Bestehendes Raid ohne Datenverlust erweitern, aber wie?

Fallaxia

Lieutenant
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Hallo Leute,

ich habe hier ein kleines Problem und zwar:

Aktuell habe ich ein System mit 3x 3Ware 9690-SA 8i Raidcontrollern drin.
An diesen Controllern sind jeweil 8 Stück 2 TB Festplatten dran, also insgesamt 24 Festplatten an drei Controllern, die ein Controllerübergreifendes Hardware Raid 6 bilden.

Soweit so gut.

Nun sind jedoch diese 24 Festplatten durch 24 Stück 3 TB Platten zu ersetzen.

Die Frage ist wie mache ich das am sinnvollsten?

Eine Möglichkeit besteht darin jeweils per Webmanagement Oberfläche der Controllersoftware eine Festplatte als "failed" zu markieren und diese dann durch eine neue 3 TB HDD zu ersetzen, das Raid Rebuilden zu lassen und mit der nächsten Platte fortzufahren. Nachdem alle durch sind kann das Raid dann expandiert werden und das Dateisystem ebenfalls. Blöd nur dass es über einen Monat dauern wird wenn ich jeweils immer nur sicherheitshalber eine Platte alle 1,5 Tage tauschen kann.

Aufgrund des großen Datenvolumens sehe ich abgesehen vom aufbau eines neuen Systems und anschließendem Rüberkopieren der Daten kaum eine Alternative. Diese Kosten würde ich aber gerne sparen und einfach die 2 TB Platten ohne viel Aufwand durch 3 TB Platten ersetzen.

Hat jemand eine Idee wie ich das möglichst zeitsparend und ohne ein weiteres baugleiches System hinbekommen kann?


Grüße
Fallaxia
 
Also das ist meines Wissens nach so ziemlich die einzige Möglichkeit. Die Daten müssen ja so oder so auf die neuen Platten kopiert werden. Selbst WENN du ein baugleiches zweites System hättest, dann würde
das schon 24*2TB*10422/<R/W-Speed> Sekunden dauern. Bei 80MB/s sind das ja schon 7 Tage und ~8 Stunden.

Wenn du 36h für eine Platte angibst kommt mir das relativ viel vor. Bei besagten 80MB/s sollte das doch in etwas über 7 Stunden zu schaffen sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die derzeitigen Platten schaffen ca. 140 MB/s konstant, aber da es ein Produktiv System mit vielen VMs ist kann ich dem Controller halt nur ca. 50% der I/O "einräumen" für den Rebuild, und dann dauert es pro rebuild leider 36 Stunden.

Was mir eben noch eingefallen ist, ist ein SAS Port Multiplikator. So könnte ich alle 48 Platten gleichzeitig angeschlossen haben. Die Controller machen das laut LSI/3Ware auch mit, die Frage ist nur ob sich das lohnt bzw. welche Geräte dafür in Fragen kommen, wenn überhaupt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darf ich fragen wofür das ganze genutzt wird? Ich bin gerade fasziniert vom System in deiner Signatur. Ich versuche mich schon davon abzuhalten durchzurechnen, was das gekostet hat :D Allein der Xeon :freak:
 
Ich nutze das System sowohl für meine Arbeit (vorwiegend) als auch mal zum Spielen. Also das System in der Signatur.
Die Arbeit ist Biotechnologie im speziellen das Simulieren von (Makro) Molekülen die mit anderen Makromolekülen reagieren.
Diese Arbeit mache ich oft im "HomeOffice", das erspart mir viele Autofahrten und bringt Zeit mit der Familie.
Um sowas zu berechnen zu können braucht es potente Hardware, ganz besonders Nvidia CUDA Rechenpower, die die Titans wunderbar haben und dabei deutlich preiswerter sind als Teslas.
Die CPU bekommt man für einige hundert Euro bei der eBucht wenn man aus Fernost kaufen mag.

Aber ich kann sagen dass sich das alles bereits hundertfach gelohnt hat wenn ich daran denke wieviel Zeit und Sprit mir erspart bleibt dadurch dass ich nur selten ins Lab. fahren muss.

Durch meinen Zweitjob als IT Managerin komme ich auch recht preiswert an die restlichen Komponenten in der Signatur, so musste ich nicht lange überlegen.

Zum Spielen von ArmA, Crysis, Stalker und WoW reichts da zeitlich auch noch, was auf so einem Sys natürlich echt Spaß macht :-)

Das Storage System mit den 24 Platten ist einfach nur für die Rohdatenablage die zu berechnen sind.
Das Ergebnis ist so groß dass es auf einen USB Stick mit 2 GB passt...

Je nach Aufgabe nutze ich verschiedene Betriebssysteme dafür, daher die VMs auf dem Storage System.

Aber dieses Kapazitätsupgrade nervt mich doch ungemein im Moment, weil ich nicht sicher bin wie ich es am besten anstelle.

LG
Fallaxia

PS: Auf eine Heizung im Büro bzw. Serverraum (Keller) kann man getrost verzichten ;-)
 
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Wenn "nur" die Rohdaten auf die Platten müssen, kannst du dann
nicht alles in einem Schwung tauschen, wärend einer Ruhephase, in der du nichts berechnen musst?
Oder müssen die Rohdaten erhalten bleiben? Das würde ja sowieso Implezieren, dass du auf jeden Fall
ein Backup bräuchtest, wenn noch nich vorhanden und dann mach ein komplettumbau und zurückspielen in einem Schwung auf jeden Fall mehr sinn.
 
Alles auf einmal umbauen und dann ein Backup einspielen ist sicher möglich.
Das einzige Problem ist die längere Downtime bis das komplette Backup mit ca. 40 TB eingespielt ist, die möchte ich unbedingt vermeiden. Daher ist meine einzige Eingebung bislang das Stück-für-Stück Upgrade auf die größere Kapazität mit anschließender Expansion des Raid-Volumes und auch Dateisystems (JFS).

Ein (Echtzeit)Backup gibt es nur von den VMs und dem Hostsystem, die Rohdaten die ich bearbeite bedürfen keines Backups, da sie recht leicht neu zu erzeugen sind, es dauert lediglich ebenfalls recht lange, weswegen ich das unter dem Stichwort "Downtime" ebenfalls vermeiden möchte.

LG
Fallaxia
 
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