ASRock Z890I Build: PC friert ständig ein

konradsimon

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Hallo zusammen!

Ich habe Probleme mit meinem neuen Mini-ITX-Build auf Basis des ASRock Z890I-Mainboards. Das System ist extrem instabil und friert hart ein (kein Blue- oder Blackscreen).


Spezifikationen

Mainboard: ASRock Z890I Nova WiFi
CPU: Intel Core Ultra 5 245
GPU: INNO3D GeForce RTX 5060 Ti 16GB X3 OC
Netzteil: Corsair SF750
RAM: DDR5 Crucial Pro 32GB 6400 MHz
CASE: DAN A4 SFX
COOLER: Alpenföhn Black Ridge

Problem

Das System fällt bei jeder Erhöhung der Stromaufnahme aus (so sieht es jedenfalls aus).
Freeze bei geringer Last: Der PC friert ein, während einfach nur Software heruntergeladen oder installiert wird.
Freeze bei hoher Last (reproduzierbar): Er stürzt reproduzierbar an exakt derselben Stelle wenige Sekunden nach Beginn des 3D-Teils des Novabench-GPU-Tests ab.
Dieses Verhalten deutet für mich stark auf ein Problem in der Stromversorgung hin, die mit Lastwechseln (Transient Spikes) nicht klarkommt.


HWMonitor-Daten kurz vor einem Absturz zeigen kritische Auffälligkeiten:

Unplausible DRAM-Temperatur: 88 °C, während die RAM-Module kühl sind und 39 °C anzeigen
Unplausible VRM-Temperatur: Der Sensor im VRM-Bereich zeigt im Idle 86 °C an (physisch nicht nachvollziehbar, fühlt sich nicht heiß an)
Die Sensorwerte sind wahrscheinlich fehlerhaft (BIOS-Bug), aber das System verhält sich so, als würden die VRMs ausfallen, was darauf hindeutet, dass die zugrunde liegende Stromsteuerung fehlerhaft ist.


Bisher unternommene Schritte

BIOS: Version 3.10 (neueste)
RAM: XMP deaktiviert, manuell auf 4800 MHz gestellt
Treiber: GPU-Treiber mit DDU bereinigt und neu installiert
Physisch: Alle Stromkabel und RAM-Module erneut eingesetzt


Danke für jede Hilfe!

Konrad
 
Hallo
das hört sich nicht so gut an. Einen CMOS-Reset schon mal gemacht?
 
Würde die GPU und einen Speicherstick raus nehmen und ne Live Distro booten und memtester und nproc laufen lassen. Wenns nicht abstürzt Komponenten wieder rein und Tests wiederholen, wenns abstürzt im Bekanntenkreis ein Netzteil ausborgen oder kurz mit dem PC auf Besuch gehen und dort testen.
Evtl noch die Power Limits der CPU im Bios reduzieren
 
shysdrag schrieb:
Evtl noch die Power Limits der CPU im Bios reduzieren
Bei einem 245K? Ernsthaft?
Ich würde das AsRock Mainboard auf Widerruf zurückschicken und eins von einem anderen Hersteller
kaufen (Gigabyte ist im gleichen Preisrahmen, MSI und Asus etliches teurer).
Ansonsten muss man warten bis die ihr fehlerhaftes Bios fixen, würde ich nicht tun wollen.
 
Der 8pin-Anschuss oben links ist auch am Netzteil angeschlossen?
 
konradsimon schrieb:
Freeze bei geringer Last: Der PC friert ein, während einfach nur Software heruntergeladen oder installiert wird.
Freeze bei hoher Last (reproduzierbar): Er stürzt reproduzierbar an exakt derselben Stelle wenige Sekunden nach Beginn des 3D-Teils des Novabench-GPU-Tests ab.
shysdrag schrieb:
Evtl noch die Power Limits der CPU im Bios reduzieren
Die Powerlimits bringen nichts, wenn ein System gar nicht in solch ein Limit hineinkommt. Denn laut seiner Aussage stürzt sein Rechner auch mit geringer Last ab und hier würde gar kein Limit erreicht werden.

