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Bildschirm mit 15V statt mit 14V betreiben

pedder59 schrieb:
Bei Schaltnetzteilen sieht es anders aus.
Was da am Ende rauskommen soll ist Leistung (P= U+I)
Damit P gleich leibt für den Verbraucher zieht das Netzteil wenn U sinkt mehr I.
Stöf schrieb:
Umso niedriger die Spannung, umso höher der Strom.
Ich hoffe euer Beruf verlangt nicht von euch, dieses "Wissen" praktisch anzuwenden.
 
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Da haben wir es:
Beliebiges Netzteil.
Bei Anschluß an 100V ist die Stomaufnahme 8A
Bei Anschluß an 240V ist die Stomaufnahme 4A

Wie soll denn die Ausgangsleistung aufrecht erhalten bleiben, wenn die Spannung sinkt?

ghecko
Mach Dein Praktikum erst zu Ende.
 
Stöf wurde bereits von Vindoriel korrigiert. Seine Argumentation war zwar etwas Quer aber das Ergebnis war richtig. Zu niedrige Spannung wird den Monitor nicht töten, er wird einfach nur die Arbeit einstellen.

Schaltnetzteilen zu unterstellen, sie wären allesamt Leistungsgeregelt ist eine interessante Behauptung.
Nach dieser Logik würde ein 500W PC-Netzteil durch Erhöhung der Sekundärspannung einen Verbraucher dauerhaft dazu zwingen, 500W zu verbrauchen. Ich frage mich wie das der PC von pedder59 finden würde.
Sein "Versuch" hat lediglich gezeigt, das bei einer konstanten Beanspruchung am Ausgang der Strom am Eingang steigt, wenn man die Eingangsspannung reduziert. Schaltnetzteile funktionieren über einen breiten Eingangsspannungsbereich, hier wollte also jemand zeigen dass bei niedriger Spannung die Leistung über einen erhöhten Stromverbrauch konstant gehalten wird.
Aber nun davon auszugehen, dass Schaltnetzteile deshalb ausgangsseitig Leistungsgeregelt sind zeugt davon, dass dieses interessante Experiment auf unfruchtbarem Boden stattfand.
pedder59 schrieb:
Bei Schaltnetzteilen sieht es anders aus.
Was da am Ende rauskommen soll ist Leistung (P= U+I)
Was in diesem Fall die richtige Antwort gewesen wäre:
"Was am Ende rauskommen soll ist Spannung."
Denn um diese Art Schaltnetzteile geht es hier und in der Argumentation von pedder59, Spannungsgeregelte Schaltnetzteile.
Ausgangsspannung konstant, Strom und demnach auch die resultierende Leistung dem Verbraucher angepasst. Falls pedder das gemeint hat muss er sich genauer ausdrücken.
Vielleicht gibt es dafür auch Praktika?
 
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Vindoriel schrieb:
Und Du solltest mal de Thread von Anfang an lesen, es geht nicht um die Versorgung eines Monitors mitsamt Netzteil, sondern um die Stromversorgung des Monitors durch ein anderes Netzteil. Die Primärseite ist also nicht relevant.
Und der Monitor hat intern keine weiteren Regler für die verschiedenen Bauteile, die unterschiedlichen Spannungen benötigen verbaut?
 
ghecko schrieb:
Stöf wurde bereits von Vindoriel korrigiert. Seine Argumentation war zwar etwas Quer aber das Ergebnis war richtig. Zu niedrige Spannung wird den Monitor nicht töten, er wird einfach nur die Arbeit einstellen.

Und genau mit dieser Aussage beweist du, wie wenig Ahnung du hast. In meinem Beispiel wird die Wicklung durchbrennen. Finde es ja super wenn du hier auf dicke Hose machst und den Pedanten raushängen lassen willst. Aber dann tu es nur, wenn du auch Ahnung vom Fach hast.

