Die Idee hinter diesen oft als Präsenzmelder vermarkteten Geräten ist letztlich die Unzulänglichkeiten von den klassischen IR-Bewegungsmeldern zu umgehen.
Die IR-Meldet sind z.B. gut für Treppenhäuser. Jemand bewegt sich, Licht geht an. Nix bewegt sich, Licht geht nach 30 Sekunden aus.
Sie sind aber schlecht für Toiletten. Jemand bewegt sich, Licht geht an. Jemand sitzt für 30 Sekunden still auf dem Pott, Licht geht aus.
Die Radar-basierten Melder erkennen, dass da eine Person ist und lassen das Licht an, auch ohne Bewegung.
Dazu kommt, dass sie die Position (in gewissen Grenzen) bestimmen können. Und das wiederum erlaubt das, was einige hier schon beschrieben haben: Offenes Wohnzimmer/Küchen-Konzept, eine Person geht von Wohnzimmer in die Küche, da geht das Licht an. Eine andere bleibt im Wohnbereich, da bleibt das Licht an. Die andere Person geht zurück ins Wohnzimmer, Licht in der Küche geht wieder aus, usw.
Ob man das am Ende braucht oder will muss natürlich jeder selbst entscheiden. Es sind aber schon Anwendungen denkbar, die mit klassischen Bewegungsmeldern nicht gehen. Mit Kameras ginge das theoretisch auch, hier sind aber die Kosten für die Auswertung viel höher und Datenschutzbedenken zumindest bei mir viel ausgeprägter.
PS: Ich bin mir nicht sicher, ob das aus meinem Beitrag klar wurde, aber wenn Erkennungsfehler ausreichend selten auftreten lassen sich mit Präsenzmeldern klassische Lichtschalter in den meisten Räumen ersetzen. Da wo jemand ist geht das Licht an und bliebt an bis niemand mehr da ist.