Autokauf - Was beachten - Diverse Fragen

Anub1s

Lieutenant
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Aug. 2006
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Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem mein Studium beendet, und fange April an zu arbeiten. Auch wenn ich die Möglichkeit hätte, den Weg mit der Bahn zurückzulegen, habe ich beschlossen mir in nächster Zeit ein Auto zuzulegen. Und damit fangen die Probleme an ;)

Was ich eigentlich konkret haben will, weiß ich ehrlich gesagt selbst noch nicht so recht, allerdings werde ich da wohl kaum Hilfe hier bekommen. Preislich habe ich mich (allerdings auch nur ganz grob, da ich wirklich keine Ahnung von der Materie habe) mal auf 15.000€ eingestellt. An reinen Leistungsdaten wären mir mind. ~90PS und ein Dieselmotor wichtig. Aber wie gesagt, das nur so nebenbei.

Die erste (und wohl grundlegendste) Frage die jetzt aufkam, und bei der ich schon ehrlich gesagt nicht wirklich weiter weiß, ist natürlich, was für ein Auto ich kaufen will: Neuwagen, Tageszulassung, Jahreswagen oder Gebrauchtwagen. Preislich dürfte das ganze so wohl absteigend sortiert sein, von der "Haltbarkeit" allerdings ebenfalls. Gelesen habe ich dann des öfteren, dass Jahreswagen deutlich billiger als Neufahrzeuge sind, und die "Haltbarkeit", also wie lange ich das Auto nutzen kann, nur geringfügig kürzer ist (halt etwa dieses eine Jahr). Andererseits lese ich dann wieder an anderen Stellen, dass es auf Neuwagen eher mal höhere Rabatte gibt. Mit den Tageszulassungen kann ich noch weniger anfangen, warum ein Auto was nur "einige Tage alt" ist plötzlich deutlich billiger sein soll, hab ich nicht so ganz verstanden.
Ich wäre daher froh, wenn mir jemand vielleicht in groben Zügen die Vor- und Nachteile von den 4 Gruppen nennen könnte, und evt. auch woran ich abschätzen kann, was für mich jetzt das beste wäre.

Dann hätte ich eine weitere Frage im Hinblick auf die Rabatte: Ich habe beim durchforsten unter anderem "Vermittlungsseiten" gefunden, beispielsweise newcar24. Dort ist mir dann auf den ersten Blick aufgefallen, dass es auf alle möglichen Modelle einfach so 20% Rabatt gibt. Getreu dem Motto "nichts ist umsonst, selbst der Tod kostet das Leben" frage ich mich da, wie solche (in meinen Augen doch recht hohe) Preisreduzierungen zu Stande kommen. Selbst bei einer persönlichen Beratung, knallharten Verhandlungen im Autohaus vor Ort und was weiß ich noch alles kämen mir als Laie solche Rabatte zu hoch vor, und dort ist es lediglich eine Internetseite, auf der ich "einfach mal so" nur 4/5 zahlen soll? Wie kommt das zu Stande?


MfG Anub1s
 
Du bist scheinbar wirklich allem offen. An deiner Stelle würde ich zum nächsten Auto Händler gehen und mich mal umsehen.
Wenn du ein konkretes Modell im Auge hast, kannst du immernoch hier weiter fragen.
Lege die Karosserieform fest, dann wirst du dir schon viel leichter tun. (Kleinwagen, Cabrio, Combi, Suv,...)

Jahreswagen - 1 Jahr alt, häufig ein Flottenfahreug --> viele Kilometer
Neuwagen - ich denke, dazu braucht man nichts weiter sagen. (es gibt Hersteller, die bieten 7 Jahre Garantie an)
Tageszulassung - die gibts so billig, da die Hersteller dem Händler sehr große Rabatte gewähren. Die Wägen werden zum Teil auch für Vorführzwecke missbraucht (einsteigen in ein Auto mit fast keiner Laufleistung und bei der Probefahrt den kalten Motor über die Autobahn jaucken) Einem modernen Auto sollte diese Behandlung nicht mehr allzu viel Schaden.
Gebrauchtwagen - Hier hängt der Preis vom Zustand ab. Ein gepflegter Gebrauchter wäre mir deutlich lieber, als ein Flottenfahrzeug oder ein Vorführwagen.
 
