Bankenkrise, ein Lehrstück des Kapitalismus ?!

Anders als der Privatmann, der bei der Bank für den Kredit eines anderen bürgt, ist der Staat aufgrund seiner Sonderstellung in der Lage, die Bedingungen für die Übernahme einer Bürgschaft zu diktieren. Die Banken können ihren Vorständen bezahlen, so viel sie wollen. Aber wenn sie die Bürgschaft in Anspruch nehmen möchten, dann geht das nur zu den Bedingungen, die der Staat vorgibt.

Angebot und Nachfrage: Der Staat bietet die Bürgschaft an, aber die Banken sind nicht gezwungen, sie nachzufragen.
 
Probleme lange bekannt

Die Finanzaufsicht BaFin hat Parlamentskreisen zufolge seit Monaten von Mängeln in der Risikosteuerung der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) und deren irischer Tochter Depfa gewusst. BaFin-Chef Jochen Sanio habe bei einer Expertenanhörung des Finanz- und Haushaltausschusses in Berlin gesagt, die Aufsichtsbehörde habe bei einer im Februar gestarteten Sonderprüfung unter anderem Risiken in der Liquiditätssteuerung der HRE festgestellt, sagte ein Teilnehmer der Sitzung.

Die BaFin habe dem Management den Abschlussbericht im Juli vorgestellt und es aufgefordert, die Prozesse entsprechend zu ändern. Am 7. August habe die BaFin das Bundesfinanzministerium darüber unterrichtet.

Die BaFin und die HRE bestätigten die Durchführung der Prüfung, wollten sich aber zu Inhalten und Ergebnissen nicht äußern. Im Ausschusskreisen hieß es, Sanio habe angegeben, die Bundesbank habe die Depfa in Irland geprüft und auch alle HRE-Töchter in Deutschland. Die HRE musste vom Bund und anderen Banken mit 50 Mrd. Euro gestützt werden, um einen Zusammenbruch zu vermeiden. Ihre irische Staatsfinanzierungstochter Depfa hatte sich mit Zinswetten verspekuliert und war in Liquiditätsnöte geraten
http://www.n-tv.de/1038244.html
 
keshkau schrieb:
[...]
Schau Dir z. B. die Beiträge von MrWeedster an (Beitrag 412: „Unternehmer bekommen sowieso alles in den Arsch geblasen.“). Das ist so armselig, dass ich darauf schon gar nicht mehr eingehe.


Omg. Tja, dann geh doch mal drauf ein - Ich kann da nur von meinem Bekanntenkreis sprechen. Wir haben da einen Unternehmer dabei der mir die ganzen Geschichten schon erzaehlt hat. Du wirst doch wohl nicht abstreiten das Unternehmer Geldmaessig uebermaessig bevorteilt werden, um es mal nicht-Polemisch auszudruecken. Das ist Fakt und du kannst es nicht widerlegen. Darum kommst du dann mit so Schwachsinns Aussagen raus und versuchst mal wieder mich zu diskreditieren.

Aber naja, BWLer halt die in ihrer Traumwelt leben und von der Realitaet nur aus Buechern gelesen haben :>



mfg
 
Weedster, wie soll man die Existenz des nicht existierenden beweisen? Erklär mir das mal. DU stellst eine Behauptung auf, ohne diese mit Fakten zu belegen (ne, ein Verwandter reicht da definitiv nicht, absolut nicht repräsentativ, mag ja sein, dass in Einzelfällen jemand bevorteilt wird, interessant ist aber die Masse) und wir sollen beweisen, dass dem nicht so ist?

Ich versuchs dir mal klar zu machen an nem Beispiel: Ich behaupte es gibt neongrüne Elephanten mit neonpinken Streifen. Solange du mir nicht beweisen kannst, dass sie nicht vorkommen, habe ich Recht.

Merkst du was? Das ist absolut unmöglich! Deine Art und Weise des diskutierens ist niveaulos. Denn statt du Argumente bringst, die deinen Standpunkt stützen, verlangst du von deinem Diskussionspartner, diese nicht vorhandenen Argumente zu widerlegen.

