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NewsBOE: RGBX-Panel erreicht 130 Prozent des BT.2020-Farbraums
BOE zeigt auf der Display Week Fortschritte in der Display-Entwicklung rund um LCD, OLED und Micro-LED. Ein 85-Zoll-LCD-Panel für Fernseher soll dabei weit über die BT.2020-Farbraumabdeckung hinaus gehen. Und bei faltbaren Smartphones soll der Falz endlich vollständig verschwinden. Gamer hingegen bekommen Full HD mit 1.000 Hz.
Klingt spannend mit den Faltbaren Modulen. Die Technik wird da immer besser.
Aber aktuell interessiert mich vor allem wann die neuen guten Sachen als 27 Zoll Monitor raus kommen 😅
" Monitor mit Full HD und 1.000 Hz
Im LCD-Segment zeigt BOE auch ein 24,5 Zoll großes Panel mit Full-HD-Auflösung und 1.000 Hz Bildwiederholfrequenz. "
Komisch wer soll dass denn kaufen ? laut CB spielt / arbeitet doch keiner mehr mit FullHD
So langsam frage ich mich aber, wer die Farbunterschiede auf diesem Niveau noch wirklich wahrnehmen kann - ernsthaft.
Ich habe sowieso eine eingeschränkte Farbwahrnehmung (Deuteranomalie) bei aber sonst sehr guter Sehschärfe, kann das also nur bedingt beurteilen.
Sind diese Unterschiede zwischen 110% und 130% BT.2020 für, sagen wir mal 95% der Nutzer, überhaupt sichtbar?
Insbesondere, da z.B. Filme ja durch Kamera und Postprocessing "verfälscht" sind, und ggf. Bildmaterial durch nicht verlustfreie Kompression läuft, frage ich mich, ob diese Genauigkeitsunterschiede beim Display noch relevant sind. Mir kommt schon mein OLED ziemlich perfekt vor, sozusagen am Limit dessen, was meine Augen unterscheiden können (bzgl. Farben).
Bei professioneller Bildbearbeitung etc. spielt das sicher eine Rolle, aber die Präzision kann ja nicht besser werden, als die besten Augen der Menschen, die damit arbeiten, oder "übersehe" ich da was 🙃?
Vielleicht kann da ja jemand, der mehr in der Materie steckt, etwas zu sagen?
Ich nutze noch Full HD und die daraus resultierende Auflösung im 16:10 Format auf Arbeit (nahezu ausschließlich) und auch zu Hause (zumindest bei einem Monitor).
HDR nutzt aber nun mal den BT.2020 Farbraum, die aktuellen MAsteringmonitore decken sogar nur P3 ab.
Bleibt also nichts anderes, als die Farben künstlich zu strecken, will man von >BT.2020 profitieren.
Nerdpatrol schrieb:
So langsam frage ich mich aber, wer die Farbunterschiede auf diesem Niveau noch wirklich wahrnehmen kann - ernsthaft.
Ich habe sowieso eine eingeschränkte Farbwahrnehmung (Deuteranomalie) bei aber sonst sehr guter Sehschärfe, kann das also nur bedingt beurteilen.
Sind diese Unterschiede zwischen 110% und 130% BT.2020 für, sagen wir mal 95% der Nutzer, überhaupt sichtbar?
Es fehlen entsprechende Inhalte und das wird auch sehr laaaange Zeit so bleiben, da die gesamte Signalkette nun mal auf RGB + BT.2020 aufbaut und nicht auf RGBX.
Der zusätzliche "X" Anteil in der Farbmischung existiert schlicht nicht als Farbinformation im Material, egal ob das nun irgendein violett oder sonstwelcher Farbton ist.
Die Farbinformation jedes Pixels ist durch R/G/B bereits genau definiert, für R/G/B/X (was auch immer dieses ominöse "X" hier sein mag) bräuchte es einen komplett neuen Standard und das bezieht auch die Kamerasensoren mit ein.
Der genaue technische Aufbau des „X“-Kanals wurde von BOE bislang aber nur teilweise offengelegt. Es soll sich aber nicht einfach um ein Weiß-Subpixel wie bei RGBW handeln,
Kann es auch gar nicht, weiß entsättigt lediglich oder boostet eben die Weißhelligkeit, erweitert aber den Farbraum in keinster Weise.
vermutet wird, dass „X“ entweder ein Cyan-/Emerald-artiger Kanal oder ein breitbandiger Zusatzkanal ist, der besonders schwierige Farben (etwa Türkis, Goldtöne oder sehr gesättigte Rot-/Grün-Übergänge) präziser darstellen kann.
für R/G/B/X (was auch immer dieses ominöse "X" hier sein mag) bräuchte es einen komplett neuen Standard und das bezieht auch die Kamerasensoren mit ein.
