• Mitspieler gesucht? Du willst dich locker mit der Community austauschen? Schau gerne auf unserem ComputerBase Discord vorbei!

News Bewertungen im Games Store: Epic fragt ausgeloste Spieler nach Urteil zu Spielen

RAZORLIGHT schrieb:
Social Media wird einfach als Bewertungssystem missbraucht, auch in den Review Bombings werden spezielle Misstände aufgezeigt, den Unterschied den du hier festgestellt hast sehe ich überhaupt nicht.
Bei einer Spielebewertung erwarte ich - wie der Name schon sagt - eine Bewertung des Spiels. In die Spielebewertung gehört nicht der Unmut darüber, dass sich einer der Entwickler nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht und auch nicht, wenn der Publisher für die Ausrottung einer seltenen Lurchart verantwortlich ist. Ebensowenig interessiert es mich an dieser Stelle, ob es sich um einen Exklusivtitel handelt.
Ich möchte wissen, ob z.B. ein Arcade-Racer gemessen an anderen Arcade-Racern wirklich Spaß macht. Ist die Grafik eventuell besonders gut/schlecht, Habe ich daran länger als nur ein paar Stunden Spaß? Solche Dinge.

Auf Social Media und (wenn du das nicht mit dazu zählen möchtest) in Foren/Communities, meinetwegen mit einem Schild in der Hand im Supermarkt kann man dann spezielle Missstände anprangern. Exklusivtitel, schlechte Arbeitsbedingungen, politische Gesinnung, ... Falls es dir dann besser geht, dann nenne es meinetwegen eine Bewertung des Unternehmens als Abgrenzung zu Bewertung des Spiels.

Genau hier sehe ich den Unterschied, den du offenbar nicht siehst (sehen möchtest).

Ich kann durchaus unterscheiden, was Epic Games und was der EGS ist. Aber in den typischen Threads (normalerweise mit Feindbild *.Epic) wird sowieso alles über einen Kamm geschoren: Tim Sweeney, Epic Games, Epic Games Store.

Zum Bewertungssystem:
Wenn es keine Bewertungen unter 4 Sternen gibt (vorausgesetzt es wird ein 5-Sterne-System eingeführt), dann können wir davon ausgehen, dass zensiert wird. Aber warum sollte man im EGS dann überhaupt ein Wertungssystem einbauen?
Wie auch immer - ich werde mich wie eh und jeh vor dem Spielkauf über verschiedene Wege informieren und das kann ich nur jedem Anderen ebenfalls raten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca und Cohen
@Creeping.Death es ist natürlich gut das Spiel nicht vorzubestellen und auf unabhängige Reviews zu warten, aber das ist natürlich nicht die Absicht der Publisher. Die wollen dir die Pre-Order-Exclusive-DLC-Season-Pass-Integrated-Limited-Edition verkaufen.

Kritik ist natürlich unerwünscht um bei möglichst vielen Casual-Gamern soviel Geld wie möglich für sowenig Risiko und Aufwand wie möglich einzuheimsen.

Das ist doch nicht der "Schutz des nächsten GOTY-must-play-Titel" sondern dem nächsten billigen 0815-Remake oder der 13ten Fortsetzung ohne neuen Content oder evtl. sogar schlechter als der Vorgänger und die alten "Features" werden dann als DLC angeboten.

Du bist nicht die Zielgruppe, sondern die Tiktok-Generation, die mit DLC's, Mikrotransaktionen und P2W am Handy aufgewachsen sind.

Edit: Wow ich hatte als "nicht-user" keine Ahnung wie gruselig Tiktok ist, hatte nur mal auf Youtube Shorts ~ 1 Stunde verbracht und danach hat es mir nur noch attraktive Junge Frauen in den Thumbnails angezeigt...

 
Zuletzt bearbeitet:
Creeping.Death schrieb:
Genau hier sehe ich den Unterschied, den du offenbar nicht siehst (sehen möchtest).
Doch den sehe ich schon, aber gewisse Dinge die das Produkt betreffen (sind ja nicht nur politische Review Bombs) gehören einfach zu dem Gesamtbild eines Produkts. Dass man zum Beispiel auf Amazon eine schlechte Bewertung gibt, weil der Lieferdienst versagt hat, ist ein anderes Thema (immerhin wird es dann in dem Text zur Bewertung auch erwähnt), ist ja auch ne andere Firma dafür Verantwortlich, bei digitaler Distribution ist das aber anders.
Eine seperate Bewertung des Publishers/Entwickler auf z.b. Steam wurde schon öfters u.a. auch von mir vorgeschlagen.
Aber wenn wir ehrlich sind, Review Bombing ist derart selten und wird von Steam zurecht gekennzeichnet (auch positives Review Bombing!)
Creeping.Death schrieb:
Wie auch immer - ich werde mich wie eh und jeh vor dem Spielkauf über verschiedene Wege informieren und das kann ich nur jedem Anderen ebenfalls raten.
Ist auch der einzige sinnvolle Weg.
Am besten nie vorbestellen und falls möglich 6-12 Monate warten bis man etwas kauft (außer das Spiel ist von vorne herein in sehr gutem Zustand, selten aber gibt es)
 
Zuletzt bearbeitet:
AbstaubBaer schrieb:
Man braucht Journalisten deshalb auch nicht in Anführungszeichen zu setzen. Journalisten haben einen größeren Überblick, mehr Erfahrung, können in Kontext setzen und sind potentiell reflektierter. Das unterscheidet ihre Texte von "KeyboardWarrior69", der drei Zeilen in Netz rotzt.
Also, da muss ich an der Stelle aber mal entschieden widersprechen, auch wenn ich deine Intention dahinter verstehe und durchaus auch unterschreiben kann.

