Bankenkrise, ein Lehrstück des Kapitalismus ?!

:eek:
Banken gerettet, Staat pleite
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Wir fahren jetzt nicht mehr mit Vollgas auf eine Wand zu, sondern auf einen Abgrund.
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Die Belgier hatten recht auf dem Europagipfel: Die nationalen Rettungspläne werden nicht funktionieren. Anstatt alle zusammen etwas über 1800 Mrd. Euro auszugeben, wie die Financial Times akribisch nachgerechnet hat, wäre ein gesamteuropäisches Rettungspaket gleichzeitig billiger und effektiver. Selbst die USA, die schließlich noch ein größeres Problem haben als wir, geben weniger als die Hälfte aus. Das ist ein sehr hoher Preis für die Bewahrung politischer Machtinteressen.

Unsere Regierenden haben Angst, dass sie die Kontrolle über das Bankensystem verlieren, durch das sie eine Menge Macht ausüben. Für die Bewahrung dieser Interessen sind sie bereit, ein Vabanquespiel mit der staatlichen Solvenz und der Zukunft der gesamten Währungsunion zu wagen.

Die Gefahr würde akut, wenn der globale Bondmarkt crasht, womit ich fest rechne. Der Auslöser dafür wird ein von der US-Notenbank tolerierter Anstieg der US-Inflation nach Ende der Rezession sein. Selbst wenn wir Europäer da nicht mitmachen, würde der globale Bondmarkt von allein einbrechen. In diesem Fall würden wir teure Rettungsaktionen wie die von dieser Woche anders beurteilen. Dann hätten wir mit großem Erfolg ein privates Kreditproblem in ein globales Solvenzproblem transformiert. Wir wären dann an diesem Wochenende an einer Katastrophe vorbeigeschlittert, indem wir uns einer anderen Katastrophe genähert haben
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Banken-gerettet-Staat-pleite/426196.html?p=1
 
Unsere Regierenden haben Angst, dass sie die Kontrolle über das Bankensystem verlieren, durch das sie eine Menge Macht ausüben.
Das will ich erst einmal aufgezeigt bekommen, wie diese Kontrolle aussieht und wie die Macht der Regierenden aussieht, die angeblich über die Banken (oder auf die Banken?) ausgeübt wird.
 
Die gescheitesten Worte zu dem Thema seit langem:

In gewisser Hinsicht kommen die aktuellen Rettungspakete einer zweiten Enteignung gleich: Die erste Enteignung fand statt, als mit billigen Krediten reihenweise Unternehmen aufgekauft und öffentliches Eigentum privatisiert wurde. Jetzt, wo die Kreditblase geplatzt ist, sollen die Kosten für die beispiellose Fusions- und Privatisierungswelle nachträglich der öffentlichen Hand aufgedrückt werden.

Die zentrale Auseinandersetzung wird sich jetzt darum drehen, auf wen die Kosten der Finanzkrise abgewälzt werden. Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: Die Profiteure der Finanzmarktblase, die über Jahre hinweg hohe Gewinne eingestrichen haben, müssen bezahlen! Dringend nötig ist eine Millionärssteuer in Höhe von wenigstens zehn Prozent auf Vermögen sowie die Einführung von Steuern auf Finanztransaktionen. Um die Krise rasch zu überwinden und künftigen Finanzkrisen vorzubeugen, muß außerdem ein Konjunkturpaket geschnürt und die Massenkaufkraft gestärkt werden. Denn letztlich ist die aktuelle Finanzkrise nichts anderes als das Resultat neoliberaler Umverteilung: Durch die Senkung von Unternehmens-, Vermögens- und Spitzensteuersätzen sowie eine Politik des Lohn- und Sozialdumpings sind jene Rekordgewinne entstanden, die anschließend auf den Finanzmärkten auf der Suche nach immer höheren Renditen verspekuliert wurden. Dies bedeutet im Umkehrschluß, daß eine Umverteilung zugunsten der Beschäftigten, der Rentnerinnen und Rentner sowie der Arbeitslosen auch das beste Mittel ist, um künftigen Finanzkrisen vorzubeugen.


