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NewsBlutzuckermessung simuliert: Bundesnetzagentur zieht Smartwatches aus dem Verkehr
Das sind ja auch Beispiele für typische Ausgaben, die ich in meinem Umfeld bei Leuten sehe, die sich das eigentlich nicht leisten können. Und purer Luxus sind.
Aber ich sollte mich doch mit den Kollegen unterhalten. Dieser hat nichts davon gesagt. Hier nochmal doeine Aussage:
haben seit 40 Jahren nicht mehr so viel Geld wie früher, ob durch knappe Finanzierung anderer Dinge wie Haus, Auto oder durch weniger gut bezahlte Arbeit
Wenn Du den Verdacht hast, dass eine CE Kennzeichnung zu unrecht vergeben wurde hast Du schon jetzt jederzeit die Möglichkeit der Marktaufsicht Deinen Verdacht zu schildern.
Jep. Das machen aktuell wie viele? Ich denke es ist eher ein wenig genutztes Instrument. Um eine Flut an „fehlerbehaftet“ Gütern zu stoppen wäre es auch total ungeeignet.
Crypta_cs schrieb:
Ein CE Zeichen und auch andere 'Konformitätserklärungen' sind hje nach Produkt verpflcihtend und i.d.R. vom Hersteller selbst ausgewiesen. Auf Nachfrage (von der Marktaufsicht, nicht von Dir oder mir) muss dieser nachvollziehbar darlegen, wie er zu der Überzeugung der Konformität kam. Kann er das nicht, gibt es entsprechende Kataloge mit Bussgeldern. Diese wie immer: Tödlich für jeden kleinen, vollkommen unerheblich für Große.
Ja, und trotzdem hatte ich schon mindestens 50 Produkte in der Hand, die fbekeidifkek@hotmail.cn + Adresse in Fernost oder so als Kontakt mitgeben.
Crypta_cs schrieb:
Autos enthalten sehr viel Elektronik. Davon ab: Alles was hier an Auflagen im Thread erwähnt wurde - jede Handelsplattform ist verpflichtet für die Einhaltung der Bestimmungen zu sorgen - unter Bussgeld.
Wie der aktuelle Stand bei Transportdienstleistern gerade ist weiss ich nicht, doch auch hier sind oder sollen diese die Einhaltung gewährleisten, wo es ein wenig absurd wird.
Das spielt aber nur begrenzt eine Rolle. Beispiel: Ein Tischler kauft korrekt eingeführte und WEEE registrierte LED Streifen. Mit diesen möchte er gerne ein Möbel aufwerten (EN71-2?). Macht er das, hat er ein neues Gerät geschaffen, das Elektronik enthält, hat sich bei der WEEE zu registrieren und erneut deren Entsorgung zu gewährleisten - obwohl dies bereits bei der ersten in Handelsbringung der Fall war, sofern er sie aus dem B2C Markt erworben hat.
Pauschal würde ich vermuten, dass 95% aller Kunsthandwerksstände illegal sind, im Sinne von sie verstoßen gegen diese oder jene Auflage. Wie gesagt, es ist den EU Gesetzen und Vorgaben vollkommen gleich, ob man das mit 2h/ Woche alleine oder mit 10k Angestellten macht. Dokumentationspflichten, Auflagen, gelten für alle, ebenso wie die Bussgelder.
Ich kenne jetzt nicht alle Regularien, aber das ergibt für mich ja auch schon Sinn. Schließlich beruhen sicherlich viele Dokumentationspflichten auf Sicherheitsbedenken. Wieso sollte man da unterscheiden, ob ein Hersteller / Händler 10 oder 2000 Mitarbeiter hat? Sollte es andere Hintergründe haben, kann man sicherlich auch da unterscheiden, ja.
Crypta_cs schrieb:
Das große Problem IMHO ist dabei, dass kleine Anbieter hier praktisch nicht mithalten können preislich, da die Compliancekosten pro Kopf und Produkt einfach irrsinnig sind.
Im Gegenzug ignorieren alle großen Plattformen und Anbieter solche Regeln und verschaffen sich einen unlauteren Wettbewerbsvorteil.
Doch Arbeitsplätze, Umsatz, Lobby geht niemand konsequent dagegen vor. DAS ist das IMHO eines der großen Probleme.
