Be Quiet Dark Power Pro P9 750W macht seltsame Geräusche

L.B.

Ensign
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Hallo Community,

seit gut einem Monat nutze ich das Be Quiet Dark power Pro P9 750W und seit gestern gibt das Netzteil ein Geräusch von sich, das man beschreiben könnte wie ein kleines Fluginsekt. Es ist allerdings kein Insekt, da das Geräusch nur im Betrieb auftritt. Es ist nicht sonderlich laut und nur hörbar, wenn man genau hinhört. Außerdem ist es nicht durchgängig zu hören, sondern die Lautstärke steigt ab und zu langsam an und sinkt dann wieder langsam, bis es ganz auffhört. Nach zwei bis drei Stunden wird das Geräusch ziemlich laut, sodass man es deutlich hören kann, hört aber auch irgendwann wieder auf.
Ich persönlich tippe darauf, dass eine Spule oder eventuell auch der Transformator oder Überträger diese Geräusche verursachen. Könnte das Problem unter Umständen auch mit einem Gewitter zusammenhängen, was kurz vor dem Zeitpunkt war, als das Geräusch zum ersten Mal aufgetreten ist? (unsaubere Netzspannung?)

Dass das Netzteil zu wenig Leistung hat, würde ich nicht sagen, da ich nur eine GTS 450 und einen AMD Phenom II X4 965 ohne starkes Overclocking betreibe. Die Leistungsaufnahme des restlichen Systems ist nicht nenneswert.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das Problem keine Auswirkungen auf das System hat oder ob es schädlich ist. Zumindest läuft alles nach wie vor stabil und es gibt keine Abstürtze. Auch die Spannungen liegen laut Everest im grünen Bereich.

Was sagt ihr dazu?


L.B.
 
würde eher sagen über- als unterdimensioniertes Netzteil, ich benutze z. Zt. ein 280W Netzteil das einen i7-2600k und sämtliche Komponenten versorgt, du dürfets auch in der Spanne liegen.

zum technischen kann ich dir nicht helfen.

lg,
 
Schon mal geschaut, ob irgend ein Fremdkörper (Kabel, ...) Kontakt zum Lüfterrad hat?
Auszuschließen ist es nicht, daß Überspannung bei einem Gewitter das Netzteil beschädigt hat.
Bei diesen Netzteilen ist es allerdings auch eine häufige Schadensursache, daß sich der User nicht an die Bedienungsanleitung hält und den OC Key bei eingeschaltetem Netzteil (unabhängig davon, ob der Rechner läuft) betätigt.
Die 750W Variante reicht für deine Hardware mehr als locker, selbst in meinem Rechner ist sie eher unterfordert, bleibt dafür aber auch unter Vollast unhörbar, was für mich der Hauptgrund für die Kaufentscheidung war.
 
Danke schonmal für eure Antworten.

Ein Kabel kann nicht mit dem Lüfter in Kontakt gekommen sein, weil vor dem Netzteil keine Kabel liegen (eigene Gehäusekonstruktion). Das Geräsuch hört sich auch anders an als ein Kabel im Lüfter. Die Anleitung habe ich sogar gelesen. :D Vom Overclocking Key habe ich aber keinen Gebrauch gemacht.
Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass die Lautstärke des Geräuschs (wenn es da ist) abhängig von der Aktivität des Systems ist. Wenn man zum Beispiel ein Programm öffnet oder mit der Maus klickt, wird es lauter. Wenn man den Rechner stärker auslastet (z.B.) mit SuperPi, hat das allerdings keine Auswirkungen mehr auf das Geräusch.
Alles in allem ein sehr seltsames Problem. :(
 
Es klingt ganz nach den mittlerweile leider typischen (lastabhängigen) Transformator- und Spulenresonanzen. Eine Gefahr für das Netzteil oder das System selbst ist dadurch nicht gegeben.
 
Mechanische Schwingungen von diesen Bauteilen könnten wirklich die Ursache sein, zumindest würde das Geräusch dazu passen.
Mittlerweile bin ich von BeQuiet nicht mehr wirklich überzeugt. Der Service ist zwar sehr gut, aber die Produktqualität lässt doch zu wünschen übrig. Vorher hatte ich das P7, was nach ziemlich genau eineinhalb Jahren Betrieb abgeraucht ist und das jetzige P9er ist auch erst einen Monat alt. :(

Aber solange das Problem keine weiteren Auswirkungen auf den Betrieb hat, kann man damit leben. Wichtig ist nur, dass es nicht wieder komplett kaputt geht und womöglich noch meine andere Hardware zerstört.
 