Ein Fakt spricht auf jeden Fall gegen deine Aussage: Wenn Unternehmer alles in den Arsch geblasen bekommen, wieso gibts dann relativ gesehen so wenige? Müsste ja dann ungemein reizvoll sein, sich selbstständig zu machen. Warum machen es so wenige? Warum gehen so viele Unternehmer pleite? Warum leben die meisten Selbstständigen nicht besser als ein Angestellter obwohl sie mehr Arbeiten? Den Unternehmer sind auch selbstständige Fleischer, Bäcker, Handwerker, usw. Wenn ich mir angucke, wie die Unternehmer leben, die mit ihrem eigenen Geld eine weltweit tätige Firma mit über 100 Angestellten aus dem Nichts aufgebaut haben und die Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaften, dann sehe ich keinenfalls, dass sie alles in den Arsch geblasen bekommen. Klar verdienen die einiges mehr als die Kassiererin im Supermarkt. Aber ist dir eigentlich klar, welche Risiken mit der Selbstständigkeit einhergehen? Vorallem in den Anfangszeiten? Du beweisst mal wieder, dass du wiedermal keinen blassen Schimmer hast und lediglich aus deinem winzigen kleinen privaten Umfeld heraus urteilst, dass in keinsterweise repräsentativ für die Allgemeinheit gesehen werden kann.

Sollen wir jetzt auch jegliche soziale Unterstützung fallen lassen, weil es mehr als genug Beispiele dafür gibt, dass diese ausgenutzt wird? Ne? Gut, warum verlangst du es dann von Unternehmern, nur weil dein komischer Bekannte es ausnutzt und es ihn bevorteilt? Hast du jemals ein System erlebt, das 100% nicht ausnutzbar aber dennoch fair und hilfreich war? Vorallem, wenn du der Meinung bist, dein Bekannter ist bevorteilt und das vll sogar auf nicht legale Weise, warum tust du dann nicht was dagegen? DAS wäre mal hilfreiches und nützliches Handeln.

PS: Mal wieder kaum in den Medien beachtet: Unternehmen, die trotz Krise keinerlei Probleme haben. beispielsweise AXA und ING. Haben beide bekannt gegeben, dass aufgrund des Aufbaus und Absicherung keinerlei Gefahren ausgehen, dass die Spareinlagen oder Altersvororgeprodukte gefährdet wären. Wie sie das geschafft haben? Indem sie "konservative" Strategien fahren und sich nicht von der Gier leiten lassen und die Spielchen mit den Produkten, die letzen Endes für die KRise verantwortlich waren, nicht mitgemacht haben. Hier wird die Krise sogar fast schon positiv gesehen, da der sich erholende MArkt auch für konservative Strategien erhöhte Renditen mit sich bringt.
 
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Mustis schrieb:
Weedster, wie soll man die Existenz des nicht existierenden beweisen? Erklär mir das mal. DU stellst eine Behauptung auf, ohne diese mit Fakten zu belegen (ne, ein Verwandter reicht da definitiv nicht, absolut nicht repräsentativ, mag ja sein, dass in Einzelfällen jemand bevorteilt wird, interessant ist aber die Masse) und wir sollen beweisen, dass dem nicht so ist?

Ich habe doch eine klare Aussage bzw. Bsp. gegeben:

Man kann alle vier Jahre ein Kfz fuer 16.000 Euro komplett von der Steuer absetzen.
D.h. man bekommt alle vier Jahre ein Kfz fuer 16.000 Euro geschenkt.
Was ist daran missverstaendlich?

Mustis schrieb:
Ein Fakt spricht auf jeden Fall gegen deine Aussage: Wenn Unternehmer alles in den Arsch geblasen bekommen, wieso gibts dann relativ gesehen so wenige? Müsste ja dann ungemein reizvoll sein, sich selbstständig zu machen. Warum machen es so wenige? Warum gehen so viele Unternehmer pleite? Warum leben die meisten Selbstständigen nicht besser als ein Angestellter obwohl sie mehr Arbeiten? Den Unternehmer sind auch selbstständige Fleischer, Bäcker, Handwerker, usw. Wenn ich mir angucke, wie die Unternehmer leben, die mit ihrem eigenen Geld eine weltweit tätige Firma mit über 100 Angestellten aus dem Nichts aufgebaut haben und die Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaften, dann sehe ich keinenfalls, dass sie alles in den Arsch geblasen bekommen. Klar verdienen die einiges mehr als die Kassiererin im Supermarkt. Aber ist dir eigentlich klar, welche Risiken mit der Selbstständigkeit einhergehen? Vorallem in den Anfangszeiten? Du beweisst mal wieder, dass du wiedermal keinen blassen Schimmer hast und lediglich aus deinem winzigen kleinen privaten Umfeld heraus urteilst, dass in keinsterweise repräsentativ für die Allgemeinheit gesehen werden kann.