@konradsimon
Für mich hört es sich nach Netzteil an.
Ich würde ein anderes Netzteil mal austesten.
 
Ich würde als erstes den Speicher auf Fehler testen, nutze dafür memtest86


CU
redjack
 
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Tom-S schrieb:
Bei einem 245K? Ernsthaft?
Ich würde das AsRock Mainboard auf Widerruf zurückschicken und eins von einem anderen Hersteller
kaufen (Gigabyte ist im gleichen Preisrahmen, MSI und Asus etliches teurer).
Ansonsten muss man warten bis die ihr fehlerhaftes Bios fixen, würde ich nicht tun wollen.
LiniXXus schrieb:
Die Powerlimits bringen nichts, wenn ein System gar nicht in solch ein Limit hineinkommt. Denn laut seiner Aussage stürzt sein Rechner auch mit geringer Last ab und hier würde gar kein Limit erreicht werden.

@konradsimon
Für mich hört es sich nach Netzteil an.
Ich würde ein anderes Netzteil mal austesten.
Es geht darum Fehlerquellen auszuschließen -> anderes OS Booten, SSD ausschließen, Ram reduzieren/einzelne Module testen, TDP reduzieren wenn das nichts hilft anderes Netzteil testen. Wenns unter Last in Live Linux mit reduzierten Hardwareumfang nicht crashed hat man zumindest nen Anhaltspunkt von dem man weiter testen kann, Komponenten auf Vermutung zurück zu schicken ist wie Kaffeesud lesen.
 
Du verstehst anscheinend nicht das Prinzip von einem Limit. Ein Limit sagt nur, bis hierher und nicht weit! Daher wirst du damit gar nichts ausschließen können!

Zum Beispiel ein Limit von 100 Watt besagt nur, dass erst mit erreichen solch einer Leistungsaufnahme ein Prozessor soviel an Leistung reduziert, damit keine 100 Watt überschritten werden. Unterhalb von 100 Watt läuft der Prozessor mit der vollen Leistung. In seinem Fall läuft seit System auch mit einer geringen Leistung instabil und daher würde solch ein Limit noch nicht erreicht werden.

Ganz davon abgesehen hat ein System mit oder ohne Limit stabil zu laufen. Selbst wenn es in einem Temperaturlimit läuft. Es kommt noch dazu, dass es sich um einen NO-K Prozessor mit 65 Watt handelt.
Ergänzung ()

konradsimon schrieb:
Unplausible DRAM-Temperatur: 88 °C, während die RAM-Module kühl sind und 39 °C anzeigen
Unplausible VRM-Temperatur: Der Sensor im VRM-Bereich zeigt im Idle 86 °C an (physisch nicht nachvollziehbar, fühlt sich nicht heiß an)
Die Sensorwerte sind wahrscheinlich fehlerhaft (BIOS-Bug), aber das System verhält sich so, als würden die VRMs ausfallen, was darauf hindeutet, dass die zugrunde liegende Stromsteuerung fehlerhaft ist.
Das muss nicht zwingend ein Auslesefehler sein, denn je nach Belüftung (verbauten Lüfter) kann auch ggf. der Luftzug darunter leiden und diese Bauteile werden passiv gekühlt. Heiße Arbeitsspeicher neigen auch dazu, instabil zu laufen. Die VRM Temperatur hält mehr aus.

Ohne Last erreichen meine DDR5 6600 MHz Arbeitsspeicher um die 35 °C. Unter Last müsste ich schauen, da erinnere ich mich momentan nicht. Aber 88 °C erreiche ich mit Sicherheit nicht. Meine VRM Temperatur liegt mit Idle um die 45 °C und unter Last geht sie sicherlich auch bis auf 65 °C oder höher. Auch hier müsste ich mal unter Last nochmals nachschauen.

