Betonwände und -decken überwinden

ManBla

Lt. Junior Grade
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Mai 2016
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Hallo zusammen,
wir wohnen in einem Haus, das vor über 30 Jahren gebaut wurde
und überwiegend aus Betonwänden und -decken besteht.
Eine wirkliche Freude für ein Netzwerk im ganzen Haus (3 Stockwerke).

Unser Sohn wohnt unter dem Dach - mein Computer steht in meinem Arbeitszimmer
im ersten Stock.

Der Unitymedia-Anschluss ist im Erdgeschoß. Die immer wiederkehrende Frage:
Wie bekommen wir in den oberen Stockwerken gute bis sehr gute Internet-Verbindungen?

Das Haus ist nur gemietet, daher sind Eingriffe in die Bausubstanz nur mit Genehmigung
des Vermieters möglich....

Ein Versuch mit dLAN von devolo - über das Stromnetz. Da dieses aber auch schon sehr alt ist,
hat uns das maximal 20 bis 25% des vorhandenen Streams gebracht.

Seit einem halben Jahr haben wir von Unitymedia 200 Mbit gebucht.
Da kam mir die Idee: Kauf dir ein entsprechendes Kabel und verbinde Erdgeschoß
und erstes Geschoß miteinander (nicht sehr schön anzuschauen das Kabel, das durchs Treppenhaus
sichtbar verlegt ist...

Neben meinem Schreibtisch steht ein Router von Asus RT N66U Dual Band 3x3.
An diesem ist das von unten kommende Kabel angeschlossen. Vom Router ein kurzes Kabel zu meinem PC.

Ich komme nun hier auf bis zu 212 Mbit - je nach Tageszeit und Auslastung des Netzes auch mal weniger.

WLAN habe ich hier sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz. Mein Smartphone habe ich vorhin getestet mit Speedtest.
Zum ersten Mal war der Speed bei 222 Mbit - so etwas hatte ich vorher noch nicht.
Auch das hängt ab von der Tageszeit und Auslastung des Netzes.

Mein Sohn hat sich unter dem Dach mit devolo und einem AccessPoint sein eigenes Netz geschaffen,
dazu weiß ich nichts zu berichten.

Die Horizon-Box von Unitymedia war, was WLAN angeht, eine glatte Katastrophe. Ein Techniker, der
das untersucht hat, hat uns die ConnectBox empfohlen. Seit wir diese angeschlossen haben,
ist das WLAN sehr stabil.

Ich habe vorgestern etwas über Netgear Orbi gelesen, das wohl ein ganz neues System von WLAN-
verbindungen in größerer Entfernung vom Router ermöglichen soll.
Doch ich habe nirgendwo herausfinden können, wie so etwas bei unserem Betonhaus aussehen würde,
ich befürchte aber, daß auch für ein solches Gerät Blockaden entstehen.

Wir sind also sehr zufrieden mit der - zugegeben nicht schön anzuschauenden - Lösung, die wir
gefunden haben.

Ich nehme einmal an, daß andere hier im Forum auch bei Unitymedia sind. Vielleicht können andere
ja auch ihre Lösungen einmal posten.

Zugegeben: Ich habe hier kein Problem zu melden, also brauche ich auch keine Hilfe.
Aber vielleicht kann der eine oder andere etwas mitnehmen für sich.

Gruß
Manfred
 
nein die horizon ist keine wlan-katastophe...
wlan und beton sind schlechte freunde..

benutz das kabel. alles andere wird nie 100% datenrate geben
 
Wie weit sind denn deine Experimente mit den dLAn/Devolo Adaptern über die Steckdose gedeit? Das scheint mir eine gute Alternative, 30 Jahre altes Stromnetz ist ja noch nicht sooo alt.
 
Ich schließe mich meinem vor-Vorredner an. LAN Kabel sind das einzige, das eine konstant-hohe Bandbreite garantiert. Eventuell kannst du ja nochmal mit deinem Vermieter darüber reden? Wenn du das Lan Kabel so verlegst, dass du danach wirklich eine Aufputzbuchse an der Wand hast, kannst du es deinem Mieter eventuell so verkaufen, dass er sieht, dass dadurch die Wohnung eigentlich im Wert steigt.
 