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Moin,

hab leider nur kurz Zeit und wollte mal was zu deinem letzten Absatz sagen.

Bitte lass die Finger von solchen Seiten. Meistens sind es Betrüger und du musst im Voraus zahlen. Kam schon öfters im TV.

Mein Tipp, such nach Re-Importen... Mehr geht einfach nicht.
 
das wichtigste beim gebrauchtwagen(privat)kauf:
nimm dir jemanden mit, der sich auskennt - kfz mechaniker

das wichtigste beim neuwagenkauf:
nimm dir jemanden mit, der sich auskennt - vemögensberater, bwl´ler

;)
 
wenn es was neues sein soll dann nen re-import. sind oft ziemlich günstig zu bekommen.

bin grad selbst in einer ähnlichen lage. werde mir wohl nen 1-2 jahre alten a3 kaufen.
 
mit 15 tausend € kommst du nicht weit. und würde nicht mehr auf PD setzen bei diesel, nur noch auf CR.
wenn du glück hast bekommst du ein 2.0 CR motor. alles unter 2.0 CR würde ich bei diesel nicht nehmen.
 
Tageszulassungen werden vom Händler gemacht um höhere Rabatte geben zu können, als der Hersteller erlauben würde.
Außerdem steigert das die virtuellen Verkaufszahlen knapp vor Jahresende/Quartalszahlen.
Oft handelt es sich dann um Fahrzeuge die nicht das letzte Facelift haben, oder das Vorjahresmodell sind.
Ebenso bei Vorführfahrzeugen.

20% auf den (HOHEN) Listenpreis sind durchaus drinnen, Flotteneinkäufer bekommen gleichmal auch 40% Rabatt auf den Listenpreis.

Zu bedenken gilt bei einem Neukauf, daß ein Auto alle 3-4 Jahre 50% an Wert verliert.
Am Besten fährt man, wenn man voller Werksgarantien haben will also mit ein einem Jahreswagen/Leasingrückläufer(MUSS Servicegepflegt sein!)

Wenn du so viel ausgeben willst, aber ein größeres Auto haben möchtest, dann greif zu einem 3-4 Jahre alten Auto.

Ich armer Schlucker hab mir heuer einen Renault Espace Bj 2003 um 3200€ gekauft, unaufbereitet und ohne Garantie beim Händler.
Händler Listenverkaufspreis 8000€
Reinstecken hab ich 600€ müssen.

Man sieht also, daß die Händler sehr viel Luft haben bei Gebrauchtwagen.
Von Privat habe ich noch selten gekauft.
Habe mein 14. Auto.

Bei Gebrauchtwagen auf alle Fälle einen Ankaufstest beim ADAC machen lassen!
Da wird das Auto auf quasi alles getestet, Lackstärke gemessen(Nachlackiert?) usw.
 
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Da wirst Du hier kaum schlauer! Der eine schwört auf Jahreswagen, ein Bekannter von mir kauft auch nur Gebrauchte, mein letzter war ein Neuwagen, meine nächster wird ein Skoda-Import. Du solltest Dich auf ein Model festlegen und dann in den auf das Model spezialisierten Foren weiterfragen, die beschäftigen sich die ganze Zeit nur mit diesem Auto.
 
Hi,

Tageszulassung = Wertverlust, da ein Besitzer im Kfz-Brief eingetragen ist.

Wenn Du "bar" bezahlen willst, dann winken tatsächlich gute Nachlässe, ich würde aber auch eine günstige Finanzierung durchrechnen, muss nicht über die Autobank laufen, kann auch Deine Hausbank sein.

Bei Vorführfahrzeugen wäre ich vorsichtig, sind meistens "Huren" - jeder darf mal drüberrutschen und so werden sie auch meist behandelt.

