Audio Grundlagen?

gdcrazy

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Hallo Zusammen,

ich lese dieses Board schon eine relativ lange Zeit mit, wirklich spitze hier!

Nun habe ich aber ein paar Fragen bezüglich der Leistung von Boxen und deren Aufschrift:

Ich habe 2 Quadral Merin II Boxen mit der Aufschrift: 80 / 120 Watt, 4 Ohm und betreibe diese mit einem Denon DRA 858 Receiver. Wieviel Leistung haben diese Boxen jetzt wirklich? Welcher Wert ist entscheidend? Ich lese des öfteren von "Sinus-Werten", fange damit aber nichts an, kann mir da jemand weiterhelfen? Was bedeuten die 4 Ohm? Vielleicht kann mir jemand einen Link zu eine Art Einsteiger-Tutorial in diesen Sachen geben?

Achso, noch was: Was genau ist ein SPDIF-Ausgang? Habe das schon öfters bei Soundkarten-Themen gelesen ...

Vielen Dank schonmal für die Antworten!
 
ich kann dir leider nur was zum SPDIF sagen, zu dem anderen schwimme ich leider auf zu dünnem halbwissen


SPDIF ist lediglich der Digital-ausgang über Koax d.h. Cinch oder Optisch, digitale tonübertragung = besser

so im groben jetzt ^^
 
Hallo,


1) Die 4 Ohm bedeuten, dass die Boxen einen Innenwiederstand von 4 Ohm besitzten.

2) 80 Watt ist die Nennbelastbarkeit / Sinusbelastbarkeit der Boxen
120 Watt ist die Musikbelastbarkeit der Boxen

Sinusbelastbarkeit = Maximale Belastbarkeit mit einem konstanten Sinussignal innerhalb des Frequenzbereiches

Musikbelastbarkeit = Maximale Belastbarkeit der Boxen bei normaler Musik

3) SPDIF ist eine Digitale Schnittstelle für Audiogeräte (Sony Philips Digital Interface)
Der Vorteil von digitaler Übertragung ist eine bessere Tonqualität.

MfG mh1001
 
mal was ganz anderes.. kann man des Z-680 irgendwie digital an ne Audigy2 anschließen ?

Krieg das irgendwie ned hin :(
 
@ freeeezy

Hat das Soundsystem und die Karte einen optischen bzw. koaxialen Digitalausgang?
 
Original erstellt von mh1001
Sinusbelastbarkeit = Maximale Belastbarkeit mit einem konstanten Sinussignal innerhalb des Frequenzbereiches

Musikbelastbarkeit = Maximale Belastbarkeit der Boxen bei normaler Musik

Also die Musikleistung ist keine Dauerbelastung, auch nicht bei Musik. Wie du schon sagtest, ist der Sinuswert die Maximalbelastung, die diese Box bei dieser Leistung über einen längeren Zeitraum bringen kann.
Musikbelastbarkeit ist eher eine kurzzeitige Belastung, die höher sein darf, eben bis zum angegeben Wert.
Das kann man eventuell mit Musik vergleichen, da Musik ja kein dauerhafter Ton ist, sondern es mal lauter und mal leiser ist. Aber generell hat dieser Wert nix mit Musik zu tun.
 
Der Link ist nicht nötig, da alles bereits richtig beantwortet wurde.
Allerdings hat HanseNet mit der Korrektur recht.

Vielleicht noch einen oben drauf?
Wenn man von Impulsleistung bei Lautsprechern liest, dann bedeutet das, das der Lautsprecher einzelne male bis zu diesem Leistungswert verträgt.
Dies ist die maximale Leistungsspitze die ein Lautsprecher in der Lage ist zu verarbeiten.
Danach kann/sollte es zu beschädigungen, bzw. defekten des Lautsprechers kommen.

Da fällt mir gerade auf, das SP/Dif bisher nicht ganz korrekt erklärt wurde.
SP/Dif ist eine Übertragungsart, die über Coax Digital-Verbindungen, als auch über optische Digital-Verbindungen funktioniert.
Welche vorliegt lässt, sich mittels des Handbuches feststellen. Entweder ist es eine 3,5er Klinke, oder ein Toslink-Port.
Wer mehr über SP/Dif lesen möcht, kann das mittels des engl. Links tun:
http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/HAN/docs/sp-dif.html

Gruß
Rodger
 
Ok, da kann ich auch noch ein oben drauf setzen (auf die Gefahr, dass es umkippt) ;)

Original erstellt von Rodger
Der Link ist nicht nötig, da alles bereits richtig beantwortet wurde.
Allerdings hat HanseNet mit der Korrektur recht.

Stimmt.

Original erstellt von Rodger
Vielleicht noch einen oben drauf?
Wenn man von Impulsleistung bei Lautsprechern liest, dann bedeutet das, das der Lautsprecher einzelne male bis zu diesem Leistungswert verträgt.
Dies ist die maximale Leistungsspitze die ein Lautsprecher in der Lage ist zu verarbeiten.
Danach kann/sollte es zu beschädigungen, bzw. defekten des Lautsprechers kommen.

Mit Impulsleistung ist genau das gemeint: Der Lautsprecher schafft einen Ton bei der angegeben Maximalleistung mit der Schwingungsdauer T=1 (also eine volle Schwingung) und danach muss er in Ruhe kehren, ohne Spannung anliegen zu haben, dann kann er wieder Impulsleistung vollbringen, ohne kaputt zu gehen.