Wie man womöglich lesen kann kotzen diese Vorderungen nach mehr Strafen echt an. Zumal es die meisten davon schon alle gibt! Wer eine floriende Gesellschaft will, muss dafür sorgen, dass Klein- und Kleinstunternehmer eine Chance haben und nicht nur in Auflagen und Kosten mit den Großen gleichgestellt werden.
Abschließend ein praktisches Beispiel:
Wenn z.B. Amazon sich wirklich mal an die Auflagen halten würde - oder irgendein anderer großer. Dann wären kleine Händler und Hersteller zumindest in der Lage eine Lieferkette zu nutzen die Konform ist und hätten weit weniger Sorgen. Da der Gesetzgeber aber nicht fragt was "der Zulieferer" falsch gemacht hat, sondern (ja auch durchaus nachvollziehbar) den 'in Verkehrbringer' diese Haftung übernehmen läßt, ist im Grunde jede Unternehmung chancenlos, die sich im Zweifel eben kein Labor für jede Badge (teil der Kennzeichnungspflicht) leisten kann. TÜV kostet so in etwa 4k +/- für sowas.
Überprüfung und Kennzeichnungspflicht gemäß… ? Gibt ja verschiedene Regularien, die sowas fordern. Laboruntersuchungen für jedes Batch kenne ich jetzt nur aus dem Pharma- und Lebensmittelbereich.
Crypta_cs schrieb:
Ebenso profitieren all jene, die einfach illegal selbst gemachte (Kinder)Spiele in den Kleinanzeigen in Serie verkaufen. Auf der Strecke bleiben jene, die versuchen sich dran zu halten.
Einfache Rechnung: Diese sind dann also eher ein geringer Marktanteil bis nicht mehr vorhanden und verdrängt von jenen die "einfach machen". Weil sie es sich leisten können, weil sie Haftung mitigieren können, weil sie es einfach nicht besser wissen.
Und das ergibt dann das Marktbild über das hier so viele unzufrieden sind. Ein Wunder!11!!
Ich hatte nur geschrieben, dass die Leute, von denen du sprichst, nicht die gleichen sind, die direkt in China kaufen. Du sagtest du hast nur reagiert und ich sollte das mit den OP ausmachen. Der hat aber nix von dem gesagt, was du gesagt hast. Ist nicht schwer zu verstehen, ich glaube an dich.
@Alphanerd ich habe nicht von spezifischen Leuten gesprochen. Und die Leute, die in China bestellen, haben durchaus auch keine Geldnot. Deine Aussage ist unbelegbar. Ich habe nur gesagt, dass es Leute gibt, die über ihre Verhältnisse leben. chinaware ist da niemals ein Ausweg, sondern eine zusätzliche Belastung. Also nochmal, was willst du von mir? Hast du eine Message oder einen tieferen sinn? dann her damit.
Kontext: "CE" und andere Konformitäten als Nutzer anzweifeln
Grede schrieb:
Jep. Das machen aktuell wie viele? Ich denke es ist eher ein wenig genutztes Instrument. Um eine Flut an „fehlerbehaftet“ Gütern zu stoppen wäre es auch total ungeeignet.
Das kann ich nicht sagen, doch ist es schon ein scharfes Schwert gegen kleine Mitbewerber.
Wenn ich mich als kleiner drauf verlassen könnte, dass bei den 'Großen' gekaufte Güter ordnungsgemäß sind wäre es leichter.
Grede schrieb:
Ja, und trotzdem hatte ich schon mindestens 50 Produkte in der Hand, die fbekeidifkek@hotmail.cn + Adresse in Fernost oder so als Kontakt mitgeben.
Mein Arzt hat eine gmail, wenn ich legitime Hersteller (im 3D Druck) sehe, sehe ich da auch viele große Mailanbieter. Niemand ist meines Wissens nach verpflichtet eigene Domains und Infrastruktur zu betreiben. Was ich zugegeben ebenso ein wenig bedaure aber es ist per se kein Indiz für irgendwas. Außer mangelndem Invest in eine eigene IT.
Grede schrieb:
Ich kenne jetzt nicht alle Regularien, aber das ergibt für mich ja auch schon Sinn. Schließlich beruhen sicherlich viele Dokumentationspflichten auf Sicherheitsbedenken. Wieso sollte man da unterscheiden, ob ein Hersteller / Händler 10 oder 2000 Mitarbeiter hat? Sollte es andere Hintergründe haben, kann man sicherlich auch da unterscheiden, ja.
