Bachelorarbeit Münz- / Bilderkennung Machine Learning

ayngush schrieb:
Reichen dann am Ende entsprechende Papierschnipsel auf Pappe geklebt um das System auszutricksen?
Vermutlich ja, wobei ich davon ausgehe, dass das auch nicht zu der Arbeit zählt. Ich denke, mit der Erkennung der Münzen (ob gedruckt oder nicht) hat man da genug Arbeit für eine Bachelorthesis.

Ich würde mich ja sehr gerne noch über die möglichen Vorgehensweisen austauschen, allerdings bekomme ich dann vermutlich eins auf den Deckel, weil man dem Themenersteller zu sehr hilft oder sowas... :D
 
Die Größe könnte man ja zumindest über einen fixes Referenzkreuz, welches sich in der Ablichtungskammer befindet, präzise ermitteln.
 
@ayngush ich denke genau das soll eben nicht die Aufgabe sein (dass man eine Referenz im Bild hat). Könnte mir als Anwendung beispielsweise eine App vorstellen, mit der man die Münzen fotografieren kann und dann die Summe ausgegeben bekommt oder ähnliches. Da wäre eine Referenz ja nicht vorhanden.
 
Oder eine Industrieanlage, die die Münzen im "Vorbeiflug" erkennt, so wie auch schon Äpfel nach Größe, Farbe und faulen Stellen automatisch sortiert werden?
 
Beides total unnötig. Für die Industrieanlagen gibts zuverlässigere Lösungen, und Wer kommt auf die Idee den Geldbeutel auf einen Tisch auszubreiten, ein FOTO Davon zu Machen, und dann im App store nach einer App zu suchen, die den Wert Der Münzen schätzt, statt einfach selber zu zählen.

Davon abgesehen Kann man Münzen (man kennt das genaue Aussehen) mit aktuellen Mustererkennungsalgorithmen bereits sehr gut erkennen (die Muster sind bekannt und das Anlernen ist daher überflüssig und wirkt sich I.d.R. nur negativ auf den Erfolg aus. Zumal wohl hier insbesondere dadurch, dass wahrscheinlich Deep learning eingesetzt wird, die Möglichkeit simpler Manipulation nach aktuellem Forschungsstand nicht auszuschließen sind.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
 
Naja hier geht es ja nicht darum, eine bessere Methode zur Münzgelderkennung zu erstellen, sondern eher um die Machbarkeit bzw. es wird eben nach einem Beispiel gesucht, an dem man neuronale Netze anwenden kann.
Ob man damit die Genauigkeit von anständigen Mustererkennungsalgorithmen erreicht, sei mal dahingestellt (ich denke nicht). Bei der Verwendung von neuronalen Netzen geht es nach meinem Verständnis ja eigentlich darum, sich eine solche doch recht aufwändige Arbeit zu ersparen (wie man jetzt welches Muster wo erkennt) und stattdessen das Netz die Arbeit machen lässt bzw. diesem durch ewig viel Training eben beibringt, auf die richtigen Ergebnisse zu zeigen.

Ich habe den TE ja gefragt, ob er auf eine bestimmte Anwendung hinarbeiten soll oder ob es "nur" um die Netzerstellung ohne Anwendung geht, aber er scheint das Interesse an diesem Thread verloren zu haben, daher haben wir eben mal überlegt, für was man sowas benutzen könnte.
 
new Account() schrieb:
Beides total unnötig. Für die Industrieanlagen gibts zuverlässigere Lösungen, und Wer kommt auf die Idee den Geldbeutel auf einen Tisch auszubreiten, ein FOTO Davon zu Machen, und dann im App store nach einer App zu suchen, die den Wert Der Münzen schätzt, statt einfach selber zu zählen.

Menschen mit stark eingeschränkter Sehkraft, die sich dann von der App "vorlesen lassen" wie viel Geld sie zum Bezahlen ausgegeben haben.

