News BIOS-Mod: Coffee Lake auf Z170-Platine bisher nur mit Problemen

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#61
Das eigentliche Problem ist doch, dass der CoffeeLake nicht pinkompatibel mit den Sockel1151-Boards mit 1xxx und 2xxx - Chipsatz ist. Und das war glatte Absicht von Intel, das hätte man auch anders handhaben können, und das kann man Intel getrost ans Knie nageln
 

Holt

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#63
Mich würde interessieren, ob die neuen Coffee Lake CPU's auf den Server Chipsätzen C232/C236 laufen.. ich vermute mal auch da wird es dann einen C332/C336 geben..
Dem bisherigen Namensschema folgend dürften die aber eher C242 und C246 genannt werden. Die 100er Stellen unterscheiden die Sockel, die C200er sind für den Xeons um Mainstream S.115x, die C600er für den High-End Sockel, nun also den LGA3647 und damit gibt es nun neu den C422 für die Xeons des S.2066 als die neue Mitte im Portfolio der gesockelten Xeons.

Es war ja schon ein nice-to-have, dass die Kaby Lake Xeon v6 und i7 7000er per Bios Update auf einem C232 Board möglich geworden sind
i5 und i7 waren immer auf den Boards mit Xeon Chipsatz lauffähig, nur eben eigentlich unsinnig und wurden daher nicht von jedem Boardhersteller auf jedem Board unterstützt. Ab dem S.1151 waren nur umgekehrt die Xeons nicht mehr auf den Boards mit Consumer Chipsätzen lauffähig, weil bewusst von Intel ausgesperrt und nun beim S.2066 gibt es gleich keine Kompatibilität zwischen den Consumer und Server CPU und Boards mehr, obwohl beide den gleichen Sockel haben. Da laufen Xeons nur in Boards mit dem C422 und die i5/i7/i9 nur in den Boards mit dem X299 Chipsatz.
Die Coffee Lake Xeons kommen ja erst noch, die waren neulich in einer News zu lesen: Demnach würden die Xeon E3 12xx dann in E-21xxG und die mobilen Xeon E3-15xx in Xeon E-21xxxM umbenannt. Nachdem E5 und E7 aus den Namen der großen Xeons verschwunden ist, wäre es also auch konsequent das E3 bei den kleinen zu streichen und wenn AIDA sie schon kennt, dürften sie wohl Anfang nächsten erscheinen, vermutlich wenn auch die übrigen 300er Chipsätze sowie die Coffee Lake 2 Kerner vorgestellt werden.

selbst mit geänderter Stromversorgung ist eine Abwärtskompatibilität sicher möglich.
Bei einer Spannungsversorgung geht es um mehr als Volt und Watt, auch die Anzahl der Spannungen und vor allem deren Regelverhalten bei Laständerungen sind wichtig.
Meistens gibt's ja noch einige Reserve-Pins, jedenfalls bei den Pinbelegungen, die ich bisher gesehen habe.
Es wurden ja auch Reservepins benutzt, nur ist da immer die Frage was die Boardhersteller damit jeweils auf den Boards angestellt haben. Liegen diese auf Masse, obwohl sie eigentlich unbeschaltet bleiben sollten, so kann dies zum Kurzschluss führen, wenn die CPU dies intern mit einer Spannung erwartet die sie auch von einem anderen Pin bekommt, der aber beschaltet ist. Das die Boardhersteller da gerne mal die Vorgaben missachten und versuchen durch Kreativität mehr rauszuholen, hat man ja bei den OC Sockeln der X99er Boards gesehen.
Intels Produktpolitik ist einfach Mist, so viele schwachsinnige und unnötige Entscheidungen...
Ohne alle Fakten zu kennen, kann man nicht wissen ob die Entscheidung unnötig war und wie das Ergebnis des Tests ja auch scheint, dürfte es durchaus Gründe gegeben haben.

