Bewertung meiner (Anfänger) Fotos

bdo

Lieutenant
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März 2005
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Hey,

ich bin ja frisch gebackenener Besitzer einer EOS 450D und habe nun mal ein paar (mehr) Fotos gemacht und hier einige hochgeladen:

http://picasaweb.google.de/benjamin.dombrowsky/BestOf#

Ich würde mich sehr über Kritiken freuen, ich weiß das sie nichts besonderes sind und aus diesem Grund möchte ich mich auch mal Euren Meinungen stellen.

Vielen Dank!

Benni
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht ein bisschen "genauer" ;-)

Ich würde gern wissen, was ich so für "typische Anfängerfehler" mache und wo ich mich verbessern kann/sollte.

Danke! :)
 
ich bin absolut kein profi, allerdings frag ich mich ob dein freundin davon weiß, dass du fotos von ihr vor möglicherweise mio von leuten offenbarst?
zum Thema:
an sich find ich die fotos sehr gelungen.
das titelfoto zu dem ordner "schatz" als beispiel könnte meiner meinung nach auch vom profi stammen und vorne auf irgend nem katalog stehen oder ähnlichem.
kann aber auch natürlich sein das der profi der möglicherweise nach mir schreibt sich die haare rauf wegen licht,.... etc....
aber sonst schöne motive und grobe schnitzer wie finger auf der linse konnte ich nicht entdecken.

von mit bekommste im schnitt ne 2 =)

mfg
Mika911
 
Mika911 schrieb:
aber sonst schöne motive und grobe schnitzer wie finger auf der linse konnte ich nicht entdecken

Bei der Auswertung sollte es eigentlich auch auffallen, wenn da ein Finger zu sehen ist...

Ich (als nicht sonderlich Fotografie-Begeisterter) finde die Bilder auch ganz in Ordnung, es gibt natürlich bessere, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :D
 
Hi Benjamin,

IMG_0930.jpg-> Fokus ist zuweit vorne, ist nicht auf dem Keks
IMG_1143.jpg-> das Dach links stört
IMG_0701.jpg-> der Grashalm stört
 
ich hab ebenfalls nicht wirklich ahnung von der materie, aber was mir negativ aufgefallen ist, ist folgendes:

sehr viele deiner fotos haben eine ungünstige kameraposition, die das bild bloß wie ein unvertiger ausschnitt wirken läßt. ich meine damit, dass z.b. bei einem bild mit wald man unten einen teil eines holzzauns sieht. das wirkt so abgehakt. entweder ganz oder gar nicht oder z.m. so viel davon, dass es nicht so hart abgeschnitten wirkt.

sowas machst du sehr oft wie ich finde.

bei den bildern deiner freundin gefallen mir vorallem die ersten 2 sehr gut. das dritte is auch ok, aber bei den anderen.. ich weiß nicht, irgendwas ist ungünstig. kann es nicht genauer beschreiben, bin kein experte.

ich verusch so gut ich kann zu beschreiben, was für mich irgendwie unvollkommen und sörend wirkt. ein profi könnte das sicher besser.

p.s. hoffe die kritik wird nicht böse aufgefasst. habe versucht wie gefordert konstruktive kritik zu äußern um verbesserungspotential zu finden.
 
Zu dem 1. Foto: Okay, hast du recht, auch wenn ich eigentlich genau den Effekt wollte, das man die Schrift vorn lesen kann und es nach hinten verschwimmen sollte.

2. Foto: Jop, aber ich konnte mich nicht weiter rauslehnen. ;-)

3. Naja, ich finde das macht es gerade interessant, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.. Denke ich :P
Ergänzung ()

Kritik ist ja gewünsch, das ich das was ich wollte/will ;-)
 
Für den Anfang gar nicht schlecht, du bist recht kreativ, du musst dich nur evtl. noch etwas bewusster auf Motiv-Suche machen.
Die Idee mit dem Liebesbrief und dem Keks finde ich ganz nett, da kann man noch bestimmt was draus machen (würde aber auf jeden Fall den Balken am oberen Bildrand weglassen).
Generell gibt es beim Fotografieren so ein paar Regeln, welche zwar nicht verpflichtend sind und man kann sie auch gezielt brechen, aber dazu sollte man sie kennen:
- Das Hauptmotiv sollte nicht mittig platziert werden (auch wenn der AF-Sensor in der Mitte verlockend ist), lieber auf einer gedachten Drittellinie
- Die Schärfe eines Bildes sollte kontrolliert werden: Was auf den ersten Blick auf dem kleinen Kameradisplay scharf erscheint ist nacher in voller Auflösung nicht immer unbedingt scharf
- den Bildausschnitt bewusst legen und störende /ablenkende Elemente möglichst gut aus dem Blickfeld verbannen
- Hin und wieder überlegen, ob man das Motiv nicht auf schwarz weiß reduzieren kann, wie z.B. bei Portraits
- Nachbearbeiten kann (muss aber nicht!) das ein oder andere Bild deutlich verschönern, und wenn es nur der nachträgliche Beschnitt oder eine (kontrastreichere) s/w-Umwandlung ist

Aber ich denke du bist auf einem guten Weg, und zum teil hast du die regeln auch schon umgesetzt.
Von daher: Nimm dir die zeit, gehe mit offenen Augen auf Motivsuche und sieh dir Bilder anderer Fotografen an und überlege dir, warum dir das Bild gefällt oder nicht gefällt.