Nur ist das Problem, dass sich in Deutschland und auch Weltweit quasi jeder Mensch als Journalist*in bezeichnen darf und die Berufsbezeichnung auch in keinsterweise geschützt ist. Genauso darf sich jede Person Autor*in, Entwickler*in und Co nennen. Über die Kompetenz der jeweiligen Person sagt das aber sehr wenig aus und damit auch, ob diese Leute einen größeren Überblick, mehr Erfahrung haben, etwas in einen Kontext setzten können oder reflektierter sind und gerade letzteres, also das Reflektieren, lassen nicht nur viele nicht Journalist*innen vermissen, sondern ebenso sehr viele Journalist*innen.

Ich habe bereits Texte, Videos und Co von angeblich renommierten Journalst*innen gelesen und gesehen, die kaum wertvoller waren, als der durchschnittliche 08/15-Forenbeitrag/Kommentar der meisten anderen Menschen, nur "ausgeschmückter". Man spürte aber hinter jedem Satz die Intention, die Engstirnigkeit und das Verlangen andere Menschen zu belehren und weil man ja Journalist*in ist, dass man etwas besseres wäre.

Ebenso habe ich bereits hier Kommentare von nicht Journalist*innen gelesen, die weit gehaltvoller, differenzierter und besser waren, als das, was man im Durchschnitt gerade im "Techjournalismus" findet oder auch allgemein.

Mangelnde Erfahrung, kaum vorhandender Überblick, hyper- oder absolut unkritische Argumentation, reißerisches und absolut unreflektiertes Handeln sind Punkte, die man heute einigen Journalist*innen unterstellen kann.

Es ist nicht relevant, ob ein Fazit in 3 Sätzen oder auf 3 DIN-A4-Seiten ausgebreitet wird. Man kann in 3 Sätzen sehr präzise und gerecht ein Urteil abfassen und auf 3 DIN-A4-Seiten nur Blödsinn verzapfen und genau so anders herum.

Das große Misstrauen gegen viele Journalist*inne heute kommt auch oft daher, dass man oft auch das Gefühl hat, dass sich die Person hinter dem Text für unfehlbar hält und auch oftmals als moralische Instanz sehen. Gut, im Technikbereich ist das seltener der Fall, aber in den Tagszeitungen und Nachrichten Magazinen und da ist es egal ob man nun Spiegel, Zeit, Welt oder die Bild nimmt. Sie alle halten sich für unfehlbar, perfekt und allwissend. Und das hat auch zu dem Missmut gegen Journalist*innen geführt.
theGucky schrieb:
Wer, der schon 2 Stunden spielt, ist überhaupt zu geneigt eine negative Bewertung zu geben?
Kommt darauf an, wie ehrlich man mit sich selbst ist und ob man eine eigene Fehlentscheidung auch eingestehen kann. Mir persönlich fällt es leichter ein Spiel nach 2 Stunden oder eben wenn ich es halbwegs lange gespielt habe, zu bewerten und auch bei Bedarf negativ, als ein Spiel innerhalb weniger Augenblicke am Anfang, selbst wenn ich dann im Zweifel auch mal Geld in den Sand setze.

Vorallem kann man am Ende sogar oft sehr genau die ganzen Probleme auch wirklich benennen und anderen Spieler*innen so oft einen wesentlich tieferen Einblicke geben, warum ein Spiel schlecht ist und für sie vielleicht auch nicht geeignet ist.
Diese ganzen Reviews von Spieler*innen, die ein Spiel eine halbe Stunde spielen und dann negativ bewerten, sind oft nicht mal die Mühe der Beachtung wert, weil dann viel zu oft drin steht, wie scheiße alles doch ist, aber nicht genau, was denn so scheiße ist.

Gleiche Problem hast du beim Reviewbombing, dass du im Endeffekt zwar einen Aufreger hast, der dazu führt, dass das Spiel schlecht bewertet wurde, am Ende sind sie aber wenig hilfreich, weil vielleicht auch einfach ein Grund zum Reviewbombing geführt hat, der für dich vollkommen unwichtig ist oder du vielleicht sogar genau auf der Gegenseite stehst.

RAZORLIGHT schrieb:
Bessere Möglichkeit um den/die Verantwortlichen zu bestrafen als Review Bombing?
Und da haben wir den großen Fehler hinter den Reviewbombing und auch hinter dem Denken dazu: Es soll eine Bestrafung der Verantwortlichen sein. Man verfasst eine negative Review um die (vermeintlich) Verantwortlichen zu bestrafen.

Das ist wirklich DER große Fehler, denn in der Regel bestraft man mit Reviewbombing überhaupt niemanden und trifft in der Regel die vollkommen falschen Personen, die für schlechte Entscheidungen überhaupt nichts können. Reviewbombing eigent sich nicht wirklich als Bestrafung. Oft - bei Publishern - können die eigentlichen Entwickler nicht viel für die "politischen" Entscheidungen einer Firma, sondern baden sie nur aus. Genau so sind es die Entwickler der Spiele, die gerne mal vom Publisher und der Chefetage getrieben werden und am Ende sogar noch die Suppe ausbaden dürfen, die durch das Reviewbombing entstanden ist und im schlimmsten Fall dann ohne Job dastehen.

