Für eine 1. Programmiersprache würde ich dir C# empfehlen, weil es recht leicht zu erlernen ist, die Syntax in vielen Punkten C++ gleicht und weil es eine Sprache für Objektorientierte Programmierung (wie C++) ist.
Wenn du die Aufgaben, Beispiele aus den Büchern immer wieder löst / ausprobierst, dann wird sich schnell ein gewisses Grundwissen bei dir einprägen. Bevor du dann zu dem nächsten Kapitel in deinem Buch gehst, versuche erstmal die Beispiele so zu ändern, das sie sich anders verhalten oder vielleicht das Problem anders lösen. Denn bei der Programmierung gibt es mehrere Lösungen für ein Problem! Probiere verschiedene Lösungsansätze, untersuche mit den Mitteln, die dir die Entwicklungsumgebung bietet, wie sich dein Programm vor und nach den Änderungen verhält (Stichwort Debugger). Meine Vorgehensweise für das Erstellen eines Programms sieht typischerweise so aus:
1. Analyse: Was soll das Programm insgesamt machen?
2. Analyse: Welche Funktionen soll das Programm haben?
3. Analyse: Welche Techniken kann ich einsetzen?
4. Analyse: Welche Techniken kann ich um das Programm zu realisieren?
5. Analyse: Welche Techniken kann ich nicht, benötige sie aber für das Programm?
6. Lernen: Techniken aus 5. erarbeiten. Frag jemanden im Forum oder Mr. Google (oder Wikipediere

)
7. Analyse: Ablaufplan des Programms erstellen. Was soll gemacht werden, wenn was erfolgt?
8. Analyse: Programm anhand des Ablaufplans in kleine Teilbereiche zerlegen
9. Analyse: Teilbereiche in Funktionen, Klassen usw. zerlegen
10. Analyse: die Punkte 5. und 6. an den verschiedenen Stellen des Ablaufs wiederholen
11. Programmieren: Anhand der bisherigen Resultate werden jetzt erst die ersten Zeilen des Quellcodes erstellt.
Wie du siehst, spielt sich der größte Teil bei mir im Kopf oder auf dem Papier ab und das lange bevor auch nur eine einzige Zeile Quellcode des Programms geschrieben wurde! Die Liste ist bei weitem nicht vollständig um von der Idee zu einem Programm zu kommen. Was ich aber damit verdeutlichen will ist, das Programmieren mit sehr viel Theorie, Lernen, Analysieren und Planen zu tun hat. Ich hoffe das ich es dir jetzt nicht verdorben habe, aber aus meiner Sicht ist das Programmieren eine sehr reizvolle und zugleich intellektuell stimulierende Tätigkeit. Wenn du gerne Rätsel löst oder Sudoku spielst, wird das Programmieren dir eine Menge Spaß machen. Abgesehen davon, das du im Alltag deine grauen Zellen auf Trab bringst und die täglichen Probleme effizienter und pragmatischer lösen wirst. Denn wenn du programmierst, wird sich das früher oder später auch auf dein tägliches Leben auswirken. Ich zum Beispiel bemerkte in meiner damaligen Schulzeit eine deutliche Steigerung im Bereich Mathematik, Physik, Chemie, Deutsch und Fremdsprachen. Genauso verbesserte ich unbewusst meine Art Billiard zu spielen.
So nun ist doch wieder ein halber Roman daraus geworden, aber sei es drum...