Arbeitskollege kommt öfter betrunken zur Arbeit. Was tun?

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Lt. Junior Grade
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Hallo,

ich habe seit ca. 2 Wochen ein riesen Problem mit meinem Arbeitskollegen. Wir beide arbeiten für die Stadtreinigung und fangen morgends um 5:00 Uhr an. Nur in letzter Zeit kommt mein Kollege jeden Tag mit einer riesen Schnapsfahne an. Wenn ich ihn darauf angesprochen habe, hat er alles runtergespielt. Doch jetzt wird es immer extremer, heute war er so betrunken zum Dienst erschienen, dass erkaum noch reden konnte. Er hat mir daraufhin gedroht, er würde sich vors nächste Auto schmeissen, wenn ich irgendetwas sagen sollte. Mit mir will er nicht reden, ich weiß nicht warum, dabei arbeiten wir schon 7 Jahre zusammen. Ich weiß nicht mehr weiter und habe keinen Bock meine Arbeit zu verlieren, soll ich ihn melden? Reden will er ja nicht. Was würdet ihr tun?
 
Ich findes, Es ist deine Pflicht Ihn zu melden, vielleicht habt ihr ja soetwas wie einen Sozialberater in Eurer Firma oder eine Vertrauensperson?
So mußt Du nicht gleich zum Chef rennen.

Bedenke Du würdest Dich mitschuldig machen, wenn während der Arbeitszeit dadurch ein schwerer Arbeitsunfall entsteht.
Zumal Dein Arbeitgeber da eh eine Fürsogepflicht hat und Ihm wahrscheinlich besser helfen kann.
 
Ich würde den Vorgesetzten informieren, da er Hilfe braucht, solltest du das auf keinen Fall für dich behalten und dich auch noch damit belasten.
 
Das ist leichter gesagt, als getan. Er ist sehr beliebt (normalerweise) unter uns. Und ich stehe nachher als Petze da, versteht ihr, was ich meine?:(
 
Das hat gar nichts mit "Petze" zu tun. Wer jeden früh mit einer Alkoholfahne zur Arbeit kommt, der hat ein Problem und braucht Hilfe. Wegsehen macht es nicht besser, eher das Gegenteil.
 
Ehrlich, das ist falsche Bescheidenheit. Hier geht es um Eure und seine Sicherheit.
Egal wie Du nachher dastehst wenn niemand etwas sagt und es passiert etwas? Könntest Du dann seinen Eltern, Kindern, Frau etc? Jemals wieder in die Augen blicken?
 
Du tust weder dir noch ihm einen Gefallen, wenn du es weiterhin ignorierst. Er braucht offensichtlich dringend Hilfe. Lass unterwegs etwas passieren, wirst du gefragt warum du nichts unternommen hast.
Sofern er von sich aus keine Hilfe sucht bzw. annimmt wird dir letztlich nichts anderes übrig bleiben.
Natürlich ist es eine schwere Entscheidung. Gibt es evtl. einen Vertrauensmann oder sogar Suchtbeauftragten im Unternehmen? Evtl. mal beim Personalrat fragen.
 
Hmm. Ich werde 'ne Nacht darüber schlafen müssen. Mein Kollege hat 'ne Frau und 3 Kinder, das ist der Hauptgrund, warum ich zögere. Allerdings, eingeladen zu sich nach Hause, hat er mich noch nie. Hmm.
 
Ich würds jetzt noch nicht dem Vorgesetzten Melden, vielleicht, gibts bei euch einen Berater oder so etwas in der Art.
Ansonsten vielleicht Suchtberatung, wenns so etwas gibt in eurer Nähe.

Wenn er nicht schon "immer" so war, könnten es auch sein, dass er derzeit etwas durch macht im Privaten Bereich.
Vielleicht vor dem ganze ihn in einer ruhigen Minute darauf ansprechen.
 
Er war vorher nie so. Erst seit ca. 2 Wochen, das ist es ja, was mich so nachdenklich macht.
 
neeeiin 7 Jahre zusammenarbeit leute ... nicht gleich petzen..
ich denke da musst du mal ordentlich auf den Tisch hauen, aber am besten bei ihm zuhause nach der Arbeit... Das würde automatisch dafür sorgen das:

1. du den Grund herausbekommst.
2. er es vielleicht einsieht.
3. du getan hast was in deiner macht steht.
4. du immernoch die Möglichkeit hast zum chef zu laufen.
 
vllt mal mit seiner Familie drüber quatschen ?
Irgendwas muss doch da im Busch sein
 
Wie wärs wenn du vll mit einem anderen Arbeitskollegen darüber sprichst, der vll auch Kinder und Familie hat ? Dann der Sache gemeinsam begegnen.
 
Ich würde ihn nach der Arbeit zur Seite nehmen und ihm klarmachen, dass ich sein Verhalten nicht weiter hinnehmen werde (wegen Gefahr und eigener seelischer Belastung) und wie folgt vorgehen.

1. Ihn sanft drängen, mir zu sagen, was los ist. Ich provoziere dann auch gern. Lieber er rastet hier etwas aus als später bei seinem Chef. Wenn er sich partout weigert darüber zu sprechen oder alles leugnet, dann würde ich ihm ankündigen, dass ich Schritt 2 unternehmen werde.
2. Mit seiner Frau sprechen, am besten, wenn er nicht da ist. Ist das nicht möglich, dann muss ich ihn eben vor seiner Frau bloßstellen. Wenn das immer noch nichts gebracht hat (also er entweder immer noch abstreitet oder die Frau es unterstützt), dann Schritt 3, also zum Chef.

Die größten Fehler, die man hier machen kann ist, zu denken, dass man ihm hilft, wenn man ihn schützt und sich als Verräter zu fühlen. Durch die Punkte 1 und 2, in denen man ihm ankündigt, was man tun wird, wahrt man sein Gesicht, weil man nichts hinter seinem Rücken macht.
 
Ich würde auch erst mal die genauen Umstände eruieren.
Alkoholsucht (falls es schon so schlimm steht) ist eine Krankheit. Eine Anlaufstelle ist deshalb eine Klinik für Psychiatrie. Also mal die Tel.-Nr. des nächstgelegenen Krankenhauses in Erfahrung bringen und die Ärzte um Rat bitten. Dann wird vielleicht der Aufenthalt in der Tagesklinik vorgeschlagen.
Da es sich wie gesagt um eine Krankheit handeln könnte, würde ich sehr vorsichtig sein mit einer Meldung an der Chef. So etwas geht die eigentlich nichts an. Also maximal mitteilen, dass der Kollege krank ist (aber nicht den genauen Grund).

Viele Grüße
 
Das Thema hat sich erledigt. Ein anderer Arbeitskollege von mir wird sich der Sache annehmen. So bin ich (zum Glück) raus.
 
Nein. Er ist ein guter Freund. (Ich bin "nur" ein Kollege.;)
 
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