Arbeitgeber möchte mir Zeit für das Studium nicht einräumen - Vertragsbruch?

IT Influencer

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Sag mal welche Möglichkeiten hat der AG außer du lässt dich auf der Party ablichten und das landet im Netz?

Und wenn du wie ich bereits erwähnte eben selbst leichte Erkrankungen ausnutzt?

Es gibt viele Ärzte die gleich 2 Wochen krank schreiben lassen, egal bei was.

Sind für dich also 99% aller Krankschreibungen fingiert?

Wie oft wird das nachgewiesen?

Und noch mal, egal ob Studium oder Azubi - Attest ist immer eine Absicherung im Notfall, damit hält man sich alle Chancen offen.

Ohne ist man geliefert wenn es nicht klappt, daher ist das definitiv ein Notanker!

Ich würde es auch nicht ausnutzen, kenne aber im Bekanntenkreis selber welche die sogar mehrere Monate krank gemacht haben - AG kann absolut nichts machen.

Schau dir den Montanablack bei youtube an, der hat irgendwas im Bauhaus gemacht und war anscheinend nur paar Tage im Betrieb - wegen Attest zur Prüfung zugelassen und fertig.
War nie arbeiten und nach Probezeit haben die keine Handhabe - das ist im Studium nicht wirklich anders wenn man immer ein Attest vorlegen kann.

Was wollen die machen?

Der Firma ist es eh egal, der ist dort nur paar Monate - in dem Fall zahlen die nicht mal, sondern die Uni.
 

Fuchiii

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Der Arbeitgeber kann da nichts nachweisen - er ist nämlich kein Mediziner....
Solange das ein rechtsgültiges Attest von einem zugelassenen Mediziner ist, kann ein Laie da garnichts machen.
 

BeBur

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Ich glaube mit 'fingiert' hast du angefangen. Wenn Menschen von "Attest holen" sprechen, dann ist damit stets gemeint dies von einem Arzt einzuholen und damit ist das Attest nicht fingiert/gefälscht, nur die Diagnose.
Soll auch Hausärzte geben denen man so eine Situation wie der TE hat schildern kann und die dich dann freiwillig wegen XYZ krank schreiben.

Ich würde mich jdfs. als ersten Schritt die Uni wenden wie ich weiter oben ausführlich vorgeschlagen habe.
 

BeBur

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Zumal ein Attest das Problem des TE gar nicht löst, da die Uni offenbar ein dokumentiertes Praxisprojekt verlangt, das er in Kooperation mit dem Betrieb anfertigen soll.
Wie Musti btw. auch schon angemerkt hat.
 

IT Influencer

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Daher soll er nochmal sagen warum er eine Freistellung will, das check ich nämlich auch nicht.
 

Mustis

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BeBur

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Die Freistellung bezieht sich soweit ich das verstehe hier in dem Fall darauf, dass er Gelegenheit hat das Projekt durchzuführen und die Arbeit anzufertigen, also von 'seiner regulären Arbeit' freigestellt zu werden um an der Arbeitsstelle das Projekt zu erledigen und nicht darauf das er zuhause was für die Uni machen kann.
 

IT Influencer

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Dann verstehe ich nicht warum er eine Krankmeldung erwägt, ich habe das so verstanden das er es auch von zu Hause machen kann, wenn es praktisch jedoch nur im Betrieb geht muss er sich mit denen einigen. Wie soll es sonst gehen?
 

Hylou

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Ich bin aber eher der Meinung, dass bei Bewerbungen eher mal aufs Arbeitszeugnis geschaut wird, als welche Noten hatte der im Studium,
Das muss dem TE klar sein.
Ich habe letztes Jahr mein Studium BWL Personalführung abgeschlossen und mache aktuell ein Führungstrainee Programm - und ich kann dir sagen, in der modernen Personalführung sind Schul und Unizeugnisse, genauso wie Schul-/Uniabschlüsse soviel Wert wie Klopapier.

Das Arbeitszeugnis wiegt auch 10 Studiengänge mit nem einser Schnitt auf.
Was bringt mir denn ein AN der gut lernen, aber nicht arbeiten kann?

