Besseres Netzteil für D-AMP sinnvoll?

DarkSoldier117

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#1
Hallo zusammen!

Zurzeit betreibe ich ein Paar Magnat 2002 Monitore an einem S.M.S.L. Q5 pro am mitgelieferten Netzteil, welches angeblich nicht so dolle sein soll. (wenn das stimmt)

Ich habe irgendwo hier im Forum mal mitbekommen (finde den Thread leider nicht mehr :/), dass das Netzteil einen klanglichen Unterschied machen kann, vor allem im Bassbereich - ist das korrekt oder habe ich mich da verlesen?

Die Frage wäre jetzt, ob ein besseres Netzteil sich lohnen könnte (z.B. so was hier?), ich könnt's natürlich einfach bestellen und ausprobieren, aber ich wollte noch mal nachfragen. Eventuell weiß einer von euch mehr darüber Bescheid.

Vielen lieben Dank für eure Antworten im Voraus!



Dark~
 

ghecko

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#2
Kann. Aber ob das tatsächlich der Fall ist...

Digitalverstärker sind wie die meisten Verstärker gegengekoppelt, das bedeutet sie können eine schwankende Versorgungsspannung recht gut ausgleichen. Nur wenn die Amplitude recht lange ist und die Versorgungsspannung einbricht kann es zu Verzerrungen kommen. Aber dazu müsste das Schaltnetzteil SEHR instabil sein.
Vllt kannst du uns ja mal ein Foto vom Typenschild des Netzteils posten?

Der Q5 leistet im erträglichem Klirrbereich 2x40Watt. Man sollte also ein Netzteil wählen, welches oberhalb der Ausgangsleistung+Verluste liegt. SMSL empfiehlt für den Q5 19V, 5,3A. Dein ausgewähltes Netzteil ist also zu schwach dimensioniert.
 

DarkSoldier117

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#3
Vielen Dank für die Antwort! Ja ich lade mal eben ein Bild hoch... IMG_20180308_065120.jpg

Was mich halt manchmal wundert ist, das die Tieftöner selbst bei basslastigeren Liedern kaum ausschwenken bzw. eigentlich gar nicht - es ist auf jeden Fall nicht sichtbar. Ich war immer der Annahme, dass die Leistung vom Amp/NT evt. nicht ausreicht, was den Bassbereich betrifft...oder es liegt einfach an den Speakern XD.

Laut genug sind sie ja eigentlich. Klar ich könnte den Bass etwas boosten, ich habe aber das Gefühl, dass das den Klang eher verzerrt und dass die Höhen darunter leiden.
 

ghecko

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#4
Ja, das ist ein 120W Netzteil. Wenn du eins verwendest, was weniger Leistung hat wird die Situation auf jeden Fall nicht besser. Netzteile für Audiogeräte sollte man überdimensionieren um Stabilität zu gewährleisten.

Ein Freund von mir benutzt selbigen Verstärker mit Selbstbauboxen und da konnte ich nicht feststellen, dass der Equalizer den Klang in ungewollter Weise verzerrt. Die Lautsprecher sind aber auch ziemlich Wirkungsgradstark. Man sieht da auch definitiv eine Auslenkung der Membranen im Heimkinobetrieb (Explosionen).

Hast du mal Gelegenheit, einen anderen Verstärker an den Boxen zu testen? Wie alt sind die denn? Ich könnte mir eher vorstellen, dass hier das Problem liegt.
 

DarkSoldier117

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#5
Ich müsste einen neuen Verstärker kaufen , da ich keinen anderen habe.

Die Boxen sind knapp 1 Jahr alt, am Anfang hab ich mir nicht so viele Gedanken drüber gemacht.

Das beste Beispiel wäre das ''Bass I love you Lied'' wo die meisten Membranen ja schön ins Schwingen kommen (bei mir halt kaum, man spürt nur ein Vibrieren wenn man die Tieftöner anfässt). Ich höre den Bass, aber nicht wirklich laut und irgendwie ist das im 50 hz Bereich dann auch um einiges leiser. Das merkt man dann schon in vielen Lieder, die in diesem Frequenzbereich einige Details haben.
Wenn ich in Audacity eine 50hz Sinuskurve abspiele ist diese auch nur in der Nähe von Wänden zu hören. 40Hz wird lauter und ab 30 hz wirds wieder weniger. Sitze ich eventuell in einer Raummode?
Viele Viele Fragen, ich weiß..xD
 

ghecko

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#6
Wenn du dich im Raum bewegst und ein spezifischer Frequenzbereich wird lauter oder leiser, je nach Position, sind das tatsächlich Auslöschungen aufgrund der Raumgeometrie.

Warum die Auslenkung deiner Membranen so gering ist kann mehrere Ursachen haben, mitunter auch ein instabiles Netzteil. Ich hatte mal ein Leike, das hat im Leerlauf seine Sollspannung gehabt, ist aber unter Belastung stark eingebrochen und musste getauscht werden. Eine lange, dünne Leitung vom Netzteil zum AMP führt unter Last auch zwangsläufig zu Schwankungen.
Man sollte aber auch die Verkabelung vom AMP zu den Lautsprechern nicht außer acht lassen. Besonders wenn die Kabelenden nur in die Schraubklemmen befestigt sind und sich gelockert haben. Beim Kabelquerschnitt hat in der Leistungsklasse bei allem über 0,5° und unter 10m kaum hörbare Auswirkungen, solange die Verbindungen sauber sind.

