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News Kein Ende des Streits: Nexperias China-Tochter will eigene Wafer belichten

Volker

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Beim Chiphersteller Nexperia und seinem chinesischen Tochterunternehmen geht der Streit weiter. Die wollen nun selbst Wafer belichten und dass sogar auf 300 mm statt 200 mm. So einfach, wie das auf dem Papier aber erst einmal klingen mag, ist es freilich aber nicht. Es zeigt jedoch, wie verhärtet die Fronten weiter sind.

Zur News: Kein Ende des Streits: Nexperias China-Tochter will eigene Wafer belichten
 
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Ist es nicht mal langsam an der Zeit, dass wir uns hier zusammentun, ein paar Euros zusammenschmeißen und anfangen Wafer zu belichten? :heilig:
 
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@Serandi.87
Viel zu teuer und viel zu weitsichtig.

Wir machen uns lieber von anderen Staaten abhängig.
Genauso wie bei der Energie.
 
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Wenn man ein paar Milliarden für eine Firma springen lässt, erwartet man halt auch, dass Know-how zu bekommen.
Ansonsten hätten sie es IMHO nicht (ver)kaufen dürfen…
 
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Ich würde alles weiter an die Chinesen verscherbeln. Wir sehen immer wieder was wir (Europa) davon haben. Es kommt die Zeit da haben wir nichts weiter zu sagen bzw. mitzubestimmen. Siehe PKWs. Demnächst auch die Wärmepumpen. Die Solarbranche ist schon hin....
 
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Serandi.87 schrieb:
Ist es nicht mal langsam an der Zeit, dass wir uns hier zusammentun, ein paar Euros zusammenschmeißen und anfangen Wafer zu belichten? :heilig:
nexperia(nl) belichtet wafer und hat das packaging in china machen lassen. daher sucht nexperia(cn)/wingtech jetzt nach wafer/belichtungskapazitäten. oder wolltest du jetzt geld für china sammeln?
 
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Ich sehe schon wieder viel Arbeit auf uns zukommen. Der Wechsel der Wafer-Größe bedeutet, wir müssen ALLE Nexperia-Bauteile, die dies betrifft, neu bewerten. Zudem werden unsere Verantwortlichen für PCNs und PTNs wieder massive Überstunden machen müssen. Und dabei gab es erst Ende des letzten Jahres / Anfang diesen Jahres jede Menge Nexperia-Taskforces bei uns, weil bestimmte Bauteile nicht mehr in jedes Fertigungsland geliefert werden konnte.

Am Ende ist es wieder eine sinnlose ABM, die uns Nerven und Fingernägel kosten wird.
 
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MichaW schrieb:
@Serandi.87
Viel zu teuer und viel zu weitsichtig.

Wir machen uns lieber von anderen Staaten abhängig.
Genauso wie bei der Energie.
So ist es. Dann sollten wir uns mal ein neues Plätzchen dafür sichern.
Ergänzung ()

0x8100 schrieb:
nexperia(nl) belichtet wafer und hat das packaging in china machen lassen. daher sucht nexperia(cn)/wingtech jetzt nach wafer/belichtungskapazitäten. oder wolltest du jetzt geld für china sammeln?
Nein. Ich meine ein Konkurrenzunternehmen gründen.
 
Scheinbar ist die Spionage von Konfigurationen und Spezifikationen von Fertigungsmaschinen bei Nexperia abgeschlossen und alles Relevante für einen Betrieb nach China übermittelt.
 
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Serandi.87 schrieb:
Ist es nicht mal langsam an der Zeit, dass wir uns hier zusammentun, ein paar Euros zusammenschmeißen und anfangen Wafer zu belichten? :heilig:

Nexperia belichtet derzeit in Europa. Die Meldung besagt, dass sich die chinesischen Eigentuemer gesagt haben, was Du oben schreibst. Das Packaging von Nexperia passiert in China, was die Exportbeschraenkungen vor ein paar Monaten ermoeglichte.

Eigentlich haette sich die europaeische Industrie, die diese Chips braucht, vor ein paar Jahren sagen koennen, dass sie die paar Euros zusammenschmeissen und Nexperia kaufen, damit's die Chinesen nicht bekommen und eventuell in einem Handelskrieg als Druckmittel einsetzen (wobei dieser Verkauf im Februar 2017 passierte, also wohl kurz bevor das mit dem Handelskrieg so richtig losging); und dann natuerlich konsequenterweise das Packaging diversifizieren oder in Europa machen.

Alternativ die paar Euros zusammenschmeissen, um ein Lager aufzubauen, damit man im Fall eines Embargos nicht auf dem Trockenen sitzt, sondern Zeit hat, um dafuer zu sorgen, dass man ohne diese Chips auskommt.

Frueher einmal haben Firmen darauf geschaut, dass es eine Alternativquelle (second source) fuer wichtige Bauteile gibt. Ist wohl irgendwann aus der Mode gekommen. Wird vielleicht wieder an der Zeit, das wiederzubeleben.
 