Die Leute, die die Entscheidungen treffen, die trifft das Reviewbombing nicht wirklich, die sehen, dass ein Spiel schlecht bewertet wird, dass ggf. die Einkaufszahlen nicht passen und dann werden in der Regel die Mitarbeiter entlassen, die ja "Mist" gebaut hätten, dass der Mist auf den Entscheidungen des Mangaments entstanden sind, interessiert da nicht. Die kassieren weiterhin ihren Check, bekommen ihre Boni und sind zufrieden. Bei den Entwicklern wiederum, wenn Ihnen der Hass entgegen schlägt, entstehen psychische Belastungen bishin zu Problemen, sie verlieren im schlimmste Fall ihren Job und sie sind es, die darunter leiden.

Reviewbombing bestraft nicht die Verantwortlichen und man sollte es auch nicht als Bestrafung verstehen, vollkommen falsche Intention dahinter. Reviewbombing sollte man für sich selbst, aber allgemein viel eher als Frustabbau der Community verstehen, etwas, was einem selbst hilft die Enttäuschung zu verarbeiten und entsprechend sollte man damit auch umgehen. Man sollte da auch die persönliche Ebene den Entwicklern gegenüber rauslassen.

Reviewbombing sollte niemals zur Bestrafung dienen, das ist die falsche Intention und als Bestrafung bringt es auch nichts, die Konsequenzen treffen oft die falschen. Man sollte es immer als persönliche Befreiung als persönliches Frustventil verstehen, in dem man seine eigenen Gefühle frei lässt und das möglichst so, dass man nicht andere angreift.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca und Creeping.Death
DevPandi schrieb:
Und da haben wir den großen Fehler hinter den Reviewbombing und auch hinter dem Denken dazu: Es soll eine Bestrafung der Verantwortlichen sein. Man verfasst eine negative Review um die (vermeintlich) Verantwortlichen zu bestrafen.
Bestrafen ist vielleicht das falsche Wort, aber es soll schon eine Konsequenz für das Fehlverhalten und teilweisen Betrug geben.
DevPandi schrieb:
Das ist wirklich DER große Fehler, denn in der Regel bestraft man mit Reviewbombing überhaupt niemanden und trifft in der Regel die vollkommen falschen Personen, die für schlechte Entscheidungen überhaupt nichts können. Reviewbombing eigent sich nicht wirklich als Bestrafung. Oft - bei Publishern - können die eigentlichen Entwickler nicht viel für die "politischen" Entscheidungen einer Firma, sondern baden sie nur aus. Genau so sind es die Entwickler der Spiele, die gerne mal vom Publisher und der Chefetage getrieben werden und am Ende sogar noch die Suppe ausbaden dürfen, die durch das Reviewbombing entstanden ist und im schlimmsten Fall dann ohne Job dastehen.
Das ist zu generell, man muss schon bei den verschieden Review Bombings unterschieden, bei einigen betrifft es nicht nur den Publisher selber, zumal weniger Verkäufe dann durchaus den richtigen Treffen.
Mit dieser Argumentation kann man fast alles entkräften, geht ja um die armen Mitarbeiter die nichts dafür können.
Das ist nur leider überall so, wenn ne Firma was verbockt, das ist ne Entscheidung von wenigen oder einer einzigen Person.
Erinnert mich immer wieder an die Argumentation unserer Automobilindustrie, wenn Poltik nicht XY macht, dann müssen wir Arbeitsplätze streichen, sowas darf aber kein Freifahrtschein sein.
DevPandi schrieb:
Reviewbombing bestraft nicht die Verantwortlichen und man sollte es auch nicht als Bestrafung verstehen, vollkommen falsche Intention dahinter. Reviewbombing sollte man für sich selbst, aber allgemein viel eher als Frustabbau der Community verstehen, etwas, was einem selbst hilft die Enttäuschung zu verarbeiten und entsprechend sollte man damit auch umgehen. Man sollte da auch die persönliche Ebene den Entwicklern gegenüber rauslassen.
Frustabbau bestimmt, aber weshalb ist der Frust überhaupt enstanden und warum betrifft es so viele?
Du machst es dir viel zu einfach. Persönliche Anfeindungen an bestimmte Entwickler sind eher selten, meist geht es um die Firma. Das sieht auf Twitter ganz anders aus, da gehts rund.

Wie schon geschrieben, du siehst das zu einseitig und zu einfach.
Der Konsument muss sich in seiner Not leider wehren, wenn er (vielleicht nicht rechtlich aber gefühlt) betrogen wird. Ich finde es genau richtig wie Steam es handhabt, es wird nicht zensiert aber markiert damit sich jeder selber eine Meinung dazu bilden kann.
Man muss doch nicht alles vorkauen, dann verdummt der Mainstream noch mehr.


Aber zurück zum Thema, ich sehe das Review System von Epic skeptisch.
Ja es macht Sinn nur Bewertungen zuzulassen die das Spiel auch wirklich gespielt haben, auf der anderen Seite begünstigt das aber auch positive Reviews, genauso das undurchsichtige Zufallsystem.
 