Von Sahra Wagenknecht
 
Die Frau redet meiner Meinung nach eine Menge Blech. Wenn öffentliches Eigentum privatisiert wird, dann wird dabei etwas verkauft. Das heißt: Geld der Privaten gegen Aktien, wie es beispielsweise bei der Telekom der Fall war. Wenn das als Enteignung bezeichnet wird, dann hat Frau Wagenknecht einen Begriff in den Mund genommen, den sie nicht verstanden hat.

Der Punkt mit der Millionärssteuer ist auch so ein Witz. Da pickt sie sich willkürlich eine Gruppe heraus, die bei ihrer Wählerschaft gut ankommt, ganz gleich, ob jemand individuell in die fraglichen Finanzgeschäfte verwickelt war oder nicht.

Über eine Steuer auf Finanztransaktionen könnte man ja noch reden, wobei das erst einmal seltsam klingt. Das würde nämlich, wenn man es so pauschal fordert, darauf hinauslaufen, dass der Arbeitgeber dafür bezahlen muss, wenn er ein Gehalt überweist und dass am Geldautomaten eine Steuer fällig wird. Will man das?

Dann kommt die Forderung nach einem Konjunkturpaket. Auch das ist kein Allheilmittel, sondern nur eine von mehreren Strömungen in den Wirtschaftswissenschaften, für die es durchaus ernst zu nehmende Alternativen gibt.

Dann kommt ihre messerscharfe Analyse: „Denn letztlich ist die aktuelle Finanzkrise nichts anderes als das Resultat neoliberaler Umverteilung“. Die steht meiner Meinung nach auf wackeligen Füßen, was dann natürlich auch für ihre Schlussfolgerung gilt.
 
Hätte ihr Parteichef sich wohl besser für die Aufsicht dieser Banken einsetzen müssen. Bei der Millionenpleite der KfW hat auch er anscheinend etwas gepennt.

Oder hat die PDS sich da den Bock zum Gärtner gemacht? Man weiß es nicht ...

Frau Wagenknecht zeigt wieder einmal warum sie als Sprecherin für Finanzthemen vollkommen ungeeignet ist.

Weder ist der Kauf von öffentlichen Einrichtungen eine Enteignung noch ist in irgendeiner Form logisch was sie da erzählt.

Wenn der Staat eine öffentliche Einrichtung verkauft hat und der Käufer dafür einen Kredit aufnehmen musste für den der Staat nun wieder einspringen muss, dann ist das ganze ein perfektes Nullsummen Spiel.

Wenn übrigens die Profiteure der "Blase" bezahlen sollen dann bitte ich jeden Kleinaktionär, jeden Sparer oder Besitzer von Lebensversicherungen, ... zur Kasse.
Denn alle haben sie von dieser Blase profitiert. Gleiches Recht für alle ... schließlich haben wir doch hier die Sprecherin der Partei für soziale Gerechtigkeit vor uns.
 
keshkau schrieb:
Dann kommt die Forderung nach einem Konjunkturpaket. Auch das ist kein Allheilmittel, sondern nur eine von mehreren Strömungen in den Wirtschaftswissenschaften, für die es durchaus ernst zu nehmende Alternativen gibt.

Warum? Etwa um den Kaufkraftrückgang aufgrund steigender Krankenversicherungsprämien ab 01.01.2009 zu vertuschen, weil man es auf die Finanzkrise schieben kann?

Ich z. B. muss ab Januar knapp über 60 € mehr latzen wegen dem Gesundheitsfond - das ist Geld was ich nicht im Media Markt oder in der Pizzeria ausgeben kann, und was damit nicht zum Binnenmarkt beiträgt.
 