Wieso? Der Fernseher bestimmt wie das das Panel angesteuert wird und wenn er beispielsweise ein Türkis darstellen will, kann er halt statt blau und grün diesen zusätzliche türkisen Subpixel ansteuern.
So lange der Controller das mitmacht kann man da Farben mit reinmischen wie man lustig ist. Genau wie eben bei den RGBW-Panels von LG, wo der Fernseher die weißen Pixel mit in die Berechnung einbezieht und bei Bedarf nutzt.
Suspektan schrieb:
Was ist ein Goldton, wenn Gold doch keine Farbe ist?
https://de.wikipedia.org/wiki/Gold_(Farbe)
Wieso sollte Gold keine Farbe sein? Abgesehen davon: würdest du das auch sagen, wenn da steht "bessere Darstellung von Hauttönen"?
1000 Hz würde ich sehr gerne erleben, allerdings sind 1080p mittlerweile etwas alt geworden.
Ich frage mich, wo die Grenze der menschliche Wahrnehmung aufhört.
Zumindest weiß ich, dass sie oberhalb von 120 Hz liegen muss und wahrscheinlich noch über 240 Hz.
@Hypothek
Die Grenze der menschlichen Wahrnehmung liegt in der Auflösung bei grob 0,5 Bogenminuten.
Du musst nur genug Abstand zwischen dir und deinem 1080p Display haben, dann erreichst du die.
Die Grenze der Wahrnehmung von Bewegungen, liegt in der Geschwindigkeit dieser.
Nimm ein 1000Hz Display, beweg den Cursor schnell genug, und er wird nicht mehr flüssig dargestellt.
Da dies, wie auch die Farbwahrnehmung nur Illusionen sind, und sehr stark von der Situation und die selbst abhängen, bin ich z.B. was das angeht, ganz leicht zufrieden zu stellen.
Mir geht z.B. OLED komplett am Arsch vorbei.
Ein Beispiel: Das dolle schwarz.
Das es in der Natur quasi nicht gibt, selbst wenn du in absoluter Dunkelheit stehst, nimmst du Dinge wahr, Farben Muster, usw..
Wenn ich ein Astrofoto mach, ist perfektes schwarz und weiß scheiße, das eine sind keine, das andere zu viele Informationen.
Für mich wirkt das schwarz von OLED unnatürlich, gerade wenn natürliches dargestellt wird.
Genauso kann ich mit anderen Argumenten von Farben und Hz reden.
Wenn man einen gewissen stand an Qualität erreicht hat, braucht man nicht mehr, bis man anfängt zu vergleichen.
Dann kann man zwar objektiv sagen, was subjektiv besser aussieht, aber ohne hätte man dieses Problem garnicht.
Es gibt natürlich trotzdem sinnvolle Anwendungen, für definierte Farben, drölfzig Megapixel und Hz, aber die liegen meiner bescheidenen Meinung nach nicht in der Unterhaltung.
" Monitor mit Full HD und 1.000 Hz
Im LCD-Segment zeigt BOE auch ein 24,5 Zoll großes Panel mit Full-HD-Auflösung und 1.000 Hz Bildwiederholfrequenz. "
Komisch wer soll dass denn kaufen ? laut CB spielt / arbeitet doch keiner mehr mit FullHD
Wieso? Der Fernseher bestimmt wie das das Panel angesteuert wird und wenn er beispielsweise ein Türkis darstellen will, kann er halt statt blau und grün diesen zusätzliche türkisen Subpixel ansteuern.
Das Material enthält aber nicht die Farbinformation für "Türkis", es enthält die R/G/B Anteiligkeit für jeden Pixel und die zu nutzenden R/G/B Primärfarben sind für den jeweiligen Farbraum exakt definiert.
Wenn der TV nun über ein zusätzliches Subpixel mit sonstwelcher Farbe verfügt, kann er es nicht korrekt nutzen oder diese vierte Farbe ergibt sich bereits aus einer Mischung von Primärfarben, so dass es auch keinen Vorteil i.S. einer korrekten Darstellung bringt.
