News Auch Microsoft kritisiert Motorolas Patentforderungen

.mojo

Fleet Admiral
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so ist richtig.
noch mehr unternehmen sollten noch viel unverschähmtere Lizenzkosten veranschlagen. Immer drauf, schlagt euch die Köpfe ein ihr nixraffer.
 

KainerM

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SoilentGreen, ich denke das MS nicht nur Trivialpatente hat. Als einer der größten SW-Konzerne hat man wohl ein etweas größeres Patent-Portfolio. Und durch die Lizenzgebühren für Android erhalten die Hersteller Zugang zum gesamten Patentporfolio von MS. Das sind wohl etwas mehr als die ~50 Patente, um die es hier geht.

Und da sehe ich dann auch kein Problem mit der Verhältnismäßigkeit; MS hat einen breiten Patentstock; bei den Motorola-Patenten geht es um einen einzigen Videocodec, von dem sie wiederum nur einen winzigen Teil der Patente halten.

eine kleine Milchmädchenrechnung:
Motorola hält 50 Patente am H.264 Standard. Der Standard umfasst 2350 Patente. Wenn Motorola für seine 50 Patente 22,50$ verlangt, wie teuer sind dann alle Pantente zusammen?
Jepp, ziemlich genau 1000$. Also so viel, wie das Gerät im Endkundenmarkt kostet.
Und jetzt stelle ich die Frage: Würdest du gerne wieder einen Computer kaufen, wenn er nur durch die Kosten für den H.264 Videostandard DOPPELT SO TEUER würde? Nein. Daher kann man wohl annehmen, dass Motorolas Forderung überzogen ist.

Also wie .mojo schon sagt... immer schön weiter, Lizenzkosten ruhig noch erhöhen, zahlen muss das eh nur der Kunde!

mfg
 
K

Konsolengamer

Gast
Software Patente abschaffen ist die Lösung. Verursacht nur Kosten. Gesamtgesellschaftlich und ökonomisch gibt es keine überzeugenden Argumente dafür.
Finde ich auch, leider fällt dies unter die Kategorie "Weltfrieden" :rolleyes:

Google hat Motorola nur gekauft damit sie die genannten Patente ihr Eigen nenne kann und den Rest der Welt verklagen darf. Hoffentlich wird daraus eine Retourkutsche! Google ist einfach nur zum :kotz:
Oder muss die gesammte Automobilindustrie etwa Lizenzgebühren an die Daimler AG zahlen wenn sie ein ESP verbauen?! Oder was ist mit dem Airbag oder der Servolenkung???
So wie es jetzt bei den Mobilfunkpatenten läuft kann und darf es nicht weitergehen! Die Kosten für diesen Kindergarten tragen am Schluss wir.

Es ist zum :mussweg:
 

user4base

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@canada:
Du solltest dich vielleicht erst einmal darüber informieren, über was für eine Art von Patente es hier überhaupt geht. Man sollte FRAND Patente schon von normalen Patenten unterscheiden.
FAT ist ein "Quasi-" Standard, ist aber nicht FRAND, deshalb ist es in Ordnung, dass Microsoft insgesamt bis zu 15€ verlangen darf. Die Gerätehersteller (Mobilfunk) könnten auch ein anderes Dateisystem verwenden.

Bitte ausfüllen:
H.264 ist ....

Zur Gesamtsituation:
http://www.heise.de/open/artikel/Gastkommentar-Sinnloses-Wettruesten-1434074.html
http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Das-Geschaeft-mit-der-Angst-995200.html

Edit:
Demnächst wird es so sein, dass es auf 100 Zeilen Quellcode 1.000 Patente gibt.
"H.264 etwa 2300 Patente"
 
Zuletzt bearbeitet:

Capta!nFalcon

Ensign
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Software Patente abschaffen ist die Lösung. Verursacht nur Kosten. Gesamtgesellschaftlich und ökonomisch gibt es keine überzeugenden Argumente dafür.
Ja bitte.

Software Patente abschaffen...dann wird keine Firma mehr in diesem Bereich forschen, da jedes Konzept sofort abgekupfert wird. So einfach ist das nicht.
Das ist ja immer das leidige Argument der Verfechter des Software-Patents. Defacto ist Software aber nur begrenzt mit Patenten auf physische Produkte vergleichbar. Es gibt zu viele Trivialpatente, die einfachste Dinge schützen (ob nun Algorithmen oder Oberflächenelemente).
Als Beobachter rollt man doch bei vielen Dingen nur noch mit den Augen, das musst auch du zugeben. Sowas kann man dann doch nicht gut heißen.