Wenn schon die Kuh hin ist, dann auch das Kalb --> oder anders: Wenn du schon mit dem Kabel bis zu dir leben kannst, dann leg doch noch ein Kabel zum Sohnemann. So nützt du den Speed optimal. Es gibt auch kleine Kabelkanäle (etwa 2x2cm bei Conrad oder manchmal Baumärkten), wo du die Kabel verstecken bzw. verschönen kannst.
 
Bei dem Alter des Hauses gibt es noch eine andere Möglichkeit. Damals hat man doch in jede Ecke des Hauses Telefonkabel und Dosen verlegt.
Diese Leerrohre haben noch genügend Luft für ein zweites Kabel und nachdem die immer getrennt von Stromnetz gelegt wurden ist das die perfekte Alternative für ein LAN Kabel.
 
Kabel legen. DLan ist schrott wenn man eine Performance Verbindung herstellen möchte. Das sind genauso wie WLAN Notlösungen um mobile Geräte oder Geräte die wenig Bandbreite benötigen anzubinden. Das ist für nix anderes gedacht, auch wenn einem die Hersteller anderweitiges suggerieren wollen.

Sorry aber wenn ich ein Loch in die Wand oder von mir aus auch in die Decke bohren will benötige ich keine Erlaubnis vom Vermieter. Das ist völliger Bullshit.

Also Vermieter anrufen und fragen wie der Deckenaufbau aussieht, wo ggfls. Leerrohre liegen die auch Geschosse überwinden und dann loslegen ein ordentliches Kabelnetzwerk zu verlegen. Alles andere ist Murks und wird nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.
 
Hallo chrigu,

sorry wegen der HorizonBox: richtig ist, daß sie bei uns in Bezug auf WLAN sehr unzuverlässig war.

Ein generelles Urteil - wie ich es oben geschrieben habe - ist nicht korrekt, dafür bitte ich um Entschuldigung.

Gruß
Manfred
Ergänzung ()

Hallo Picard87,

unsere devolo-Geschichte war auch nicht zuverlässig. Maximal 30 bis 35 Mbit - gut,
nicht jeder hat überhaupt eine solche Verbindung. Aber immer wieder passierte es,
daß plötzlich überhaupt keine Verbindung da war. Das Licht an der devolo-Dose war rot,
jedenfalls bei den älteren Modellen.

Da mein Arbeitszimmer genau auf der anderen Seite des Hauses liegt als das Wohnzimmer,
ist die Steckdose, die ich nutze, möglicherweise nicht so gut verknüpft mit dem ganzen System.
Wobei ich hier gleich dazu dazu sage, daß ich auf diesem Gebiet ein absoluter Laie bin.

Ich muß mich dabei immer an das halten, was zu den Produkten als Anleitung kommt, oder von
Nutzern im Netz bewertet werden, bei den einen funktioniert es super, bei anderen nur eingeschränkt.

Gruß
Manfred
 
ManBla schrieb:
Da mein Arbeitszimmer genau auf der anderen Seite des Hauses liegt als das Wohnzimmer,
ist die Steckdose, die ich nutze, möglicherweise nicht so gut verknüpft mit dem ganzen System.
Stromkreise ist das Zauberwort
Dlan ist aber generell nur ne Notlösung, genau wie WLAN - ich schließe mich hier dem Topterrorist eindeutig an. Ringleitung im keller mit kanälen und dann ein paar Leitungen nach oben unterputz - Kabel ist beste ... ist natürlich mit kosten und aufwand verbunden - vor allem mit neu tapezieren ^^
Also wenn das nächste mal ne Renovierung ansteht ... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier für alle mal eine kurze Beschreibung der Gegebenheiten des Hauses.

Der Unitymedia-Hausanschluss liegt auf der vorderen Seite des Hauses in einem Kellerraum.
Darüber Hauseingang. Auf dieser vorderen Seite noch Küche und Gäste-WC.

Wohnzimmer nach hinten zum Garten hin. Dort ist der Anschluss für Horizon-Box und Connect-Box.
Hier ist WLAN für Notebook meiner Frau und Smartphones einfach super.

Über dem Wohnzimmer liegt das Schlafzimmer. Nach vorne raus 2 Zimmer. Zwischen Schlafzimmer und
den beiden Zimmern das Bad.

