Bluescreen "Unmountable Boot Volume"

Stormtrooper85

Lt. Commander
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Hallo,

Ich habe folgendes Problem.
Heute zeigte mir WinXP während des Betriebes den Bluescreen "KERNEL STACK INPAGE ERROR". Vorher gab meine system-HD ein seltsames Klacken von sich, worauf sofort der Bluescreen folgte. Nachdem ich den PC neugestartet habe, lief er wieder, aber nach wenigen Minuten ist er stehengeblieben, sprich es hat sich nichts mehr getan.
Nach einem erneuten Neustart lief er wieder, aber ein paar Stunden später war das Problem wieder da. Der PC fing plötzlich an ins Stottern zu geraten und dann ist er komplett steckengeblieben. Wenn ich neustarte, kriege ich nun immer den Bluescreen "UNMOUNTABLE BOOT VOLUME".
Ich habe bereits recherchiert, was dieser Bluescreen bedeutet und dass er mit chkdsk /r reparierbar wäre. Da bei mir aber ein kompletter System-Freeze vorausgegangen ist und ich vorher nichts am System verändert habe (Einstellungen, Updates,...), befürchte ich, dass meine HD hinüber ist. Ich hatte neulich schon massive Probleme damit.(u.a. defekte Sektoren, konnten aber repariert werden)
Ich hab ein 1:1 Image der HD auf einer anderen HD wiederhergestellt und damit läuft es einwandfrei.
Meine Frage wäre nun also ob es möglich wäre, dass die HD ihren Geist komplett aufgegeben hat oder ob das ein Anzeichen dafür ist, dass sie ihrem Ende entgegen geht.
 
Ich würde mir mal das Diagnosetool des Plattenherstellers holen und eine Diagnose laufen lassen, kannst ja mit einem nondestruktiven beginnen .....
 
Hab das Diagnosetool einige Tag vorher durchlaufen lassen, es hat keine Fehler gefunden.
Allerdings hat die Festplatte, wie erwähnt, kurz vor dem ersten Bluescreen ein seltsames Klack-Geräusch gemacht. Dieses Problem hatte ich schonmal, da war es dasselbe. Immer das Geräusch und dann sofort der Bluescreen.
Dann ging der PC allerdings wieder einwandfrei, hab WinXP auch neu installiert gehabt, allerdings ist es jetzt wieder dasselbe.
Als das Problem das erste Mal auftrat, hat das Hersteller-Tool fehlerhafte sektoren gefunden und repariert. Aber auch danach hat chkdsk zahlreiche Fehler gefunden.
Ich vermut wie gesagt, dass die HD am Ende ist, aber bin mir da nicht sicher.
 
Wirf doch mal einen Blick ins Evenlog -> ausführen eventvwr.msc Return.
 
Hab leider keinen Zugriff mehr auf die Logs. Die Platte, welche ich für defekt halte, war meine Systemfestplatte. Da war alles drauf bis auf meine Backups und Spiele.
Ich konnte das System nur unter Einsatz eines 2ten PCs wiederherstellen, aber die Logs kann ich nur öffnen wenn ich von der defekten(!?) Platte boote.
Aber ich weiß noch vom letzten mal, dass dort desöfteren COnbtrollerfehler für die HD angezeigt wurden. Im Log waren diese Fehler im Sekundnetakt verzeichnet, ca. 30-50 hintereinander.
 
Wenn die Evenltlogs 'geschlossen' sind (nach dem Shutdown) kann man sie mit einem Editor einsehen, habe nur gerade den Filenamen nicht zur Hand.
 
Kann ich dann evtl. auf die Logs zugreifen, wenn ich von meiner jetzigen Windowsinstallation auf die HD zugreife, sprich ich verwende die defekte HD nicht mehr als Bootlaufwerk, sondern häng sie einfach als weiteres Laufwerk dran. Dann müsste das system ja immerhin booten, ob sie dann unter Windows erkannt wird, wäre evtl. ja noch fraglich.
 
Ist das ne Samsung Festplatte? Meine hat auch ein paar mal klack gemacht, kurz gequietscht und dann war sie hinüber.
Kannst ja mal von der Windows CD die Wiederherstellungconsole starten und dann mal chkdsk ausführen. Glaub aber nicht, dass das noch viel bringt.
 
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Die HD ist eine Western Digital WD740. (74,GB, SATA, 10000RPM).
Die Platte ist erst ca. 7-8 Monate alt.
Sie war schon immer recht laut, aber in letzter Zeit ist die Geräuschkulisse sehr seltsam.
Vor allem das Klacken ist auffällig. Da es ja sofort nach dem Kalcken zum Bluescreen kommt, vermuite ich eben, dass die HD schon ihrem frühen Ende entgegen sieht.

@Rav3n666: meine WD hat sich ähnlich angehört, es klackt immer einmal oder öfters, dann folgt ein undefinierbares Geräusch und dann ist Ende.
 