Schöne Grüße vom Maschinenbauer ;)
 
Gut, dann hau raus. Was passiert, wenn man den Monitor mit zu wenig Spannung betreibt? Steigt nahe den 0V der Strom ins unermessliche? Andere Beispiele sind ebenfalls willkommen.

Wenn du aber wieder mit Elektromotoren kommst, musst du spezifischer werden.
Was für ein Motor?
Warum brennt er unter Belastung mit weniger Spannung eher durch als mit Nennspannung?
Und was hat es mit der langen Zuleitung auf sich?
Stöf schrieb:
Und wenn du echt das ganze mal in Aktion erleben willst. Kauf dir mal einen beliebigen Verbraucher, am besten
einen kleinen Motor der mit 230V betrieben wird. Jetzt hängst du da mal 100m Verlängerungskabel dran, belastest den Motor und schaust zu, was passiert
Was denn nun? Einen beliebigen Verbraucher oder einen kleinen Motor? Und warum muss er dafür klein sein? Damit der Schaden kontrollierbar ist?
Wozu dient das Verlängerungskabel? Um einen Spannungsabfall zu erzeugen?
Stöf schrieb:
In meinem Beispiel wird die Wicklung durchbrennen.
In deinem Beispiel kann man jedes beliebige Szenario unterbringen, denn dein Beispiel ist aus technischer Hinsicht nicht spezifisch. Wir wissen nicht mal, um was für einen Motor es sich handelt, je nach Bauart haben die ein grundlegend anderes Lastverhalten. Daran ändert aber eine geringere Versorgungsspannung nichts zum negativen. Im Gegenteil, die begrenzt den Strom, den der Motor bei seinem maximalen Drehmoment aufnimmt (Stern/Dreieck, du erinnerst dich?). Dasselbe gilt für Einphasen-Reihenschlussmotoren, dein typischer Staubsauger, Stabmixer, Kaffeebohnenzermahler...
Und die lange Zuleitung wird in beiden Fällen nur eines tun: den Strom durch den Leitungswiderstand weiter begrenzen. Solange dieser Leistungsverlust in der Zuleitung thermisch abgeführt werden kann, kann er der Zuleitung (und erst recht dem Verbraucher) nichts anhaben. Dafür sorgt der Sicherungsautomat.

"Beliebiger Verbraucher" hattest du erwähnt. Dann meine Frage an dich. Was passiert, wenn ich ein Bügeleisen für das 230V Netz an 115V betreibe? Fließt jetzt der doppelte Strom, um die Leistung konstant zu halten?

Was passiert, wenn ich einen Einphasen-Reihenschlussmotor für 115V an 230V betreibe? Laut deiner Theorie dürfte das problemlos gehen, der Strom steigt ja bei niedriger Spannung. Umgekehrt sollte er bei hoher Spannung sinken...
 
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Süß wie du dich echauffierst statt einfach einzusehen, dass du keine Ahnung hast.

Ich sprach von 230V Motoren, weil das für den gewöhnlichen Menschen dann einfacher greifbar und vor allem viel einfacher selbst nachvollziehbar ist.

Es sollte ein kleiner Motor sein, weil große Motoren offensichtlich eher selten mit 230V betrieben werden. Aber tatsächlich ist es vollkommen irrelevant wie "groß" der Motor ist. Du kannst auch einen 50kW 3~ Drehstrommotor mal mit Unterspannung laufen lassen. (Und zwar konstant und unter LAST, nicht fröhlich im Leerlauf für 30 Sekunden.)

Das Problem ist, du schmeißt hier gerade fröhlich Begriffe durcheinander, entweder weil du nicht so ganz genau weißt, oder weil du hoffst ich würde sie nicht kennen.

Finde es übrigens hart bedenklich, dass du denkst die Länge der Leitung würde die Ströme begrenzen, weil Leiter ja dafür bekannt sich, so riesige Widerstände zu haben. Vor allem weil ich explizit das Beispiel der Langen Leitung gebracht habe um einen Fall in dem Maschinen kaputt gehen, weil die Spannung zu gering war.

