News ASML-Quartalszahlen: Guter Jahresabschluss, Rekord-Bestellungen & Entlassungen

Raptor85 schrieb:
Wenn man tatsächlich für eine bestimmte Situation Personal eingestellt hat, dann ist klar. Die müssen auch irgendwann wieder gehen. C'est la vie.

Wenn man allerdings Personal abbaut, nur um irgendwelche wahnwitzigen Phantasien abgehobener Manager und gewissenloser BWLer umzusetzen (obwohl das Personal unter anderen Vorzeichen was zu tun hätte), bin ich absolut nicht dafür.
Ich würde davon ausgehen, dass der Wasserkopf reduziert wird, vor allem auf den unteren Managementebenen. Aber so nah bin ich auch nicht dran, um da sicher etwas sagen zu können.

Man muss auch immer bedenken, dass die Bestellungen für 2026 schon sehr weit sind in der Produktion. Das heißt, die Produktion hat schon wieder viel zu tun und arbeitet Aufträge für 2027 und später ab. Somit ist "der kommende Umsatz/Aufschwung" schon in der Fertigung angekommen.
 
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@habla2k
Man könnte es verbieten, die Firmen außerhalb der EU oder des EWRs zu verkaufen. Dann blieben sie bei "uns" und würden nicht nach Übersee gehen.
 
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Der 1%-Anteil für die Region EMEA ist leider eine Bankrotterklärung für den Halbleiter-Standort Europa.
 
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habla2k schrieb:
Ich bin ja grundsätzlich bei dir und wäre persönlich für mehr Einwirken von Staat bei Unternehmen in bestimmten Branchen, aber die Gesellschaft scheint ja so an ihrem "freien Markt" zu hängen, da sehe ich nicht, wie das vereinbar sein soll.
Die Realität ist selten frei von Widersprüchen. Dementsprechend wollen die wenigsten "Freier Markt"-Rufer einen wirklich freien Markt. Und das ist auch ok so. Folglich gibt es schon Regeln für den "Verkauf" von Schlüssel-Unternehmen an neue Besitzer. Selbst das "VW-Gesetz" besteht in unserem "freien" Markt weiterhin - und das ist schon sehr speziell.
 
RichieMc85 schrieb:
Wenn der Kuchen nicht wächst gibt es halt nix mehr zu verteilen. Leider ist das in diesem Land aufgrund der mangelnden Bildung noch nicht angekommen. Aber die Erkenntnis kommt ja jetzt mit großer Wucht :)
Du unterschätzt die lauten Stimmen der „Umverteilung“ des Kuchenanteils. ;)
 
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so krank und bezeichnend für unsere Konzerne, 17 Milliarden Gewinn und es werden Leute entlassen.
 
@Thump
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ASML hat 30 Mia. (30.000.000.000€) Schulden. Da muss man ständig Leute entlassen und neu einstellen. Die schlechten fliegen, die Guten bleiben oder Geschäftsfelder werden neu justiert. Wenn die Putzfrau durch einen Putzroboter ersetzt wird, dann kann die wohl kaum als Ingenieur arbeiten, umgekehrt genauso
 
Man ist quasi Monopolist, muss aber Mitarbeiter entlassen, um den Aktienkurs hoch zu halten.
Die übrigen Mitarbeiter werden sich freuen aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung.

PS:
Ich habe heute ein interessantes Interview der Augsburger Allgemeinen mit dem 90-jährigen Milliardär Reinhold Würth gelesen. Der plant nicht in Quartalen, sondern in Zeiträumen von Jahrzehnten und ist mangels Aktionären niemanden Rechenschaft pflichtig und kann als Chef ohne Einmischung so agieren, dass Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Dagegen ist das Geschäftsgebaren von ASML hier einfach nur schäbig.
 
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Als "EUV-Monopolist" kann ASML ja eigentlich nur noch Gewinne einfahren - die Firma ist ja schlicht konkurrenzlos.
 
habla2k schrieb:
Und wie? Willst du Unternehmen verbieten sich aufkaufen zu lassen? Ich bin ja grundsätzlich bei dir und wäre persönlich für mehr Einwirken von Staat bei Unternehmen in bestimmten Branchen, aber die Gesellschaft scheint ja so an ihrem "freien Markt" zu hängen, da sehe ich nicht, wie das vereinbar sein soll.
Ich bin bestimmt kein Fan von Staatskonzernen, aber mehr Mitspracherecht fände ich bei sowas wichtig, ja.
 