MfG german_freaky
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh,

super! Vielen Dank für den Beitrag.

Folgendes von meiner Seite:

Ich weiß, das ich ganz ganz am Anfang bin (ich habe seit einer Woche die Kamera! ;-) )

So, ich denke, dass wenn ich ehrlich bin noch gar nicht so recht weiß was ich genau fotografieren möchte.

Bedeutet für mich, ich fotografier im Moment fast alles um mit der Zeit zu merken was mir am Besten gefällt.

Das mit dem Fokus nicht mittig halten, war mit bisher nicht bewusst, kannst du mir sagen was das für einen tieferen Sinn hat? *aus neugier*

Das mit der Schärfe ist für mich auch noch so ein Thema, ich finde das meine Bilder noch nicht so scharf sind wie ich es gern hätte,

aber ich probiere im Moment auch einfach nur aus. Ich habe die Kamera auf komplette manuell gestellt um mich mit der Technik wirklich auseinander zu setzen und zu verstehen wie ich gute Bilder hinkriege.

Danke erstmal für die Beteiligung :)

Gruß,
Benni
 
Das mit dem Fokus nicht mittig halten, war mit bisher nicht bewusst, kannst du mir sagen was das für einen tieferen Sinn hat? *aus neugier*
Das hat rein ästhetische Gründe. Und ich finde, der Kommentar von Dese zeigt sehr deutlich, dass wir alle unbewusst darauf achten, da ihm (genauso wie mir) die ersten beiden Bilder deiner Freundin am besten gefallen. Warum?
- Das linke Auge deiner Freundin liegt (fast) auf der linken Drittellinie, womit du den scharfen Punkt (oder auch eye-catcher) genau richtig gelegt hast
- dazu kommt noch, dass die linke Seite der Bilder mit deiner Freundin abschließen und man somit das Gefühl hat, dass der Blick nicht aus dem Bild "hinausgleitet"

Bedeutet für mich, ich fotografier im Moment fast alles um mit der Zeit zu merken was mir am Besten gefällt.
Klar, was einem am Meisten liegt wird sich (auch abhängig vom Umfeld / den gebotenen Motiven und den technischen Möglichkeiten) mit der Zeit von alleine zeigen.
Ich meine bloß, einfach mit offenen Augen auf Motiv-Suche zu gehen, evtl. auch mal ganz in Ruhe etwas weiter weg als nur vor die Haustüre.

Ich habe die Kamera auf komplette manuell gestellt um mich mit der Technik wirklich auseinander zu setzen und zu verstehen wie ich gute Bilder hinkriege.
Das ist sehr gut, denn nur so kann man bewusst mit Schärfe, Licht und Farben gestalten.


MfG german_freaky
 
Ich denke, das sind Dinge die ich definitv erst lernen muss, aber jeder hat klein angefangen :)

Vielen Dank erstmal, das hat mir schon sehr weitergeholen.
 
Foto 10 von 10 hat was , der Rest spricht mich 0 an..jedermannsbilder eben!
Also für diese Fotos braucht kein Mensch ne 450D :)
 
Wie schon gesagt wurde sind fast alle Bilder zu mittig. Hier gibts was dazu zum Lesen:
http://www.poeschel.net/fotos/motive/goldener-schnitt.php

Außerdem brauchst du auch "spektakulärere" Motive. Fotos aus dem Fenster oder vom nächsten Feld wirken eben nicht sonderlich beeindruckend. Ich will nicht sagen dass man in so einer Umgebung keine sehr guten Fotos machen kann, aber es ist schwierig einfache Sachen gut in Szene zu setzen.

Such dir doch irgendwelche Parks, botanische Gärten oder sowas wo es schöne Pflanzen gibt. Momentan fängt ja gerade die richtige Zeit des Jahres dafür an.
Oder auch irgendwelche schönen Landschaften in der Nähe, Orte von wo man einen guten Ausblick hat.

Und als letzter Tipp: Bei keinem dieser Fotos ist der manuelle Belichtungsmodus nötig. Bei Blumen/Pflanzenfotos z.B. ist die Belichtungszeit ziemlich unwichtig. Deswegen nimm besser den Av Modus, dann regelt die Kamera die Belichtungszeit automatisch. Die kann das nämlich schneller als du ;) Dann hast du mehr Zeit für die Bildkomposition, was viel wichtiger ist.
 
