Bluffen bei Bewerbung?

JactheRipperin

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Mai 2012
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Hallo liebe Leute,

bin zwar noch nicht lange hier (und belästige euch deshalb nur ungern), aber ich hab ein kleines Problemchen.

Bin Java-Entwicklerin in einem kleinen Unternehmen in Nürnberg, würde aber gern karrieretechnisch etwas aufsteigen und auch gern mal raus aus dem Kaff (ich weiß, Nürnberg ist noch ok, aber ich muss mal raus aus Franken).

Meine ganzen Freunde sind nach München gezogen und jetzt würde ich auch gern dorthin.
Musste auch gar nicht lang suchen, bis ich was Cooles gefunden hatte

http://www.h2h-rec.de/de/home/fuer-...e-deutschlands-erfolgreichste-bonusprogramme/

Jetzt hab ich nur folgendes Problem: Meine praktischen Erfahrungen mit Hibernate sind...nun ja ...ausbaufähig. Meint ihr das ist ein Problem?
Soll ich das offen zugeben oder lieber verschweigen?

Wäre dankbar für jede Art von Hilfe,

Eure

JactheRipperin :evillol:
 
Eine Bewerbung kann immer etwas aufgehübscht werden, und falls in der Probezeit rauskommt, das deine praktischen Fähigkeiten die einer Anfängerin sind, dann löst sich das von ganz allein.

Und bis du den neuen Job antrittst könnten deine praktischen Fähigkeiten ja den beworbenen Stand erreichen :).

Oder ehrlich sein und die Chancen auf den Job verringern.
 
Sehr ungünstig. Als Java Entwicklerin solltest du wissen wie mächtig google ist. Wenn der Personalchef nach dir googlen wird, dann wird er diese Frage finden, denn allzu viele Frauen aus Nürnberg die sich bewerben wirds nicht geben.

Ansonsten bin ich mir nicht sicher ob deine Entscheidung nicht etwas kurzsichtig ist.

Es handelt sich um eine Recruitingfirma die gerne auch Leute mit Ausbildung einstellt. Entweder das trifft dich genau, dann passt es, aber falls nicht, (falls du studiert hast), dann ist das sehr häufig ein Indiz dafür das eigentlich niemand mit Studium gesucht wird und schon gar nicht bezahlt werden soll. Mit "karrieretechnisch aufsteigen" ist es dann auch nicht weit.

In München kann dir das auf die Füße fallen, weil +500€ Miete kannst du sicher rechnen.


So, genug Moralapostel. Meine Erfahrung: kenne keine Firma die erwartet hätte das jeder alles kann was gefordert wird. Hab mich schon ein paar mal(~10) ohne 100% passende Skills beworben und wäre auch oft rein gekommen.

Ich würde den Punkt nicht sonderlich erwähnen in der Bewerbung. Solltest du zum Gespräch eingeladen werden, lies dich ein das du nicht dumm da stehst und wenn du den Job bekommst, dann hast du eh noch 1-3 Monate bis du was zeigen musst.
Sehe da kein Risiko.
 
Diese Anforderungen in Stellenausschreibungen sind eh immer nur Wünsche, auch wenn dir manche Qualifikationen fehlen, kannst du genommen werden.
Das ist genauso wie mit der 19 jährigen blonden Sekretärin mit 10 Jahren Berufserfahrung ;)


Eine Stellenausschreibung ist erstmal ein Wunschkonzert, die Realität sind nachher ganz anders aus (manchmal ist das Aufgabengebiet dann auch ganz anders)
 
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für das flotte Feedback! Das ist ja wirklich super :)

Ich habe natürlich schon so ein bisschen die moralischen Bedenken, die auch Realsmasher geäußert hat (das andere stimmt natürlich auch, war wohl nicht so schlau), aber eure Statements und Tipps sind sehr einleuchtend. Ich denke auch, dass man selten wirklich alles kann, was im Anforderungsprofil genannt wird - und man hat ja auch immer die Chance noch an Schwachstellen zu arbeiten. Bzw. neue Dinge lernen muss man wahrscheinlich bei jedem neuen Job.

Ich werde noch mal darüber nachdenken, aber ich tendiere schon dazu, mich zu bewerben und dann zu verfahren, wie es Realsmasher vorgeschlagen hat.

Danke euch allen für die Unterstützung!

JactheRipperin
 
Wenn du keine relevante Erfahrung mit Spring und Java EE hast, sehe ich deine Chance eher schlecht. Selbst wenn du es schaffst aufgenommen zu werden ist die Chance gekündigt zu werden nicht zu unterschätzen.