Zuletzt bearbeitet:
RAZORLIGHT schrieb:
Das ist zu generell, man muss schon bei den verschieden Review Bombings unterschieden, bei einigen betrifft es nicht nur den Publisher selber, zumal weniger Verkäufe dann durchaus den richtigen Treffen.
Ah, da kommen die Vorwürfe, die man immer zu hören bekommt, wenn man an ein Thema differenziert heran geht und weder absolut für etwas oder gegen etwas ist. Ich werde am Schluss dazu etwas schreiben.

RAZORLIGHT schrieb:
Mit dieser Argumentation kann man fast alles entkräften, geht ja um die armen Mitarbeiter die nichts dafür können.
Das ist nur leider überall so, wenn ne Firma was verbockt, das ist ne Entscheidung von wenigen oder einer einzigen Person.
Ich kann an der Stelle mal ein Zitat direkt gegen dich selbst wenden:
RAZORLIGHT schrieb:
Du machst es dir viel zu einfach.
An der Stelle würde ich ja glatt sagen: Bitte noch mal genau lesen, was ich geschrieben habe. Es geht nicht darum, dass eine Firma als ganzes durchaus die Konsequenzen des Handelns ihrer Chefetage auch spüren muss, sondern ich habe explizit auf den bestrafenden Charakter des Reviewbombings hingewiesen, und dass diese Bestrafung in erster Instanz oft genug die falschen Mitarbeiter trifft und dessen sollte man sich immer bewusst sein.

Die ersten Posten, die geräumt werden, sind die Posten der Entwickler, egal ob sie direkt, indirekt oder überhaupt nichts dafür können. Alle weiteren Stellen darüber sind in der Regel sicher und dass für sehr lange Zeit. Wir kommen hier nämlich zu einem kleinen Problem und ich wende ein zweites Zitat gegen dich:
RAZORLIGHT schrieb:
Wie schon geschrieben, du siehst das zu einseitig und zu einfach.
Du siehst das ganze sehr einseitig und machst dir das ganze auch viel zu einfach, du beachtest, wie so viele, nämlich nicht die ganzen Zusammenhänge und blendest weitgehend das gesamte System "Firma" hinter dem Spiel aus und kannst daher auch nicht verstehen, warum die Bestrafung in der Regel auch überhaupt keine Wirkung zeigen kann.
RAZORLIGHT schrieb:
zumal weniger Verkäufe dann durchaus den richtigen Treffen.
Weiß du überhaupt wie ein moderner Medienkonzern heute arbeitet? Wie dort Projektmangement aussieht und was passieren muss damit es am Ende vielleicht doch die richtigen Menschen trifft und die richtigen Entscheidungen dann gefällt werden? Und warum ich geschrieben habe, dass in den meisten Fällen das Reviewbombing die falschen Personen trifft?

Lies dir mal Interviews mit Robert Kotick, Andrew Wilson oder John Riccitiello durch, sprech mal mit dem oberen und mittleren Managment, den Produktcontrollern und der Finanzabteilung, die in solchen Firmen heute das sagen haben. Diese Leute interessieren sich in der Regel nicht für Reviewbombing, wenn ein einzelnes Spiel durch eine Reviewbombe sich schlecht verkauft, dann ist das ein unrentables Projekt gewesen und im schlimmsten Fall werden die Entwickler vor die Tür gesetzt und das war es, denn am Ende kommt es nur darauf an, dass am Tag der Aktionärsversammlung die Zahlen stimmen. Wenn wir als Spieler*innen Pech haben, dann haben wir durch unser Wunsch auf Bestrafung durch Reviewbombing uns sogar noch ins eigene Fleisch geschnitten, weil es ein großes Multimillionen-Dollar-Projekt war und die Finanzheinis daraus dann lesen können: Ach, das Projekt hat sich nicht rentiert, Großprojekte lohnen sich für uns nicht, gehen wir noch mehr auf Mobil, weniger Ressourcne-Einsatz, weniger Stress, bessere Zahlen.

Den Aufsichtsrat bewegst du erst dazu über die aktuelle Führungsebene nachzudenken, wenn die Probleme "umfassender" werden und nicht nur ein Spiel durch Reviewbombing sich schlecht verkaufte, sondern konsequenter handeln würden und die Firma durch dieses Handeln allgemein in "Schräglage" bringen würden, denn dann müsste man sich damit befassen, warum die Zahlen einbrechen, warum es zu den Problemen kommt.

So ist das Reviewbombing primär für das Selbstwertgefühl der Community gut, bleibt aber ein symbolischer Akt, der in der Regel nichts ändert und zu oft werden die falschen Konsequenzen daraus gezogen.

Und um da mal zur Autoindustrie zu kommen: Der Dieselskandal hatte für VW teilweise existenzgefährdende Dimensionen angenommen und natürlich hat VW - Winterkorn - erst mal versucht das auf wenige Mitarbeiter zu schieben, die ja gehandelt hätten, ohne dass es die Chefs oder er es gewusst hätten, nur bei dem Umfang und bei der drohenden finanziellen Katastrophe hat das nicht mal mehr der Aufsichtsrat geglaubt, vorallem weil Winterkorn ein Pedant war und jeder wusste, was er für ein Kontrollfreak gewesen ist. Hier hat dann der öffentliche Druck und auch die bedrohliche Lage dann dazu geführt, dass so einige Manger und Chefs ihren Hut nehmen durften und man - wenn auch nur halbherzig - doch versucht war einige der Probleme im mittleren und hohen Mangement zu beheben und man auch die Posten neu besetzt hat.