Als Lösung könnte ich mir vorstellen die Laufzeit für Software-Patente viel kürzer zu machen. Die Geschwindigkeit der Software-Entwicklung ist schließlich auch viel höher, folglich wäre eine maximale Laufzeit von 1-2 Jahren im IT-Bereich zu verkraften (Patente haben in Deutschland eine Laufzeit von 20 Jahren, in der IT eine Ewigkeit).
 

TheGreatMM

Commander
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Wie sagt man so schön, eine Krähe sticht der anderen nicht das Auge aus
irgendwann machen sie es doch... die einzigen die sich freuen sind die Anwälte. Das Geld wird dann nicht für Forschung und Innovation ausgegeben, sondern es verpufft einfach.

Software Patente abschaffen...dann wird keine Firma mehr in diesem Bereich forschen, da jedes Konzept sofort abgekupfert wird. So einfach ist das nicht.
da gibt es weder empirisch noch aus der Theorie Belege dafür die diese Annahme stützen.
 

SILen(e

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@ Eyefinity
Nicht ganz.

Zuerst sagte Google, dass sie die Patente wollen um sich gegen "Patentrollerei" (sie haben es wirklich so ähnlich ausgedruckt) durch andere Firmen verteidigen zu können, wollten die Patente aber weiterhin nur defensiv und NIE offensiv verwenden.

Nach aktuellem Stand jedoch hat sich das ganze gewendet und Google wird Motorola zukünftig nicht daran hindern Patente auch offensiv einzusetzen - und da Motorola quasi schon zu Google gehört (der Kauf ist aber noch nicht ganz durch) nutzt eigentlich Google die Patente offensiv.

Bonus-Gags:
Motorola hat während der (geheimen) Verhandlungen mit Google über den Kauf angekündigt eventuell selbst mal die eigenen Patente gegen alle anderen Hersteller von Androidgeräten einzusetzen, wahrscheinlich um in den Verhandlungen einen besseren Verkaufspreis rauszuschlagen (immerhin zu dem Zeitpunkt anderthalb Jahresgewinne von GANZ Google).
Auch ganz witzig: Google hatte dieses Versprechen Patente nie offensiv zu nutzen eigentlich schon viel früher gebrochen - sie haben HTC für eine nicht genannte Summe (d.h. wahrscheinlich der symbolische Dollar) ein Patent verkauft, mit dem HTC quasi SOFORT Apple verklagt hat, als Verteidigung gegen eine (berechtigte) Klage von Apple.
Google hatte dieses Patent übrigens auch nur aus zweiter Hand^^
 

noxon

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FAT ist ein "Quasi-" Standard, ist aber nicht FRAND, deshalb ist es in Ordnung, dass Microsoft insgesamt bis zu 15€ verlangen darf. Die Gerätehersteller (Mobilfunk) könnten auch ein anderes Dateisystem verwenden.
Weißt du was MS für FAT verlangt?
Das kann nicht viel sein, sonst gäbe es keine MP3 Player für 8 € oder USB Sticks für unter 1 €.
Die Lizenzgebühren bei Androidgeräten fallen für spezifischere Sachen wie das Synchronisationsprotokoll, Verfahren zum Ermitteln der Signalstärke und ähnliche Dinge an.
 

sanders

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@SILen(e
Schon überraschend das du angeblich zuverlässige Informationen aus geheimen verhandlungen zwischen Motorola und Google hast. Quellen?

Auch dein Bonus Gag bezüglich HTC ist sehr reißerisch geschrieben und verzerrt die realität erheblich um deiner Argumentation dienlich zu sein.
Denn ich gehe mal davon aus das du die Verhandlung meinst in der Apple Recht bekommen hat und HTC die Funktion für die Erkennung von Emailadressen und Telefonnummern entfernen/ändern musste. (Leider sagst du uns ja nicht welche Klage du meinst)

Du verschweigst aber das Apple nur in EINEM von ZEHN Klagepunkten recht bekommen hat und das erklärte Ziel, ein Verkaufsverbot von HTC Geräten, ebenfalls nichts wurde. Von einer durchweg berechtigten Klage zu sprechen halte ich für stark übertrieben, zumindest wenn 90% der Klagepunkte abgewiesen wurden.
Und wie bitte soll man ein Patent in einem durch Apple ausgerufenen Patentkrieg sonst passiv einsetzen wenn nicht durch eine Gegenklage? Sollen die sich aus dem Patentpapier Papierhüte basteln um damit zur Gerichtsverhandlung zu gehen?
Ich sehe das schon als Verteidigung und weniger als (den ursprünglichen) offensiv Schritt.