Damit will ich nur anzeigen, daß es mit Leitung legen ganz schön kompliziert ist.
Im Keller war es kein Problem, die Leitungen vom Vorderteil des Hauses bis zum Wohnzimmer zu
verlegen. Das hat noch KabelBW gemacht - und zwar sehr gut!

Doch vom Wohnzimmer hinauf - das war einmal meine Idee: erst ein Kabel in die Küche, von dort
nach oben durch die Decke. Bevor die neue Küche eingebaut wurde, wäre das eine Option gewesen,
doch jetzt ist das nicht mehr möglich. Direkt vom Wohnzimmer hinauf durch die Decke wäre im
Schlafzimmer. Selbst wenn wir die alte Telefonleitung umwandeln würden, kämen wir dann vom
Schlafzimmer aus nach vorne in mein Arbeitszimmer nur mit sichtbaren Leitungen, was meiner Frau
überhaupt nicht zusagt und mir auch nicht gefällt.

Ehrlich gesagt: ich würde am liebsten das Haus kaufen und dann grundsanieren. Kosten des Hauses
350.000 Euro, Sanierung noch einmal mindestens 200.000 Euro. Dann würden die Leitungen
von vornherein so gelegt, daß überall dort, wo es gebracht wird, ein Anschluss vodhanden wäre.

Doch das sind unrealistische Träume. Daher kann man das gleich wieder vergessen.

Gruß
Manfred
 
vielleicht wären die neuen dlan-dinger mit wlan eine option für dich, und zwar die 1200+, die haben bessere filter und einen fetteren datendurchsatz... da könnte mehr durchkommen, als die 25% mit den alten devolo-dinger
 
ManBla schrieb:
Das Haus ist nur gemietet, daher sind Eingriffe in die Bausubstanz nur mit Genehmigung
des Vermieters möglich....
Das ist ein Irrtum. Borhlöcher für das Verlegen von Kabeln sind "Bestandteil der sachgemäßen Nutzung eines Mietobjekts". Im worst case muss man beim Auszug die Löcher zuspachteln. Etwaige Klauseln im Mietvertrag sind unwirksam.

Sofern das alles im Rahmen bleibt, also 1-2 kleine Löcher in der Wand für Kabel, hat der Vermieter nichts damit zu tun. Klar, wenn man es übertreibt und eine tragende Wand mit 500 Bohrlöchern perforiert, um eine Durchreiche einzubauen, ist das etwas anderes. Ein simples Loch in der Wand ist aber vergleichbar mit einem Nagel für ein Bild.

Da ich kein Jurist bin, darfst du das aber gerne selbst googeln. Gibt diverse Präzendenzfälle dazu.
 
Weshalb hat DLAN denn hier so einen schlechten Ruf? Ich bin damit sehr zufrieden, habe immer so um die 49Mbps Download Speed bei ner 50er-Verbindung und ordentliche Pings mit denen Onlinespiele problemlos möglich sind. Wenn es mal Probleme gab dann lag das meist an der Telekom und nicht am DLAN.
 
Schön, dass du gute Erfahrungen damit machen konntest, Mishi. Ich habe beispielsweise ein altes Ferienhaus. Dicke Wände von 1935 und Stromleitungen aus Aluminium. Dort funktioniert Dlan auch nicht vom Erdgeschoß in den ersten Stock. Die Leitungsqualität und die zu überbrückende Entfernung sind entscheidend, damit diese Technologie gut funktioniert, was halt in den meisten Fällen nicht optimal gegeben ist. Wlan geht dort auch nicht von einem Stockwerk ins nächste. Darum musste ich letztlich auch Kabel legen.
 
stromleitungen aus aluminium? dann ist es normal, denn alu leitet 50% schlechter als kupfer. wobei zu dieser zeit (1935) alu fast 10fach so teuer war wie kupfer... merkwürdig..
 
Die Leitungen müssen nicht von 1935 sein. Kiffmet hat nur geschrieben, dass die Wände so alt sind. In Österreich wurde meines Wissens bis mind. 1955 noch Alu als Material für Stromleitungen verwendet.
 
Holgrip liegt hier richtig, das Haus bekam die Stromleitungen erst zwischen 1950 und 1960, davor gabs dort gar keinen Strom^^
 
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