Wie beurteilst du denn die Lage(n)? Mit infos aus den Manipulierten Medien?
Wenn ja bestaetigt das ja die Aussage wegen Realitaetsfremdheit.


Mustis schrieb:
Sollen wir jetzt auch jegliche soziale Unterstützung fallen lassen, weil es mehr als genug Beispiele dafür gibt, dass diese ausgenutzt wird? Ne? Gut, warum verlangst du es dann von Unternehmern, nur weil dein komischer Bekannte es ausnutzt und es ihn bevorteilt? Hast du jemals ein System erlebt, das 100% nicht ausnutzbar aber dennoch fair und hilfreich war? Vorallem, wenn du der Meinung bist, dein Bekannter ist bevorteilt und das vll sogar auf nicht legale Weise, warum tust du dann nicht was dagegen? DAS wäre mal hilfreiches und nützliches Handeln.

Was er ausnutzt sind ganz klar Vorteile fuer Unternehmer und Selbststaendige. Er nutzt die Steuergesetzgebung aus, und die ist ganz klar pro-Unternehmerisch ausgelegt.

Bsp2: Pendlerpauschale fuer den Arbeitnehmer abgeschafft - Unternehmer kann Treibstoffkosten voll von der Steuer absetzen.

Wegen Rechtlichem Vorgehen gegen meinen bekannten: Klar, ich zeige meinen Freund an, gehts noch?
Aber es geht hier nicht um ihn, sondern um die Tatsache dass Unternehmer im gegensatz zu Arbeitnehmern uebermaessig bevorteilt sind, bzw. diese viel mehr moeglichkeiten haben Werbungskosten von der Steuer absetzen zu koennen.

Und nein, ich habe kein perfektes System erlebt. Aber zumindest sehe ich hier die Probleme die ihr als Gottgegeben seht.



mfg
 
Warum hört ihr nicht mit sinnlosen Bashing auf? Jedes System ist nur so gut, wie die Menschen, die im System leben. Also warten wir in Ruhe bis die ersten Hedgefonds kippen, dann ist es Feierabend.
 
MrWeedster schrieb:
Ich habe doch eine klare Aussage bzw. Bsp. gegeben:
Man kann alle vier Jahre ein Kfz fuer 16.000 Euro komplett von der Steuer absetzen.
D.h. man bekommt alle vier Jahre ein Kfz fuer 16.000 Euro geschenkt.
Was ist daran missverstaendlich
Dies stimmt nur,
1) wenn Du mit dem Fahrzeug ausschließlich dienstliche Fahrten machst!
2) Du auch das Geld/(Kredit) hattest es zu kaufen !
3) Du Betriebseinnahmen in den nächsten 4 Jahren hast die > Jahres-AfA des Autos sind!

Nicht geschenkt bekommt man die privaten Fahrten mit dem Dienstauto, die müssen nämlich versteuert werden!
Wieso bekommt man ein Auto geschenkt, wenn man dafür die nächsten 4 Jahren zwingend Betriebseinnahmen sich erarbeiten muss? :evillol:
 
ThomasK_7 schrieb:
Wieso bekommt man ein Auto geschenkt, wenn man dafür die nächsten 4 Jahren zwingend Betriebseinnahmen sich erarbeiten muss? :evillol:

Ja, ja, das wird leider oft vergessen, dass man in der Regel, um eine Steuererstattung genießen zu dürfen, erstmal zu versteuernde Einnahmen erwirtschaften muss.

Das Wort "Steuergeschenk" ist auch so ein Unwort.

MFG
 
@Weedster
Zumal verstehe ich unter geschenk, dass ich 16.000 Euro wiederbekomme. Stimmt aber nicht. Ich muss diese 16.000 nur nicht versteuern. Ich bekomme ja keine 16.000 vom Staat zurück. somit ist absolut klar, was für ein blödsinn deine Schlußfolgerungen sind.