Achte bei Gebrauchten auf ein Gutachten, regelm. Inspektionen, Garantie etc.

Auf Zahnriemenwechsel achten, ist bei einigen Modellen recht teuer.

Vllt. wäre auch ein Gespräch mit einem TÜV-/DEKRA-Mitarbeiter empfehlenswert, welche Ratschläge bei der Kfz-Beurteilung geben können.

Viel Spaß!
 
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Aus Erfahrungen der Familie gebe ich folgenden Tipp: lieber einen guten und gebrauchten deutschen als einen neuen Asiaten. Die ganze Qualität ist einfach ganz anders.
Fahre selbst seit dem veheerenden Hochwasser vom letzten Jahr (Bahnverbindung gekappt) einen BMW 1.16i von Ende 2008, der knapp 50.000 km drauf hatte. Das Ding hat mal abgesehen von Radio und Leder die vollausstattung samt xenonlicht und viel sinnlosem Kram. Hat mich nur 18k gekostet. Neu kostet das Teil in der Ausführung 31.000. Des Weiteren habe ich volle 2 Jahre Garantie von BMW, da das Teil vom vertragspartner kommt. Wenn du ein paar Abstriche bei der Ausstattung und alter machst, kommst du mit 15000 locker hin.
Audi, BMW und VW bieten viel. Nur Mercedes ist etwas teurer. Aber Fahrgefühl und materialanmutung sind genial.
Du solltest aufgrund der Gewährleistung auf jeden Fall in ein Autohaus gehen. Die organisieren dir auch deutschlandweit das perfekte Auto. So als kleinen Tipp: vorbesitzer vorher anrufen.
 
bevor du dir über die Finanzierung gedanken machst solltest du dich auf ein Modell festlegen.
Worauf legst du also Wert, toller Innenraum, Motor, Design,...
Wenn du dich auf etwas festgelegt hast ist die Sache mit der Finanzierung viel einfacher.
 
die haltbarkeit eines fahrzeuges hängt in erster linie damit zusammen, wie gut du dich um deinen fahrbaren untersatz kümmerst, sprich pflegst. wer zum einen materialschonend fährt, zum anderen aber auch die wartungsintervalle einhält, der kann ein auto heutzutage locker bis 200.000 km laufen lassen, ganz ohne probleme, heizt du wie ein wilder stier und kümmerst dich nicht um die wartung, dann kannste so ein auto auch schon nach 60.000 km platt haben. desswegen kann man zur haltbarkeit eines autos nur bedingt was sagen, tendenziell gilt aber halt natürlich: je neuer, umso länger.

bevor du jetzt wild anfängst, nach autos zu suchen, verschaff dir jetzt wirklich erstmal einen überblick über dein budget. wieviel kannst und/oder willst due denn überhaupt ausgeben. bist du bereit, eine finanzierung zu machen (oder mußt du es sogar) oder hast du was bei seite gelegt und willst die karre auf alle fälle auf einen schlag bezahlen?

wenn du finanzieren willst, dann besuch auf alle fälle auch mal deine hausbank, deren kredite sind meist deutlich günstiger als wenn du eine finanzierung über das autohaus machst. außerdemm ist jemand, der das geld cash auf die theka knallen kann beim autohändler immer in der stärkeren position als der, der eine finanzierung laufen lassen will.

dann das nächste ist wie gesagt, welche größe soll dein auto haben? welche marke? informier dich vorher auch mal bei den versicherungskosten. ich z.b. würde niemals einen neuwagen ohne vollkaskoversicherung haben wollen, dazu ist der wagen einfach zu teuer, wenn du ihn zerlegen solltest (sprich unfall). autos die häufig in unfälle verwickelt sind, sind auch teuer, genauso wie autos, die häufig geklaut werden.

wie gesagt, bevor du dich um weitere details kümmerst, worauf due beim auto selbst achten sollst, klär erstmal ab, was du geldmäßig auf den tisch legen kannst und welche größe das auto haben soll (nen fiat panda gibts für 15.000€ neu, eine mercedes e-klasse sicherlich nicht ;) )... da fallen dann schon von alleine eigene möglichkeiten aus, die für dich in frage kommen.
 