Ich habe mir das P9 vor dem Einbau nicht so genau angeschaut, bekommst Du es auf, ohne ein Garantiesiegel zu brechen? Wenn ja, ist es ein probates Mittel, hochfrequent vibrierende Spulen, die gern solche Geräusche verursachen, mit Bienenwachs ruhig zu stellen. In meinem früheren Job haben wir das in Funkgeräten, die wir zur Instandsetzung hatten, und auch in deren Transvertern, sehr wirkungsvoll praktiziert, die Drosselspulen einer Grafikkarte habe ich auch schon mal so ruhig gestellt.
Einfach den Wachs mit einer heißen Lötkolbenspitze schmelzen und so auf die Spulen, die das Geräusch erzeugen, tropfen, daß der meist vorhandene Ferritkern nicht mehr schwingen kann. Dadurch, daß Bienenwachs relativ zäh bleibt, unterbindet er die Schwingungen sehr wirkungsvoll. Meist reicht schon ein Tropfen Wachs auf der Oberseite des Kerns, der Wachs muß nur Kern und Gehäuse verbinden.
Erhältlich sollte Bienenwachs für die technische Verwendung eigentlich in gut sortierten Geschäften für Elektronische Bauteile oder Modellbau sein.
 
@ frankpr:

Meinst du wirklich, dass Bienenwachs, das etwa den Schmelzpunkt bei 62—64 °C erreicht, für heiße Umgebungen wie die in Netzteilen geeignet ist? Nicht, dass die ganze Pampe wegen den durchaus heißlaufenden Spulen durchs Netzteil tropft ... ;)

Im Übrigen sind Transformatoren, die meistens hauptsächlich für derartige elektrischen Resonanzen verantwortlich sind, sehr schwer stillzukriegen, da man nun einmal nicht an die inneren Kammern herankommt.
 
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Danke für deinen Tipp frankpr. Ich könnte das Netzteil noch umtauschen, da ich noch Grantie habe. Deshalb würde es wenig Sinn machen, es jetzt zu öfnnen und auf gut Glück Bauteile zu vergießen. Das Problem ist nur, dass es relativ kniffelig ist, mein Gehäuse zu öffnen (Eigenbau). Außerdem bin ich erst letztens richtig übel an einem Ladekondenstor für den Blitz in einer Digitalkamera kleben geblieben, ich habe keine Lust das Expreiment am primären Stützkondenstaor in meinem NT zu wiederholen. :D

Allerdings vermute ich doch recht stark, das mein Problem in direktem Zusammenhang mit dem Gewitter vorgestern steht. Denn der Rechner meines Onkels beispielsweise arbeitete seit dem Gewitter überhaupt nicht mehr.

Haltet ihr es für sinnvoll, das Netzteil zu reklamieren?
 
Ja, das sollte auch in Netzteilen funktionieren. Auf den Transvertern der Funkgeräte hätte man im Betrieb Eier braten können, so heiß waren die. Und da ist der Wachs auch nicht weggelaufen. Der war schließlich für technische Zwecke gedacht und hatte vermutlich noch Zusätze, die den Schmelzpunkt angehoben haben, ihn aber zäh bleiben ließen. Bienenwachskerzen werden ja auch nicht mal übermäßg weich, wenn sie in der prallen Sonne stehen.
Klar würde ich einen Umtausch des Netzteils vorziehen. Selbst wenn der Überspannungsschaden erkannt wird und es eventuell deshalb keine Gewährleistung gibt, hast du dann wenigstens Gewißheit, daß es wirklich defekt ist und bei weiterem Betrieb Deine Hardware hätte beschädigen können.
Hast Du keinen Überspannungsschutz vor dem Netzteil? Wenn ja, welcher Hersteller? Einige von denen, z.B. APC und Brennstuhl, leisten ja Schadenersatz, wenn ein gerät, daß durch ihre Produkte geschützt ist, durch eine Überspannung beschädigt wird.
 
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Eine OVP habe ich nicht vorgeschaltet. Allerdings war das Gewitter relativ weit entfernt. Es kann natürlich sein, dass die Netztspannung während des Gewitters sehr unsauber war.

Mein letztes NT hat Be Quiet auch anstandslos ausgetauscht und da hatte ich sogar ein Loch in das Gehäuse gebohrt. ;) (Das gefällt mir übrigens an Be Quiet, der Service)

P.S. Der Rechner läuft übrigens seit 19:30 und bis jetzt ist das Geräusch nicht mehr wirklich zu hören gewesen. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Unter Umständen ist die ganze Sache auch nur temporär.
Ergänzung ()

Falls es jemanden interessiert, das Netzteil hat gestern abend nach exakt einem Monat Betrieb den Geist aufgegeben. :(
 
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