keshkau schrieb:
Die Frau redet meiner Meinung nach eine Menge Blech. Wenn öffentliches Eigentum privatisiert wird, dann wird dabei etwas verkauft. Das heißt: Geld der Privaten gegen Aktien, wie es beispielsweise bei der Telekom der Fall war. Wenn das als Enteignung bezeichnet wird, dann hat Frau Wagenknecht einen Begriff in den Mund genommen, den sie nicht verstanden hat.
Ich verstehe das so: Der Steuerzahler hat diese Unternehmen ueber Jahrzehnte mit Steuergeldern aufgebaut und finanziert. Dann werden diese Unternehmen privatisiert, bzw. im Verhaeltnis zu den Kosten die der Steuerzahler bisher getragen hat verschenkt.
Das ist in meinen Augen schon enteignung: Wir Steuerzahler haben das Unternehmen getragen, welches jetzt in privater Hand ist, und der gewinn nicht mehr an den Steuertopf zurueckfliesst.
keshkau schrieb:
Der Punkt mit der Millionärssteuer ist auch so ein Witz. Da pickt sie sich willkürlich eine Gruppe heraus, die bei ihrer Wählerschaft gut ankommt, ganz gleich, ob jemand individuell in die fraglichen Finanzgeschäfte verwickelt war oder nicht.
Wir sind uns doch einig das wir in einem Sozial (Umverteilungs-) Staat leben, oder?
Dann sind wir uns doch auch einig, dass diejenigen, die viel haben auch viel abzugeben haben, oder? Es ist doch unabhaengig davon, ob derjenige seine Kohle mit Spargelstechen, gesundem Unternehmertum oder sonsitgem verdient hat - Es geht darum, dass derjenige, der viel hat, auch viel abgeben kann und soll.
Im Moment ist es andersherum - Diejenigen die viel haben bekommen mehr oder weniger alles geschenkt (ja das ist Polemisch), und die die nichts haben, sind mit dem 'ueber-die-Runden-kommen' finanziell so ausgelastet, dass sie nicht wissen woher mit dem Geld.
Unternehmer bekommen sowieso alles in den Arsch geblasen. Ueber die Steuer kann man alle vier Jahre ein Fzg. fuer 16.000 Euro umsonst bekommen, man kann alles auf die Firma absetzen, usw. usf. Als Angestellter/Arbeiter ist man der Depp.
Das ist Ungerecht, ungeachtet der tollen BWL-Argumente.
keshkau schrieb:
Über eine Steuer auf Finanztransaktionen könnte man ja noch reden, wobei das erst einmal seltsam klingt. Das würde nämlich, wenn man es so pauschal fordert, darauf hinauslaufen, dass der Arbeitgeber dafür bezahlen muss, wenn er ein Gehalt überweist und dass am Geldautomaten eine Steuer fällig wird. Will man das?
Ich verstehe das als Steuer auf Spekulations und Boersengewinnen.
keshkau schrieb:
Dann kommt die Forderung nach einem Konjunkturpaket. Auch das ist kein Allheilmittel, sondern nur eine von mehreren Strömungen in den Wirtschaftswissenschaften, für die es durchaus ernst zu nehmende Alternativen gibt.
Ja, die Alternative waere weg mit dem Neoliberalismus.
D.h. im Umkehrschluss, dass jemand von seinem Verdienst leben kann, dann klappts auch wieder mit dem Binnenkonsum.
Aber solange man mit seinem Verdienst nur ueber die Runden kommen kann, sehe ich langfristig fuer den Binnenkonsum eh schwarz (Gut ich sehe eh alles schwarz).
keshkau schrieb:
Dann kommt ihre messerscharfe Analyse: „Denn letztlich ist die aktuelle Finanzkrise nichts anderes als das Resultat neoliberaler Umverteilung“. Die steht meiner Meinung nach auf wackeligen Füßen, was dann natürlich auch für ihre Schlussfolgerung gilt.
Warum?
Keshkau: Noch was OT.
Sag mal, ist dein Name eine anspielung auf 'CashCow'?
mfg