Ein Arbeitgeber - der auch nur im entfernsten sich mal damit befasst hat wird immer denjenigen nehmen mit einem guten Arbeitszeugnis, grade gegenüber dem der bisher nur Studiert hat und mir dann uU noch auf die Nerven geht (siehe den Thread hier im Forum mit den nicht gezahlten Zulagen).

@BuzzAMK
Schau das dein Arbeitszeugnis so gut wie möglich wird - der Abschluss wird dir in 9/10 Betrieben nicht helfen.
 

Fuchiii

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Da wiederum täuscht du dich ;)
Ich weiß wovon ich spreche.
 

IT Influencer

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und ich kann dir sagen, in der modernen Personalführung sind Schul und Unizeugnisse, genauso wie Schul-/Uniabschlüsse soviel Wert wie Klopapier.
Solche Aussagen bringen nichts wenn Firmen Vorstellungsgespräche doch von den Noten abhängig machen. Hier geht es lediglich ums erste Arbeitszeugnis. So lange da kein Bullshit drin steht (was sie eh nicht dürfen) ist da nicht viel was passieren kann.

Ich verstehe warum du so argumentierst - könnte dir die Story aber genau andersrum erzählen.

Arbeitszeugnisse werden zwar später höher angesehen, allerdings gibt es AG die schreiben dir alles rein was du willst, mein erster AG damals - dem konnte ich diktieren was drin stehen soll, war ein glattes 1er Zeugnis. Ich war tatsächlich auch so gut (besser als mein Chef) aber das fällt halt auf wenn es dann doch nicht stimmt.

Was ich damit sagen will - egal ob aus Uni / Schule (also der Theorie) oder der Praxis, die Zeugnisse werden fast immer geschönt wo es nur geht - du kannst jede Firma verklagen wenn was im Arbeitszeugnis nicht passt, daher muss man schon viel Mist bauen das die Formulierungen rein machen an denen man sieht das man scheiße ist.
 

IT Influencer

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Das ist eh klar, natürlich werden die allseits bekannten Formulierungen verwendet.
Aber so etwas wie stets bemüht ist halt schon sehr negativ, da kannst schon gegen vor gehen, außer die können wirklich was begründen. Machen die meisten nicht, den Stress gibt sich keiner.
Selbst wenn die Leute wirklich scheiße sind kriegen sie oft ein gutes Zeugnis, schon zu oft gesehen. Was juckt dich das als AG was die danach machen, den Ärger würde ich mir auch nicht antun.

Jedenfalls ist dein Argument leider auch andersrum anzuwenden. Arbeitszeugnis wird zwar höher bewertet weil es praktisch ist, aber kann halt genauso sein das du eine Pfeife bist und nichts taugt. Egal ob da stets bemüht oder beste Mitarbeiter dran steht. Auch letztere Formulierung kann man negativ umdrehen.
 

BuzzAMK

Lt. Junior Grade
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Hi,

mit Praxisbezug meine ich, dass dass das Forschungsprojekt „ansatzweise“ was mit dem Betrieb zu tun hat. Von mir aus gehe ich auch im Betrieb und schreibe es dort, so so ist es nicht. Ich habe vorher - gleiche Firma, andere Niederlassung - gearbeitet und ein Top AZ erhalten. Daher mache ich mir da keine Sorgen.
 

Idon

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Sorry - muss glaube deutlicher werden

EUER Studium - EUER Abschluss - EUER Karriereeinstieg als Akademiker(!) und Führungskraft

In der aktuellen Situation haben Firmen idR ganz andere Prioritäten als Euer Wohlbefinden und erwarten da auch durchaus Einsicht und Engagement.[...]
Das unternehmerische Risiko trägt der oder die Eigentümer - nicht die Mitarbeiter. Und natürlich sollte man sich selbst stets näher stehen als dem Unternehmen, selbst dann, wenn man seine Arbeit sehr gerne verrichtet. Das Prinzip ist nämlich ganz einfach: Arbeitsleistung (Zeit) gegen Geld.

