Arbeitsvertrag nach Probearbeit überraschend gescheitert – was habe ich falsch gemacht?

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VsteckdoseV schrieb:
Mal meine bescheidene Meinung dazu.

Als Firma hast du keinerlei Interesse daran verschiedene Sonderegelungen mit MItarbeitern zu pflegen. Diese ergeben sich mit wachsender Betriebszugehörigkeit sowieso, sodass von Tag 1 an alle die selben Startvoraussetzungen bekommen.

Würde ich so generell nicht unterschreiben. Es kommt immer drauf an, ob das was man bietet schwer zu bekommen ist.

Ich war z.B. schon in einer Fa, da waren die Stufen im Tarif frei verhandelbar. Da die Qualifiaktion sehr gsucht war, habe ich direkt die Stufe mit 15 Jahren Betriebszugehörigkeit ausgehandelt und auch bekommen, eben so damals schon 2-3 Remote pro Woche und Firmenwagen.
 
Wir haben hier unterschiedliche Meinungen. Die einen (der Grundtenor) meinen, dass sich durch solche Änderungswünsche kein Arbeitgeber bereit erklärt, jemanden einzustellen. Man hätte dies im Bewerbungsgespräch klären sollen. Ich hatte zwar angemerkt, dass ich das im Bewerbungsgespräch getan habe – siehe Post #3 und #19 –, aber das wird anscheinend gerne überlesen. Hauptsache, man kann noch einmal draufhauen und besserwisserisch daherkommen.

Dann wird gemeint, warum man eine „Extrawurst“ bekommen solle. Warum nicht? Fragen kann man, und man darf sich für seine Rechte stark machen. Anscheinend ist für sich selbst einzustehen für den einen oder anderen ein Fremdwort. Andere graben alte Threads von mir aus, um mir daraus Dinge entgegenzuhalten. Anscheinend hat man wohl so viel Zeit, Threads von mir aus vergangenen Jahren auszugraben – wahre Thread-Nekromanten.

Über meine Methode lässt sich streiten; bei mir war es zumindest diesmal nicht der richtige Weg – erkannt und daraus gelernt. So what? Das Leben geht weiter, und beim nächsten Mal wird es besser gemacht 😉
Vielleicht war es sogar gut so, denn am Ausgang hätte es bei einem derart einseitigen, für den Arbeitgeber vorteilhaften Arbeitsvertrag, der speziell von einem Arbeitsrechtler aufgesetzt wurde, vermutlich nichts geändert. Das Schriftliche von mir hätte ich in einem weiteren Gespräch ohnehin genauso vorgetragen und mich dabei nicht zurückgehalten.

Andere versuchen zumindest, meine Herangehensweise zu verstehen (Stichwort: Arbeitsweise eines Steuersachbearbeiters – alles schriftlich festzuhalten), bringen Verbesserungsvorschläge ein, raten zu einer diplomatischeren Ausdrucksweise, dazu, Dinge wegzulassen, die ohnehin vom Arbeitsrecht gedeckt sind und nicht extra erwähnt werden müssen, zu einem Beitritt in Arbeitnehmerverbände usw. Mein großer Dank gilt in erster Linie genau diesen Personen. Danke, dass ihr mir zugehört habt, danke, dass ihr mir geholfen habt, eine andere Sichtweise auf diese Sache zu bekommen, und danke für eure Mühe und eure Zeit!


Der Thread kann geschlossen werden, ich denke, es wurde nun alles dazu gesagt.
 
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Greeccee2037 schrieb:
Man hätte dies im Bewerbungsgespräch klären sollen. Ich hatte zwar angemerkt, dass ich das im Bewerbungsgespräch getan habe – siehe Post #3 und #19 –, aber das wird anscheinend gerne überlesen. Hauptsache, man kann noch einmal draufhauen und besserwisserisch daherkommen.
Ich glaube, das haben viele gelesen. Es ging meiner Wahrnehmung nach eher darum, dass man nicht alles niederschreiben muss / will. Dein nicht Arbeitgeber hätte wohl eine mündliche Absprache besser gefunden.
 
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Ich weiß nicht, wie das in anderen Unternehmen läuft, aber viele von den Punkten, die du aufführst sind bei uns durch Betriebsvereinbarungen geregelt, die vom Betriebsrat mit dem AG ausgehandelt wurden.
Ich weiß nicht, ob das Unternehmen, bei dem du warst, groß genug dafür ist, aber beim nächsten mal kannst du ja Fragen, ob die Punkte, die mündliche im Bewerbungsgespräch besprochen wurden, nicht außerhalb des Arbeitsvertrages in anderer Form schriftlich vereinbart sind.
 
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