Die Briten werden erst noch zeigen müssen, ob Ihr jetzt rein nationales Verbundnetz besser ist wie die bisherige Mitgliedschaft in der European Network of Transmission System Operators for Electricity (
ENTSO-E).
Man muss auch objektiv sehen, dass zu Zeiten der Mitgliedschaft die Nutzung von Verbundeffekten wegen der technisch schwierigen und räumlich abseits liegenden Anbindung wohl beschränkt/gering war.
Dass Großbritannien und die nordeuropäischen Staaten eigene und mit dem kontinentaleuropäischen Verbundnetz nicht synchrone Verbundnetze haben, hat technische Gründe. Unter anderem lässt sich Dreiphasenwechselstrom größerer Leistung nicht über die notwendigen längeren Seekabel übertragen. Zu dem elektrischen Energieaustausch muss Gleichstrom in Form der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) verwendet werden, womit keine Synchronität zwischen den Verbundnetzen erforderlich ist. Beispiele solcher Seekabelverbindungen zwischen dem UCTE-Netz und Großbritannien und den nordeuropäischen Staaten sind die HGÜ Konti-Skan, HGÜ Cross-Skagerrak, BritNed oder die NorNed.
Du könntest Deine Expertise in Sachen Strombedarf/prognostizierten Überschüssen gut einbringen, in dem Du uns die benötigten Speicherkapazitäten für die zukünftige über-Nachtversorgung mal in ein paar Varianten ausrechnen würdest.
Multiplizieren mit den möglichen Dunkel- und Flautetagen bekommen wir dann schon selber hin.

Ebenso das Multiplizieren mit den aktuellen Gestehungskosten (rd. 420 €/kWh).
Für die Betriebskosten eines Batteriespeichers wird sich irgendwann auch ein Wert finden lassen.
Im Moment sind das anscheinend noch sehr große kalkulatorische Betriebsgeheimnnisse der Betreiber.
Ich vermute, sie sind gar nicht hoch.
Ich habe da noch eine Scherzfrage:
Was machen wir denn, wenn an einem schönen sonnigen und windigen Tag bei einem Kraftwerksausfall um die Mittagszeit gar keine angeblich nur allein gesicherte Erzeugerleistung zur Verfügung steht?
Werfen wir dann die Reservekraftwerke an?
Weil, nur die retten uns ja angeblich vor dem Blackout!