Aber naja. Carry on, du machst hier einen sehr guten Job. Bin mir sicher du beeindruckst den einen oder anderen!
 
Stöf schrieb:
Du kannst auch einen 50kW 3~ Drehstrommotor mal mit Unterspannung laufen lassen. (Und zwar konstant und unter LAST, nicht fröhlich im Leerlauf für 30 Sekunden.)
Ich schmeiß nicht fröhlich Begriffe in den Raum, ich will mit dir eine Diskussion anregen, basierend auf technisch verwertbaren Fakten. Darauf scheinst du nicht eingehen zu wollen, aus welchen Gründen auch immer.
Aber du als Maschinenbauer wirst hiermit sicher etwas anfangen können:
789212


Drehmoment-Drehzahl-Kennlinien einer 2-poligen 3 kW Asynchronmaschine mit unterschiedlichen Statorspannungen. Das Drehmoment nimmt mit dem Quadrat der Statorspannung zu. M ~ Us²
http://www.energie.ch/asynchronmaschine

Nun die eigentliche Frage, wo begünstigt die thermische Verlustleistung die Zerstörung der Statorwicklungen unter hoher Belastung am ehesten? Bei 110V oder bei 400V Klemmspannung?

Stöf schrieb:
Finde es übrigens hart bedenklich, dass du denkst die Länge der Leitung würde die Ströme begrenzen, weil Leiter ja dafür bekannt sich, so riesige Widerstände zu haben. Vor allem weil ich explizit das Beispiel der Langen Leitung gebracht habe um einen Fall in dem Maschinen kaputt gehen, weil die Spannung zu gering war.
Du musst dich entscheiden. Entweder du legst dich fest, dass der Leitungswiderstand nicht unerheblich ist, weil er (wie du selbst argumentierst) die Spannung unter (Strom)Belastung reduziert, oder er ist vernachlässigbar, dann ist der Spannungsverlust aber ebenfalls zu vernachlässigen und deine Argumentation haltlos.

Falls deinem Beispiel ein reales Ereignis zugrunde liegt:
Motoren haben meist angehängte Ventilatoren, um die Verlustwärme abzuführen. Betreibt man einen Motor mit zu wenig Spannung, kann das Drehmoment zu gering sein, um die angehängte Last zu drehen. In diesem Fall setzt auch die angehängte Kühlung aus und der Motor überhitzt. Hier ist die Ursache der Störung tatsächlich eine zu geringe Spannung, aber nicht weil der Strom zu hoch ist sondern sich der an der Welle befestigte Lüfter nicht schnell genug dreht. Ist das dein Szenario?
Wenn ja, dann einen halben Punkt für dich, du hast tatsächlich ein Beispiel gefunden.
Einen halben Punkt, weil du den Mechanismus dahinter völlig fehlinterpretiert hast. Hier ist nicht zu viel Strom die Fehlerursache sondern ein Wegfall der Kühlleistung. Im Gegenteil, eine niedrigere Spannung würde die Abwärme des Motors unter mechanischer Überlastung verringern und den Wicklungsschluss hinauszögern.

Einen habe ich noch:
Stöf schrieb:
weil große Motoren offensichtlich eher selten mit 230V betrieben werden
Ich weiß nicht was du als groß definierst, aber die meisten großen Industriemotoren unterhalb von ~70kW laufen in der Tat mit 230V von Phase->Sternpunkt. Jedenfalls alle, bei denen Y 3AC 400V auf dem Typenschild angegeben ist.
 
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Stuffz schrieb:
Lustige Diskussion hier, aber wie soll das den TE weiter bringen?
Der TE hat vor ca. 1 Seite entschieden, dass er lieber auf nummer Sicher geht und ein modulares Netzteil eingestellt auf 14V nutzt. Alles gut.
Jetzt lass die anderen weiterdiskutieren, damit ich etwas erheiternde Abendlektüre habe :)
Ich bin zwar bei weitem kein Experte, hatte aber genug Elektrotechnik um die Unterhaltung nachzuvollziehen und da macht das schon Spaß...
 
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