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Ich würde sämtliche Handelsbeziehungen zu China kappen
Die fressen uns sonst noch komplett
 
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"wenn man nix gscheites zu sagen hat, sollte man...."
leider ned mein spruch.
"klopfer" in "bambi". jo, disney

erstens, weil isolationismus historisch betrachet unsinn war, ist, und immer sein wird. schlag nach.
hat noch nie funktioniert.
zweitens weil trennung, ned miteinander handeln und vielleicht nedmal miteinander sprechen einen namen hat: Apartheid
drittens is es schlicht dumm. china ist ne supermacht. so, wie die amis, und so wie die russen.
und man verprellt supermächte besser ned, wenn man selbst im vergleich schlicht ein fliegendreck auf der landkarte is.
so, genug.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja, Freie Marktwirtschaft war also nur solange ein Ding, wie sie uns genützt hat.
Jetzt, wo andere das Geld haben es uns gleich zu tun ist es natürlich böse und der Protektionismus kehrt zurück.
Welch Überraschung.
 
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China ist Weltmeister im Protektionismus. Das ist ja das Problem.
Es gibt ja keinen offenen Handel.
 
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Es gibt keine und gab nie eine freie Marktwirtschaft auf diesem Planeten und es wird auch nie eine geben. Von dem Protektionismus Chinas kann sich die naive EU noch eine Scheibe abschneiden.

P.S: Ruzzland ist keine Supermacht!
 
bensen schrieb:
China ist Weltmeister im Protektionismus. Das ist ja das Problem.
Es gibt ja keinen offenen Handel.
Genau. Die "Werkbank der Welt" für 30 Jahre, aber die handeln einfach nicht mit uns!
Wollen unsere GPUs nicht, verkaufen uns nicht ihre Telekommunikationstechnologie, produzieren nichts für uns...

Übrigens, wenn es denn stimmte, könnte man ja eine Klage in der WTO anstrengen. Macht aber keiner, weil sich China an die Regeln der WTO besser hält als ihre westlichen Gründungsstaaten.
Davon wird China nicht "gut".
Aber wir sind die Guten und alle anderen einfach nur böse scheint mir für ne angeblich aufgeklärte Wertegesellscjaft doch ein wenig zu kurz gedacht.
Wenn wir dagegen anerkennen, dass China ebenso wie wir schlicht eigene Interessen priorisiert könnte man eventuell, auf Augenhöhe, zu Kompromissen finden.
 
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Schinken42 schrieb:
Genau. Die "Werkbank der Welt" für 30 Jahre, aber die handeln einfach nicht mit uns!
Wollen unsere GPUs nicht, verkaufen uns nicht ihre Telekommunikationstechnologie, produzieren nichts für uns...
Stell dich doch nicht absichtlich dumm. Wir können importieren, aber nicht exportieren.
Vielleicht verstehst du den Begriff Protektionismus auch einfach nicht.
Der chinesische Markt ist definitiv restriktiver als der europäische.

Schinken42 schrieb:
Übrigens, wenn es denn stimmte, könnte man ja eine Klage in der WTO anstrengen. Macht aber keiner, weil sich China an die Regeln der WTO besser hält als ihre westlichen Gründungsstaaten.
Davon wird China nicht "gut".
Und was soll die WTO dann machen? In deiner rosa-roten Welt möchte ich auch leben.

Wenn wir also gegen viel mehr Regeln verstoßen als China, hat China sicherlich die WTO eingeschaltet?
Schinken42 schrieb:
Aber wir sind die Guten und alle anderen einfach nur böse scheint mir für ne angeblich aufgeklärte Wertegesellscjaft doch ein wenig zu kurz gedacht.
Sagt ja keiner. Bei dir ist nur China der Gute, der nach den Regeln spielt. Ist nicht wirklich aufgeklärt. Könnte direkt aus dem Parteibuch der CCP stammen.

Schinken42 schrieb:
Wenn wir dagegen anerkennen, dass China ebenso wie wir schlicht eigene Interessen priorisiert könnte man eventuell, auf Augenhöhe, zu Kompromissen finden.
Die Augenhöhe ist aufgrund des Machtgefälles aber nicht gegeben. Wir machen ja überall Kompromisse. Wir machen China gegenüber so viele Zugeständnisse, die wir keinen europäischen Staat einräumen würden. Alles nur um auf den großen chinesischen Markt verkaufen zu dürfen.
 