@lucid dream
Banken gerettet, Staat pleite
ich habe schon vor Wochen geschrieben, dass das Ami-Land wg. aktueller Krise pleite gehen kann. Nun waren die Amerikaner schlau genug der Großteil der Risiken ins Ausland zu verlagern. Das erklärt auch warum unser Rettungspaket größer als amerikanisches ist und warum Lehman Br. fallen gelassen wurde.
Auf den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken rollt nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ein großer Schadensfall zu. Der Chef der deutschen Finanzaufsicht beziffert den gesamten Verlust für nicht-amerikanische Gläubiger auf 300 Mrd. $.
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/nachrichten/ftd/UB/425737.html

Ich habe nie gedacht, dass die EU-Politiker in der Krise sich so grenzdebil verhalten werden. Na ja liegt wahrscheinlich an der drittweltklassigen Ausbildung. :freak:


Selbst die USA, die schließlich noch ein größeres Problem haben als wir, geben weniger als die Hälfte aus.
ich lach mich tot. Wie war es noch zu Dollarzeiten "Dollar ist zwar unsere Währung, aber euer Problem".
 
Mhh wenn man das VErhalten Lafontaines und die Aussage von Frau Wagenknecht mal in einen zusammenhang bringt, dann ist das eigentlich feinste Realsatire. Das diese Demagogenpartei nachwievor noch ernstgenommen wird, ist erschreckend. Predigen Wasser und Brot und saufen mehr Wein als jeder König. Es ist schlicht eine Schande, dass Politiker in Aufsichtsräten sitzen, dort nie erscheinen und Bezüge kassieren. Das allein ist eine unverschämtheit. Dass das dann aber auch noch Personen von Parteien sind, die angeblich für soziale Gerechtigkeit stehen, setzt dem ganzen die Krone auf. Vorallem wenn dann solche dummdreisten Parolen gedroschen werden, die fern jeglicher Realität sind und mal wieder nur dazu dienen, den Pöbel (sorry, aber wer sowas blind glaubt ist in meinen Augen nichts anderes) anzustacheln. Wer das Verhalten und die Aussagen vieler Angehöriger der Linkspartei mal vergleicht wird feststellen, dass keiner mehr haben soll als andere, außer man gehört zur Partei. Das kommt mir verdammt bekannt vor...

Ach ja damits bissi beim Thema bleibt: Konnte Frau Wagenknecht eigentlich außer Feindbildern und Parolen auch wirkliche Lösungsansätze für die Krise anbieten?
 
Zitat NewUser

das ist Geld was ich nicht im Media Markt oder in der Pizzeria ausgeben kann, und was damit nicht zum Binnenmarkt beiträgt


Oh, der Einkauf bei Media Markt trägt eigentlich kaum zum Binnenmarkt bei.
Die Wertschöpfung bei der Produktion der ganzen Media Markt Produkte liegt überall (zumeist in billig Lohn Ländern) aber bestimmt nicht in Deutschland.

Im Gegenteil, du unterstützt den Lohndruck auf die innländischen Arbeitnehmer im unteren Lohnsegment.

zitat Walter08

bin mal gespannt, welche ges. Reglungen noch kommen

Ich hoffe das nicht zuviele Regelungen kommen, sondern das sich die Privaten mit den bestehenden Regeln auseinandersetzen.
Bei der Anmeldung meines Online Depots bei meiner Hausbank musste ich einen Vertrag unterschreiben, da steht groß und brit drauf, dass bei Aktiengeschäften ein Totalausfall möglich ist.
 
keshkau schrieb:
Die Frau redet meiner Meinung nach eine Menge Blech. Wenn öffentliches Eigentum privatisiert wird, dann wird dabei etwas verkauft. Das heißt: Geld der Privaten gegen Aktien, wie es beispielsweise bei der Telekom der Fall war. Wenn das als Enteignung bezeichnet wird, dann hat Frau Wagenknecht einen Begriff in den Mund genommen, den sie nicht verstanden hat.

