Behandlung von Aneurismen

Holodan

Commodore
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März 2004
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Meine Mutter weiß seit 1992 von ihrer Erkrankung an Aneurismen. Aneurismen sind Blutsäcke, die durch das "Ausleihern" an bestimmten Stellen der Aterien, entstehen und irgendwann platzen. Das bedeutet ein Verbluten von innen.

Wie ihr euch denken könnt, habe ich jeden Morgen Angst, dass meine Mutter nichtmehr aufgewacht ist, da sie nicht weiß, wo und wie viele Aneurismen sie im Moment hat. Sie hat sich 1998 zuletzt operieren lassen und hat Narben am Bauch und an den Beinen. Aufgrund der unerträglichen Schmerzen und der langen Arbeitsunfähigkeit lässt sie sich nichtmehr untersuchen geschweige denn geht sie ins Krankenhaus.

Um die befallenen Aterien auszuwechseln müssen welche aus den Beinen genommen werden und dort werden danach künstliche eingesetzt.

Nun meine Frage: Gibt es hier zufällig jemanden, der selber von dieser Krankheit betroffen ist, oder einen Fall im Bekannten/Familien/Freundschafts-bereich hat? Welche Behandlungsmethoden gibt es heutzutage?

Ich habe vom Coiling gehört, da sollen Platin-Faden-Knäule in den Aneurismen gebracht werden, die das Wachstum, bzw. das Platzen von ihnen stoppen.

Hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Bei Google.de selber habe ich nicht wirklich viel gefunden. :(
 
ich empfehle dringend deiner mutter ins gewissen zu reden damit sie wieder zum arzt geht bzw sich untersuchen läßt, und wenn das nicht hilft dann zur not einen psychologen hinzuziehen der dir evtl mitteilen kann wie du mit der situation am besten umgehen solltest.
 
Ich rede ihr ja schon immer ins Gewissen. Sie meint, dass sie das bald in Angriff nimmt. Genau deshalb suche ich nach alternativen Behandlungsmethoden, weil meine Mutter sich nie wieder so operieren lässt, wie damals. Meine Mutter hat vor Schmerzen 4 Tage lang nicht geschlafen. :heul:
 
was sagen die verwandten? oder wissen die alle nichts davon? was sagen ihre eltern?
 
Von der Krankheit weiß niemand, das soll auch so bleiben, sagt meine Mutter. Sie hat im Moment viel Streß, da ihr Vater, also mein Opa auchnoch Zungenkrebs hat. :heul: Kommt alles zum besten Zeitpunkt :(
 
puh, ich glaube in dem fall kann man keine in dem sinne richtigen tipps geben. alles steht und fällt mit der einstellung deiner mutter.
einen positiven aspekt hat die ganze situation wenigstens. und zwar dass du mit sicherheit durch die zurückliegende und die noch kommende zeit sehr an reife dazugewonnen hast und dazugewinnen wirst. eventuell wird dir dies in nächster zukunft ein wegweiser sein damit du deine entscheidungen und verhaltensweisen der situation anpassen kannst und das richtige tun wirst. :)
 
th3o schrieb:
einen positiven aspekt hat die ganze situation wenigstens. und zwar dass du mit sicherheit durch die zurückliegende und die noch kommende zeit sehr an reife dazugewonnen hast und dazugewinnen wirst. eventuell wird dir dies in nächster zukunft ein wegweiser sein damit du deine entscheidungen und verhaltensweisen der situation anpassen kannst und das richtige tun wirst. :)

Naja, ich habe nur Angst, dass falls meiner Mutter was zustößt ich nicht weiß, was ich mit meinem kleinen Bruder machen soll, der eh schon am Rad dreht (denke, das liegt an der Scheidung meiner Eltern). :(

Werde meine Mutter morgen nun schon zum x-ten mal ansprechen und sie zur Not zum Arzt schleppen. :grr: :heul:
 
Das ist schon alles ziemlich heftig, wenn man das als Außenstehender so liest....

