Betriebsystemalternativen für Server

DorMoordor

Lt. Junior Grade
Registriert
Aug. 2017
Beiträge
363
Hallo,
ich werde meinem selbstbau Server/NAS eine Frischzellenkur gönnen. Jetzt ist für mich die Frage, welches Betriebssystem. Meine Anforderungen sind:
  • kubernetes/Openshift
  • Shares einrichten
  • ZFS als Dateisystem
  • Konfigurierbar über Weboberfläche (optional)
Jetzt habe ich schon etwas geschaut und bin auf TrueNAS Scale gestoßen. Ist genau das, was ich suche, nur leider aktuell noch Beta. Also hab ich überlegt ob Proxmox und VMs für TrueNAS Core und Fedora für Kubernetes. Oder nur Fedora und die Shares selber konfigurieren, dafür aber kein ZFS out of the box.

Was sagt ihr? Wie würdet ihr es machen?
 
Was hast du jetzt?

Openshift ist von Redhat. Redhat als OS?
 
Aktuell nutze ich OMV, weil mein aktueller NAS/Server auf ARM basiert und da gibt es leider nicht allzu viel Alternativen. Da ich jetzt aber zu x86 und wesentlich potenterer HW wechsle wollte ich halt auch gleich das OS dementsprechend anpassen.

Wegen RedHat ist ja Fedora mit in der engeren Auswahl.
 
unRAID wäre auch eine alternative. Via PlugIn lässt sich auch ZFS darauf realisieren, ebenso wie kubernetes usw usf.
 
DorMoordor schrieb:
Was sagt ihr? Wie würdet ihr es machen?
Wie immer: Ubuntu (Macht der Gewohnheit und hat ZFS) + qemu-kvm für die VMs, in denen ich auch Docker laufen lasse, da ich nicht immer alle VMs brauche und da ich mein Share per Hand entcrypte gibt's da immer Probleme, wenn die Dockermaschinen schon laufen ^^
 
Was für Hardware kommt denn zum Einsatz?
 
Hardware ist ein Ryzen 5 4650G, 16 GB Kingston Server Premier und als Board ein ASRock A520M-ITX. Als Festplatten kommen 2x Seagate Ironwolf 4TB und je eine etwas ältere 1TB Samsung und 2 TB WD
 
@niteaholic Bei den Anforderungen vom TE ist unraid alles aber keine sinnvolle Alternative. Nur weil es für dich gut passt und einige tolle Features hat, muss es nicht für andere auch automatisch passen.

@DorMoordor Willst du auf der Hardware ein beliebiges OS installieren und dann in 1+ VMs mit Fedora/RedHat CoreOS für Openshift? Was spräche direkt gegen RedHat auf der Kiste mit einer kostenlosen Developer Subscription?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Zerstoerer
Am liebsten wäre mir ein OS mit ZFS Support, Openshift/kubernetes auf Linux Basis. Da kenne ich mich einfach am besten aus. Und es wäre super, wenn das OS beides nativ mitbringen würde. VMs müssen auf der Kiste keine laufen. Und bei VMs hat man halt immer diesen Overhead von mehr RAM und Speicher, das muss nicht unbedingt sein.

Ich hätte schon gerne ZFS und das ist von RHEL ja leider nicht supported. Ansonsten wäre RHEL natürlich auch eine option. An die kostenlosen Developer Subscriptions habe ich gar nicht gedacht. Wobei es nicht unbedingt Openshift sein muss, kubernetes reicht mir auch.
 
Du willst mit ZFS und k8s herum spielen und schaffst es nicht selbst 3 Minuten $Suchmaschine zu nutzen? So lange hat es nämlich gedauert, rauszufinden ob RHEL mit ZFS klar kommt.
Long story short: Nicht nativ aber die notwendigen Pakete liegen im EPEL. Willst du / auf ZFS installieren, braucht es etwas mehr Aufwand: https://openzfs.github.io/openzfs-docs/Getting Started/RHEL-based distro/index.html#
Ähnlicher Aufwand bei Fedora: https://openzfs.github.io/openzfs-docs/Getting Started/Fedora/Root on ZFS/0-overview.html

Wenn dir k8s reicht, kannst gefühlt jede Distri nehmen wobei du unterscheiden solltest ob du nur kubectl brauchst/willst oder auch einen Single-Node-Cluster. Minikube bzw. Kind und kubectl bekommst auf jeder größeren und gängigen Server-Distribution installiert.
Von daher würde ich bei der Auswahl eher gucken welche Distribution sinnvoll ZFS bzw. ZFS on root unterstützt falls du dies nutzen willst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Zerstoerer
Also ZFS installieren ist unter RH kein Thema, so lange man das rootfs an sich nicht auch drauf packen will. Würde ich aber auch nicht machen, sondern nen mdraid1 nehmen. Grad zwei SSDs wenn schnell sein soll und die Daten dann halt auf nem ZFS. Wenn's mal ne Platte zerreißt dann halt raid wiederherstellen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: jb_alvarado
Ich danke euch für eure Vorschläge und Infos. Ich werde mir das alles erstmal genauer anschauen und austesten und dann entscheiden, wie ich es genau mache. Aber aktuell präferiere ich ein RHEL, aber das werde ich wie gesagt noch genauer austesten.
 
Geh aber wenn Rh dann direkt auf 8. Das 7er und 8er unterscheiden sich massiv.

Wenn es mit der RH subscription nicht passt gibt es noch RockyLinux und AlmaLinux sowie Oracle Linux als Alternative. Die letzten beiden auch im Zweifel mit kommerziellen Support, wobei ich da beim Orginal bleiben würde
 
Auch wenn ich Fedora privat und auf der Arbeit als Desktopsystem nutze, würde ich im Serverbereich doch davon abraten. In den letzten Jahren hatte ich immer wieder mal den Fall, dass nach einem Update was nicht rund lief, konnte das zwar immer ohne Neuinstallation beheben, aber dennoch nervig.

Mit RHEL oder einen Ableger kannst du eigentlich nichts verkehrt machen. Wir haben noch einen ZFS Fileserver auf CentOS 7 Basis, der hat uns nie im Stich gelassen. Würde natürlich auch direkt auf 8 gehen.
 
jb_alvarado schrieb:
Würde natürlich auch direkt auf 8 gehen.
Auf gar keinen Fall. CentOS 8 ist bereits zum 31.12.2021 EOL, also in vier Monaten. Wenn dann CentOS Stream aber das wird halt irgendwas zwischen Fedora und RHEL was Stabilität angeht^^
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor und andy_m4
Sorry, ich dachte nicht an CentOS 8, habe das missverständlich formuliert. Schon RHEL 8, oder einen anderen Ablegen als CentOS :-).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde dir Proxmox empfehlen, alleine deswegen weil du mit einer virtualisierten Umgebung schön flexibel bist. Verwende ZFS als Dateisystem.
Deine Distro der Wahl als LXC bzw. KVM VM.
 
Zurück
Oben