Ich verstehe das so: Der Steuerzahler hat diese Unternehmen ueber Jahrzehnte mit Steuergeldern aufgebaut und finanziert. Dann werden diese Unternehmen privatisiert, bzw. im Verhaeltnis zu den Kosten die der Steuerzahler bisher getragen hat verschenkt.

Das ist in meinen Augen schon enteignung: Wir Steuerzahler haben das Unternehmen getragen, welches jetzt in privater Hand ist, und der gewinn nicht mehr an den Steuertopf zurueckfliesst.


keshkau schrieb:
Der Punkt mit der Millionärssteuer ist auch so ein Witz. Da pickt sie sich willkürlich eine Gruppe heraus, die bei ihrer Wählerschaft gut ankommt, ganz gleich, ob jemand individuell in die fraglichen Finanzgeschäfte verwickelt war oder nicht.

Wir sind uns doch einig das wir in einem Sozial (Umverteilungs-) Staat leben, oder?
Dann sind wir uns doch auch einig, dass diejenigen, die viel haben auch viel abzugeben haben, oder? Es ist doch unabhaengig davon, ob derjenige seine Kohle mit Spargelstechen, gesundem Unternehmertum oder sonsitgem verdient hat - Es geht darum, dass derjenige, der viel hat, auch viel abgeben kann und soll.
Im Moment ist es andersherum - Diejenigen die viel haben bekommen mehr oder weniger alles geschenkt (ja das ist Polemisch), und die die nichts haben, sind mit dem 'ueber-die-Runden-kommen' finanziell so ausgelastet, dass sie nicht wissen woher mit dem Geld.

Unternehmer bekommen sowieso alles in den Arsch geblasen. Ueber die Steuer kann man alle vier Jahre ein Fzg. fuer 16.000 Euro umsonst bekommen, man kann alles auf die Firma absetzen, usw. usf. Als Angestellter/Arbeiter ist man der Depp.

Das ist Ungerecht, ungeachtet der tollen BWL-Argumente.


keshkau schrieb:
Über eine Steuer auf Finanztransaktionen könnte man ja noch reden, wobei das erst einmal seltsam klingt. Das würde nämlich, wenn man es so pauschal fordert, darauf hinauslaufen, dass der Arbeitgeber dafür bezahlen muss, wenn er ein Gehalt überweist und dass am Geldautomaten eine Steuer fällig wird. Will man das?

Ich verstehe das als Steuer auf Spekulations und Boersengewinnen.


keshkau schrieb:
Dann kommt die Forderung nach einem Konjunkturpaket. Auch das ist kein Allheilmittel, sondern nur eine von mehreren Strömungen in den Wirtschaftswissenschaften, für die es durchaus ernst zu nehmende Alternativen gibt.

Ja, die Alternative waere weg mit dem Neoliberalismus.
D.h. im Umkehrschluss, dass jemand von seinem Verdienst leben kann, dann klappts auch wieder mit dem Binnenkonsum.
Aber solange man mit seinem Verdienst nur ueber die Runden kommen kann, sehe ich langfristig fuer den Binnenkonsum eh schwarz (Gut ich sehe eh alles schwarz).


keshkau schrieb:
Dann kommt ihre messerscharfe Analyse: „Denn letztlich ist die aktuelle Finanzkrise nichts anderes als das Resultat neoliberaler Umverteilung“. Die steht meiner Meinung nach auf wackeligen Füßen, was dann natürlich auch für ihre Schlussfolgerung gilt.

Warum?


Keshkau: Noch was OT.
Sag mal, ist dein Name eine anspielung auf 'CashCow'?



mfg
 
Mustis schrieb:
wirkliche Lösungsansätze für die Krise anbieten?
ich finde die Lösungsansätze von Schweden (BadBank für Derivate) oder von Warren Buffett, der die Derivate auch ausgelagert hat, gar nicht mal so schlecht.

ps: noch eine kleine Anmerkung zum "Vertrauensproblem" :rolleyes:. Wie will man das "Vertrauensproblem" lösen indem man Bilanzierungsregel so ändert, dass keiner mehr weiß, wer und wie tief in der Schaize sizt. :lol:
 
zitat weedster

Das ist Ungerecht, ungeachtet der tollen BWL-Argumente.