Ein beliebtes Mittel unserer Verschwörer ist ja, alles was ihre Thesen widerlegt, als manipuliert darzustellen. Und was macht unser lieber Herr Weedster wenn ihm (mal wieder) kein Argument einfällt? Genau, alle unabhängigen Statistiken, Umfragen und Erhebungen als manipuliert zu diskreditieren. Klar, alles manipuliert und alles überhaupt nicht wahrheitsgemäß, wir leben ja alle in einer MAtrix. Sorry, auf dieser Grundlage kann man nicht diskutieren, da dann sowieso nur der eigene winzige Wahrnehmungskegel als gültig erscheint und keiner der Diskutanten damit die selbe Diskussiongrundlage hat.

Und ja, ich fordere dich ganz klar auf, deinen Freund anzuzeigen, wenn er etwas illegales tut. Denn nur so funktioniert eine Gesellschaft. Du machst dich im übrigen selber strafbar, wenn du wissentlich die Straftaten deines Freundes hinnimst und nicht zur anzeige bringst. Sowas darfst du lediglich gegenüber VErwandten 1. Grades. Und ja es geht auch um ihn. Wie gesagt, ein System, dass denen hilft die es brauchen und nicht ausnutzbar ist, ist eine Utopie und wird nie realität werden. Daher muss man gegen die, die das System ausnutzen vorgehen. den ob du es nun selber machst oder andere einfach gewähren lässt, ist wurscht es kommt aufs selbe raus, der Schaden ist da und wie man sieht entstehen dadurch Schäden, die ganze Systeme gefährden können.

Sorry weedster, du bist son typischer linker Systemkritiker. im eigenen Umfeld alles machen und erdulden, was das system schädigt und was einen persönlich bevorteilt und das System dann dafür kritisieren, dass es unfair ist. Sowas nennt sich Doppelmoral und ist der Tod jeder GEsellschaft.
 
Mustis schrieb:
Sorry weedster, du bist son typischer linker Systemkritiker. im eigenen Umfeld alles machen und erdulden, was das system schädigt und was einen persönlich bevorteilt und das System dann dafür kritisieren, dass es unfair ist.

OneTimePassword schrieb:
Jedes System ist nur so gut, wie die Menschen, die im System leben.

Mustis schrieb:
Sowas nennt sich Doppelmoral und ist der Tod jeder GEsellschaft.
Richtig, die Gesellschaft ist auch tot. :lol:
 
Eure Haarspalterei und Spitzfindigkeit ist sowas von zum Kotzen, v.a. @ ThomasK_7 und e-ding.
Wenn ihr die eigentliche Kritik nicht erkennt und darauf eingeht, sondern euch nur mit irgendwelchem Schwachsinn der nichtig ist und nichts zu sagen hat profilieren wollt, geht doch einfach woanders hin und labert da euren Stuss.

Mustis:
Ka was stimmt. Kollege meinte er bekomme 16.000 komplett von der Steuer abgesetzt, so hat er es mir jedenfalls erklaert. Ich dachte am Anfang eigentlich auch dass die 16.000 nur nicht versteuert werden. Was weiss ich, ist auch nur Bullshit Haarspalterei. Kurz und Knapp gesagt: Ein Unternehmer kann die Kosten absetzen, ich als Arbeitnehmer nicht, und das ist der Punkt, und nicht diese Details. Denn ihr haengt euch wieder an Bullshit Details auf die mit dem eigentlichen Kritikpunkt garnichts zu tun haben - Haarspalterei halt.

Und ja, es ist alles Manipuliert, was denkst du wo der Spruch herkommt: "Traue keiner Statistik die du nicht gefaelscht hast".

Was weiss ich ob der was illegales tut oder nicht, bin ich Steuerberater oder was? Damit egalisiert sich auch dein letzter Absatz.
 
@ Weedster

Das is keine Haarspalterei, dass ist ein enormer Unterschied. Warum diese Absetzung von der Steuer sinnvoll ist und keine wirklich bevorteilung, hab ich ehrlich gesagt keine Lust dir zu erklären, da sehr umfangreich und vermutlich ohne fruchtbare Folgen, weil du vermutlich es wieder nur runtermachen wirst ohne es zu verstehen. Jedenfalls bekommt dein Bekannter ganz sicher nicht die 16.000 Eur wieder. Wenn er das wirklich glaubt, ist er völlig auf dem Holzweg oder du hast ihn falsch verstanden. Ohne völlig illegale Wege ist das nicht möglich.

