Bootvorgang und allg. Fragen WinXP/Linus

SoulStriker

Lt. Junior Grade
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Hi

Brauche mal kurz eure Hilfe...

Ich habe vor mir Linux 9.1 Prof draufzuspielen...

Erstmal meine Config:

2x 60 GB Festplatte im RAID 0 mit Windows XP

1x 60 GB IDE-100

Ich habe vor, da ich keine Lust habe das RAID neu anzulegen, Linux auf die einzelne 60 GB Festplatte zu installieren, ich habe aber da noch einige Fragen:

1. Wie sieht der Bootvorgang dann aus, da ich ja im BIOS auswählen muss welche Festplatte als erstes angesprochen werden muss. Ich hab im Handbuch gelesen, dass Linux einen Bootmanager enthält...die Frage dazu: Wenn ich die Linux-Platte als erstes booten lasse, kann ich dann mit Hilfe des Bootmangers von Linux auch Win XP auf der RAID-Platte booten ?

2. Linux wird mit dem raiser-Dateisystem auf die Platte installiert. Kann ich dann von Win XP aus überhaupt noch auf die Platte zugreifen ?

3. Ich habe einen zweiten Rechner mit einer normalen Platte, die im moment so aussieht:

1. Partition: Win XP 10 GB
2. Partition: 110 GB

Kann ich da Linux ohne Probleme für Windows installieren?

Thx 4 help

gruss soul
 
1. Sämtliche Bootmanager von Linux (ob Grub oder Lilo) können alle Betriebsysteme booten. Während der Installations des Bootmanagers sollte automatisch erkannt werden, dass du noch Windows hast und dies dann in den Linux bootmanager integriert werden. Der bisher vorhandene Windows Bootmanager wird dann durch den von Linux ersetzt.

2. Nein! windows kann überhaupt nur auf irgendwelche Windows-Dateisysteme zugreifen. zum datenaustausch mit Linux empfiehlt sihc deswegen eine FAT32 Partition.

3. Was heißt "Linux für Windows installieren"? Du meinest Linux anstelle Windows?
Klar geht das. Du kannst es aber auch parallel dazu installieren, wie auf deinem ersten Rechner.
 
OK, das mit dem booten sollte also funktionieren, nochmal kurz zu Punkt 2:

a) Ich habe auf dem RAID-System auch eine 10 GB FAT32 Partition, aber mir fällt gerade nochwas ein: Wenn das nun alles so installiert habe erkennt Linux denn eigentlich überhaupt die RAID-Platten (und somit diese FAT Partition)?

b) Vorab: Auch wenn es ein anderes Dateisystem ist, kann Windows die Platte noch erkennen oder existiert diese dann nicht mehr unter Windows ?

Desweiteren: Wenn ich auf der 60 GB Einzelplatte nur bspw. 20 GB bei der Linuxinstallation bereitstelle, kann Windows dann den Rest benutzen bzw. kann ich
den Rest von Windows aus formatieren etc. ?

zu 3:

Ich meinte ob ich Linux ohne "PROBLEME für Windows" installieren kann...war nen schlechter Satzbau, aber ich sollte doch auch hier Linux nur einen geringen Spielraum geben, damit ich die Platten unter Windows noch vernünftig nutzen kann oder ?

gruss soul
 
zu a) ja, wenn du Hardware RAID hast, dann erkennt dies Linux auch, Software RAID von Windows aus nicht. Platten erkennen und auf Wunsch einbinden ist gar kein Problem, ist auch nicht Datenverlust behaftet (neue deutsche Rechtsschreibung?:)

zu b) die Partition wird unter Windows erkannt, aber nicht Linux oder dem Dateisystem zugeordnet, sondern als unbekannt. Fuer mich ist das Ignoranz von Windows, weil die Bezeichnungen fuer Dateisysteme standardisiert sind, und man es einfach auslesen kann. Nimmst du ein Tool fuer Partitionierungen erkennt dies Linuxpartitionen und kann diese notfalls auch trotz Installation vergroessern/verkleinern.

zu c) klar, solltest aber eine Partition fuer Linux machen, was uebrig bleibt kann normal genutzt werden. Falls es nicht weiter partitionierst, musst du auf Tools aus "zu b)" zurueck greifen.