Conqi schrieb:
Genau wie eben bei den RGBW-Panels von LG, wo der Fernseher die weißen Pixel mit in die Berechnung einbezieht und bei Bedarf nutzt.
Eben genau nicht, da "weiß" auch nichts anderes als R+G+B bedeutet, bei woled sind die R+G+B emitter eben aufeinandergeschichtet, was für das transparente vierte subpixel dann weiß ergibt.
Weist ein Pixel z.B. als Farbinformation das Farbtripel R:150/G:60/B:70 aus, lässt sich das problemlos auch als R:90 G:0 B: 10 und "weiß": 60 darstellen, da es in der Summe das gleiche ergibt.
Das weiß nutzt die gleichen Primärfarben wie die farbigen Subpixel auch, da letztlich bei woled für jedes Subpixel der identische Emitterstack genutzt wird.
Das gilt aber nicht für dieses ominöse "X", bei welchem eine komplett eigene (Spektral?)farbe eingesetzt werden soll
Conqi schrieb:
So lange der Controller das mitmacht kann man da Farben mit reinmischen wie man lustig ist.
Natürlich kann man das, schrieb ich ja, dann werden die Farben eben in den größeren Farbraum des TVs gestreckt, hat aber nichts mit korrekter Wiedergabe wie vom Inhalt vorgegeben zu tun.
Conqi schrieb:
weißen Pixel mit in die Berechnung einbezieht und bei Bedarf nutzt.
Eben bei BEdarf, HDR Inhalte rufen aber letztlich nur BT.2020 Primärfarben mit jeweils definierter Intensität (Helligkeit) ab, Farben außerhalb BT.2020 sind da nie enthalten.
Genauso wie HDR Inhalte nicht mehr als 10.000 nits abrufen können, weil dieser Luminanzwert dem maximalen Bitwert zugewiesen ist.
Weil es silber auch nicht ist aufgrund seiner Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit des Materials, welches es erst glänzen lässt.
" Silver or metallic gray is a colortone resembling gray that is a representation of the color of polished silver.
Silver ingot The visual sensation usually associated with the metal silver is its metallic shine. This cannot be reproduced by a simple solid color because the shiny effect is due to the material's brightness varying with the surface angle to the light source. In addition, there is no mechanism for showing metallic or fluorescent colors on a computer without resorting to rendering software that simulates the action of light on a shiny surface. Consequently, in art and in heraldry, one would typically use a metallic paint that glitters like real silver. A matte gray color could also be used to represent silver."
Also dieser angebliche Goldton würde dann wohl irgendwo zwischen gelb und orange liegen, aber für eine tatsächliche NAchbildung müsste er eigentlich glänzen/ glitzern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Glanz
"Glanz ist eine optische Eigenschaft einer Oberfläche, Licht ganz oder teilweise spiegelnd zu reflektieren. Ist eine Oberfläche nicht glänzend, weil sie Licht diffus reflektiert, so nennt man dies Mattheit. Genau wie Farbe ist der Glanz eine Eigenschaft, die zum visuellen Erscheinungsbild einer Oberfläche beiträgt...."
und
"Metallglanz
Stärkster, spiegelnder Glanz, der nur bei Metallen, Legierungen und einigen undurchsichtigen Mineralen (vorwiegend Sulfiden) auftritt und etwa einem Brechungsindex von 2,6 bis über 3 entspricht Die meisten metallisch glänzenden Minerale sind farblos bzw. graufarbig mit verschiedenen Abstufungen und zeigen daher graue bis silbrige Spiegelungen wie z. B. Sperrylith und Stibnit. Einige "Buntmetalle" wie beispielsweise Kupfer und Gold, aber auch einige Minerale wie Pyrit (goldgelb), Kermesit (rot), Hibonit (braun) und Hämatit (schwarz) zeigen aufgrund ihrer Eigenfarbe einen entsprechend gefärbten Glanz
Gold ist damit eben kein bloßer Farbton , sondern zusätzlich von der Rauigkeit des Materials bzw. seiner Oberfläche abhängig.
Ich mein, für "bessere Darstellung von Goldtönen" müsste dieses vierte Subpixel in irgendeiner Weise glitzern können, kann ich mir nicht so recht vorstellen und ist auch keine Eigenschaft des emittierten Lichts selbst, sondern der reflektierenden Oberfläche.