Ausbildungsvergütung nachträglich herabgesetzt

Farmer

Captain
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Hallo,

nachdem ich vor 6 Monaten einen Ausbildungsvertrag unterschrieben habe, bekam ich heute Post (datiert vom 28.04.11), dass bei der Erstellung des Ausbildungsvertrages ein Fehler unterlaufen wäre. Und zwar ist die Vergütung falsch. Vorher waren es 710/760/810 und jetzt sollen es genau 110 Euro weniger sein, ein neuer Vertrag oder Ähnliches wurde nicht beigelegt.

Jetzt stell ich mir die Frage, ob das zulässig ist? Googlen hat mir irgendwie nicht geholfen und ich fnde es ziemlichverwunderlich, dass es erst nach einem halben Jahr (wenn ungefähr alle ausbildungsplätze vergeben sind) auffällt, dass man eine falsche Vergütung in den Vertrag geschrieben hab.
 
Der Vertrag ist unterschrieben und so bei der IHK auch hinterlegt. Da es sich nicht wirklich um eine riesige Menge Geld handelt(stichwort Sittenwidrig bzw unangemessen), denke ich nciht, dass sie dir jetzt weniger zahlen dürfen. Dafür müsste shcon ein neuer Vertrag her, den du auch unterschrieben musst.

@unter mir: Ja, dazu kann ich nur raten, viele bieten eine kostenlose Telefonkurzberatung an!
 
Rechtsanwalt fragen bei solchen Sachen

alles andere ist Spekulation
 
Der Vertrag ist gültig. Das die das erst nach nem halben Jahr merken (oder es ihnen einfällt dem Azubi doch weniger zu zahlen um mehr Gewinn zu machen?) ist seltsam.

Angenommen du behälst die höhere Vergütung und beginnst deine Ausbildung könntest du damit Probleme bekommen da dich dein Betrieb in der Probezeit auch ohne Angabe von Gründen kündigen kann.


Ruf mal bei deiner zuständigen IHK an und frag die um Rat. Kostet im Gegensatz zum Anwalt nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde es auch mal bei der IHK versuchen. Da gibt es entsprechende Ansprechpartner für Auszubildende.
 
Da ist sicher eine Klausel drin, dass alle Änderungen der Schriftform entsprechen müssen. Da Du aber nichts anderes unterschrieben hast, ist der Vertrag nach wie vor gültig. Aber wie mein Vorredner schon schrieb: nichts hindert die Jungs und Mädesl dran, dich in der Probezeit zu kicken ;)
 
die können das teil net nachträglich einfach so ändern.

btw. 110euro weniger? oO
ich hab mit 164euro angefangen und mit 214 im monat ausgelernt.
 
Der Vertrag ist gültig, und da du aus der Probezeit raus bist würd ich auf das vereinbarte Gehalt bestehen!
 
Servus.

Würde als allererstes mir mal darüber Gedanken machen, ob du dir den evtl. Stress durch den durchaus berechtigten (Vertrag ist Vertrag) Einspruch antun willst.
Wenn du dir darüber nicht im Klaren bist, daß du eventuell massiven Gegenwind bekommst und diesen dann womöglich "ertragen" musst, brauchst dir keine Gedanken zu machen, inwiefern du dagegen vorgehen kannst/willst.

Sofern der Vertragsabschluss wirklich länger als 6Monate her ist (also z.B. 6 M. und ein Tag), ist eine fristlose Kündigung eh nicht mehr möglich bzw. fällst dann sowieso unter den besonderen Kündigungsschutz für Azubis, den länger als 6Monate darf die Probezeit nicht dauern (bei Azubis waren es glaub ich sogar 4Monate).

Grüßle ~Shar~
Ergänzung ()

2fastHunter schrieb:
Da ist sicher eine Klausel drin, dass alle Änderungen der Schriftform entsprechen müssen.

Änderungen zum Nachteil des Angestellten/Azubis bedürfen immer der Schriftform.

Grüßle ~Shar~
 
Zuletzt bearbeitet:
Wende dich zuerst wenn möglich an deine Jugendauszubildendenvertretung oder an deinen Betriebsrat.

Sollte diese nicht weiter wissen, dann bist du euch bei deiner Gewerkschaft gut aufgehoben.

Wichtig ist,dass du nichts unterschreiben darfst, wo du dieser Lohnanpassung zustimmst.
 
Also so wie ich das verstehe beginnt er die Ausbildung erst und hat seinen Vertrag halt schon vor 6 Monaten unterschrieben.

Man kann sich hier eig nur den anderen anschließen.. IHK anrufen und nachfragen :)
 
Cenarius schrieb:
ich hab mit 164euro angefangen und mit 214 im monat ausgelernt.