Hätten viele Private die tollen BWL Argumente beachtet, beim Abschluss eines Aktienpaketes, beim Fondssparen, beim Spekulieren an der Börse, dann wär das Gejammer heute nicht so groß.
BWL Kenntnisse hätten einigen Anlegern das böse Erwachen erspart.

Da lernt man beispielsweise, dass Bankberater Verkäfer sind und nix anderes.

Nochmal die Frage: Wer hat bisher Geld verloren?

Die Einlagen bei den seriösen deutschen Banken sind SICHER.

Bisher wurden von der Regierung hauptsächlich (HRE außer Acht) Ausfall Bürgschaften getätigt.
Sollten die dann fällig sein, dann werden sie genauso geleistet wie all die anderen Staatsausgaben; beispielsweise das ach so tolle Umlage Finanzierte Rentensystem:
-Jährlich 80 Milliarden Euro miese
 
DugDanger: Ich meinte damit eigentlich nicht Liesschen und Max Mueller, die wegen ihrer Bankberater n paar tausend Euro verloren haben, sondern das Sozialversicherungspflichtige, normale Arbeitervolk (auch Facharbeiter), das mit seinem Geld nicht, bzw. nur sehr schlecht ueber die Runden kommt.

Die Bankeinlagen sind sicher? Hier ist die Frage wie der Massstab 'sicher' gesehen wird. Hundert pro sicher ist gar nichts, ausser der Tod.
Wenn naemlich .de Pleite ist, ist gar nichts sicher.



mfg
 
^^ Keine Ahnung was du meinst, verstehe den 2. Absatz gar nicht.

Egal ob Arbeiter, Unternehmer, Normalo, Lieschen irgendwer.

Jeder profitiert von Kenntnissen über die Finanzmärkte.

Und ja, die Bankeinlagen bspw.bei Sparkassen und VR Banken sind sicher, da diese Banken untereinander Haften, unabhängig von Ausfallbgschaften seitens des Bundes.
 
Spätestens jetzt muss doch jedem klar sein, wohin die Reise geht. Der Mittelschicht von heute, soll der Unterschicht von morgen werden.

Merkel kündigte an, dass die Bundesregierung eine Expertengruppe einsetzen wolle, um Vorschläge für die neuen Regeln auf den Finanzmärkten zu erarbeiten. Vorsitzender solle Hans Tietmeyer werden. Das Parlament quittierte die Personalie Tietmeyer zum Teil mit Staunen und Gelächter. Wohl deshalb, weil der frühere Bundesbank-Präsident dem Aufsichtsrat des Dax-Konzerns Hypo Real Estate angehört.
http://www.welt.de/politik/article2578384/Aufseher-der-Hypo-Real-Estate-soll-Krise-managen.html

Beachtet man noch die Rotation im Vorstand der KfW, wo man Hohlköpfe der Politik durch die Hohlköpfe des "Groß"kapitals (oder wie die Amis sagen stupid german capital) getauscht hat, dann bleibt nur noch gute Nacht zu sagen.

Die Aufgabe der KfW besteht in der Realisierung von öffentlichen Aufträgen wie die Förderung von Mittelstand und Existenzgründern, die Gewährung von Investitionskrediten an kleine und mittlere Unternehmen sowie die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben und Wohnungsbau, die Finanzierung von Energiespartechniken und der kommunalen Infrastruktur. Weitere Betätigungsfelder sind Bildungskredite, Export- und Projektfinanzierung sowie der Bereich Entwicklungszusammenarbeit.

ps: ah ja was man unter Realwirtschaft versteht, ist nicht mehr das was man darunter 1929 verstanden hat. Wir sind heute zum Großteil eine reine Dienstleistungsgesellschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
DugDanger schrieb:
Egal ob Arbeiter, Unternehmer, Normalo, Lieschen irgendwer.