Auf jeden Fall sollte sich deine Mutti so schnell wie möglich wieder in Behandlung begeben, denn die Ausmaße für sie und das Umfeld sind absolut nicht absehbar. Ich habe schon wie oft Leute ins Krankenhaus gefahren (eher sie dahin gerast), welches bei uns im Ländlichen in der Lage ist, sowas zu operieren, die Wenigsten haben das überlebt, weil sie meist vorher innerlich verblutet sind. Meist hat das Schicksal eine günsitge Stunde ausgesucht, dass diese Leute überlebt haben, weil etwas mehr als eine halbe Stunde Anfahrt ist schon sehr viel. Daher ist es wirklich unabdinglich, dass deine Mutter zu sämtlichen Kontrolluntersuchungen geht, sei es nur um Deinetwillen oder um deines Bruders Willen.

Kann deine Sorge absolut nachvollziehen, ich habe selber einen Verwandten, der sich allerdings wenig darum schert, dass seine derzeitige stabile Lage von langer Dauer ist. Die Operation ist leider nicht alles, ein dementsprechendes Leben mit richtiger Ernährung und Verhaltensweise tut meist sein Übriges dazu bei, dass die Heislungschancen positiv sind. Es scheint jedoch schwierig zu sein, sich danach zu halten...
 
Was die ganze Sache noch erschwert ist, dass die Ärzte bei der OP '92 etwas am Bauch beschädigt haben, das meine Mutter dazu bringt, nach jeder Mahlzeit nach ca. 1 std. auf Toilette zu müssen. D.h. meine Mutter wiegt 42kg bei 1,55m Körpergröße. Sie hat die seltenste Blutgruppe und darf, wegen ihres Gewichtes selber auch kein Blut spenden (sie hat eh Kreislaufprobleme).

Noch eine Frage: Ein Grund, warum meine Mutter nicht ins Krankenhaus will ist, dass sie sich nach 17 Jahren endlich den Traum einer eigenen Wohnung erfüllt hat. Diese hat sehr viel gekostet, ich wohne mit meinem Bruder 2 Etagen darüber in einer Wohnung (die Wohnungen kosten nur 250€ pro Monat, bei 67m²).

Sie will dies alles auf keinen Fall aufgeben. Wenn sie ins Krankenhaus geht, muss sie lange dort bleiben und ist 6 Monate Arbeitsunfähig. Sie bekäme nicht genug Krankengeld um beide Wohnungen zu bezahlen. Auch Verwandte und Bekannte könnten finanziell nicht viel helfen.

Gibt es private oder staatliche Vereine, die Leute wie meine Mutter finanziell unterstützen? Meiner Mutter fehlen nur die 25% ihres Gehaltes, die sich wegen dem Krankengeld einbüßen müsste.
 
Mmh... Die meisten Krankenversicherungen bieten doch solche Zusatzversicherungen an, die den entstandenen Lohnausfall übernehmen bzw. die Differenz zwischen Krankengeld und normalem Lohn.

Mir ist sonst in dieser Hinsicht nichts bekannt, ob es sowas gibt...:(
 
Aber könnte meine Mutter die jetzt abschließen und in einem Monat ins Krankenhaus gehen? Würde die Versicherung dann direkt voll bezahlen? Ich denke doch eher nicht, oder? :(
 
also das glaube ich eher nicht. deine mutter wird denen ja ihre vorgeschichte erzählen müssen und dann ist der krankenkasse ja klar, dass sie auf jeden fall über einen längeren zeitraum zahlen muss und das direkt nach vertragsabschluss. das wird dann entweder sehr teuer, oder die machen das gar nicht.
 
Genau das dachte ich mir :heul:

Gibt es denn sonst garkeine Möglichkeiten?
 