"...den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen und sich nicht mit Bürokratie und dem Managen aufzuhalten."

Seufz..., solche Aussagen und darauf folgende, entsprechende Taten wünschte ich mir von meinem DAX-Arbeitgeber auch mal...

Achja, nur damit keiner auf dumme Gedanken kommt: Ich habe heute frei, Abbau von Überzeit. ;)
 
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Thump schrieb:
so krank und bezeichnend für unsere Konzerne, 17 Milliarden Gewinn und es werden Leute entlassen.
Ich zitier dich jetzt mal stellvertretend für einige: Woher kommt eigentlich bei so vielen die Überzeugung, dass Gewinn/Verlust und Einstellungen/Entlassungen direkt miteinander zu tun hätten?

Man stellt Leute ein, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen, man entlässt sie, wenn diese Aufgaben wegfallen. Das ist bei gesunden Unternehmen erstmal völlig unabhängig von aktuellen Zahlen und hat deutlich mehr mit strategischen Entscheidungen zu tun (soll aber natürlich zu besseren Zahlen führen).
 
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Termy schrieb:
Wachstum! Wachstum! Mehr! Mehr! Mehr! Wie ich diese hirnverbrannte Prämisse vom ewigen Wachstum doch verabscheue...
Nunja, Deutschlands Politik tut ja seit Jahrzehnten alles, dass sich genau dies endlich ändert. Und wie man an den aktuellen Wirtschaftsdaten sieht, zeigen sich erste Erfolge... freu Dich.
Ergänzung ()

Cr4y schrieb:
Selbst das "VW-Gesetz" besteht in unserem "freien" Markt weiterhin - und das ist schon sehr speziell.
Für VW, welche mit Chinesischen Autoherstellern in brutaler Konkurrenz steht, ist es nicht nur "sehr speziell", sondern wirkt gar wie ein riesiger Betonklotz am Bein.
 
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Dogbrothers schrieb:
@Thump Anhang anzeigen 1701208

ASML hat 30 Mia. (30.000.000.000€) Schulden. Da muss man ständig Leute entlassen und neu einstellen. Die schlechten fliegen, die Guten bleiben oder Geschäftsfelder werden neu justiert. Wenn die Putzfrau durch einen Putzroboter ersetzt wird, dann kann die wohl kaum als Ingenieur arbeiten, umgekehrt genauso

stefan92x schrieb:
Ich zitier dich jetzt mal stellvertretend für einige: Woher kommt eigentlich bei so vielen die Überzeugung, dass Gewinn/Verlust und Einstellungen/Entlassungen direkt miteinander zu tun hätten?

Man stellt Leute ein, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen, man entlässt sie, wenn diese Aufgaben wegfallen. Das ist bei gesunden Unternehmen erstmal völlig unabhängig von aktuellen Zahlen und hat deutlich mehr mit strategischen Entscheidungen zu tun (soll aber natürlich zu besseren Zahlen führen).
Ihr habt insofern Recht, dass ich die Beweggründe für die Entlassung nicht hinterfragt habe. Soll heißen, ja ich verstehe das in einigen "nicht mehr aktuellen" Bereichen Personal abgebaut wird. Meine initiale Haltung kam natürlich rein emotional aus Gewinn + Stellenabbau. Wobei eine Zahl von 1700 eher pauschal klingt als nur die nicht mehr benötigten Stellen zu reduzieren.
Auch geht natürlich nicht hervor, ob diese Stellen z.B. wegen Renteneintritt entfallen und nicht neu besetzt werden z.B.
 
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Juchu, die Hütte brummt und es ist kein Ende in Sicht! Wir entlassen erstmal Tausende Mitarbeiter, damit die Aktionäre sich noch mehr freuen können!

Wir leben echt in einer perversen Welt.
 
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lordfritte schrieb:
Alles für die Manager Boni
So wie Volker es in den News beschreibt, sind es eher sinnlose Managerposten die gefeuert werden.
 
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@Weyoun
Grandioser Typ, habe ihn vor ca. 12 Jahren persönlich kennen gelernt. Er hat in einem kleinen Rahmen einen Vortrag über Führung gehalten.
Ihm war damals sehr wichtig das man sich der Verantwortung als Führungspersönlichkeit bewusst ist.
Deswegen denke ich das er sich gar nicht erst in eine vergleichbare Situation begeben hätte.

Sofern ich richtig in der Annahme bin das die 1700 Management Posten überflüssiger Wildwuchs sind.
 
Auch hier wieder Gewinnmaximierung...
 
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