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bensen schrieb:
Stell dich doch nicht absichtlich dumm. Wir können importieren, aber nicht exportieren.
Vielleicht verstehst du den Begriff Protektionismus auch einfach nicht.
Der chinesische Markt ist definitiv restriktiver als der europäische.
Wir haben ewig exportiert. Jetzt, wo sie es selbst herstellen können eben weniger.
bensen schrieb:
Und was soll die WTO dann machen? In deiner rosa-roten Welt möchte ich auch leben.
Die WTO hat einige Instrumente, final auch den Ausschluss. Und ja, ein Ausschluss aus der WTO tut weh.
bensen schrieb:
Wenn wir also gegen viel mehr Regeln verstoßen als China, hat China sicherlich die WTO eingeschaltet?
Ja, hat China tatsächlich.
bensen schrieb:
Sagt ja keiner. Bei dir ist nur China der Gute, der nach den Regeln spielt. Ist nicht wirklich aufgeklärt. Könnte direkt aus dem Parteibuch der CCP stammen.
Genau, deshalb schrieb ich, China werde dadurch nicht gut. Weil ich genau das Gegenteil meinte. Könnte direkt aus nem Buch von Orwell kommen.
bensen schrieb:
Die Augenhöhe ist aufgrund des Machtgefälles aber nicht gegeben. Wir machen ja überall Kompromisse. Wir machen China gegenüber so viele Zugeständnisse, die wir keinen europäischen Staat einräumen würden. Alles nur um auf den großen chinesischen Markt verkaufen zu dürfen.
Ach ja. Welche Zugeständnisse denn? Welche Kompromisse denn?
Und das Machtgefälle haben wir halt Jahrzehntelang auch ausgenutzt, jetzt haben sich die Machtverhältnisse gedreht und China macht was wir seit Jahrzehnten, eigentlich Jahrhunderten, gemacht haben und plötzlich ist es böse.
Natürlich war es immer kritikwürdig und ist es ebenso wenn China es tut.
Ohne uns aber ehrlich zu machen, zuzugeben, dass wir unseren Wohlstand auf denselben Mechanismen aufgebaut haben, kann unsere Kritik ja keiner ernstnehmen.
Wir sind der Schulhofschläger der nach Jahren eins auf die Nase bekommen hat und plötzlich gegen Gewalt ist.
Da wird der neue Schulhofschläger auch nicht zum Guten, aber jede Kritik des alten Schlägers muss bei sich selbst anfangen(sic).
 
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SSD960 schrieb:
Ich würde alles weiter an die Chinesen verscherbeln. Wir sehen immer wieder was wir (Europa) davon haben. Es kommt die Zeit da haben wir nichts weiter zu sagen bzw. mitzubestimmen. Siehe PKWs. Demnächst auch die Wärmepumpen. Die Solarbranche ist schon hin....
Das Problem dabei ist natürlich, dass Europa so viele Meinungen und divergierenden Interessen wie Mitgliedstaaten hat. Alle Mitgliedsländer wollen zwar von der EU profitieren, andererseits jedoch trotzdem ihr eigenes Süppchen kochen, und möglichst wenig Macht abgeben.

Dieser EU steht als erster "Gegener" ein zentralistisches Regim in China gegenüber, wo ein Kreis von wenigen (je länger desto mehr sogar nur eine einzige Person) ALLEN Unternehmen vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben. Wer damit nicht einverstanden ist, dem wird schlicht der Stecker gezogen.
Und der zweite "Gegner" in Amerika wird zur Zeit nicht viel weniger diktatorisch geleitet und setzt sich über US-Gesetze und jahrzehntelang eingespielte internationale Regeln und Normen hinweg und zeigt der WTO den Stinkefinger.

Wie also soll eine in sich zerstrittene, auf vielen Ebenen disfunktionale (ein Fakt, welche viele nicht wahrhaben wollen) EU diesen beiden fokussierten und knallhart agierenden globalen Konkurrenten jemals Paroli bieten können?

Wer aktuell daran glaubt, ist ein Träumer.... leider.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Schinken42 schrieb:
Übrigens, wenn es denn stimmte, könnte man ja eine Klage in der WTO anstrengen. Macht aber keiner, weil sich China an die Regeln der WTO besser hält als ihre westlichen Gründungsstaaten.
Das glaubst du doch selber nicht...kicher.

Wie willst du Kompromisse finden? Wenn China eine Technologie für sich entdeckt, dann wird diese Technologie solange unterstützt durch den Staat (mit Subventionen und anderen Mitteln) von denen unsere Unternehmen (auch die gro0en Konzerne) nur täumen können. In der Intensität und der Dauer.Das wird solange durchgezogen bis ein quasi Monopol entsteht oder ein Verbleib einiger weniger Restkonkurrenten am Weltmarkt.
Wie viele unserer Unternehmen mittlerweile in chinesischer Hand sind musste ich letztens erst wieder erfahren, als ein Bekannter mir erzählte das sein Unternehmen Brötje automation (bekannt ist wohl Brötje Heizung) auch in chinesischer Hand ist. Wie viele chinesische Unternehmen in China sind in europäischer Hand?

Ich glaube der Zug ist abgefahren, wenn wir weiterhin nach dem westlichen Kapitalismus und Wirtschaftsverständnis agieren, da China nicht nach diesen Regeln spielt. Ich bin gespannt wie China auf die joint-venture Vorschläge der EU reagiert und ob sie so freigiebig wie wir damals sein werden. Ich habe da so eine Vorahnung :-).
 
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