Hallo,
also zunächst mal etwas zur 450d.
Bei der Verwendung des Kit -Objektivs würde ich die Camera intern umstellen auf Schärfe min +2(also 2 Stufen erhöhen vom voreingestellten Standart), Kontrast min +1, Sättigung +1.
Kann man ja einfach als ein Profil abspeichern.
Experimentiere ruhig mit dem Tonwertprioritätsmodus, da kommt manchmal mehr Dynamik ins Bild.
Bei einer DSLR ist ein Nachbearbeiten der Bilder mit entsprechenden Programmen eigentlich Pflicht.
Im Raw Modus holt man am meisten aus den Bildern raus.
Wenn man nur den mittleren AF Sensor aktivert hat ist es leichter die Schärfe auf den Punkt zu bringen.
Wenn du dir später eventuell mal andere Objektive kaufst, dann spare nicht an denen.
Mit Billigobjektiven versaut man sich alles.
Das Kit Objektiv ist für den Start schon mal sehr gut.

Zu den Bildern.
So weit so gut. :)
Am Anfang ist es meiner Meinug nach völlig egal ob da irgendetwas zu mittig, nicht genug freigestellt oder sonstwas ist.
Einfach draufhalten ist die Devise. :D :D
So hab ich es jedenfalls gemacht, im Laufe der Zeit entwickelt man schon seinen eigenen Stil.
Und die Motive kommen von allein, wenn man unterwegs ist, man muss halt nur hinschauen und das sehen, was andere übersehen.
 
Die meisten Bilder sind schlichtweg zu mittig, was enorm viel Wirkung kostet. Auch in der Fotografie gilt die Regel des Goldenen Schnitts, also irgendwo im Drittel das Hauptaugenmerk positionieren.

Nun die Kritiken im Einzelnen, Goldener-Schnitt jetzt als Kritikpunkt ausgenommen:

Bild 1: Oberer Balken stört, wenn dann beschneiden. Fokuspunkt liegt vor dem Keks.
Bild 2: Der Grashalm stört etwas die Harmonie, zudem auch das Grünzeug unten, was in der Schärfeebene liegt. Dafür liegt die Blüte im Goldenen Schnitt (Vertikal angewandt).
Bild 3: Die Knopsen heben sich nicht farblich vom Hintergrund ab, bzw. die Unschärfe isoliert alleine nicht genug. Hier gibt es einen netten Trick, auch wenn die dreistelligen Canons nicht ganz so gut ETTL beherrschen. Und zwar AV-Modus=>Bild zwei Blenden unterbelichten und Blitz an. Der Hintergrund wird dann unterbelichtet dunkel, die Knospen dank ETTL richtig belichtet=>Bessere farbliche Isolation!
Bild 4: So ziemlich gleiche Situation wie Bild 3. Besser wäre sogar noch gewesen, den weißen Himmel komplett aus dem Hintergrund zu verbannen, indem man eine Position wählt.
Bild 5: Einfach nur langweilig. Sorry!
Bild 6: Finde ich bisher am Besten. Gewollt oder ungewollt Goldener Schnitt angewandt. Wenn der Baum im Vordergrund außerhalb der Schärfeebene liegen würde, und bissl mehr die Sonne durch die Blätter scheinen, wäre mehr Wirkung im Bild.
Bild 7: Prizipiell kein schlechtes Motiv. Mich stören wieder die Lichtflecken im Hintergrund und das etwas unterbelichtete Blatt. Das Bokeh sieht auch schön weich aus.

@Fiona: Die internen Schärfeeinstellungen bringen bei RAW-Fotografie gar nichts. Grundsätzlich sollte man mit RAW fotografieren, da ist bei der Bearbeitung deutlich mehr Potential enthalten, besonders bei unter oder überbelichteten Stellen.

Allgemeine Tipps: Neben Beachten der Goldenen-Schnitt-Regel, einfach öfters mal nur durch den Sucher schauen, ohne gleich abzudrücken. Brennweite mal in einer Stellung lassen und lieber per pedes Zoomen. Vielleicht wäre eine günstige Festbrennweite für den Anfang was für dich. Mit 100 Euro bekommst du schon das Plaste 50mm, was optisch gar nicht so schlecht ist, und dein fotografischen Blick zwangsweise schult. Dann schau dir mal den Blitzanleiter von Dirk Wächter an (Googeln), dann weißt du, was ETTL alles drauf hat und wie du viele Situationen mit einem Blitz beeinflussen kannst. Gerade bei Makro, ist Blitzen oft zum Isolieren von Objekten extra noch wichtig (nicht nur durch Schärfe). Lass auf keinen Fall den Kopf hängen, deine Kamera ist sehr gut, jetzt gilt es, selbst der Kamera würdig zu werden. Freu dich über kleine Wissenszuwächse und immer besser werdende Fotos. Es ist noch kein Meisterfotograf vom Himmel gefallen!
 
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