Java EE / Spring + JPA(z.B.: Hibernate) seh ich als Pflicht heutzutagen. Das sind einfach Essentielle Frameworks. Soll jetzt nicht heißen das man alles darüber wissen muss sondern das man einen guten Überblick haben sollte.
 
Hallo Funart,

danke für den Hinweis. Ist zwar nicht so, dass ich gar keine Ahnung hätte, aber grundsätzlich hast du natürlich recht.

Hab mich aber jetzt so oder so dazu entschieden, mich zu bewerben.
Mal schauen, was das dann wird ;)

Eure
JactheRipperin :evillol:
 
Bewerbungen dürfen geschönt werden, es dürfen aber keine falschen Qualifikationen vorgetäuscht werden.
 
Finde ich ne tolle Idee - einfach mal als "Fachkraft für Entsorgungstechnik" für den "CEO" Posten bewerben und sich ne Geschichte zusammenreimen... :evillol:
 
@Vorredner: Ihr glaubt gar nicht, wie unfähig die Menschen in den Chefetagen häufig sind und wie gering häufig die Anforderungen.

Es ist aus meiner Sicht deutlich schwerer, Facharbeiter für irgendwas zu sein, als CEO. Meetings...Entscheidungen treffen... Alles Blabla. Das kann jeder mit genug gesundem Menschenverstand. Und wenns in die Hose geht, ist man halt in der richtigen Position, weil man ja der Chef ist. Einfachstes Beispiel bildet die Tatsache, dass immer noch ein großer Anteil von Unternehmensnachfolgern sich aus der Familie des bisherigen rekrutiert. Bei KMU ist das sehr häufig und bei großen auch schon mal so (Schlecker, VW etc.). Als ob diese Leute genetisch dazu so besonders gut in der Lage wären, tststs. Dass das dann auch schon mal so richtig in die Hose gehen kann, sieht man jetzt mal schön plastisch (Schlecker).

Mein Tipp: Bewirb Dich selbstbewusst auf den Job, der Dir Spaß macht. Kaum einer erwartet, dass Du alles schon zu Beginn kannst.

Lügen solltest Du natürlich nicht, aber wenn Du es erst mal ins Gespräch schaffst, was wir Dir natürlich wünschen, dann kannst Du bestimmt punkten, wenn Du Dich gut verkaufst.

Also viel Erfolg.
 
mschrak schrieb:
...Es ist aus meiner Sicht deutlich schwerer, Facharbeiter für irgendwas zu sein, als CEO. Meetings...Entscheidungen treffen... Alles Blabla. Das kann jeder mit genug gesundem Menschenverstand. ...

Martin, da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster und weißt genau, was den CEO von heute ausmacht, und das jeder Facharbeiter das auch könnte. Zum CEO gehört mehr (dennoch auch) als gesunder Menschenverstand. Aber simple Kritik war schon immer einfacher als Reflektion über ein Thema.

Der Vorteil des Facharbeites: er muss meist nur sein Aufgabengebiet abarbeiten, das ihm von Oben durch Ziele, Vorgaben und durch die Organisation vorgegeben wurde - da ist eben wenig Spielraum für Fehler. Kleine Aufgaben, kleine Fehler.

Der CEO (stellvertretend hier mal für das Mangement) muss aber die Ziele, die Vorgaben und die Organisation aufstellen und Ressourcen zuteilen, da kann man große Fehler machen, Märkte ändern sich, vieles ist unverhersehbar. Aber dennoch müssen Entscheidungen getroffen werden - und es passieren nun mal auch Fehler, da kann nicht vermieden werden. Große Aufgaben, große Fehler.

Aber zu unterstellen, das Facharbeiter zu werden schwerer ist als CEO ist falsch. Btw, ich habe eine Facharbeiterausbildung, war leicht (Informatikkaufmann), aber es zum CEO zu bringen wird wohl trotz BWL-Diplom und bald MBA schwer werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich würde damit ruhig ehrlich umgehen, man kann nunmal nicht alles wissen und das wird auch vom Arbeitgeber nicht gefordert. Wichtig ist, dass du bereit bist, dir die Fähigkeiten anzueignen, die für den Job notwendig sind. Damit macht man Eindruck, nicht mit irgendwelchen Scheinen, die man irgendwann mal bekommen hat.
 
Hibernate ist ja jetzt kein riesen Framework, das kann man sich locker mal an nem Wochenende installieren und anschauen - dann sind da keine Fragen mehr offen.

Das Prinzip eines SQL-Mappers hast du ja verstanden? Gibt ja auch mehr als Hibernate.