Hätte Intel einfach einen Sockel 1152 mit physisch anderer Pin-Belegung gemacht wäre der Aufschrei bei weitem nicht so groß.
Ja, ich vermute aber, dass Intel diese ganz nicht geplant hatte, weil man selbst die Kompatibilität angestrebt haben dürfte, nur musste man dies dann vermutlich so spät aufgeben, dass keine Zeit für eine Änderung des Sockels blieb und wenn Ice Lake, der wahrscheinlich den S. 1152 bekommen wird dann schon wieder einen neuen Sockel bekommt, wird der Aufschrei ja auch nicht kleiner werden. Das die Lösung den Z270 in den Z370 umzubenennen um hier wenigstens eine Unterscheidung zu haben, aber den Sockel weiter als 1151 zu bezeichnen und mechanisch (also bzgl. der Aussparungen) kompatibel weiter zu verwenden nicht optimal ist, dürfte auch Intel klar sein. Ebenso dass man weit mehr Coffee Lakes hätte verkaufen können, wenn die alten Boards weiter dafür hätten genutzt werden können, aber wenn dies dann vielfach zu Problemen geführt hätte, wäre auch niemandem damit gedient. Weder Intel noch die User hätten das volle Potential seiner CPUs ausfahren können oder dafür dann sowieso neue Boards gebraucht.
Das haben die von Intel wirklich suboptimal hinbekommen und wirkt wahrlich etwas "unglücklich". Mit Absicht? Vielleicht. Dämlich? Ganz bestimmt :D!
Absicht würde ich nicht vermuten, eher dumm gelaufen, weil man sonst den Produktstart nicht hätte vorziehen können, wenn man den Sockel auch noch hätte umgestallten müssen, deren Fertigung und Transport zu den Mainboardherstellern kann ja auch nicht von heute auf morgen erfolgen und gerade unterhalb der 6 Kernern wären sicher auch mehr CPUs abzusetzen gewesen, wenn diese in allen S. 1151 Board laufen könnten und an den CPUs dürfte Intel besser verdienen als an den Chipsätzen.

Es wäre aber viel schlimmer wenn es dabei zu massiven Problemen gekommen wäre, instabile System würden Intels Image wie mehr schaden als der Zwang zu neuen Boards mit dem gleichen Sockel dies nun macht und würde dann viel Arbeit für die Boardhersteller und am Ende wohl oft doch nur den Boardwechsel als Lösung bedeuten.

Windows 10 only Unterstützung? Ist doch bei AMD genauso? Microsoft versucht die Leute auf 10 zu zwingen, glaubt ja wohl kaum jemand, dass das nicht abgesprochen war oder?
Wer soll was mit wem abgesprochen haben? Das Microsoft nur noch Win 10 für neue Plattformen unterstützt, dürfte allen HW Herstellern entgegen kommen, denn so sparen sie sich die Unterstützung für ältere Windows Versionen, also eine Menge Arbeit für die Entwicklung und vor allem Validierung sowie später den Support.

ist proof of concept. Wenn es mit dem i3 dann mal geht sollte der Rest auch ans Laufen zu bekommen sein.
Nein, denn die 6 Kerner werden noch schärfere Anforderungen an die Spannungsversorgung, inbesondere deren Regelverhalten bei Laständerungen stellen als der 4 Kerner, der ja im Prinzip nichts neues für die Boards ist, er dürft weniger fordernd als ein 6700K oder 7700K sein.
Und die Boardhersteller werden vom Blauen Riesen sicherlich genug Druck bekommen keinen Blödsinn zu machen.
Welches Interesse sollten die Boardhersteller haben die alten Boards für Coffee Lake tauglicjh zu machen? Würde jemand bereit sein dafür zu bezahlen? Wohl kaum, aber sie würden dann weniger Boards mit den neuen 300er Chipsätzen verkaufen, also weniger verdienen und womöglich mehr Garantiefälle bewältigen, wenn das Board dann doch überfordert ist oder die versprochene Kombination nicht ordentlich läuft.