Reviewbombing gegen ein Spiel hat in den letzten Jahren da nicht wirklich zu geführt, sondern die Manger, die uns Spieler*innen immer wieder versuchen zu "veraschen" haben immer noch ihren Posten, sie merken, dass es auf dem Weg nicht klappte und wählen beim nächsten Spiel einen anderen Weg und das schlimme dabei ist dann, dass sie sogar oft noch dafür belohnt werden, dass sie ja aus dem Reviewbombing "gelernt" hätten und was passiert darauf? Sie versuchen es irgendwann mit der nächsten Schweinerei, wir begehren gegen ein Spiel auf und denken uns oft in selbstgerechterweise, dass wir es ihnen gezeigt haben, feiern einen kleinen Erfolg einige Zeit später merken wir dann, dass es doch nichts gebracht hat und die Sau nur unter einem neuen Namen durchs dorf getrieben wird.

RAZORLIGHT schrieb:
Der Konsument muss sich in seiner Not leider wehren, wenn er (vielleicht nicht rechtlich aber gefühlt) betrogen wird.
Und das ist einer der Gründe, warum ich durchaus auch für Reviewbombing bin und mir auch selbst sage, dass wir es den Menschen ermöglichen müssen auch einmal erzürnt sich Luft zu verschaffen und einen Misstand auch anzuprangern.

Für mich wichtig ist aber die Intention dahinter und ob ich auf einen Misstand aufmerksam machen will und ob ich damit etwas verändern will oder ob es mir einfach nur um eine stumpfe "Bestrafung" geht, weil ich für mich oder meinen Idolen vermeintliche Gerichtkeit einfordern will.

Wenn ich mir den aktuellen Aufschrei um Diablo: Immortal ansehe und da das Reviewbombing, dann bleibt mir selbst nur ein Kopfschütteln und nicht, weil ich das Reviewbombing nicht verstehe oder weil ich eine andere Meinung hätte, als die Menschen, die jetzt aufschreien, sondern weil ich erkennen, wie nutzlos dieser Aufschrei ist und wie manche der lautesten Stimmen sogar noch selbst dazu beitragen, dass Diablo: Immortal ein Erfolg wird, weil sie in ihren Artikeln, ihren Videos und Streams mit ihren "Beweisen" genau zu den Walen werden, auf die die Publisher bei solchen Systemen abzielen und wie jeder Euro oder Dollar, den sie in das Spiel buttern, zum Umsatz und zum Gewinn von AB beitragen und obwohl quasi jeder von ihnen über das Spiel schimpft, generien sie damit Reichweite und Einkommen und wir anderen unterstützen das dann auch noch.

Der Vorwurf, dass ich einseitig an das Thema gehe oder es mir zu einfach machen, trifft, wenn man deine Ausführungen so durchliest, vollständig auf dich zu. Gleichzeitig wundert es mich aber eben nicht, dass du mir diesen Vorwurf machst. Ich habe dich an der Stelle angegriffen, in dem ich dir gesagt habe, dass der bestrafende Charakter bei einem Reviewbombing ein großer Fehler ist und das es auch die falsche Intention ist, weil es oft nichts bringt und wenn, dann oft die falschen trifft. Das schmeckt dir nicht, dir schmeckt auch meine Sichtweise darauf nicht, weil ich eben weder absolut dafür noch dagegen bin, sondern den Zweck hinterfrage und eben auch mir die Frage stelle, was es bringt.

Reviewbombing ist in meinen Augen durchaus ein wichtiges Mittel um der Community eine nötige Stimme zu verschaffen, damit man auf Missstände aufmerksam machen kann. Wir sollten es aber eben genau aus dem Grund machen, einen Missstand anzuprangern. Ob wir damit die Entwickler und Publisher bestrafen können? Eher nicht und wir sollten es auch nicht als Bestrafung verstanden wissen dafür ist das Verhalten von Spielern im Allgemeinen einfach viel zu inkonsequent.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca
@DevPandi also wer Diablo:Immoral immer noch nicht als Pay-to-Win-Cashgrab und als Experiment wie weit man mit Diablo4 dann gehen kann verstanden hat ist halt ein authentifiziertes Melkvieh.

Die meisten Streams und Reviews waren ja völlig vernichtend und nur einige völlig verstrahlte P2Winner haben das Spiel als "normales mobile-Game" beschrieben.

Viel wichtiger wäre dabei die EU / EX-BPjM / Jugendschutzbehörde in Deutschland. Alle Lootboxen und Zufallsmechaniken für Echtgeld egal ob Gewinne auszahlbar sind oder nicht gehören imho sofort als 18+ eingestuft und Werbung dafür verboten.
So ähnlich wie in den Niederlanden und Belgien.

Am besten muss bei jedem "Loserubbeln" bestätigt werden wieviel € (nicht Crystals oder Gems) man gerade ausgibt und eindeutig welche Chancen auf Gewinne dafür entstehen.

Aber die Eu wird wahrscheinlich erst soweit sein wenn Deutschland flächendeckend mit Glasfaser versorgt ist.... haha.
 
RAZORLIGHT schrieb:
Review Bombing war bisher so gut wie immer gerechtfertigt.

catch 22 schrieb:
Der einzige echte Schutz vor Reviewbombing und unverdient schlechten Bewertungen ist die Leute nicht zu verarschen und ein stabiles & (möglichst) fehlerfreies Spiel zu releasen, auch wenn das natürlich nicht im Interesse der Shareholder ist, schließlich kostet so ein gutes Verhalten Geld und Zeit
Eine nette Vorstellung, aber das schützt leider überhaupt vor Reviewbombing.