zu 3) ja, Dualboot ist Standard unter Linux. Dabei wird der Bootloader von Windows normalerweise ueberschrieben, kann aber nachgeschaltet werden, falls du so was brauchst. D.h. du hast zuerst den Linux Bootloader, der die Partitionen aktiviert, und danach einen weiteren Bootloader, der verschiedene Windowsvarianten laden kann. Wenn du Windows neu installierst oder den Bootloader von Windows, wird der Linuxbootloader ueberschrieben, und Linux verschwindet aus dem Bootmenue (wiederum Ignoranz von Windows, s.o.) . Kannst dies aber einfach per Bootdiskette/-cd/-... starten und den Bootloader von Windows fuer Multiboot reinstallieren
 
mahdi schrieb:
zu b) die Partition wird unter Windows erkannt, aber nicht Linux oder dem Dateisystem zugeordnet, sondern als unbekannt. Fuer mich ist das Ignoranz von Windows, weil die Bezeichnungen fuer Dateisysteme standardisiert sind, und man es einfach auslesen kann. Nimmst du ein Tool fuer Partitionierungen erkennt dies Linuxpartitionen und kann diese notfalls auch trotz Installation vergroessern/verkleinern.

Es gibt auch noch ein Tool fuer Windows, womit du den Inhalt ext2 / ext3 Platten ansehen kannst, bloß ich komme grad nicht auf den Namen. - Werde es spaeter nochmal posten.

mfg
 
Vielen Dank schonmal für die vielen Infos... ;)

Also ich wills mal kurz zusammenfassen und ihr könnt ja noch kurz bestätigen, ob ich alles richtig verstanden habe:

Also mein System kann also ohne Probleme so aussehen:

1. Platte (Verbund: RAID 0/ ist nen Hardware-RAID, also Controller auf dem MB):

Partition 1: 10 GB WinXP (NTFS) erstellt von Windows Installer
Partition 2: 10 GB (FAT32) erstellt von Windows Installer
Partition 3: 100 GB (NTFS) erstellt von Windows Installer

2. Platte (IDE):

Linux-Partition (erstellt ja einige, soweit ich gelesen hab ;)) so um 3 GB
Partition 2: 15 GB im raiser-Dateisystem erstellt von Linux
Partition 3: 40 GB im FAT-System erstellt von Linux (hierauf kann dann auch Windows zugreifen ?)


Und mein RAID-System ist absolut "sicher vor Linux" wenn ich Linux nur auf die 2.Platte installiere ? Ich frag lieber nochmal nach, da ich ziemlich viele und wichtige Daten auf der 1. Platte im Moment liegen habe ;)

gruss soul
 
SoulStriker schrieb:
Und mein RAID-System ist absolut "sicher vor Linux" wenn ich Linux nur auf die 2.Platte installiere ? Ich frag lieber nochmal nach, da ich ziemlich viele und wichtige Daten auf der 1. Platte im Moment liegen habe ;)

Wichtige Daten sichert man. Und ja, es sollte nix passieren. ;)

Vielen Dank schonmal für die vielen Infos... ;)

Also ich wills mal kurz zusammenfassen und ihr könnt ja noch kurz bestätigen, ob ich alles richtig verstanden habe:

Also mein System kann also ohne Probleme so aussehen:

1. Platte (Verbund: RAID 0/ ist nen Hardware-RAID, also Controller auf dem MB):

Partition 1: 10 GB WinXP (NTFS) erstellt von Windows Installer
Partition 2: 10 GB (FAT32) erstellt von Windows Installer
Partition 3: 100 GB (NTFS) erstellt von Windows Installer

2. Platte (IDE):

Linux-Partition (erstellt ja einige, soweit ich gelesen hab ;)) so um 3 GB
Partition 2: 15 GB im raiser-Dateisystem erstellt von Linux
Partition 3: 40 GB im FAT-System erstellt von Linux (hierauf kann dann auch Windows zugreifen ?)