Kleine Anbieter sollten in die Lage versetzt sein, sorglos bei den Großen kaufen zu können und sich - sofern diese in D handeln - sich auf deren Konformität verlassen können. Die Marktplätze haben schon jetzt Pflichten. WEEE sollte angewendet werden wie in CH oder AU - dort geht es auch nach Volumen und nicht nur nach Ja oder Nein wie - etwas vereinfacht ausgedrückt - hier.
Kleinstanbietern sollten Systeme zur Verfügung gestellt werden, die die Basics bedienen. Und ja, das ist machbar. Ich baue gerade an einem solchen System auf FOSS Basis.
Die Strafen sollten umsatzbasiert sein, so dass sie mit den Umsätzen der Großen skalieren.
Wenn größere Läden angefragt werden, sollten diese die Pflicht haben mir die Nachweise auszuhändigen und sich nicht straffrei "stumm stellen".
Die Summe der Nachweise sollte reichen eine 'neue Kombination' auf den Markt bringen zu dürfen. (bein einfachen waren wie z.B. LED beleuchtete....
Standardprodukte definieren mit geringeren Auflagen.
Grede schrieb:
Überprüfung und Kennzeichnungspflicht gemäß… ? Gibt ja verschiedene Regularien, die sowas fordern. Laboruntersuchungen für jedes Batch kenne ich jetzt nur aus dem Pharma- und Lebensmittelbereich.
Fast alles scheint mir 'Selbstverpflichtung', u.a. Medizinprodukte sind noch stark reguliert.
Ohne nun wörtlich wiederzugeben, lautet es in etwa so: "Der in Verkehrbringer hat die Ordnungsmäßigkeit der Produkte sicherzustellen". Dann gibt es hier verschiedene Stufen 'wie ordnungsgemäß', damit meine ich sowas wie: Schmuck darf weniger böses Zeug enthalten als Deko, weil körpernah genutzt.
Der Inverkehrbringer muss jederzeit in der Lage sein Fragen der Marktaufsicht zu beantworten, darf aber keine Mitbewerber fragen, woher sie sich sicher sind, dass z.B. kein Nickel in den Ringen ist die verkauft werden.
Der Anbieter selbst kann eben aufgrund der Nachweise der Lieferkette zur Überzeugung kommen oder aber ein Labor beauftragen. Die zu dokumentierende Batchnummer ist relevant, weil Verunreinigungen verschiedenste Quellen haben können und auchauch zwecks Nachverfolgbarkeit
In Handel gebracht werden darf es, sobald der Inhandelbringer davon überzeugt ist, dass es OK ist.
Er hat aber jederzeit der Marktaufsicht vorzutragen, was ihn überzeugte. Ist das nicht überzeugend ist mit Konsequenzen zu rechnen. Im Grunde aber auch nur dann. Also wieder eine Wette. Jeder der keine Haftung mitigieren kann ist weg, jeder der das kann lacht.
Disclaimer: dies ist keine Rechtsberatung, sondern allein mein Verständnis wie es aktuell vermutlich ist.
Wers genauer wissen will suche nach GPSR, REACH, EN71-3, u.a.
Ergänzung ()
Könnte meinen Post auch zusammenfassen mit: Amazon, Ebay & Co endlich zwingend ihren bestehenden gesetzlichen Pflichten nachzukommen! 😬
Kleinen Ingenieuren wieder Luft zum Atmen und vor allem Entwickeln und Anbieten zu lassen. Dann muss man auch nicht mehr jeden noch so kleinen Mist in Übersee bestellen.
Amazon & Co. werden sich darauf berufen, dass sie nur zwischen Händler und Kunden vermitteln und das beanstandete Zeug gar nicht selber in den Handel bringen.
In der Tat. Vertriebsplattformen müssten also mit eingeschlossen werden - aber Du hast natürlich recht, dass damit kleinere Akteure am Markt Probleme bekommen können, wenn ihre gelisteten Händler Murks verkaufen.
Natürlich können und werden sich die Plattformbetreiber über ihre Nutzungsverträge dagegen absichern, nur werden sie im außereuropäischen Ausland ansässige Händler kaum in Regress nehmen können. Jetzt wäre die Frage, ob es volkswirtschaftlich wünschenswert ist, dass ein ausländischer Händler in Deutschland mit dem Vehikel Vertriebsplattform quasi im rechtsfreien Raum als Wettbewerber gegen Unternehmen antreten sollte, die europäisches / deutsches Recht einhalten (müssen), oder ob man hier einen Riegel vorschieben möchte.