Das Klacken könnte ein rekalibrieren sein, die Servoinformationen (über diese werden die Spuren gefunden) ist embedded, das heißt zwischen den Spuren und die müssen immer angefahren werden wenn die Köpfe die Sektoren nicht finden können (sie liest aus den Headern der Sektoren die Information) z.B. verloren haben, dazu fährt der Controller die Köpfe zurück bis an den 'Poller' (sie 'denkt und rechnet dann mit der falschen Position/Lage) zurück und das macht dann die Geräusche.
Ist etwas komplex das Ganze und wäre aufwendig ausführlicher zu beschreiben. Ohne eine ausfühliche Diagnose mit einem Schreiben der Oberfläche wirst Du nicht weiterkommen.

Sicher noch die Daten wenn Du kannst, dann vielleicht nochmal einen Schreib-Lese-Test mit der Hersteller-Diagnose -Software machen um evtl. einen Fehlercode rauszubekommen (kann man dann mitschicken - macht sie immer recht gut :) ) und sonst zurück mit dem Teil.
 
Welches Tool würdest du mir denn da empfehlen um detaillierte Ergebnisse zu erhalten?
Ich hab die HD bis jetzt immer mit Western Digital Lifeguard Diagnostics überprüft. Das läuft unter Windows, ich hab auch eine Version, die man von CD startet, aber die hat nicht funktioniert. Soweit ich weiß, führt das Programm aber nur einen Oberflächentest durch udn sucht nach kaputten Sektoren.
Wenn ich da den Extended-Test mache kommt immer ein positives Ergebnis, sprich keine Fehler raus.
Falls die Daten auf der Platte verloren gehen dabei, wäre es egal, ich hab sie alle gesichert.
 
Wenn Du schon die Lifeguard Software probiert hast und dort keine umfangreichen Test gemacht werden (habe leider keine WD, ich brauchte bisher nur das DFT von/für IBM und HGST und dies Tool ist super gründlich) können, wüsste ich nur noch Profi-Sofware wie SCSI-Toolbox aber Du wirst sicher keine vierstelligen Beträge ausgeben wollen (ich habe eine Firmen-Lizenz).

Es bleibe für Dich dann wahrscheinlich nur noch, die Kabel zu checken und evtl. die Disk in einem anderen PC zu testen, um es auf die Disk begrenzen zu können. Wenn die Fehler der Disk durch ein Thermo-Problem ausgelöst werden, kann es auch schwierig sein mit einer Diagnose Software das herauszufinden. Man müßte dann schon die Muße haben, stundenlang eine Testsoftware laufen zu lassen, ich habe dafür einen separaten PC mit dem ich sowas mache.
Evtl. hilft eine S.M.A.R.T. Software wie SmartMon um Tempproblemen der Disk auf die Spur zu kommen.
 
Die Temperatur kann ich eigentlich ausschließen. Ich hab direkt vor der HD einen 80mm Lüfter eingebaut, dadurch bleibt die Temperatur immer zwischen 25-28°C.(Ausgelesen mit Everest Home Edition und HD Tune).
Ich bin gerade dabei, die HD mit "chkdsk/ r" zu reparieren, aber es ist bei 75% stehen geblieben. Ich werd erstmal abwarten ob es noch weitergeht.
Neulich war es so, dass die HD auch nicht mehr booten wollte, aber noch funktionierte wenn ich sie nicht als Boot-Laufwerk verwendet habe.

P.S.: Hab sie gestern auch noch mit HD Tune untersucht, dass hat auch keine Fehler gezeigt.

P.P.S.: Ich hab das System jetzt mal von einer anderen HD gestartet und die defekte HD mit reingehängt. Windows bleibt dann bei dem blauen Ladebalken hängen. Wenn ich die defekte HD abklemme, startet Windows ganz normal.
 
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Bassi85 schrieb:
bei dem blauen Ladebalken hängen. Wenn ich die defekte HD abklemme, startet Windows ganz normal.

Ich habe für solche Fälle immer ein USB-Leergehäuse und kann nach dem Bootvorgang eine fehlerhafte Disk dadurch einhängen. XP checkt alle angeschlossenen Platten und dabei bleibt er bei Dir wohl hängen.
 
Wenn er da hängen bleibt, kann ich davon ausgehen dass die Platte einen Schaden hat?
Hab leider keine Möglichkeiten mehr auf die HD zuzugreifen. Wenn ich von CD das Lifeguard Diagnostics Tool starte bricht es bereits beim Laden ab. Samsung Hutil funktioniert auch nicht richtig.
Kann ich die Festplatte evtl. auch mit Maxtor PowerMax überprüfen, so dass mir dieses Tool evtl. Fehler aufzeigt, bzw. entdeckt?
Die betroffene HD ist wie gesagt eine Western Digital.
 