Mit solch einem Mainboard wird sicherlich das Gehäuse nicht groß ausfallen, daher wären mal Bilder dazu nicht verkehrt. Teste auch mit offenem Gehäuse, ob sich das System und die Temperaturen anders verhalten.
Ergänzung ()

konradsimon schrieb:
RAM: XMP deaktiviert, manuell auf 4800 MHz gestellt
Der Arbeitsspeicher läuft dann ggf. mit zu wenig Spannung und wird instabil laufen. Mittels XMP-Profil werden die Timings und auch die Spannung hoch gesetzt. Wenn du die Arbeitsspeicher manuell hoch setzt, dann zuvor das XMP-Proil aktivieren und danach den Takt reduzieren. Testest du ohne das XMP-Profil, dann musst du beim Hochsetzen der Taktrate auch die Timings und die Spannung mit berücksichtigen. Oder es mit Stock, ohne XMP-Profil testen. Also ohne XMP-Profil und auch, ohne dass du daran was verstellst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe mal bei mir nachgeschaut, ohne XMP-Profil laufen meine 6600 MHz Arbeitsspeicher mit 4800 MHz und 1,1v und mit XMP-Profil mit 6600 MHz und 1,4v.
Ashampoo_Snap_Samstag, 15. November 2025_18h7m46s.png Ashampoo_Snap_Samstag, 15. November 2025_18h8m16s.png
Ergänzung ()

LiniXXus schrieb:
Unter Last müsste ich schauen, da erinnere ich mich momentan nicht. Aber 88 °C erreiche ich mit Sicherheit nicht.
Hier noch zwei Screenshots während einer Spielrunde.
Die minimale Temperatur ist Idle.
Ashampoo_Snap_Samstag, 15. November 2025_18h33m43s.png

Ashampoo_Snap_Samstag, 15. November 2025_18h32m56s.png
 
Zuletzt bearbeitet:
BmwM3Michi schrieb:
Hallo
das hört sich nicht so gut an. Einen CMOS-Reset schon mal gemacht?
Schon erledigt.
BmwM3Michi schrieb:
Der 8pin-Anschuss oben links ist auch am Netzteil angeschlossen?
Selbstverständlich :D
redjack1000 schrieb:
Ich würde als erstes den Speicher auf Fehler testen, nutze dafür memtest86


CU
redjack
memtest zeigt kein Problem an. Ich denke am RAM liegt es nicht
LiniXXus schrieb:
Ohne Last erreichen meine DDR5 6600 MHz Arbeitsspeicher um die 35 °C. Unter Last müsste ich schauen, da erinnere ich mich momentan nicht. Aber 88 °C erreiche ich mit Sicherheit nicht. Meine VRM Temperatur liegt mit Idle um die 45 °C und unter Last geht sie sicherlich auch bis auf 65 °C oder höher. Auch hier müsste ich mal unter Last nochmals nachschauen.
HWMonitor zeigt ja, dass die Temperatur in den Riegeln bei 35-39°C. Nur der DRAM Senosor zeigt konstant 88° C (auch beim einschalten). Daher denke ich es ist ein BIOS Bug. Was die VR Temperatur angeht bin ich mir unsicher.

LiniXXus schrieb:
Der Arbeitsspeicher läuft dann ggf. mit zu wenig Spannung und wird instabil laufen. Mittels XMP-Profil werden die Timings und auch die Spannung hoch gesetzt. Wenn du die Arbeitsspeicher manuell hoch setzt, dann zuvor das XMP-Proil aktivieren und danach den Takt reduzieren. Testest du ohne das XMP-Profil, dann musst du beim Hochsetzen der Taktrate auch die Timings und die Spannung mit berücksichtigen. Oder es mit Stock, ohne XMP-Profil testen. Also ohne XMP-Profil und auch, ohne dass du daran was verstellst.
Da habe ich mittlerweile wieder deaktiviert.


Wenn die Grafikkarte nicht angeschlossen ist, friert das System nicht ein! Novabench meldet allerdings einen CPU Memory Transfer Error ohne eGPU. Auch habe ich es jetzt zweimal geschafft, dass der PC während der GPU Benchmark (mit eGPU) nicht einfriert. Das schien Zufall gewesen zu sein.

Ich werde mir mal ein anderes Netzteil ausleihen. Vielleicht löst das ja schon mein Problem.

Hier noch Fotos meines Builds. Es ist in der Tat recht eng, zum Testen habe ich das Gehäuse aber immer offen. Der Black Ridge sollte die 65W TDP der CPU easy kühlen können. Außerdem noch die HWMonitor stats. Was mir auffällt: Die Error Counters der eGPU gehen beim benchmark hoch. Wie hoch ist normal?