Ich kann mich sogar dunkel erinnern, dass zB Spring (was man ja gerne mit Hibernate verwendet) schon automatisch gewisse RowMapper bzw. BeanPropertyRowMapper dabei hatte, wenn Java Beans und SQL tables gewissen Kriterien genügten, dann konnte man so auch schon relativ komfortabel auf SQL mappen.

Ja - alles Blödsinn, hat man in 5 Minuten raus, wie das alles funktionert, als Informatiker.

Direkt bluffen würde ich in der Bewerbung nicht, kann immer sein, dass mal jemand aus der Technik dabei sitzt, und wenn die dann merken, dass du ÜBERHAUPT keine Ahnung hast, ist's halt schlecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
F_GXdx entweder du weist es nicht besser oder willst ihn in seinen Untergang reiten lassen.

Ich sag einmal man braucht vermutlich minimum halbes Jahr bis man Hibernate praktikabel verwenden kann. Nebenbei sollte erwähnt werden das viele denken sie wissen was sie tun wenn sie Hibernate verwenden sind aber lichtjahre davon entfernt. Man kann so viel falsch machen beim Mapping. Für jemanden ohne Vorlage kostet es vermutlich auch mal einen halben Tag bis das Hello World sauber läuft. Da es selten ein Tutorial gibt das genau die Situation hat die man gerade selbst benötigt.
Außerdem besteht Hibernate aus so viel mehr als nur hier und da eine Annotation drauf pappen.

Angefangen mit validierung über HPQL (glaub so heißt die Hibernate JPQL version) bis zu Interceptoren und dem selbst schreiben eines generalisierten DAO's. Vermutlich hauts allein schon 60% auf wenns Objecte serialisiert übertragen wollen...
 
Zugegeben, wenn man von Spring und Maven noch NIE was gehört hat, könnte es etwas länger dauern.

Einfach mal SpringSource Tool Suite runterladen und bisschen rumspielen. So extrem ist es nun wirklich nicht. Wenn man will, kann man sich da schon relativ schnell einarbeiten.

Das mit der Vorlage stimmt schon, einfach XML Codefetzen per google suchen und dann anpassen.
 
Funart schrieb:
Ich sag einmal man braucht vermutlich minimum halbes Jahr bis man Hibernate praktikabel verwenden kann.

Und auch dann bleiben bei dem Entwickler noch viele Detailfragen offen. Zum Beispiel wie Hibernate dieses oder jenes Concurrency-Problem löst, welches auf der Datenbank so und so umgesetzt wird. Hibernate ist ein mächtiges Biest, und ich behaupte mal, dass der Großteil es auch nur stupide anwenden kann aber nicht versteht wie es funktioniert und welche Komplikationen dadurch entstehen können. Genau das gleiche aber auch bei der Datenbank auf die Hibernate dann aufsetzen soll.

F_GXdx schrieb:
Das mit der Vorlage stimmt schon, einfach XML Codefetzen per google suchen und dann anpassen.
Dann hast du aber auch nur irgendwie es lauffähig hinbekommen, das muss noch lange nicht richtig sein und kann sehr viele Probleme beinhalten: Concurrncy.
Denn Concurrency auf Datenbanken ist kein leichtes Thema, es mag zu 99% gut gehen, aber wenn man nicht haargenau weiß, wie bestimmte Dingen funktionieren, wird früher oder später irgendwo etwas gegen die Wand fahren. Bei einem 5 Besucher Gästebuch natürlich nicht, bei genug Abfragen an die Datenbanken aber schon.
 
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Realsmasher schrieb:
Sehr ungünstig. Als Java Entwicklerin solltest du wissen wie mächtig google ist. Wenn der Personalchef nach dir googlen wird, dann wird er diese Frage finden, denn allzu viele Frauen aus Nürnberg die sich bewerben wirds nicht geben.
So siehts aus.
Mit 3 Worten ist diese Seite bereits in den Top 3 :D
Namen, Städte und Firmennamen am besten weg lassen.
 
Ein Personalchef wird in Google eventuell nach dem Namen des Bewerbers bzw. der Berwerberin suchen, aber ihr könnt doch nicht ernsthaft annehmen, dass der nach so sinnlosen Dingen wie "Java Frau Nürnberg" oder was auch immer sucht, da muss man echt schon fast geisteskrank sein, wenn man auf diese Methodik etwas über einen bestimmten Bewerber finden möchte. Das ist so mit die ineffektivste Suchweise.
 
Ist auch nicht nötig...vielleicht möchte man sich eventuell informieren was so geschrieben wird zur eigenen, geschalteten Anzeige, also sucht man einfach nach dem Link....
 
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