Dein zitierter Spruch ist in einem völlig anderen Zusammenhang entstanden und bdeutet lediglich, dass Statistiken leicht manipulierbar sind, wenn man nicht die gesamte Erhebung kennt und welche VErfahren gewählt wurden, sondern lediglich die eigentlich Statistik vor sich hat. Das zudem der Spruch ironisch gemeint war und deswegen nicht 100% ernst genommen werden kann, ist ein weiterer Punkt, weswegen der Satz, so wie du ihn gerne verwenden würdest, schlicht falsch ist.

Zumal er auch noch falsch zitiert ist. Korrektweise heisst es: " Traue keiner Statistik, die du nicht SELBST gefälscht hast." Ein enorm wichtiges Wort was du da weggelassen hast, ist es doch DAS INDIZ! dafür, dass man eben wissen muss, wie diese Statistik erhoben wurde um sie richtig zu interpretieren. Wenn ich das nämlich selbst! mache, dann weiss ich genau das! Deswegen ist Haarspalterei des öfteren auch so verdammt wichtig, weil erst durch solche Einzelheiten die Gesamtheit korrekt wiedergeben wird.

Du hast geschrieben, dass du es weisst. Dann bist du verpflichtet, etwas dagegen zu tun. Wenigstens deinen Freund davon in Kenntnis setzen, dass er etwas verbotenes tut und ihn auffordern dies zu lassen. Das nennt sich Bürgerpflicht. Wenn du es dagegen nicht weisst, bist du natürlich auch zu nichts verpflichtet. Das ging aus deinem geschriebenen so aber nicht hervor.
 
Lobbyisten haben das Steinbrück-Konzept kastriert
Frankfurt Rundschau vom 23.04.2007, S. 7.

Unternehmensgewinne sollen künftig mit gut 25 Prozent besteuert werden, private Kapitalerträge mit maximal 25 Prozent. Nur die Löhne werden weiterhin mit bis zu 42 Prozent besteuert. Und die Steuerlöcher von jährlich über zehn Milliarden Euro werden durch die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer gestopft.


Aber warum sollte ein Unternehmen, das derzeit ganz legal in Deutschland erwirtschaftete Erträge in Irland mit 12,5Prozent versteuert, bei einer Senkung des deutschen Steuersatzes diese Erträge plötzlich in Deutschland versteuern?

Einbehaltene Unternehmensgewinne werden zukünftig mit gut 25 Prozent besteuert, private Kapitalerträge mit maximal 25 Prozent.
- Nur noch Löhne werden dann mit bis zu 42 Prozent besteuert, die höhere Mehrwertsteuer finanziert die resultierenden massiven Steuerausfälle.
Damit ist die weitere Entwicklung vorgezeichnet: Auch für die Arbeitnehmer werden im nächsten Schritt die Spitzensteuersätze gesenkt, die daraus resultierenden Steuerausfälle wird man wieder durch Erhöhung der indirekten Steuern und durch massive Kürzungen bei Arbeitslosen und Rentnern gegenfinanzieren
 
Zuletzt bearbeitet:
Versteuert wird jeweils nur der „Gewinn.“ Bei einem Arbeitnehmer errechnet sich das vorrangig durch seinen Lohn abzüglich seiner Werbungskosten. Bei einem Selbstständigen ist der Gewinn – sehr stark vereinfacht – der Einnahmen-Überschuss. Das sind die Einnahmen abzüglich der betrieblichen Kosten, die zur Erzielung der Einnahmen aufgewendet werden mussten: Miete, Personalkosten, Firmenwagen. Diese Kosten mindern den Gewinn, der zu versteuern ist, so wie die Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen eines Arbeitnehmers senken.

Wer daraus ein „Geschenk“ macht, hat von Tuten und Blasen keine Ahnung. Und weil sich das so gut belegen lässt (Einkommensteuergesetz, Abschreibung, Buchführung), wird nicht einmal ein Moderator eingreifen und mir diese Wertung verübeln.