Das ist wirklich üben und man fängt mal wieder an über seine eigenen nicht vorhandenen Probleme nachzudenken.
Also wegen dem Geld...hmmm wäre nicht vllt die Kirche ne Möglichkeit? Bei uns sind sie in solchen Dingen sehr sozial eingestellt.
Ihr werdet euch auf jedenfall Hilfe suchen müssen...indem Fall musst DU zum Teil vllt nun auch das Ruder in die Hand nehmen.Das wird wahrscheinlich sehr schwer für Dich,aber telefoniere rum,suche nach Beratungsstellen usw.

Es gibt doch bestimmt im Internet was über die Krankheit,bestimmte dafür ausgelegte Krankenhäuser,ne Selbsthilfegruppe für die Krankheit usw.Klapper alles ab und wenns nur telefonisch ist.

Ich wünsche Dir wirklich viel Glück und hoffe,dass es deiner Mutter vllt irgendwann besser geht.Du wirst sie auf jedenfall zum Arzt bringen müssen,da so schlimm es sich anhört irgendwann Tag X kommen wird.
 
Naja, du schreibst ja, dass du und dein Bruder in einer Extra-Wohnung wohnen. Bist du nicht in der Lage für diese Zeit etwas zur Miete beizusteuern? :(

Hast du dich schon mal nach Selbsthilfegruppen betreff. Aneurysmen erkundigt?

Ich habe mal bei der TK Krankenversicherung nachgeschaut, Zusatzversicherungen scheinen nach Jahren gestaffelt zu sein. D. h., je länger du einzahlst, desto mehr erhälst du im Laufe der Jahre, kurzfristig bringt das nicht so viel.

Hast du deiner Mutter schon mal klargemacht, was auf dem Spiel steht, dass es nicht nur sie was angeht, sondern auch euch?


@Shiro <Kamui>:
Informationen über diese Krankheit gibt es im INet massenhaft, das einzige Problem an der Sache ist, dass du zwar diese Informationen erhälst, diese aber sehr allgemein gehalten sind. Wir sind ja alle keine Ärzte, der Zustand von Holodans Mutter kann von uns und wahrscheinlich auch nicht von ihr selber beurteilt werden...:(
Aber das mit der Kriche ist gar nicht so eine schlechte Idee, die könnten helfen und wenn nicht direkt, eventuell indirekt durch die Angabe von Adressen, an die man sich wenden könnte.
 
Danke für eure Anteilnahme! :)

Also was die Kirche angeht, werde ich mich mal erkundigen. Ich habe auch schon einen e.V. gefunden, der sich um "Hirn Aneurysmen" kümmert. Werde mich dort auch mal informieren. Ich bin schon verzweifelt nach nem Job am suchen, sodass ich die Miete mindestens zur Hälfte, wenn nicht noch mehr bezahlen konnte. Ansonsten muss eben mein Rechner dran glauben, hoffe dafür bekomme ich im schlimmsten Fall noch etwas.

Danke nochmal für eure Hilfe, bin weiterhin für alles offen.

EDIT: Meine Mutter nimmt sich im März eine Woche frei, fordert dann die alten Unterlagen an und begibt sich zum Arzt. :daumen: Habs endlich geschafft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn deine Mutter Schmerzen hat, dann wuerde ich an deiner Stelle die Initiative ergreifen und einfach einen Rettungswagen rufen. Das ist IMO die einzige Moeglichkeit sie in Professionelle Haende zu geben. Lange rumreden bringt ja nix, wie du selbst gemerkt hast (oder bemerken solltest). Ist ja nicht so das es was harmloses ist.

Ich kann nur hoffen das sie auch wirklich zum Arzt geht waherend ihres Urlaubs. Viel Glueck, dir und ihr, jedenfalls. :)
 
Danke! Nein, sie hat bisher keine Schmerzen. Das ist ja das dumme an der Krankheit. Man merkt erst, dass was passiert ist, wenn es schon zu spät ist. Meistens jedenfalls, jenachdem wo das Aneurysma sitzt.
 
Ich weiß es nicht. Glaube im Gehirn, an ner Niere und unter einer Brust. Bin mir aber nicht sicher.
 
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