Danke für eure Hilfe!
 

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konradsimon schrieb:
Nur der DRAM Senosor zeigt konstant 88° C (auch beim einschalten). Daher denke ich es ist ein BIOS Bug.
Das scheint dann tatsächlich ein Bug zu sein.
Nimm mal HWInfo, der ist genauer und zuverlässiger, als HWMonitor.

Wichtig ist immer, dass HWMonitor und HWInfo mit der aktuellen Version installiert sind.

konradsimon schrieb:
Die Error Counters der eGPU gehen beim benchmark hoch. Wie hoch ist normal?
Wo liest du das aus?
Ergänzung ()

konradsimon schrieb:
Novabench meldet allerdings einen CPU Memory Transfer Error ohne eGPU.
Novabench kenne ich nicht.
Ergänzung ()

konradsimon schrieb:
Wenn die Grafikkarte nicht angeschlossen ist, friert das System nicht ein!
In deinem System wird ein Rieserkabel verwendet und um solche Fehler ausschließen zu können, müsste das System ohne dieses Kabel getestet werden. Mir ist jetzt aber nicht bekannt, ob du die Grafikkarte testweise ohne Rieserkabel einstecken kannst.

Was ist das für ein Rieserkabel? Ist es für PCIe 5.0 geeignet? Andernfalls vielleicht mal im Bios mit Gen3 und Gen4 testen. Das Rieserkabel sollte auch PCIe 5.0 geeignet sein.
 
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Ich habe hier das gleiche Board und Netzteil am Laufen. RAM und CPU (bei mir Corsair RAM und ein i7-265K).
Läuft absolut rund.
Du mußt alles aus dem Gehäuse ausbauen und auf einen nichtleitenden Tisch aufbauen. Und nur anstecken, was Du unbedingt brauchst. Nur dann kannst Du Probleme eingrenzen. des weiteren Kühler nochmals runter, gleich schauen, ob die Wärmeleitpaste gleichmäßig aufgedrückt ist. Wenn da eine saubere Stelle ist, Anpressdruck falsch usw.
 
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Einen offenen Versuchsaufbau würde ich auch empfehlen.
Denn in diesem kleinen Gehäuse lässt sich nicht gut mit anderer Hardware gegen testen.
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Ist bei mir auch, habe eine aufwendige custom Wakü mit Hardtube verbaut und wenn ich ein Problem habe, muss ich auch mit einem offenen Versuchsaufbau und einem Luftkühler testen. Denn um einen Fehler eingrenzen zu können, wäre das ständige ablassen und neu befüllen und das Demontieren der Röhren zu aufwendig.
Ergänzung ()

Hinweis: Keine antistatische Folie dazu verwenden, sondern entweder nur die OVP des Mainboards oder eine Holztischlatte.
 
LiniXXus schrieb:
Nimm mal HWInfo, der ist genauer und zuverlässiger, als HWMonitor.
Teste ich! Bin leider erst nächstes WE wieder zuhause... Berichte dann.


LiniXXus schrieb:
Wo liest du das aus?
Screenshot 3 zeigt die Counters der GPU

LiniXXus schrieb:
Was ist das für ein Rieserkabel? Ist es für PCIe 5.0 geeignet? Andernfalls vielleicht mal im Bios mit Gen3 und Gen4 testen. Das Rieserkabel sollte auch PCIe 5.0 geeignet sein.
Gen4 nutze ich, Gen3 werde ich mal noch testen


Copiegeil schrieb:
Du mußt alles aus dem Gehäuse ausbauen und auf einen nichtleitenden Tisch aufbauen.
Danke, werde ich auf jeden fall tun!
 
@konradsimon
Du hast den Black Ridge CPU Kühler? Bläst der Lüfter auf das Board oder saugt der die Luft raus? Bei so einem Build würde ich einen CPU Kühler verbauen, der Luft von außen ansaugt und so den RAM, die VRM‘s und auch die SSD leicht mit Luft versorgt.
 
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