PS: Bald haben wir die Bachelorarbeit ja zusammen getragen... Das gibt sicher Mecker vom Admin hier...
PPS: Des Hypes wegen würde ich noch eine Blockchain dran kleben.
 
ayngush schrieb:
PPS: Des Hypes wegen würde ich noch eine Blockchain dran kleben.
Und ein BattleRoyale AR Game dazu.


new Account() schrieb:
s ja nicht so als würde es seine BA nicht schon etliche hundert mal im Internet geben, nur mit anderen Bildern und anders benanntem Label
Darf man Youtube als Quelle angeben? ;)
 
chillking schrieb:
Wäre allerdings cool, wenn du uns ein bisschen auf dem Laufenden halten könntest. Hört sich nach einem echt interessanten Thema an! Könnte man fast schwach werden und selbst versuchen :D

Findest du @chillking?

Ich würde da ehrlich gesagt @new Account() beipflichten:
new Account() schrieb:
Is ja nicht so als würde es seine BA nicht schon etliche hundert mal im Internet geben, nur mit anderen Bildern und anders benanntem Label :freaky:

Die BA hört sich imho nach einer typischen Fleißaufgabe an, damit man hinterher "was gemacht hat". Zumindest bei den bisherigen Angaben sehe ich da keine besondere akademische Leistung. Möglicherweise, wenn etwa herkömmliche Machine Learning Ansätze noch mit eigens für das Problem entwickelten Deep Learning Modellen, angelehnt an aktuelle Forschung, verglichen werden.
 
@ascer ja ich finde das interessant, und ja ich hätte mich auch über Updates gefreut.
Klar, könnte auch nach entsprechenden Arbeiten suchen...

Wir wissen ja auch nicht, ob das die gesamte Aufgabe ist, oder nur ein Teil. Eventuell kommen ja noch Vergleiche/Auswertungen/etc dazu.
Vielleicht soll er auch die Bereitschaft von Forenmitgliedern, an einer Abschlussarbeit zu helfen, aus verschiedenen Bereichen bewerten :D (Edit: wenn ihr mir die Kommentare so anschaue, wird CB dabei nicht besonders gut abschneiden :D)
 
Uiuiui, also das ich hier für die Anfrage so einen auf den Deckel bekomme, habe ich nicht erwartet.

Ich möchte an dieser Stelle auch betonen, dass es mir nicht nur darum geht meine Fleißarbeit zu sparen. Sondern darum, dass ich wirklich denke (dachte?), dass ich verschiedene Quellen brauche. Denn das hat mir mein Betreuer gesagt, mit dem Hinweis, das auch ruhig mal online zu stellen.

Ich freue mich aber trotzdem schon mal über euer Feedback und halte auch gerne noch auf dem laufenden, sobald es voran geht. :)
Das Interesse an dem Thread habe ich dementsprechend auch nicht verloren ;)

Das Ziel ist halt wirklich eine Anwendung zu haben, die aus dem Bild - Münzen aus dem Geldbeutel auf den Tisch, Bild machen - erkennt, wie der Betrag der Münzen ist.

Es soll gezeigt werden, wie/inwiefern das machbar ist mittels eines Convolutional Neural Network. Es geht also auch nicht um die 100% Genauigkeit.

Und sicher ist das ein gutes Stück Fleißarbeit damit man hinterher "was gemacht hat". Ist mir aber lieber als eine BA, in der ich nur Literatur suche und neu zusammen zitiere ;)

Liebe Grüße :)
 
Goody schrieb:
Und sicher ist das ein gutes Stück Fleißarbeit damit man hinterher "was gemacht hat". Ist mir aber lieber als eine BA, in der ich nur Literatur suche und neu zusammen zitiere ;)

Das ist löblich, vor allem da es ja auch genug gibt, die diese "Zusammenfassungs-BAs" schreiben, weils schlicht einfacher ist.

Nichtsdestoweniger war allerdings der "Fleißarbeitskommentar" meinerseits sowie die Kritik von @new Account(), dass es derartige Aufgabenstellungen schon vielfach gab und entsprechend online zu finden ist. Deshalb meinte ich auch, dass das als Abschlussarbeit eine Fleißarbeit sei, sofern es nicht anteile wie etwa "eigenen Deep Learning Ansatz entwickeln und vergleichen mit 'herkömmlichen' Lösungen" beinhaltet.