Ich merke schon, viele Mitglieder haben hier die Vorstellung, Reviewbombing sei die gerechte Stimme des Volkes die ihren Unmut gegenüber den bösen Publishern ausdrückt.

Doch oft hat ja Reviewbombing gar nichts mit dem Produkt zu tun, egal wie gut es ist. Ich erinnere nur mal an diese Fälle:
  • Monster Hunter World hat Reviewbombing erfahren, weil der gleichnamige Kinofilm schlecht war
  • Indie-Spiele wurden von Chinesen mit Reviewbombing überzogen, wenn sie kritische Kommentare zur kommunistischen Partei enthielten
  • Borderlands 2 wurde negativ bewertet, weil der Jahre später erschienene Nachfolger nur in einem anderen Launcher verfügbar war

Reviewbombing ist ein Missbrauch des Bewertungssystems.
Falls ein Produkt schlecht ist, kann man es ganz normal negativ bewerten. Dazu muss man sich nicht mit einer wütenden Community abstimmen und 10x soviele Bewertungen raushauen wie sonst im gleichen Zeitraum.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca
Schalk666 schrieb:
Die meisten Streams und Reviews waren ja völlig vernichtend
Du meinst diese streams und Reviews die einen 3- bis 4-stelligen Betrag ausgegeben haben um zu diesem Ergebnis zu kommen?
Ja, die habens Blizzard richtig gezeigt!
 
Schalk666 schrieb:
@DevPandi also wer Diablo:Immoral immer noch nicht als Pay-to-Win-Cashgrab und als Experiment wie weit man mit Diablo4 dann gehen kann verstanden hat ist halt ein authentifiziertes Melkvieh.
Du hast meinen Beitrag in dem Fall falsch verstanden!

Es geht nicht darum das Diablo: Imortal Pay2Win ist, das stelle ich auch nicht in Frage!

Es geht darum, das die Kritiker, die aktuell am lautesten sind, genau die sind, die teilweise 3 - 4 stellige Beträge bereits ins Spiel gebuttert habe und damit genau das gemacht haben, worauf die Firmen abzielen: Wenige Wale sind bereit hohe Beträge in das Spiel zu buttern.

Blizzard kann es egal sein, wie negativ die Reviews sind, sie haben bereits ihre Wale gehabt.

Ich weiß von 6 Streamern, die teilweise für ihre Videos hohe 4-stellige Summen investiert haben und viele die dreistellig dabei sind.

Bereits eine nette Summe von vielleicht 20 - 30 Streamern.

Bereits das ist ein Fehler. Und das richtig paradox wird es, wenn man bedenkt, das so mancher Zuschauet, die sich auch echauffieren das sogar noch mit Spenden quasi querfinanzieren.

Konsequent wäre gewesen das Spiel überhaupt nicht zu spielen, kein Geld auszugeben, keine Bühne zu bieten.

So hat Blizzard sein Geld verdient, denen kann es egal sein wie negativ die Reviews sind, es zählt was im Quartalsberichte damit kommt an Moneten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca
Abseits eines jeden Bewertungssystems hab ich für mich das Passende gefunden:
Ich schau mir ein Lets Play auf Youtube an und bei Gefallen gönne ich es mir.
Bin dadurch schon auf echte Perlen gestoßen, wenn natürlich auch für mich.
Hätte nie zB. Dying Lights gespielt, ohne vorher das Lets Play gesehen zu haben.

Berwertungen sind leider immer vom persönlichen Geschmack abhängig, die sagen genauso wenig aus wie
Spieletests, egal, wer sie getestet hat.

Ich nenne jetzt als Bespiel mal Doom.
Die Originale hab ich mehr als gern gespielt, auch Doom 3 war noch mein Ding.
Hingegen das letzte Doom, angespielt, und nie wieder angefaßt.
Warum: weil ich eben keine Glory Kills benötige. Das war einer der Hauptgünde.
Sicherlich hat das Spiel seine Reize, und auch bestimmt für die Zielgruppe mehr als gut, aber
war halt nicht mein Ding.
Gut, war auch meine Schuld, ich habe es mir quasi blind zugelegt, aber das war zumindest für mich der
letzte Fehlkauf, meine Youtube Methode funktioniert für mich sehr gut
 
RAZORLIGHT schrieb:
Der Konsument muss sich in seiner Not leider wehren, wenn er (vielleicht nicht rechtlich aber gefühlt) betrogen wird.

Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Art des sich "wehrens" kaum einen Effekt hat.
Ein schönes Beispiel ist Battlefield 2042, das trotz vorab negativer Berichterstattung und sehr viele negativer Reviews auf Steam sich in der ersten Woche über 4 Millionen mal verkauft hat und damit auf Platz 2 der bisherigen BF Verkaufszahlen war.

Nicht anders war es bei BF5, Battlefront 2 (was sich trotz der Lootkisten sehr gut verkauft hat) usw.
Und das ist nur EA, quasi das Hassobjekt Nr.1 unter den Publishern bei Spielern.
Ubisoft, Activision (Blizzard), THQ Nordic usw. usw., alle haben in den letzten Jahren Titel veröffentlicht, die ihrer Technik, dem Gameplay, der Monetarisierung nach problematisch waren. Alle mussten sich mit Reviewbombing auseinandersetzen. Keiner hat auch nur im Entferntesten etwas an der Firmenpolitik durch Reviewbombing verändert.