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Das gleiche Problem habe ich auch!!!! Die Festplatte gibt dauernd ein Klacken von sich und das System friert entweder ein oder struertz ganz ab und bootet nicht mehr.
Ich habe dann ein paar Diagnosetools vom Hersteller laufen lassen, die mir dann einen Fehlercode ausspucken. Meine Maxtor Festplatte ist aber auch schon ueber 4 Jahre alt!!!!

Da lohnt sich des Retten der Festplatte sicher nicht mehr!!! :(

Falls jemand doch eine Moeglichkeit sieht, wie mann die Festplatte noch retten kann, waere ich ueber eine Antwort sehr dankbar.


PS| Ihr wundert euch sicher wieso ich immer ae oder ue etc statt den richtigen Buchstaben schreibe. Das liegt an dem Englischen Tastaturlalyout, dass ich bei meinem kaputten windoofs nicht mehr aender kann. :mad:

Gruss
 
Die Plattenhersteller schließen es eigentlich immer aus, dass eine Fremd-Disk damit unterstützt wird, da allerdings standardisierte Commands verwendet werden sollte es eigentlich gehen. Ich bin allerdings mehr der SCSI-Spezi und da geht es definitiv.
Ich würde mal so sagen, wenn ohnehin nicht mehr geht, kann eigentlich nicht passieren. Einer CD lag mal eine Linux Rettungs-CD bei, von dieser kann man so etwa alles mit den Platten testen. Da aber auch Linux sich erst einmal einen Überblick über die angeschlossene hardware verschafft, kann auch hier der Start holprig sein und lange dauern. Ich habe an einem PC mal über eine Stunde warten müssen bis alle Platten (SCSI - hier werden ja auch noch die LUNs getestet), weil Fehler vorhanden waren, durchgescanned waren.

(Wer aber mit großen Servern zu tun hatte ist schon etwas geduldiger :lol: )
 
Ich hab die HD jetzt mit 2 Programmen untersucht.

Zuerst mit Maxtor Powermax (V 4.23). Ich hab den ausführlichen Test durchgeführt. Die HD hat alle Test bestanden bis auf den S.M.A.R.T.-Selbsttest.
Als Ergenis zeigt das Tool an, dass der ausführliche Test nicht bestanden ist und gibt mir den Diagnosecode dccf8e79 aus.
Hier die Erklärung zu dem Code: Replace the drive. An eight digit diagnostic code indicates that the drive is failing and should be replaced as soon as possible

Als 2tes Programm hab ich SeaGate Seatools Desktop (V.3.02.03en) verwendet. Auch hier habe ich den Extended-Test gemacht.
Bei der Oberflächenüperprüfung hat das Tool einen Bad Sector gefunden, sprich einen defekten Sektor.
Endergebnis: At least one test failed
Hab das mit einem anderen Tool gegengeprüft, es zeigt den selben Sektor als defekt an. (Beides mal Sektor 6216888)

Damit dürfte dann ja wohl klar sein, dass die HD einen Schaden hat. Um sicherzugehen werde ich die HD noch mit weiteren Tools überprüfen um zu sehen ob die das Resultat bestätigen.
 
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Wenn nur ein Sektor als defekt erkannt wird ist es normalerweise kein Grund die Disk zu tauschen, weil mit einem Low-Level-Format der Sektor 'gespared' würde (oder zumindest sollte). Selbst in einem Neuzustand haben viele Disks bereits Einträge in der Sparetable (sind eigentlich zwei Tabellen - für Sektoren und auch für ganze Tracks). Dabei 'verliert man nicht einmal Platz, weil Platten immer einen ganzen Sack voll sog. Spare-Sectors und auch mehrere Spare-Tracks haben (ich habe hier eine Software, mit der man diese Tabellen sichbar machen kann, hab es bei IDE-Platten bisher noch nie gemacht - sollte ich mal bei Gelegenheit tun:D ).

Das ärgerliche beim Sparen ist nur, dass es nur über ein Low-Level-Format geht, aus diesem Grund habe ich auch immer ein paar Platten (Spare-Disks :D ) rumliegen (vielleicht ereilt mich deshalb auch so selten ein Plattenproblem .... auf Holz klopfend:lol: ). Es gibt auch noch die Möglichkeit über teure Tools, wobei dann aber u.U. die Daten der/des betroffenen Files verloren gehen.
 
Ich hatte neulich ja schon defekte Sektoren. Ich stimm dir zu, dass ein Sektor sicher kein problem ist, aber wenn ich innerhalb von 2 Wochen 2 mal Probleme damit habe, dann kann das kaum mehr im Toleranzrahmen sein.
Ich hab sie auch noch mit dem Hitachi Drive Fitness Test geprüft, der hat auch ergeben, das die HD kurz vorm Ausfall steht.
Da ich noch Garantie habe, werd ich das Ding zurückbringen.
Die Platte startet ja auch nicht mehr, das ist für mich ein ausreichender Grund um sie zu reklamieren.

Danke nochmal für die Hilfe.:)
 
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