April-Update ernsthaft schiefgegangen

johnny7

Cadet 3rd Year
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Hallo,

zum ersten Mal hat mir ein Update Windows so richtig zerschossen. Während der Installation nach dem ersten Neustart landete ich plötzlich in einem Menü der erweiterten Startoptionen. Dort stand bei Fortsetzen etwas von Windows Rollback. Wiederherstellungspunkte waren nicht verfügbar (angezeigt wurden drei verschiedene Betriebssysteme, einmal Rollback und zweimal Windows 10 auf Volume 4). Wenn Windows jetzt normal bootet, kann ich mich einloggen, dann dauert es etwas, dann kommt eine Meldung sihost.exe hard error. Dann kommt ein Desktop (ohne meinen Hintergrund, aber mit den Dateien), hier die Meldung explorer.exe hard error. Dann wird der Bildschirm ganz schwarz.
Grundsätzlich habe ich die Daten gesichert, aber einige würde ich doch gerne mit dem neuesten Stand behalten. Gäbe es dazu eine Möglichkeit? Bleibt sonst nur die Neuinstallation von USB? Würde dann die andere Partition erhalten bleiben oder ist diese auch korrumpiert?

Ich bin etwas verzweifelt, danke für alle Tipps!
 
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Im Zweifelsfall kannst du nur C Und die recovery Partitionen bei einer Neuinstallation löschen. Ich würde alles sichern was du brauchst und dann eine Neuinstallation durchführen.
 
Wie kann ich die Daten sichern (auch noch einige von C), wenn der Bildschirm sofort schwarz wird? Ich komme in keine Umgebung, in der ich einen USB-Stick einstecken könnte.
 
Du könntest eine Linux-Live CD verwenden um von dort aus zu booten und deine Daten zu sichern.
 
Platte ausbauen und in einem anderen PC mit noch funktionierendem Windows sichern. Oder Windows auf einer anderen Platte installieren und dann eine Sicherung machen. Mit Linus Live CD geht es für Kenner leichter, ist aber nicht Jedermanns Sache.
 
Da es sich um einen Laptop handelt, werde ich es mit Linux über USB versuchen.
Ihr teilt meine Einschätzung, dass die aktuelle Installation nicht zu retten ist?
 
Wenn so viel schief gegangen ist, dann würde ich mit so einer Installation nicht mehr rumspielen, schade um die Zeit.
 
Ich habe nun über den Linux-USB-Stick die Dateien sichern können (coole Sache!). Über einen Mac (keinen Windows-PC zur Hand) habe ich nun auf denselben USB-Stick die Windows-Iso-Datei geladen. Nun stehe ich vor der Frage, ob ich über diesen Stick Windows upgrade oder komplett neuinstalliere. Besteht eine Chance, dass das reine Upgrade mit dem Behalten von Dateien und Einstellungen die alte Installation rettet? Ich scheue schon etwas die komplette Neuinstallation mit Treibern etc., der Laptop ist fünf Jahre alt.

Edit: Die Upgrade-Option ist nicht möglich, wenn man über ein Installationsmedium startet. Mist, also die andere Option.
 
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Da musst Du dir bei Windows 10 eigentlich kaum Gedanken machen. Schließe den Laptop während der Installation per LAN ans Netz. Windows lädt dann 99% der Treiber von Micorosoft.

Nach der Installation solltest du die wichtigsten (Graka, Board) trotzdem nochmal manuell updaten. Die Treiber von den MS Servern sind gerne mal ein Jahr alt.
 
johnny7 schrieb:
... habe ich nun auf denselben USB-Stick die Windows-Iso-Datei geladen.
Ganz, ganz schlechte Idee. Sichere die Daten auf den Mac oder ein weiteres Speichermedium. Ein Fehler, und du darfst einen Datenrettungsprofi aufsuchen. Für den Preis den der verlangen wird kannst du dir aber eine Kiste USB-Sticks kaufen.
 
Die Daten sind ja bereits gesichert. Was kann denn jetzt noch schiefgehen? Über das Windows-Installationsprogramm habe ich die Partitionen gelöscht und Windows wird gerade neuinstalliert. Ich habe den USB-Stick zwischendurch natürlich formatiert und nicht einfach die ISO-Datei kopiert, sondern unetbootin benutzt. Was genau hältst du für einen großen Fehler?

Sun_set_1 schrieb:
Nach der Installation solltest du die wichtigsten (Graka, Board) trotzdem nochmal manuell updaten. Die Treiber von den MS Servern sind gerne mal ein Jahr alt.
Wie gesagt, der Laptop ist fünf Jahre alt, die Treiber des Herstellers Acer sind vielleicht mindestens drei Jahre alt. Das lief ja trotzdem alles wie geschmiert in der ganzen Zeit.
 
Dann habe ich das mit "dem selben Stick" falsch verstanden. Du meintest damit "der selbe wie das Live-Linux" und nicht "der selbe auf dem die Daten gesichert wurden"?
Dennoch hast du mit einer Kopie der Daten noch kein Backup. Es reicht ja, wenn der Controller des Sticks meint in Frührente gehen zu müssen. Du wärst nicht der erste, der so um seine ganz, ganz wichtigen Daten kommt.
 
Die Daten sind auf einer externen Festplatte. Den Stick habe ich für die Linux-Distribution und jetzt das Windows-Setup benutzt.
Ich scheine eine extreme Pechsträhne zu haben, mitten in der Einrichtung des Benutzerkontos, bis hierhin lief alles normal, wird der Bildschirm schwarz und nur der Cursor bleibt übrig. Was ist da los? :(
 
Um was für Hardware geht es denn? Möglicherweise ist mit der aktuellen Version etwas inkompatibel. U.U musst du auch vorher das aktuellste Bios/Uefi installieren.
 
johnny7 schrieb:
Wie gesagt, der Laptop ist fünf Jahre alt, die Treiber des Herstellers Acer sind vielleicht mindestens drei Jahre alt. Das lief ja trotzdem alles wie geschmiert in der ganzen Zeit.

Ja, das heißt aber nicht, dass es keine neuen Treiber gibt ;)
Die Hersteller aka Dell, Lenovo und Konsorten stellen meist nach 24 Monaten die Supportpflege ein. Sprich die Treiber werden auf deren Seite nicht mehr gepflegt. Die eigentlichen Hersteller der verwendeten Chipsätze, für Mainboard, Sound, USB, Graka (Intel, AMD, Realtek, AsMedia usw.) veröffentlichen aber meist über Jahre neue Treiber. Du musst dann auf die Seiten dieser Hersteller.

Wenn Du z.b. einen Intel hast, verwende einfach das Intel Driver Update Utility. Bzw hat das, glaube ich, mittlerweile einen Nachfolger. Einfach googlen. Nimm aber in jedem Fall die Download Variante, nicht den Browser-Check. Letztere sind meistens relativ buggy.
 
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Ich habe dennoch, aus Faulheit und ein bisschen aus Angst vor Kompatibilitätsproblemen, seit Jahren keine Treiber mehr aktualisiert und alles lief wunderbar.
Ich habe nun tatsächlich eine saubere Windows-Installation hinbekommen und alles scheint gut zu laufen. Die Treiber für die alten Komponenten wurden alle von selbst geladen. Nachdem mich Windows also entsetzt hat, wie schnell bei einem größeren Update alles den Bach runtergehen kann, hat es mich jetzt positiv überrascht, wie "einfach" eine Neuinstallation funktioniert. Die Zeit, die ich in das Neuaufsetzen investiere, zahlt sich vielleicht in einem Ticken mehr Schnelligkeit langsam aus... Danke für eure Hilfe!
 
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