Zuletzt die Lautsprecher selbst: Ich hatte die noch nie vor mir. Im Internet gibt es keine genauen Infos zum Wirkungsgrad, Frequenzverlauf oder den Treibern selbst. Ich kombiniere bei günstigen Stereosystemen eigentlich immer Wirkungsgradstarke Lautsprecher mit D oder FD-Amps und hatte noch nie Beschwerden über zu wenig Leistung oder zu wenig Druck im Tieftonbereich.

Der günstigste Ansatz ist wirklich mal das Netzteil zu tauschen. Wenn sich ein deutlicher Unterschied ergibt war einfach das mitgelieferte Netzteil defekt. Wenn nicht, dann würde ich mir einen leistungsstarken Verstärker ausleihen und die Lautsprecher damit testen. Wenn das auch keine Änderung zutage fördert, hast du dich wohl einfach bei den Lautsprechern vergriffen.

Gegen Raummoden kann man leider nicht viel machen, besonders im Tieftonbereich. Schallabsorber für Mittel und Hochton sind machbar und auch sinnvoll, aber im Tieftonbereich helfen nur eine andere Aufstellung oder Gebäudekonstruktive Maßnahmen.
 

DarkSoldier117

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#7
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Was evt, erwähnenswert ist, ist dass das Netzteil keine Masse hat, sprich keinen Schukostecker und dass der Hohlstecker nicht super fest im Amp steckt - ich schätze der Stift in Buchse ist dünner... falls das evt. eine Auswirkung hat. Aber ansonsten verwende ich Bananenstecker und 2,5mm² CU Kabel vom Amp zu den Speakern.(je 2,2m)

I guess, ich versuche es mal mit einem neuen Netzteil und danach evt. mit einem neuen Amp. Irgendwelche Empfehlungen bezüglich Netzteil und Amp?

Wenn das auch keine Änderung zutage fördert, hast du dich wohl einfach bei den Lautsprechern vergriffen.
.
Es gibt Videos auf Youtube, mit dem obengenannten Lied, wo eine deutliche, eigentlich fast schon übertriebene Auslenkung zu sehen ist(bei meinen Lautsprechern), daher die Verwirrung meinerseits. Klar, die hauen da vermutlich alles an Leistung drauf, but you know...

Die Frustration ist halt, wenn man bei Freunden, die ein billiges Logitech Set (x-540) haben, hört, dass diese bestimmte Bass-Frequenzen lauter wiedergeben, als meine 4 x 8'' woofer. Da fragt man sich halt auch wtf... Dafür klingt der Rest ziemlich Müll.

Das ist auch der Grund warum ich mich für die 2002er entschieden habe. Hoch und Mittelton gefallen mir super und ich habe diverse Lautsprecher in der Preisklasse schon gegen gehört.. (Klipsch Canton, Numan).



Vielen Dank nochmal~
 
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ghecko

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#8
Solche Netzteile sind ausschließlich SKII Geräte, benötigen also nicht zwangsläufig einen Schutzleiter. Wenn sie einen haben, dann meist nur um ihren EMV-Schirm zu erden.

Meine Empfehlung für ein Ersatznetzteil wäre das hier:
https://www.amazon.de/dp/B00WUNF0Z0/ref=sspa_dk_detail_0?psc=1
Ich hoffe Amazon hat hier die Kundenantworten nicht vertauscht und das ist tatsächlich der angegebene Stecker.

Über einen anderen Verstärker kann man sich Gedanken machen, wenn das Netzteil zu keiner Änderung führt.

//welchen Eingang benutzt du denn an deinem Q5?
Schon alle durchgetestet?
 
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DarkSoldier117

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#9
Was meinst du mit dem Stecker? Den Hohlstecker?

Tatsächlich bisher nur den optischen Eingang. Die anderen Eingänge habe ich noch nie ausprobiert. Dürfte doch eigentlich keinen Unterschied machen , oder? :O

USB könnte ich mal testen, ein Coaxialkabel habe ich leider nicht, also jedenfalls kein ''digitales''.
 
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ghecko

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#10
Ja, den Hohlstecker. 5,5 außen und 2,5 innen. Aber Amazon recycelt gerne Kundenmeinungen und Antworten bei Modellreihen, weshalb es leider unmöglich ist mit Sicherheit zu sagen, dass die Beschreibung in den Kundenantworten für dieses spezifische Netzteil gelten. Leider steht bei der Herstellerbeschreibung nicht dabei, was für ein Stecker dran ist.

Hättest du den Analogen Eingang verwendet hätte ich dir geraten, mal nen Digitalen zu verwenden. Aber ja, zwischen den Digitaleingängen sollte es keinen Unterschied geben. Der Q5 ist ein FDA, also ein Volldigitaler Verstärker. Die Endstufe wird mit einem digitalen I2S-Bus angesteuert, ist also DAC und Verstärker in einem. Bedeutet aber, dass alle Analogen Eingänge vorher digitalisiert werden müssen. Da kann es zu Verlusten kommen, oder bei einem fehlerhaften Schaltungsdesign evtl zum Verlust oder Dämpfung eines Frequenzbereiches. Aber das trifft bei dir nicht zu.
 
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