Die ganze Aufgabenstellung ist eben alles andere als neu und natürlich kann man Objekte mit CNNs identifizieren. Da macht man halt Null selber oder neu, weil man für sowas z.B. YOLO nehmen und mit deinen Trainingsdaten füttern kann. Auch bei "herkömmlichen" Machine Learning Ansätzen ist das kein Novum.
Ich sehe da also keinen tatsächlichen Forschungsanteil.

Selbstredend kennen wir aber deine konkrete Aufgabenstellung nicht. Wenn du beispielsweise eben einen eigenen Ansatz entwickelst und den beispielsweise mit YOLO vergleichst, dann wäre das ganze natürlich schon interessanter. Vor allem, wenn es hinterher auch robust genug funktioniert, dass etwa verschiedene Hintergründe, Spielzeugmünzen aus Brettspielen usw. keine respektive nur geringe Probleme für dein Modell darstellen.

Wobei aber eben sowas...
Goody schrieb:
Es soll gezeigt werden, wie/inwiefern das machbar ist mittels eines Convolutional Neural Network. Es geht also auch nicht um die 100% Genauigkeit.

...häufig auf nachimplementieren hinausläuft. Vor allem wenn man von Anfang an keine fixen Ziele verfolgt. Also natürlich wirst du mit einem CNN beispielsweise den Münzwert approximieren können, wenn die exakte Genauigkeit nicht so interessant ist, indem du jedes Trainingsbild einen entsprechenden Münzwert zuweist und das supervised trainierst. Allerdings ist (1) die Aufgabenstellung an sich schon trivial und (2) das hinterher nicht robust, wenn etwaige Testdaten mitunter stark von deinem Trainingsszenario abweichen, weil keine einzelnen Münzen detektiert werden sondern nur eine Gesamtsumme geschätzt wird.

Interessanter wäre es da halt schon etwa mit YOLO bounding boxes für jede einzelne Münze zu predicten und eben - wie bei YOLO üblich - für jede bounding box dann eine prediction zu welcher Klasse sie gehört (1 Cent, 2 Cent, 5 Cent, ...).
Besonders dann, wenn man dann noch einen eigenen Deep Learning Ansatz dafür entwickelt und mit YOLO vergleicht. YOLO ist auch vergleichsweise teuer, weil es so gut generalisiert. Bei einer beschränkten Anzahl an Klassen performen etwa FCNNs (fully convolutional neural network) sehr gut bei gleichzeitig hoher accuracy, precision, recall, ...
Da würde man dann im output heatmaps für jede Klasse predicten und später z.B. per OpenCV die bounding boxes in jeder heatmap finden.
 
@ascer. Bei einer BA geht es nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern sich mal selbst mit einer wissenschaftlichen Fragestellung zu beschäftigen (im begrenzten Rahmen, z.B. durch bestimmte Vorgaben des betreuenden Professors). Deshalb sind die meisten BA-Arbeiten eher Fleißarbeiten.

Bei einer MA-Arbeit (so sagte es mein Prof mir), schmeißt er die Leute ins kalte Wasser (Thema lässt er auch die Studenten aussuchen) und lässt sie einfach machen. Ob da nachher was brauchbares bei rumkommt hängt vom Studenten ab und dem, was er investiert. Das heißt, hier wird einzig das Thema abgestimmt und den Rest (Richtung etc.) bestimmt frei der Student. Das war von meinem betreuenden Prof bei der MA so.
 
@nik_ auf jeden Fall ist das eher die Regel, da hast du Recht. Ich sprach ja aber auch nicht davon, dass dieser Umstand nicht die Regel sei, sondern das dies eben eine typische, eher anspruchslose (vor allem wissenschaftlich betrachtet) Fleißarbeit ist.

Und in diese Richtung muss man ja nicht gehen. Man kann auch bei einer BA schon wissenschaftlich arbeiten und seine Ergebnisse hinterher in einer gesonderten Publikation veröffentlichen. Das macht die Arbeit viel interessanter und sich auch im Lebenslauf besser.