Krik schrieb:
Und warum ist es die Aufgabe eines Unternehmens Recht und Gesetz durchzusetzen? Das ist Aufgabe des Staats.
Das schrieb ich doch. Die Bundesnetzagentur müsste wohl deutlich mehr prüfen, damit es einen Effekt gibt.
Momentan wird abseits dieser Behörde einfach zugeguckt, wie hier Produktionsabfälle vertickt werden, mit der Entschuldigung, man könne die Einhaltung der geltenden Gesetze ja gar nicht kontrollieren, geschweige denn durchsetzen. Mancher findet das sicher gut.
Das kriegen wir mMn nur gelöst, wenn zukünftig jemand in der Vertriebskette für Rechtsverstöße wirksam haftbar gemacht wird.
Der Schaden ist theoretisch enorm und ja, Theoretisch auch lebensbedrohlich.
Allerdings wird sich der schaden in der Realität in Grenzen halten.
Leute, die sich für 20 Euro so ein gerät kaufen und tatsächlich ihr Überleben danach ausrichten, haben probleme auf ganz anderen Ebenen, die noch viel lebensbedrohlicher sind.
Gerade wenn es um Gesundheit (hier: Blutzucker- und Blutdruckwerte) geht, muss man leider oft genug Leute vor sich selber schützen! Gibt genug Menschen, die sowas sehen und kaufen, und vielleicht auch gar nicht wissen, was so ein Ding realistisch kosten müsste. Zumal das nicht so leicht einzuschätzen ist, angefangen mit "was ist denn die BOM für ein funktionierendes Gerät?" Und natürlich muß auch die F&E (inklusive Tests und Zulassung) bezahlt werden, und dann kommen noch die Gewinnmargen obendrauf.
Und, es wäre IMHO eigentlich toll, wenn man sich tatsächlich für um die €20 eine SmartWatch oder ähnliches Ding kaufen könnte, das einem einigermaßen zuverlässig Blutzucker- und Blutdruckwerte anzeigen könnte. Wär doch ein echter Beitrag zur "Volksgesundheit", wenn viel mehr Mitmenschen einfach(er) sehen könnten, wie bestimmte Nahrungsmittel und Essgewohnheiten zu wirklich hohen transienten Glukosewerten (spikes) führen.
Geht mal in die Foren zu allem Möglichen. Autos, Modellbau etc. Dies bei Ali, das bei Ali uswusf.
Es kann einfach nicht billig genug sein. Der letzte Dreck wird gekauft.
Es sind die gleichen Sachen, die du bei Amazon oder Geilermodellbau.de findest. Kannst natürlich gerne den Aufpreis für diese Plattformen/Händler bezahlen, wenn es dich glücklich macht
@Alphanerd
Das mag für Plunder gelten. Da lohnt es sich die billigsten Alternativen von No-Name-Marken zu kaufen.
Beispielsweise Sachen, die man nahezu niemals anfasst, Sachen von geringer Bedeutung (die man irgendwo verbaut) oder Verbrauchsmaterial.
Sobald man von entscheidenden Funktionen abhängig ist, sollte man zumindest sehr gut recherchieren.
So sollte man bspw. nicht billigste Spielzeuge aus dem Ausland für Kinder kaufen, da sie mit Stoffen verarbeitet sein können, welche Allergien oder sonstige gesundheitlichen Folgen wie Krebs verursachen können.
Nicht umsonst werden in kritischen Situationen oder Maschinen Produkte im Wert von 10 € für 10.000 € verkauft.
Und ein Blutzuckergerät, bei dem man 50% spart und das Risiko eingeht, dass es nur eine Simulation ist, könnte im schlimmsten Fall tödlich sein.
Als Diabetiker muss ich dazu sagen: Wer so etwas als Betroffener nutzt, ist selber schuld. Ich denke auch, dass man bei entsprechenden Schulungen auf solche Dinge hingewiesen wird - bei mir war es zumindest so.
@Hypothek
Da muss man dann schon sehr geizig sein...die sind hierzulande nämlich auch nicht so teuer - meines kostet gerade mal 15 Euro (Accu Chek Guide). Ich weiß auch nicht wie es in anderen Regionen ist, aber ich habe mein Messgerät bei meiner ersten Schulung gestellt bekommen - lediglich die Teststreifen muss ich selbst zahlen.