Jeder profitiert von Kenntnissen über die Finanzmärkte.


Mhm, OK. D.h. im Umkehrschluss also, wer sich nicht an den Finanzmaerkten (Boerse) beteiligt ist zu recht ein armer Hund?
Heisst das also jeder Mensch hat sich mit den Finanzmaerkten zu befassen damit er mit seinem Geld ueber die Runden kommt?

Wenn das so ist, dann ist das genau das was ich anprangere: Es kann nicht sein, dass ein normaler Mensch mit seinem Geld nicht ueber die Runden kommt.
Jetzt geht dann wahrscheinlich diese Diskussion wieder los so wie in einem der anderen Threads: Ja dann sollen die Leute doch was machen oder sich an den Finanzmaerkten beteiligen oder oder oder.

Nein - der Punkt ist, der normale Mensch moechte sich nicht mit den Finanzmaerkten befassen aber trotzdem ein wuerdiges Leben fuehren, was unter den o.g. Bedingungen nicht moeglich ist (Reallohnstagnation seit 10 Jahren). Das ist Neoliberalismus - Nimms den kleinen und gibs den grossen.
Und daraus resultiert der Binnenkonsum:
Viele Menschen haben wenig Geld = es werden nur essentielle Dinge zum Leben gekauft und der Binnenkonsum liegt brach.

Leuchtet das ein? Ist das verstaendlich?


DugDanger schrieb:
Und ja, die Bankeinlagen bspw.bei Sparkassen und VR Banken sind sicher, da diese Banken untereinander Haften, unabhängig von Ausfallbgschaften seitens des Bundes.

Ok.
Das heisst aber im Umkehrschluss: Wenn VR und Sparkasse gleichzeitig pleite sind ist Feierabend.



mfg
 
@onetimepassword

Der Mittelschicht von heute, soll der Unterschicht von morgen werden

Wo ist da jetzt die Begründung in deinem Post?

Ein Personalvorschlag leitet den untergang des Abendlandes ein?

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@ weedster

Die Leut tragen das Geld zur Zeit zu den Sparkassen und anderen seriösen dt. Banken und ziehen es von den direktbanken ab.
Diese Banken gehen gestärkt aus der Krise - von Bankrott keine rede - sicher kann mir Morgen trotzdem ein Amboss auf den Kopf fallen.

Nein - der Punkt ist, der normale Mensch moechte sich nicht mit den Finanzmaerkten befassen aber trotzdem ein wuerdiges Leben fuehren


Du weisst aber ganz genau was die Leute so möchten. keine Ahnung ob man darauf noch was erwiedern kann / soll.
Du kannst dein Geld unterm Kopfkissen bunkern, du kannst es einer Bank geben - dann würde ich mich darüber informieren was sie mit dem Geld machen. Wenn das zu viel ist - okay.
Wir haben natürlich ein Problem bei den Geringverdienern, die, deren Qualifikationen nicht hoch genug sind, um ausreichend Geld zu verdienen.
Die Gründe dafür sind aber ziemlich kompliziert, jedenfalls sind irgendewlche bösen Manager oder die Finanzkrise nicht daran Schuld, eher Lohndruck aus den Schwellenländern - der Aufschwung dort ist der Abschwung hier bei den Geringqualifizieten.
Darüber schon mal nachgdacht - iss halt nicht so schön einfach wie auf Politik und Obrigkeit zu schimpfen.

Nimms den kleinen und gibs den grossen

Also wie Robin Hood bloß anders herum -

Leuchtet das ein? Ist das verstaendlich?

mir leuchtet nix von dem ein was du hier postest - von daher.
 
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