Ich empfehle ein Auto mit zuschaltbarem Allrad, egal ob manuell oder Automatisch geregelt.
Denn ich will Allrad vorallem im Winer nicht mehr missen.

Wenn der Allrad zuschaltbar ist, kannst du, wenn du den ausschaltest, genau so spritsparend fahren wie ohne Allrad und du kommst im Winter problemloser durch.
 
Ich denke auch, dass du mal in ein paar Autohäuser in deiner Nähe gehen solltest und dir mal einen Überblick verschaffst, was man für 15000,- so bekommt. Grundsätzlich gilt für alle Autos, ganz unabhängig ob diese neu, ein halbes oder ein ganzes Jahr oder noch älter sind, dass es immer wieder Montagsautos gibt. Mit einem Neuwagen und einer Garantie bist du da auf der richtigen Seite. Die Auswahl wird bei der Summe jedoch ziemlich klein. Meine Empfehlung geht daher zu einem 1-3 Jahre alten Auto.

Wenn du die Chance hast ein meist 3 Jahre altes Leasing-Fahrzeug zu übernehmen und das Fahrzeug auszulösen, kannst du auch einen sehr guten Schnitt machen. In jedem Fall sollte man aber die Geschichte des Autos kennen.

Viel glück
 
15k budget mit allrad wird eng. Da sollte es etwas mehr leistung sein. Ich sage nur Impreza 1.5RF, da kannst du auch schieben.
 
Servus.

Evo8 Racer schrieb:
Wenn der Allrad zuschaltbar ist, kannst du, wenn du den ausschaltest, genau so spritsparend fahren wie ohne Allrad

Nicht wirklich. Mehr Sprit brauchst trotzdem und etwas schlechteren Abzug hast auch- beides gerade in der Stadt mit Stop n' go.

Wenn man nicht gerade in bergiger Gegend wohnt, ist m.M.n. Allrad völlig für die Katz.


@Anub1s:
Neuwagen würde ich keines Falls kaufen. Der Wertverlust gerade im ersten Jahr ist schon massiv.

Ich persönlich würde mich bei Honda oder Toyota umsehen - da bekommst sehr gute Autos mit guter Ausstattung zu akzeptablen Preisen.
Welche auch gut sind und sehr wertstabil, wäre Volvo. Saab ist auch nicht zu verachten.


Grüßle ~Shar~
 
Viell solltest du dir auch Gedanken darüber machen, welche Ausstattung du willst. Das bestimmt bei dt. Modellen sehr stark den Preis. Guck in die Pannenstatistiken des ADAC, damits kein Fiat wird. Die haben auch detailierte Unterhaltskostentabellen.
Bei gebrauchten würd ich nur Kfz kaufen, die ne gute Vorgeschichte haben. Meiner hatte nur eine Vorbesitzerin. Ärztin... Langstreckenauto und scheckheftgepflegt.
Reimporte: Vorsicht! Gern andere Ausstattung. Bspw: Toyota aus den Niederlanden. Die haben gern mal kein ESP.
 
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Jahreswagen sind nicht immer gleich Firmenwagen oder Vertreterkisten mit viel Kilometern...im Gegenteil.
Leasingfahrzeuge oder Wagen von Werksmitarbeitern.

Habe im Oktober einen A3 Diesel 2.0 gekauft.
12 Monate jung, 11.000 km, der "stinkt" noch total neu.
Neupreis 35.000, habe dafür 22.000 hingelegt :)
Für 13.000 Euro Ersparnis nehme ich gerne 11k aufm Tacho in Kauf :)

Mein Wagen davor (Golf 5) war ebenfalls ein Jahreswagen (war 9 Mon alt und hatte 7100 km drauf)

Kann ich nur empfehlen.
 
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