Das ist was anderes als damals mit dem Übertakten auf Boards die keinen Z Chipsatz haben, da konnte der Boardhersteller hoffen das seine Boards statt denen eines Wettbewerbers gekauft werden. Aber wenn jetzt jemand seine alten Z270er oder gar Z170er Boards auf für Coffee Lake tauglich macht, dann er bestenfalls erwarten das so ein altes Board statt eines Z370er gekauft wird, wahrscheinlicher aber wird er einfach nur weniger Z370 Boards verkaufen.
Ergänzung ()

wer weiß ob die kommenden 8 Kerner erst wieder mit dem Z390 laufen werden.
Von Coffee Lake 8 Kernern ist in der zuletzt geleakten Roadmap nicht die Rede, ich denke da hat jemand die Cascade Lake-X die in Q4 2018 kommen und von denen es sicher auch einen 8 Kerner geben wird, einfach mit Coffee Lake verwechselt. Wenn beide abgekürzt werden, fangen beide mit C an und Lake ist auch bei beiden gleich.
 
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#64
Also Leute, alles nur oberflächliches Gesabbere hier: Intel, die Boardhersteller, Microsoft.

Für eine richtig gute Weltverschwörungstheorie brauchen wir mindestens noch Nvidia und Samsung und so.

Also, strengt euch mal wirklich ein bisschen an. Und ich verschwinde schon mal in den Luftschutzkeller :rolleyes:
 

Ozmog

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#65
@ Holt
Unnötig war Intels Entscheidung sicher. Warum nehmen sie den gleichen Sockel nur mit anderer Belegung?
Wenn man derart Änderungen vornimmt, wieso nicht gleich einen geänderten Sockel?
Den gleichen Sockel weiter zu benutzen, ohne irgendeine Kompatibilität zu den Anderen ist einfach schwachsinnig. (genauso wie die Aussperrung von Xeon auf Consumer-Boards).

Bei AMD hatte es ja auch zwischen AM3 und AM3+ funktioniert. AM3-CPUs liefen alle in AM3+-Boards und immerhin einige AM3+-CPUs auf einigen AM3-Boards.
AM3+ nutzt auch mehr Pins als AM3, die CPUs haben sogar unterschiedlich viele Pins, da einige des Sockel garnicht erst als Pin an der CPU ausgeführt wurden.

Technisch wäre es sicher machbar, dass Intel da eine Kompatibilität herstellen hätte können, lauffähig ist der Coffee-Lake hier ja trotz Umbelegung der Pins, zwar mit Einschränkungen aber läuft. Ohne Änderung der Belegung (also nur zusätzliche Pins aus Reserve) würden auch die hier nicht funktionierenden Sachen auch laufen.

Wenn sich einige Boardhersteller nicht an den Spezifikationen halten, ist das wieder ein Thema der Boardhersteller. (Warum hat das keiner bei AM3/+ gemacht?)

Kurz: Es ist schlicht Schwachsinn, hier den gleichen Sockel weiterzuverwenden, ohne eine Kompatibilität sicherzustellen. Entweder man bekommt eine zumindest teilweise Kompatibilität hin oder man ändert den Sockel.

Schon die ersten Zusammenstellungen gelesen mit einer Coffee-Lake-CPU mit H1xx/H2xx Boards. Da wird es sicher auch einige geben, die Coffee-Lake auf 1151 stecken wollen oder Sky/Kaby-Lake auf 1151 v2 und dann feststellen, dass das nicht funktioniert. Alles Unnötig.
 
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Wer soll was mit wem abgesprochen haben? Das Microsoft nur noch Win 10 für neue Plattformen unterstützt, dürfte allen HW Herstellern entgegen kommen, denn so sparen sie sich die Unterstützung für ältere Windows Versionen, also eine Menge Arbeit für die Entwicklung und vor allem Validierung sowie später den Support.
Und? Das hat früher auch keinen gestört, da wurden auch haufenweise alte Windowsversionen unterstützt, merkwürdigerweise hat sich das genau mit Windows 10 geändert. Ein Schelm...
 