@OneTimePassword
Die Unternehmensgewinne werden nur dann geringer besteuert, wenn sie im Unternehmen bleiben, also bestenfalls reinvestiert werden. Sobald der Gewinn an Privatpersonen ausgeschüttet wird (Aktionäre, Gesellschafter), greift der normale Einkommensteuersatz mit bis zu 42 Prozent plus Reichensteuer ab 250.000 Euro. - Hier ist der Gewinn des Unternehmens vom Gewinn des Unternehmers zu unterscheiden, der diesen Gewinn entnimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig @keshkau, und es gibt viele Möglichkeiten sich von der Versteuerung zu drücken. Angefangen von Null-Gewinnspiel bis zur Versteuerung im Ausland. Und ich meine, es gab noch eine Möglichkeit für AGs, die erst die Hedgefonds rausgefunden haben (leider kann ich die Quelle nicht mehr finden).
 
90 % der Mittlständler können ihren Firmensitz nicht mal shnell ins Ausland verlegen, von Hedgefonds lassen die auch die Finger. (wobei es auch viele "Hedgefonds" gibt, die marode dt. Unternehmen saniert haben, Arbeitsplätze ud Wertschöpfung schaffen -- in Deutschland).
Aber erst mal schön alle über einen Kamm scheren.
 
Wegen dem Spruch: Sorry, hab das SELBST vergessen, aber genau das zeigt die Haarspalterei. Im Endeffekt weisst du doch wie ich den meine und wie der gemeint ist.
Die Sache mit den Erhebungen ist doch das andere intransparente was der normalbuerger doch niemals ueberblicken kann und wahrscheinlich soll.


@CashCow: Ja ich sehe schon, da gibt es viele viele Konstrukte wo Unternehmer ihre Gewinne verstecken und ohne Ende Steuern rausholen koennen.
Zum letzten Absatz nach dem Edit: Das Unternehmen kann dann mit den tollen Steuerlichen Tricks wieder bescheissen ohne Ende. Klar, das kommt ja NIEEE vor und niemand wuerde das machen und bla, aber die Realitaet sieht mal wieder, wie meistens bei den theoretischen BWL/VWL Konstrukten, ganz anders aus.

Um nochmal auf den Punkt zu kommen: Das alles ist ungerecht - Der Arbeitnehmer ist der dumme, der Unternehmer immer der Gewinner und v.a. von der Politik bevorzugt behandelt. Das Kritisiere ich, da muss eine besserung her. Siehe die Geschichte mit der Besteuerung die OTP gezeigt hat.

Neoliberaler Diarrhoe halt.



mfg
 
MrWeedster schrieb:
Eure Haarspalterei und Spitzfindigkeit ist sowas von zum Kotzen, v.a. @ ThomasK_7 und e-ding.
Wenn ihr die eigentliche Kritik nicht erkennt und darauf eingeht, sondern euch nur mit irgendwelchem Schwachsinn der nichtig ist und nichts zu sagen hat profilieren wollt, geht doch einfach woanders hin und labert da euren Stuss.

Soo lieber MrWeedster, jetzt sei mal nicht so aufgeregt und ändere Deinen Ton ein wenig. Wenn Du nicht in der Lage bist Deine "eigentliche Kritik" so zu formulieren, dass sie schlüssig und logisch ist, dann beschwere Dich nicht, wenn man Dich darauf hinweisst.

Der "nicht richtige Schwachsinn" steht übrigens auch hier:

http://www.buzer.de/gesetz/4499/

MFG
 
Das selbst ist wie erläutert aber enorm wichtig und daher keine Haarspalterei. Und bei unabhängigen Statistiken und auch bei staatlichen kann man in der Regel auch als normal Bürger die Erhebungen nachvollziehen und prüfen, wenn man denn will.... aber hier hapert es ja bei unseren tollen Systemkritikern ja allzu oft. Es ist ja viel einfacher das ganze als manipuliert zu diskreditieren und abzulehnen.

Zu Rest: Nein, es ist nicht ungerecht. wenn es so toll wäre, wären wir alle Unternehmer und es würde kaum einer pleite gehen. Es kristalisiert sich immer mehr heraus, dass du keine Ahnung hast und auch nicht bereit bist dich weiter in dem BEreich zu bilden oder überhaupt dein "Wissen" zu überdenken.
 
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