Ich habe in der jetzigen Situation auch nochmal mein Gehalt deutlich nach oben nachverhandelt. Warum? Weil ich jetzt über einen gewissen Zeitraum extrem gute Leistung gebracht und die Ziele übererfüllt habe. Dass Corona ist, ist nicht meine Schuld und auch nicht mein Problem.
 

deYoda

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@Idon

Ich Ich Ich

Nicht meine Einstellung, aber wenns Dich mit Stolz erfüllt, bitte.
Und Glückwunsch zur Gehaltserhöhung, wenigstens 1 Gewinner.

Ich für meinen Teil möchte Mitarbeiter mit dieser Einstellung nicht in meinem Team.

PS: Sorry, meine Meinung und nicht persönlich gemeint
 

Idon

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@deYoda

Ja, ich, ich, ich. Es ist MEIN Leben und es ist MEINE begrenzte Lebenszeit. Die verlange ich für MICH am besten genutzt.

Wenn andere profitieren - sehr gut. Aber nicht zu meinen fundamentalen Lasten. Da geht es nicht darum, jemandem im Straßenverkehr ohne Grund die Vorfahrt zu gewähren oder für einen Nachbarn Einkäufe mitzuerledigen, sondern um berufliche Grundsteinlegung. Und dafür ist ein Studium eben da.

Es ist auch in Ordnung, wenn du Menschen wie mich nicht im Team haben möchtest. Ich würde z. B. auch niemals für Trigema arbeiten wollen, weil Wolfang Grupp immer wieder betont - so habe ich das zumindest verstanden -, dass für ihn Mitarbeiter die Arbeit an erster Stelle stehen haben müssen, nicht Familie oder (Zeit für) sich selbst. Das ist okay.


Warum aber glaubst du, wäre es "wenigstens 1 Gewinner"? Alleine das von mir aufgebaute Claim Management(-Team) holt konstante Profite rein und schärft professionell das Profil. Da reden wir nicht über die Themen, die schwer in konkreten Zahlen messbar sind, für das Unternehmen aber noch wichtiger. Warum soll ich daran nicht partizipieren?


So mag es dem TE auch gehen. Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass er keine gute Leistung liefert. Er hat außerdem einen Vertrag, den vermutlich der Arbeitgeber gestellt hat, nicht er. Warum soll sich der Arbeitgeber jetzt nicht mehr daran gebunden fühlen? Warum soll der TE das nicht prüfen dürfen? Warum soll er auf jeden Fall kuschen? Das klingt nach toxischem Umfeld. Übrigens der Grund, weshalb ich bisher meine Unternehmen gewechselt habe: So'n Scheiß, auch wenn er sich erst entwickelt, muss ich mir nicht geben. Niemand sollte das müssen.
 

deYoda

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@Idon
Schade, daß Du das offenbar doch persönlich nimmst, war so nicht vorgesehen.
War vlt auch etwas zu überspitzt formuliert. Sorry für den Fall

Die Diskussion läuft hier wie häufiger bei ähnlichen Themen ziemlich kontrovers.

Ich kenne Dich nicht, Du mich nicht (ist auch nicht interessant) und wir beiden wissen nicht was der TE so treibt und was er wann und wie mit seinem AG besprochen hat. Das ging aus seinem Eröffnungspost nicht direkt hervor.

Klar war nur, er hat nur noch 2 Monate (!) in dem Laden, steht kurz vor dem Abschluss und geht dann eh.
Da wird die Frage nach den nächsten Proirtäten erlaubt sein. Muss ich gleich mit §§ oder einem gelben Schein winken und meine kostbare Lebenszeit beim Anwalt verbringen? Oder fokussiere ich mich lieber auf das nächstwichtige und pfeif auf ein paar freie Tage?

Deinen Anmerkungen im letzten Absatz stimme ich übrigends vorbehaltlos zu.
Der AG laviert hier sehr wohl abseits der vereinbarten Regelungen. Und ja - da herrscht offensichtlich eine "toxische Atmosphäre". Das quittiert er ja auch mit seinem Abgang.

Ob man sich das geben muss - Kann jeder letztlich nur für sich selbst entscheiden.

Ihm wünsch ich jedenfalls alles Gute und viel Erfolg
 

Idon

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@deYoda

Persönlich habe ich das nicht genommen. :) Es geht mir nur um einen klaren Standpunkt. Und der ist nun einmal, dass man für sich selbst einstehen darf, kann und muss.
 
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