@Eyefinity
Ja richtig, es WERDEN DEFINITIV Lizenzgebühren welcher solcher Technologien in der Automobilindustrie gezahlt. Was meinst du was aktuell für Summen hin und her wandern wegen Hybrid und Elektroautos!

Ganz nebenbei hat nahezu jede größere Firma in diesem Bereich schonmal firmen geschluckt wegen irgendwelche Patente. Und Apple hat Siri mit sicherheit auch nicht nur gekauft wegen der Spracherkennung oder der tollen verbindung zu einer Suchmaschine die nur in Englisch funktioniert.

Was dein hoch kompetenter Gefühlsausbruch bezüglich Google nun als Grundlage hatte erklärt sich somit nicht gänzlich. Einzig die absicht des grundlosen Google bashings ist erkennbar.
 

SILen(e

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Zum Google-HTC Deal:
http://www.theverge.com/2011/09/07/htc-sues-apple-patent-infringement-patents-purchased-google/
Und
http://www.bloomberg.com/news/2011-09-07/htc-sues-apple-alleging-infringement-of-four-u-s-patents.html
Schön ist auch der Teil von HTCs Pressemitteilung in dem sie sagen, dass sie nicht weitet zusehen wollen wie Apple ihr geschütztes Patent verletzt...
Welches sie zum Zeitpunkt der Klage wohl gerade mal einige Tage besaßen und welches sie aus dritter Hand hatten^^

Und mein Einwurf zu Motorolad Versuch den Verkaufspreis hochzutreiben hat wenig mit Geheimwissen, dafür aber viel mit Logik zu tun.
http://www.unwiredview.com/2011/08/11/motorolas-sanjay-jha-openly-admits-they-plan-to-collect-ip-royalties-from-other-android-makers/

Und welche Firma gab wenige Tage später den Kauf von Motorola bekannt?

Die Drohgeste machte nur Sinn, wenn man in den Verkaufsverhandlungen auf seiten von Motorola ein Sturmgewehr zu einem Messerkampf mitbringen wollte.

Und den 12.5 Milliarden Dollar Verkaufspreis zu Folge hat das auch geklappt.
 
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user4base

Lieutenant
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FAT ist ein "Quasi-" Standard, ist aber nicht FRAND, deshalb ist es in Ordnung, dass Microsoft insgesamt bis zu 15€ verlangen darf. Die Gerätehersteller (Mobilfunk) könnten auch ein anderes Dateisystem verwenden.

Weißt du was MS für FAT verlangt?
Das kann nicht viel sein, sonst gäbe es keine MP3 Player für 8 € oder USB Sticks für unter 1 €.
Die Lizenzgebühren bei Androidgeräten fallen für spezifischere Sachen wie das Synchronisationsprotokoll, Verfahren zum Ermitteln der Signalstärke und ähnliche Dinge an.

Nehmen wir mal an:
ein Androidgerät vom Hersteller X kostet 500$ (Nettopreis ohne Mwst.).
Das Betriebssystem ist gratis und nicht vom Hersteller X, aber dennoch:
Microsoft sagt, für unsere nicht wichtigen Patente (bzw. für Standards, nicht wichtige Patente*) nehmen wir 15$. Das wären dann 3%
* Deshalb für Standards nicht wichtige Patente (FAT, SYNC..), (nicht "standardessentielle";)) , denn sonst wäre es ja unfair und Hersteller X könnte dann ja auch zur EU....
Für 50 Patente:
So soll Microsoft für eine Windows-Kopie, die zusammen mit einem Notebook für 1.000 US-Dollar verkauft wird, 22,50 US-Dollar an Motorola zahlen – nur für den H.264-Standard. Ist das Gerät teurer, soll das Unternehmen aus Redmond entsprechend mehr bezahlen.
Ist ein Gerät günstiger, fallen dementsprechend weniger Lizenzkosten an.