Daher: bestrafen Reviewbombings die Pulbisher? Nein.

Wenn es Veränderungen gab, dann durch andere Kräfte, die rechtliche oder stark finanzielle Folgen mit sich brachten. Diese ergaben sich aber nie aus Reviewbombing, sondern durch das Lenken der Aufmerksamkeit von entsprechenden Stellen durch spezifische Gruppen (z.B. ernsthaften Journalismus, eingereichte Klagen etc.).


DevPandi schrieb:
Sie versuchen es irgendwann mit der nächsten Schweinerei, wir begehren gegen ein Spiel auf und denken uns oft in selbstgerechterweise, dass wir es ihnen gezeigt haben, feiern einen kleinen Erfolg einige Zeit später merken wir dann, dass es doch nichts gebracht hat und die Sau nur unter einem neuen Namen durchs dorf getrieben wird.

Das trifft es genau. Siehe Diablo Immortal, keine Lootboxen mehr (weil ein zu verbranntes Thema inzwischen), dafür hat man mit den Gems die Zufallskomponente der Lootboxen anders reingebracht, um gleichzeitig weiterhin den Suchtfaktor dieser Systeme zu erhalten.
Macht die Leute auch sauer, trotzdem hat man inzwischen mehr als 24 Mio Umsatz gemacht.


DevPandi schrieb:
[...] wie nutzlos dieser Aufschrei ist und wie manche der lautesten Stimmen sogar noch selbst dazu beitragen, dass Diablo: Immortal ein Erfolg wird, weil sie in ihren Artikeln, ihren Videos und Streams mit ihren "Beweisen" genau zu den Walen werden, auf die die Publisher bei solchen Systemen abzielen und wie jeder Euro oder Dollar, den sie in das Spiel buttern, zum Umsatz und zum Gewinn von AB beitragen und obwohl quasi jeder von ihnen über das Spiel schimpft, generien sie damit Reichweite und Einkommen und wir anderen unterstützen das dann auch noch.

Ein Problem, dass dabei mitschwingt, ist eben auch, dass diese entsprechenden Leute (Youtuber, Journalisten usw.) von ihren Zuschauern leben und entsprechend Inhalte liefern müssen.

Schönes Beispiel die Tage ist das "Event" um einen neuen Panzer in WoT gewesen. Die Anzahl der zu erstehenden Panzer war begrenzt und man musste sehr viele Ressourcen aufbringen (u.a. mittels Echtgeld in Form von Gold), um ihn zu bekommen. Um die Angst (FOMO) noch richtig zu steigern, gabs noch einen besonderen Skin oben drauf für die, die als erstes entsprechend ihre Ressourcen reinpumpten. Das Event war daher schlicht auf Wale zugeschnitten.

Das Fahrzeug ist letztlich eher durchschnitt und in den Augen vieler CCler (mit der Community in Verbindung stehende WoT Spieler, oftmals Youtuber) den ganzen Aufwand nicht wert gewesen und das Event kritisiert - btw. nicht das erstemal, dass so ein Fazit gezogen wurde.
Trotzdem hat der Großteil der CCler in entsprechenden Videos das ganze Event vorab quasi gratis für Wargaming (Publisher von WoT) promoted und sicher den einen oder anderen Spieler schlicht dahin verführt.


Daher:
DevPandi schrieb:
Konsequent wäre gewesen das Spiel überhaupt nicht zu spielen, kein Geld auszugeben, keine Bühne zu bieten.

Es ist daher schlicht zwischen Pest und Cholera wählen. Berichten sie nicht/nehmen sie nicht teil, geht ihnen quasi Geld verloren (Youtube, Reichweite, Spenden usw.). Berichten sie/nehmen sie teil, unterstützen sie eben die Machenschaften der entsprechenden Publisher.
Die wenigsten können es sich leisten, unabhängig zu sein.
 
AbstaubBaer schrieb:
Halte ich nicht für zutreffend. Es sei denn, man wertet es zu einer Ideologie ab, sich für das Wohl anderer einzusetzen. Im Grunde entsteht dadurch am Ende aber ein vielfältiges Bild, bei dem jeder selbst einschätzen kann, welche Aspekte er wie gewichtet oder überhaupt ernst nimmt. Für "falsch" halte ich solche Wertungen nicht.
Es ist ein Unterschied, ob man die Spiele als qualitativ schlecht ansieht oder ob es um andere Dinge wie Skandale geht, wofür man dann Review-Bombing betreibt. Wenn sich viele schlechte Reviews ansammeln auf normalen Wege weil die Leute das Spiel nicht mögen, ist es auch nicht Review-Bombing.

Activision Blizzard hat natürlich mehr als genug Stoff mit den Skandalen, wie etwa der "Cosby Room", wie man ihn intern genannt hat dort den Raum, wo man die Frauen gefügig gemacht hat für sexuelle Handlungen. Nicht das das gut wäre, aber eben, man kann auch gar nichts davon wissen und einfach nur Sachen wie WC3 Reforged schlecht finden, weil die Qualität einfach nicht stimmt.

Ich selbst bin da eher der Kerl, der sich um das Produkt und nicht um die Firma kümmert. Etwa wenn ich einen Test auf CB lese über einen neuen CPU, geht es mir um den CPU und nicht darum, ob der Mitarbeiter irgendwelche Leichen im Keller hat.