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#67

:evillol: intel wusste um ryzen sicherlich schon als das ding noch in der entwicklung war... glaubst denn die betreiben keine industriespionage? :freak:
Ergänzung ()

Nun denk mal weiter. Wie viele Leute rüsten nach x Jahren einen Turbolader nach und wie viele Leute kaufen sich eher ein neues Auto mit mehr PS?

Und bei der Frage neues Mainboard ja/nein reden wir nicht mal über 20000 bis 40000 Euro, sondern um 150 bis 300.

dann bleibt aber immernoch das system neu aufsetzen zu müssen... und viele leute haben ne OE lizenz, die nur einmalig aktivierbar ist, dann kannst da auch grad nochmal in die tasche greifen.

und lieber die 150€ in die mehrleistung der CPU investieren, als in nen mainboard. ;)

btw. die preise für mainboards sind eh komplett abgehoben, das letzte mal wo ich noch nen highend board gekauft habe, hat das keine 200€ gekostet :freak: ok, grakas ja das gleiche, 600€ highend vs. 1000€ jetzt... :stacheln:
 
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#68
und viele leute haben ne OE lizenz, die nur einmalig aktivierbar ist, dann kannst da auch grad nochmal in die tasche greifen.
Wer selber schraubt hat kein Windows OEM oder es wurde an der falschen Stelle Geld gespart.
Kann mich nicht daran erinnern, wann ich die Windows 7 Ultimate Vollversion gekauft habe aber es war als Windows 7 auf den Markt kam und diese Version läuft bei mir bis heute als Windows 10 Pro ohne das MS seit dem Geld von mir bekommen hat. Wer heute noch mit irgendwelchen eBay Windows Lizenzen rumbastelt, der soll beim Hardwaretausch gefälligst auch bezahlen. ;)
 
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#69
Könnte ich einfach eine Sechskern-CPU für mein Z170-Board unter 400 Euro kaufen würde ich es machen.

Geht aber nicht also kaufe ich erstmal nix und vieleich später mal irgendetwas mit Ryzen.

Was für eine Intel-Politik ist das die Intel verbietet mein Geld zu nehmen?
 

reymon

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#70

Holt

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#71
Wo ist denn der Sinn einen i3, der eigentlich eher ein umgelabelter Kaby Lake i5 ist, auf einem solchen Board zum Laufen zu bekommen? Selbst der i5-7600K kostet neu nur rund 40€ mehr als der i3-8350K, gebracht dürfte der Unterschied noch geringer ausfallen und in die meisten die sich beschweren das die Coffee Lake nicht auf den alten Boards laufen, schielen doch wohl auf die 6 Kerner, denn schnelle 4 Kerner gab es ja auch schon vorher.
 
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#72
Der Sinn bei den Leuten besteht eher darin zu zeigen, dass eine Inkompatibilität nie nötig war.
 

Holt

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#73
Was eine gewagte Behauptung ist, denn es scheint zwei wichtige Einschränkungen zu geben: Was wenn die anderen Mainboardhersteller einfach einen Pin (anders) beschaltet haben als es vorgesehen war, so wie es bei einige S. 2011-3 gemacht wurde und daher selbst die 4 Kerner nicht mit den bestehenden Boards kompatibel sind? Und auf die 6 Kerner hätte man komplett verzichten oder deren Takte senken müssen, denn die dürfen laut Spezifikation ja über 30% mehr Strom ziehen. Die Alternative mehr Strom über die Pins zu schicken als ihre Spezifikation erlaubt, mag für Hobbyübertakter ja kein Problem sein, aber wenn der Hersteller dies macht und es dann zu Problemen kommt, ist er voll haftbar und in den USA droht dann sofort eine Sammelklage mit enormen Schadenersatzforderungen.
 
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