" ist vollkommen klar, verständlich, realistisch und ausreichend groß um auch "Apple-Nutzer, der nach wie vor nur den Apple Appstore verwendet" zu betreffen.

Entweder kannst du nicht lesen oder willst diese eine korrekte Antwort nicht als Antwort gelten lassen, weil sie deiner Meinung widerspricht.
Das macht dich aber zu einem Diskussionspartner auf den man verzichten kann.
 
AI-Pirate schrieb:
Da ein Schritt in die Richtung des Fortschritts drei Schritte in Richtung Bürokratie bedeutet. Für den Komfort der Kunden müssen kleine und mittelständische Unternehmen überproportional draufzahlen.

Ich empfehle, einige Dokumentationen zur Bürokratie und dessen verbundene Kosten in Deutschland anzusehen. Hier ein 2 Minuten Beispiel zu Kassensystemen und dessen Kosten (Applaus an das Finanzamt).
Was ist denn deiner Meinung nach die andere Möglichkeit? Dass ich, sofern es bei mir im Dorf nur eine Sparkasse gibt und dort nicht Kunde bin, jedes mal 6€ Abhebungsgebühr zahle? Oder dass viele Umsätze am Finanzamt vorbei getätigt werden?

Ja, jeden unter Generalverdacht stellen er würde Steuern hinterziehen, nur weil er keine Kartenzahlung akzeptiert, ist falsch. Aber dennoch trifft es dabei nicht immer den falschen. Und sorry, die paar 0,x Prozente, de zusätzlich anfallen kannst du mir nicht erzählen, dass die ein Unternehmen in den Ruin bringen.
 
Manchmal ist es aber auch Bequemlichkeit, Nostalgie oder Misstrauen der Technik gegenüber.

Ich kaufe meine Kaffeebohnen bei einem kleinen Röster dessen Ladeneinrichtung wie aus der Mitte des letzten Jahrhunderts aussieht. Der wiegt den Kaffee teilweise noch mit einer Balkenwaage ab, mahlt ihn auf Wunsch in einem Ungetüm von Kaffeemühle aus Messing und der Röster sieht auch schon wie vor 100 Jahren gebaut aus.
Der sagt er weigert sich elektronische Zahlungsmittel zu akzeptieren, solange es geht und das passt auch zum Ambiente. Ein Kartenlesegerät statt der uralten Registrierkasse würde da deplatziert wirken ;).
 
@Tici
Wie kommst du darauf, dass es nur 0,x % sind? Das dürfte höchstens auf die großen Konzerne zutreffen, aber garantiert nicht auf kleine und mittelständische Unternehmen.
 
Der größte Unterschied dabei ist normalerweise, dass kleinere Betriebe halt bei der Sicherheit des Bargelds sparen. Sobald man sich mal um Sachen wie Tresore, Geldtransporte usw. Gedanken macht, sieht Bargeld plötzlich nicht mehr so günstig aus.

Stand hier letztens erst ein Fall in der Zeitung. Kleiner Laden, der letzte Mitarbeiter hat dann immer abends die Tageseinnahmen alleine zur Bank in den Nachttresor gebracht. Bis auf dem Weg mal ein paar unangenehme Zeitgenossen mit Messern gewartet haben - ist jetzt halt auch nicht so unauffällig, wenn jeden Abend jemand von dem Laden zum Nachttresor läuft.

Dem Mitarbeiter ist außer dem Schreck zum Glück nix passiert, der Inhaber ließ sich mit viel Gejammer in der Zeitung zitieren, weil die Versicherung nicht zahlen wollte (oh Wunder....)
 
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sedot schrieb:
Nachteil ist jetzt afaik, vermutlich Download von irgendeiner Website des/der Marketplace(s), mutmaßlich x Hinweise zu „Gefahr“ und anderes nerviges Zeug. Solange es nix konkretes gibt bleibt (hier) alles ohnehin spekulativ.

Von Websites steht in der Meldung nix, nur daß alternative Appstores gebilligt werden müssen. Aber ja, wahrscheinlich wird Apple bei der Installation einen Hinweis à la Google und MS einbauen, der einen mit FUD von der Nutzung abhalten soll.

iSight2TheBlind schrieb:
1. Wenn alle Birnen deiner Meinung nach wurmstichig sind: Vielleicht einfach zukünftig auf Birnen verzichten und stattdessen Äpfel essen?
Selbst bei optischen Medien hast du bei Filmen und Spielen einen Regionalcode, das setzt sich einfach nur in den digitalen Vertrieb fort und wird bei Streaming nochmal verstärkt, da man da nicht mit der einmaligen Anschaffung von Hardware der entsprechenden Region solche Sperren umgehen kann, sondern bei jeder Nutzung erneut z.B. VPN nutzen muss.