AbstaubBaer schrieb:
Das sehe ich als arg undifferenziert an. Wenn man ein Spiel nicht mag, dann nennt man die Gründe dafür, eben die Haare in der Suppe. Ob man es mag oder nicht, ist aber eine individuelle Wertung. Deswegen sind es auch Rezensionen. Es gilt der alte Tipp: Man liest Seiten, bei denen die Tester etwa den selben Geschmack haben wie man selbst.

Man braucht Journalisten deshalb auch nicht in Anführungszeichen zu setzen. Journalisten haben einen größeren Überblick, mehr Erfahrung, können in Kontext setzen und sind potentiell reflektierter. Das unterscheidet ihre Texte von "KeyboardWarrior69", der drei Zeilen in Netz rotzt.
Nein, da muss ich entschieden wiedersprechen. Ein Jörg Ex-4P oder ein Gamestar-Maurice haben definitiv nicht (!) mehr Ahnung als du und ich wenn es um Spiele geht. Und die Anführungszeichen sind schon richtig, denn es ist kein Journalismus.

Ahnung hat man in gewissen Genres, die man über viele, viele Jahrzehnte gezockt hat und da unterscheidet den regulären Spieler nichts von einem selbsternannten "Journalisten". Letztere müssen Fliessbandtests von Genres machen, von denen sie oftmals keine Ahnung haben: Was etwa will mir Maurice über Simulationen erzählen? Denkst du, er hätte bei Gamestar nur schon die Zeit ein 520-Seiten Handbuch zu lesen um halbwegs die Mechaniken zu erlernen?

Ich vertraue den Genre-Zockern, die seit Jahrzehnten dabei sind, erheblich mehr als einem Redakteur eines Magazins, der den Test für einen Flugsimulator noch zwischen dem neuen FIFA Titel und einem RPG quetschen muss. Bei kleinen und simplen Games mag es noch halbwegs gehen, aber auch da hat die Redaktion üblicherweise Fristen, bis wann der Test stehen muss.

Dann, da treten noch ganz andere Probleme auf mit den Magazinen: Etwa dass sie bevorzugtes Ziel für Korruption für positive Reviews oder aber Ziele für Embargos gegen schlechte Reviews sind.

Diese Leute geben vor, sie wären irgendwie "objektiv", aber in Wahrheit sind sie eben genau so subjektiv wie alle anderen Tester, egal ob Oma Meier oder Abu Wahib (erinnerst du dich an Abu? Das war der General aus dem Nahen Osten, der als einziger nicht bemerkt hat das das Schnittmuster seiner neuen Uniform aussieht wie ein Dönerspiess... und ja, den Mann gibts wirklich, General Kebab)
 
Alleine die Diskussion hier im Forum zeigt doch, wie weit die Schere der unterschiedlichen Ansichten auseinandergeht. Und Abstimmungsberechtigte gibt es auf den Plattformen wesentlich mehr…

Würde man im Netz einfach mit soliden und objektiven Bewertungen arbeiten, wären solche Diskussionen über Bewertungs- Möglichkeiten gar nicht mehr nötig.

Da es aber nun mal Menschen gibt, die mit ihrem Verhalten (für dass sie im RL die ein oder andere Bruchlandung erleiden würden) immer einen Weg finden, Bewertungsmöglichkeiten zu torpedieren, wird sich wohl nie ein universell guter Weg etablieren.
 
Olli1977 schrieb:
Alleine die Diskussion hier im Forum zeigt doch, wie weit die Schere der unterschiedlichen Ansichten auseinandergeht. Und Abstimmungsberechtigte gibt es auf den Plattformen wesentlich mehr…
Ich bin froh, das CB sich bei Games auf das beschränkt, was man ganz konkret objektiv analysieren kann: Nämlich die Technik. Da kann man messen, welche Hardware mit welcher Konfiguration wieviel FPS etc. liefert. Alles andere ist viel zu subjektiv.

Aber heute ist es anders als vor 20 Jahren wo noch Magazine gedruckt wurden im grossen Stil: Heute hat man soviele Genres mit sovielen Subgenres mit so extrem vielen Titeln, das man gar nicht alles mehr testen kann. Man muss sich eben spezialisieren auf ein Genre wie etwa Strategie oder Shooter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: usernamehere
Finde ich eine furchtbare Lösung. Wenn ein Spiel schlecht ist, ich dafür Geld gezahlt habe und mein Geld wieder zurückerstatten lasse, dann darf ich das schlechte Spiel nicht bewerten? Das ist eine richtig gefährliche Herangehensweise an ein Bewertungssystem.
Auch haufenweise negative Reviews über Kopierschutz u.ä. von zahlenden oder spielenden Personen halte ich für absolut gerechtfertigt, wenn ein Entwickler hier per Eigenverschulden einen Bock schießt.

Wirklich schade, so kann man als Kunde also im Epic Store deutlich leichter auf die Schnauze fliegen mit dem Kauf eines Spiels, als es bei anderen Stores ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ReactivateMe347
Is ja toll, wenn ein Spiel also auf Radeon-Karten schelcht läuft und der Käufer es deswegen nicht lang genug spielt, dann darf er keine Bewertung abgeben ...
Statt sich mit der Ursache etwa des Review-Bombing außeinander zu setzen, blockiert man lieber....
 
Zurück
Oben