Gerade bezüglich Lebenslauf sollte man es imho präferieren, nicht dem "Regelfall" zu entsprechen ^^
 
ascer schrieb:
Man kann auch bei einer BA schon wissenschaftlich arbeiten und seine Ergebnisse hinterher in einer gesonderten Publikation veröffentlichen.

Wer sagt, dass er das nicht macht? Wissenschaftlich arbeiten hat ja mit dem Thema nichts zu tun.
 
@new Account()
new Account() schrieb:
Wer sagt, dass er das nicht macht?

Zwei Posts weiter oben:
ascer schrieb:
Selbstredend kennen wir aber deine konkrete Aufgabenstellung nicht.

Ich sprach davon, dass sich die bisherige Aufgabenstellung sehr nach der x-ten Replik einfacher Abschlussarbeiten der Kategorie Fleißarbeit im Bereich Machine Learning anhört. Sehr wohl aber auch, dass wir die konkrete Zielsetzung natürlich nicht kennen. Danach bin ich dann darauf eingegangen, was unter anderem interessante Erweiterungen sein könnten, die über das Standardmaß hinausgehen, welches man so häufig im Internet findet, wie du ja auch schon schriebst:
new Account() schrieb:
Is ja nicht so als würde es seine BA nicht schon etliche hundert mal im Internet geben, nur mit anderen Bildern und anders benanntem Label :freaky:
 
Das ist eben die Natur eine Bachelor-Thesis. Das ist eine wissenschaftliche Arbeit. Der Student soll damit zeigen das er wissenschaftlich oder nach wissenschaftlichen Kriterien arbeiten und eine Form einhalten kann.
Mehr nicht! Ein Erkenntnisgewinn steht dabei nicht im Vordergrund. Ist natürlich trotzdem gerne gesehen...

Bei einer Master-Thesis sieht das schon anders aus und natürlich falls man promovieren oder gar habilitieren will. Dort geht es um einen echten Erkenntnisgewinn.

Eine Bachelor-Thesis ist oft im Umfang auch ziemlich beschränkt. Ein guter Freund musste vor 3 Jahren eine schreiben und die durfte nicht mehr als 40 Seiten lang werden, zuzügl. Anhänge uvm.
Es war im Grunde nur eine Literaturzusammenfassung, zu der selbst ich als außenstehender Laie gute Hinweise liefern konnte. (Ich weiß nicht mehr wie oft ich die Arbeit korrekturgelesen habe...)

Die Ergebnisdarstellung/Schlussfolgerung, also die "eigene Meinung" dazu, war von 42 Seiten Text auf gerade mal 3 Seiten.
(Am Ende ist eine 1,irgendwas dabei rausgekommen. Ich kann es ja ruhig erwähnen, Fachhochschule für kommunale Verwaltung, Thesis über Pflege von Angehörigen.)

Das schwierigste an der ganzen Arbeit war das Themengebiet so weit einzukürzen und zu begrenzen das die Seitenanzahl nicht überschritten, der Sinn aber dennoch erhalten blieb.
Denn zu diesem Thema hätte man locker auch eine 300 Seiten Arbeit schreiben können...
 
KnolleJupp schrieb:
Eine Bachelor-Thesis ist oft im Umfang auch ziemlich beschränkt. Ein guter Freund musste vor 3 Jahren eine schreiben und die durfte nicht mehr als 40 Seiten lang werden, zuzügl. Anhänge uvm.

Ja, sowas sehe ich auch häufiger und empfinde ich persönlich als noch bedenklicher. Es gibt, besonders z.B. bei Wirtschafts-/Geisteswissenschaften ja mittlerweile sogar immer häufiger 20-30 Seiten BAs. Quantität impliziert natürlich keine Qualität, aber wie diese 20-30 Seiten i.d.R. qualitativ abschneiden, kann man sich wohl denken.
 
Wenn eine bestimmte Seitenanzahl gefordert ist, gehört es auch zu den Qualitäten das Thema passgenau und formal korrekt zu wählen und dort unterzubringen.
 
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