Original erstellt von Rodger
Da fällt mir gerade auf, das SP/Dif bisher nicht ganz korrekt erklärt wurde.
SP/Dif ist eine Übertragungsart, die über Coax Digital-Verbindungen, als auch über optische Digital-Verbindungen funktioniert.
Welche vorliegt lässt, sich mittels des Handbuches feststellen. Entweder ist es eine 3,5er Klinke, oder ein Toslink-Port.

Typischerweise ist Koaxial-Digital in Form eines Chinchanschlusses vorhanden. Die Variante mit der 3.5 Klinke wird eigentlich nur bei Soundkarten benutzt, wobei dann dieser Anschluss gleichzeitig ein Stereoanalog Anschluss ist.


Ich denke, das ist genau genug. :)
 
Danke

Vielen Dank für die zahlreichen und vor allem hilfreichen Antworten, nun bin ich schon wieder ein kleines bisschen schlauer :)

Was mich aber noch interessieren würde: Gibt es eine Art Tabelle wo man eine Art Minimalwert für Sinus-Leistung in einem Zimmer ablesen kann? Oder wie kann man am Besten feststellen ob Boxen (in meinem Fall diese 80 W Sinus, 12 qm Zimmer, 2.4 Deckenhöhe, ziemlich vollgestellt) unter- oder hoffnungslos überdimensioniert sind?
 
Hallo,

Die Belastbarkeit von Lautsprechern hängt nur indirekt mit deren Lautstärke zusammen.
Entscheident ist der Wirkungsgrad (oft angegeben in dB, gemessen bei einem Meter abstand und einem Watt zugeführter Leistung).
Je höher der Wirkungsgrad ist, desto höher ist die abgegebene Nutztleistung.

MfG mh1001
 
Ist eigentlich ein Qualitätsunterschied vorhanden, wenn ich mein DVD-Player nicht über den optischen Digitalausgang, sondern über den koaxialen Digitalausgang an meinen Dolby Digital Receiver anschließe?
 
Original erstellt von HanseNet_rulez
Ist eigentlich ein Qualitätsunterschied vorhanden, wenn ich mein DVD-Player nicht über den optischen Digitalausgang, sondern über den koaxialen Digitalausgang an meinen Dolby Digital Receiver anschließe?

Definitiv nein
Über beide Verbindungen kommt ein codiertes, rauschfreies Signal mit 48 kHz. Der einzige Haken: Lichtleiter gehen nach spätestens 10 Jahren kaputt.Cinch-Kabel also mit CoaX-Anschluss halten ewig.
 
Also dann verstehe ich aber nicht, wieso die DVD-Player Hersteller beide Anschlüsse verbauen. Denn ich habe noch keinen Receiver gesehen, der nur den optischen Eingang hat. Wenn dann haben alle sowohl optisch als auch koaxial.
 
Valium hat bei der Beurteilung der Schnittstellen nicht ganz recht. Bis zu einem gewissen Level an Daten, hällt das Coax-Kabel mit.
Je nach Güte des Kabels ist dessen Leistungsfähigkeit begrenzt.
96Khz Sollen garnicht möglich sein mit bezahlbaren Coax-Kabeln.

Beim normalen DVD-gucken sollte es aber keinerlei Probleme geben noch qualitative Nachteile mit sich bringen.

Was die Beschallung eines Raumes angeht, stimme ich dem zu, das es nicht alleinig über die Wattzahl zu beurteilen ist. Sehr wichtig ist da auch die bereits angesproche Empfindlichkeit eines Lautsprechers der angibt, was er aus den Watt macht, die er bekommt.

Die 80W Sinus Lautsprecher, die du da kaufen willst werden aber garantiert laut genug sein für deinen kleinen Raum. Ich hab 2 Paar 120W Sinus Lautsprecher mit sehr guter Empfindlichkeit für ca. 28qm und das ist mehr als laut genug. Der Killer ist es, wenn ich den Sub, der seine eigenen 120W Sinus für sich alleine auch noch hinzusteuert. Dann kommt ich in jeder Hinsicht über die Lautstärke in einer Disco.
Aber wer brauch das? Musik in solcher Lautstärke kann man auf keinen Fall genießen.


Rodger
 
Zu meiner Frage habe ich folgendes gefunden, was mir auch logisch erscheint:

Fakt ist, die elektrisch Koaxiale Digitalverbindung ist die bessere.

Das liegt einfach daran, das das Signal nicht erst x mal umgewandelt werden muß. Beim Abtasten der CD/DVD werden optische Signale in elektrische umgewandelt, und dann per Koaxkabel weitergeleitet, und beim Empfänger direkt weiterverarbeitet.

Bei einer optischen Verbindung, wird das Signal beim abtasten ja auch von optisch in elektrisch umgewandelt, dann an der Toslinkbuchse wieder in optisch, und beim Empfänger wieder von optisch in elektrisch. Und bei diesen beiden Konvertierungen entstehen Fehler.
 
HanseNet_rulez hat recht.
Jedoch eignet sich die optische Übertragung für größere Distanzen besser, da weniger Verluste auftreten als bei der koaxialen Übertragung.

MfG mh1001
 
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