Aus Blu-rays kann man wunderschöne .mkv machen, die weltweit ohne irgendwelche Restriktionen abspielbar sind. Und ja, der simple Verzicht ist etwas, das viele verlernt haben. Der letzte gespielte AAA-Titel war 2016 Doom, ansonsten Indiekram wie Blasphemous und Konsorten. Keine Streamingabos irgendeiner Art.

iSight2TheBlind schrieb:
2. Wie ich sagte: Die große Firma bietet dir einen gigantischen Markt in dem du deine Produkte absetzen kannst.
Es gibt anderthalb Milliarden (!) iPhone/iOS-Nutzer weltweit und die sind obendrein auch noch (self-selected) zahlungskräftiger als Android-Nutzer.
(Einfach aus dem Grund, dass es genügend Leute gibt die sich ein iPhone nicht leisten können und die deshalb zu Android greifen müssen)
Wenn du mit Apps Geld verdienen willst: Würdest du deine App für das iPhone (viele Nutzer, hohe Kaufkraft) entwickeln, für Android (mehr Nutzer, weniger Kaufkraft) oder ein hypothetisches EpicOS, mit sehr wenigen Nutzern aber mit wesentlich weniger Gebühren?

Würde ich mit einer Anwendung Geld verdienen wollen und wäre mir Ethik egal, läge die Wahl von Apples Ökosystem sicher nahe. Ich finde es aber bizarr, daß sich Menschen mittlerweile nicht mal mehr vorstellen können, aus einem anderen Grund als Geld eine Anwendung zu schreiben und zu veröffentlichen. Ich verwende eine kleine Auswahl freier Anwendungen von F-Droid und bin damit mehr als zufrieden.

iSight2TheBlind schrieb:
Aktuell gibt es für den Bezug von Software auf dem iPhone genau eine Anlaufstelle, den App Store.
Jede erdenkliche App finde ich genau dort und nur dort.

Wenn nun alternative App Stores eingeführt werden - und das beste Beispiel dafür ist der definitiv kommende Epic Games Store - wird es Software geben die nur dort erscheinen wird oder es wird sogar Fälle geben in denen Apps aus dem App Store verschwinden und stattdessen in den EGS ziehen werden.

Hat das Aufkommen -zig unterschiedlicher Launcher für Spiele unter Windows zum Verlust von Bezahlinformationen via Kreditkarte, PayPal o. Ä bei Nutzern geführt? Nö. Sie haben es überlebt und die Spielewirtschaft auch.
 
DeusoftheWired schrieb:
Von Websites steht in der Meldung nix, nur daß alternative Appstores gebilligt werden müssen.
Ist so laut Apple.

Marketplace apps must meet Notarization requirements, like all iOS apps, and can only be installed from the marketplace developer’s website.
https://developer.apple.com/support/alternative-app-marketplace-in-the-eu/

Die dort verlinkten Docs gehen mehr ins Detail. Ganz grob, Marketplace Anbieter müssen durch Apple bereitgestellte Technologie auf ihrer Plattform zur Verfügung stellen und dort auch damit Downloads anbieten.
Logbuch Netzpolitik und die Freakshow hatten dazu Content in den letzten bzw. neuesten Folgen, falls du dir zum Thema lieber was anhören willst.
Ich glaube soviel FUD muss Apple nicht verbreiten, irgendwelche Websites zu suchen um dann dort erst den Marketplace herunterzuladen um damit die dort jeweils verfügbaren Apps installieren zu können ist schon Hemmschwelle genug.

DeusoftheWired schrieb:
Ich finde es aber bizarr, daß sich Menschen mittlerweile nicht mal mehr vorstellen können, aus einem anderen Grund als Geld eine Anwendung zu schreiben und zu veröffentlichen.
Es gibt einige sehr gute (Open Source) Apps im Appstore. Manche haben Spendenbuttons, andere optionale Abos oder so und andere sind völlig frei nutzbar. Der Appstore ist ziemlich bunt und vielfältig.
Aber gut, wenn du proprietäre Entitäten aus Prinzip ablehnst ist Apple natürlich nicht die richtige Plattform.
 
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sedot schrieb:
Die dort verlinkten Docs gehen mehr ins Detail. Ganz grob, Marketplace Anbieter müssen durch Apple bereitgestellte Technologie auf ihrer Plattform zur Verfügung stellen und dort auch damit Downloads anbieten.

Okay. Die alternative Marktplatz-App wird dann als Download auf einer Drittherstellerseite angegeben. Die installiert man und bezieht die Apps dann über sie. Man lädt nicht einzelne Programme bzw. Updates von der Seite.

Apple schrieb:
To uphold user experience standards, Apple will authorize marketplace developers through the Alternative App Marketplace Entitlement (EU) to distribute a dedicated marketplace iOS app after meeting specific criteria and committing to ongoing requirements that help protect users and developers.

sedot schrieb:
Ich glaube soviel FUD muss Apple nicht verbreiten, irgendwelche Websites zu suchen um dann dort erst den Marketplace herunterzuladen um damit die dort jeweils verfügbaren Apps installieren zu können ist schon Hemmschwelle genug.

Das funktioniert seit Jahrzehnten unter Windows exakt so. Seitdem sich Autoupdater etabliert haben, muß man auch nicht mehr aktiv nachschauen, ob es Aktualisierungen gibt, sondern nur Ja/Nein bei einer angebotenen Aktualisierung auswählen. Signal bekommt das unter Android sogar auch hin, wenn man die .apk von signal.org herunterlädt und installiert, solange man aus verschiedenen Gründen nicht die aus dem Playstore haben möchte (und weil Signal nicht mehr bei F-Droid ist).

Anstatt Nutzern Angst einzuflößen, indem man ihnen sagt, jedes Programm außerhalb des Appstores sei unsicher, sollte man ihnen lieber beibringen, wie man nachgemachte Seiten und Betrugsversuche erkennt.
 
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