Leg mir doch bitte keine Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe.
Nun, ich habe Dich zitiert und an Deinen Aussagen bemessen, nichts in den Mund gelegt. Dein erster Post las sich wie ein Flame, ohne Bezug zur Diskussion.
Zudem wäre selbst eine quantitative Stagantion bzgl. der Anschlüsse angesichts der allgemein fortgeschrittenen Standards auch schon ein Rückschritt.
An dem "Standard" ändert sich seit geraumer Zeit eher wenig bis gar nichts. Ein I/O-Panel ist räumlich begrenzt, so dass nur wenig oder gar nichts groß ausgebaut werden kann, es können lediglich Schwerpunkte festgelegt bzw. verändert werden. Seinerzeit waren 4 USB-Ports extern angebracht, jetzt sind es eben sechs. Wieviele Bretter etwa bieten WLAN? Welche bieten Firewire? Wenn man mal ehrlich ist, merkt man, dass sich seit Jahren diesbezüglich eigentlich kaum Veränderungen ergeben haben. Im Gegenteil: insbesondere Legacy (IDE, Parallel und Com) Anschlüsse wurden wegrationalisiert, durchaus auch mit Recht.
Wer ein Board kauft, muss eben darauf achten, dass ausreichend Anschlüsse für einen selbst vorhanden sind. Im Zweifel fällt dann ein Modell aus dem Raster, wenn es nicht genügend bietet.
Andererseits kann und sollte man zur Kenntnis nehmen, und das sage ich jetzt wiederholt, dass ein Brett nicht ausschließlich anhand der Konnektivität bewertet werden sollte. Wer zehn SATA-Ports möchte, muss eben bei Gigabyte zugreifen. Ich
persönlich lege darauf keinen Wert und würde aufgrund meiner Erfahrungen auch mehr Geld bezahlen, wenn ich stattdessen etwa ein erstklassig programmiertes Bios erhalte. Bei Gigabyte war dies in der Vergangenheit nicht immer selbstverständlich, bei MSI gilt dies ebenfalls.
Abgesehen davon muss man bei Gigabyte mit dem Kompromiss leben, dass eSATA nicht über die I/O-Blende realisiert wird, man verliert stattdessen einen PCI(e)-Slot und bedarf zusätzlicher Verkabelung im gehäuse, um ein eSATA-Bracket zu verbauen. Es ist also nicht alles Gold, was glänzt.

Wie Du jetzt hoffentlich gemerkt hast, kann ein Board nicht alles bieten, selbst zum relativ hohen Preis, Kompromisse werden einem immer abverlangt. Daher ist es entscheidend, die Gesamtheit zu beurteilen und abzuwägen, was einem wichtig ist. Ein "Killer"-Element kann einem dann eben auch einen Aufpreis wert sein, obwohl andere Nachteile vorhanden sind, die aber in dem Fall nicht so schwer wiegen.
Oder um es anders zu sagen: der Flame "oh, nur 6x USB und 5x SATA, taugt nix!" greift schlicht zu kurz.