-----------------

Bei H.264 sind es viele Patente. Deshalb haben sich die Rechteinhaber teilweise in freiwillige Patent-Pools zusammengeschlossen. Das Lizensierungsverfahren ist auch so schon kompliziert genug http://www.mpegla.com/main/programs/AVC/Pages/Agreement.aspx (Wer muss wann, wo, wieviel bezahlen.)
Einer dieser Verwerter (MPEG Licensing Association), siehe link oben, hat diesbezüglich gut 1.000 Patente. (meinem Kenntnisstand nach)

MPEG LA poltert seit Jahren schon gegen den lizenzkostenfreien Audiocodec Ogg Vorbis oder http://www.theora.org/. Bisher ohne Erfolg. (Mit "poltern" ist folgendes germeint: Das Geschäft mit der Angst )

Auch gegen Googles initiiertem Video-Containerformat WebM ("freie" Software/BSD-Lizenz). VideoCodec ist VP8, Audio-Codec ist Vorbis (Untermenge/Matroska).
Wer unterstützt den patent- und lizenzkostenfreien WebM ("Standard") in HTML5 als Video-Tag: Firefox, Opera, Chrome...
Wer unterstützt WebM nicht nativ und hat auch "Bedenken"?
Microsoft und Apple, unnötig zu erwähnen dass beide H.264-Patente halten.


Bonus-Gag:
MPEG LA sagt seit ein paar Jahren schon, dass man keinen Videocodec programmieren kann, ohne ihre verwalteten Patente zu verletzen. Sprich: wir haben ein Monopol auf Videokodierung und dulden niemanden der mit uns konkurriert.


....
Jetzt kommt dieser Konzern X und will alles mögliche gratis, teilweise sogar "opensource" anbieten, weil es gerade in sein Geschäftsmodell passt. Das kann doch wohl nicht sein, da müssen wir gemeinsam und energisch vorgehen. ;)
 
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noxon

Vice Admiral
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Wer unterstützt WebM nicht nativ und hat auch "Bedenken"?
Microsoft und Apple, unnötig zu erwähnen dass beide H.264-Patente halten.
Na klar. würde ich auch nicht machen, denn es ist rechtlich überhaupt nicht abgesichert und verletzt nachgewiesenermaßen bestehende Patente. Warum sollte ich so etwas in meine Software integrieren?

Nur Google macht es wieder auf seine ganz eigene Art und Weise. Die führen ihre Projekte einfach durch und kümmern sich nicht um die möglichen Folgen.
Das war bei StreetView so, mit der Dalvik-Engine und bei vielen anderen Dingen die Google in Angriff nimmt ist es ähnlich. Da wird erst einmal drauf losgearbeitet (z.B.: Bücher einscannen ohne das Copyright zu haben) und mit den rechtlichen Folgen setzt man sich später auseinander.

Microsoft und Apple bieten ihren Kunden eine Rechtssicherheit, die Google einem nicht bietet. Wenn du Android einsetzt und die Dalvik-VM sollte irgendwelche Patente verletzten, dann bist du als Kunde der gearschte und nicht Google.
Bei WP7 und iOS hingegen bist du als Kunde vor Patentansprüchen Dritter geschützt.

Genau so sieht es auch mit WebM aus.

Google macht sich das Leben immer sehr einfach und der Kunde merkt gar nicht wie er dabei immer den Kürzeren zieht.
 
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buzz89

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Microsoft hält schon sehr viele extrem trivaler Patente die sie aber nicht nutzen.
Sie halten z.B. das Patent auf Computerspiele.
Man nutzt sie nur nicht, man hat sie aber damit Patenttrolle nicht Unsinn damit treiben können.
 

vulgo

Captain
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Softwarepatente sind wie die restlichen Patente auch m.e. ein einziger Entwicklungshemmer...
es geht in wirklichkeit doch nur darum wie man OHNE wirkliche leistung unmengen an geld scheffeln kann. das selbe ist "das internet" doch auch. warum kosten domains so und so viel? wer leistet etwas dafür? usw usw.

laufend fallen ex branchenriesen (aus den usa) weil sie übehaupt nichts mehr bieten und versuchen dann noch etwas über patentklagen zu ereichen. das selbe hat nokia ja auch gemacht. das erinnert mich an den fall der vielen großen deutschen kamerahersteller. man war sich seiner position zu sicher, als das man durch neue innovationen überzeugt hätte.
 
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