:( damals... müsste schon lang her sein?
Heute verlangt der Betrieb doch auch noch vom Azubi mobil und spontan zu sein, da ist ein Auto Pflicht und zahlt man dann auch noch Miete wirds knapp monatlich ;)

@topic
Probezeit rum, Vergütungsänderung nachträglich ohne schriftliches und unterschriebenes?
Es gibt doch vorgegebene Tarifsätze für die Berufe, bei der IHK in Erfahrung bringen,
anschließend Gespräch mit dem Vorgesetzten und der hat das entsprechend anzupacken.
Ansonsten wäre der Betriebsrat (sofern vorhanden) auch ne Möglichkeit.
 
Shar und Dr. Google: Die Unterschrift auf dem Vertrag ist länger als 6 Monate her, nicht der Start der Probezeit. Ich denke, dass das Ausbildungsverhältnis noch gar nicht angefangen hat.
 
Nur so am Rande: die IHK ist die *Unternehmens*-Vertretung, die werden wenn überhaupt nur eines tun, nämlich sich nach Deinem Anruf mit dem Betrieb ins Benehmen setzen. Damit bist Du schon so gut wie in der Probezeit gekündigt, also rate ich davon ab, ganz ernsthaft.

Wenn ich das richtig lese, hast Du die Ausbildung noch nicht angetreten. Also:

Rufe den Betrieb an und lasse Dir erklären, wie es plötzlich dazu kommt. Erkläre, warum Du den Vertrag in seiner ursprünglichen Form akzeptiert hast, und dass auch die Vergütung eine nicht unerhebliche Rolle dabei gespielt hat. Drücke aus, dass Du über diese Reduzierung jetzt sehr enttäuscht bist und es auch nicht in Ordnung findest - korrekt heißt das "Zweifel an der Rechtmäßigkeit" hast.

Geht man gar nicht auf Dich ein, gibt es zwei Möglichkeiten: Vertrag Vertrag sein lassen (kündigen) und eine andere Stelle suchen, oder diese Stelle eben doch mit den veränderten Konditionen antreten.

Gehst Du hingegen schon vor Beginn der Ausbildung gleich rechtlich zu Werke, kannst Du Dir selber ausmalen, welchen Eindruck das hinterlässt. So ein Ausbildungsverhältnis will man nicht, von beiden Seiten nicht - es sei denn, es handelt sich um einen juristischen Beruf, da könnte das auch mal anders gewertet werden.
 
Ui, danke für die gewaltige Resonaz, wirklich nett! :)

Ok, ich werde bei der IHK anrufen und ja, ich habe Bedenken, dass das Bestehen auf das höhere Gehalt Konsequenzen haben kann, doch ich fühle mich schon ausgebeutet, wenn die Ursprungsvergütung schon leicht unter dem Richtwert lag.
Aber klar stellen muss ich noch, dass die Ausbildung am 1.8.11 erst beginnt und ich somit noch nicht im Arbeitsverhältnis mit dem Betrieb stehe und deswegen auch noch nicht in der Probezeit oder Ähnliches bin.

Edit: In der Zeit gab es schon wieder neue Beiträge:D Xport ist es denn so, dass die IHK sich ohne Einverständnis mit meinem Ausbildungsbetrieb in Verbindung setzen darf?
 
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Ohne jetzt Anwalt zu sein würde ich jetzt auch grob behaipten das sie das nicht ändern dürfen aber wichtiger für dich wäre mMn das du dich damit abfindest... . Ich würde meine Ausbildung nicht einfach auf Spiel setzen wegen paar jämmerlichen €! Und in der Probezeit kann man schneller fliegen als manche denken^^.
 
Wenn du bei der IHK anrufst, dann melde dich vllt besser erstmal nicht mit deinem Namen und sag ihnen nicht den Namen der Firma.
 
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Klar ist es dein Recht dagegen anzugehen. Solltest dich aber dann auch darauf einstellen das du die Probezeit nicht überleben wirst.

Lieber bleiben und falls du mit dem Geld nicht klar kommst oder Anrecht darauf hast, BaB beantragen.
 
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Das mit dem Recht ist ja so eine Sache, dann krieg ich einen Monat das Ursprungsgehalt und darf mir nächsten Monat eine neue Arbeitsstelle suchen, nur muss ich mir ja auch die Frage stellen, wo das in 3 Jahre noch so Alles hinführt, wenn es schon so anfängt...
 
Wenn man sich einmal unterbuttern läßt, passiert das immer wieder. Und letztenendes führt das nur zu Frust! Ich hab das alles hinter mir (nach Ausbildung wollte mich der Mutterkonzern zu Gehalt X übernehmen, am 1. Tag hiess es dann "neeeeee, Leute die frisch aus der Ausbildung raus sind bekommen maximal Y! (400DM weniger damals!). Ich hätte denen sagen sollen: Fein, dann geh ich wieder! (hatte ja noch den befristeten Vertrag beim Tochterunternehmen)....
 
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