Wofuer 2 Fat32 Partitionen? Oo

mfg
 
Also mein System kann also ohne Probleme so aussehen:

1. Platte (Verbund: RAID 0/ ist nen Hardware-RAID, also Controller auf dem MB):

Partition 1: 10 GB WinXP (NTFS) erstellt von Windows Installer
Partition 2: 10 GB (FAT32) erstellt von Windows Installer
Partition 3: 100 GB (NTFS) erstellt von Windows Installer
Kein Thema. Wird von Linux nicht angerührt.
2. Platte (IDE):

Linux-Partition (erstellt ja einige, soweit ich gelesen hab ;)) so um 3 GB
Partition 2: 15 GB im raiser-Dateisystem erstellt von Linux
Partition 3: 40 GB im FAT-System erstellt von Linux (hierauf kann dann auch Windows zugreifen ?)
Zu Partition 3: Ja.
Und mein RAID-System ist absolut "sicher vor Linux" wenn ich Linux nur auf die 2.Platte installiere ? Ich frag lieber nochmal nach, da ich ziemlich viele und wichtige Daten auf der 1. Platte im Moment liegen habe ;)
Andersrum ist die Frage besser: Ob dein Linux dann sicher vor Windows ist :D.
 
So ich habe es nun soweit ausgeführt, hier mal das Ergebnis:

1. Linux kann nicht auf die 10 GB FAT32-Raid Platte zugreifen (sacht immer was von nicht angeschlossen, "Megadrive" etc.)

2. Linux kann beim booten Windows NICHT starten (das hat ich mir übrigens schon gedacht)...man kann sagen, dass Linux mit dem RAID nur etwas anfangen kann, wenn es selbst von Linux erstellt worden ist...

So direkt ist das mit dem Booten nicht so tragisch, aber es lässt sich ja noch nicht mal eine Bootdiskette unter Linux erstellen, denn dort sucht er immer eine Datei die nicht existiert (bzw. die ich runterladen soll, aber ohne inet geht das wohl nicht)...

3. Ich greife mal meine gerade erdachte Behauptung auf "wenn es selbst von Linux erstellt worden ist" und widerlege sie:

Linux erkennt nämlich nicht die von ihm selbst erstellte FAT-Partition auf der 2.Platte, Windows schon... ich finde das ehrlichgesagt ein wenig eigenartig oder liegt es daran das es ne erweiterte Partition ist....also die Platte sieht folgendermaßen aus:

hdd (60 GB)

hdd1: /boot
hdd2: /swap
hdd3: /home

hdd (4) : erweiterte Partition
hdd5: /root
hdd6: FAT32

Ist der Datenaustausch zwischen Windows und Linux gar nicht möglich ?


Ansonsten mal mein erster Eindruck:

a) Das System braucht 3x so lange zum hochfahren als der Konkurent Windows

b) Auf der verpackung steht "beinhaltet eine riesige Treiberdatenbank" ... sorry, aber 10 Maustreiber nenn ich keine große Treiberdatenbank...und sagt jetzt bitte nicht das muss auch alles runtergeladen werden...

c) Ich weiss nicht genau ob Linux das vor hat, aber falls dieses System als Konkurenz zu Win XP stehen soll, muss ich eins sofort sagen: Ein Normalsterblicher
versteht dieses Programm nicht ! Schon allein die Aufteilung der Festplatte bzw. die für Einsteiger nicht verständlichen Ordnerbezeichnungen...
Also für Firmen, Großrechner etc. ist dieses System gut geeignet, aber als Betriebssystem für Einzelplatzrechner wird sich das in der Form niemals durchsetzen, zumal die Benutzerfreundlichkeit auch stark zu wünschen übrig lässt...gerade bei solch einem komplexen System kann man wohl verlangen, dass ein umfassender Support durch Hilfsdateien etc. angeboten wird (aber dies beschränkt sich abermals nur auf eine Onlineverlinkung)....


Nunja, wie gesagt ist das nur ein erster Eindruck... ich bin im Moment nur ziemlich enttäuscht, da ich mich echt darauf gefreut hab mal ein neues Betriebssystem kennenzulernen...ich persönliche habe kein Problem damit, wenn es nicht so aufgebaut ist wie Windows...

Aber ihr könnt mich immer noch eines besseren belehren, vielleicht habt ihr auch noch Tipps für die oben genannten Probleme...

gruss soul
 
1. Linux kann nicht auf die 10 GB FAT32-Raid Platte zugreifen (sacht immer was von nicht angeschlossen, "Megadrive" etc.)
Gib uns mal die exakte Fehlermeldung.
2. Linux kann beim booten Windows NICHT starten (das hat ich mir übrigens schon gedacht)...man kann sagen, dass Linux mit dem RAID nur etwas anfangen kann, wenn es selbst von Linux erstellt worden ist...
Wird der richtige RAID-Treiber geladen (Promise, HighPoint...)? Eventuell Triber von der Herstellerseite installieren.
So direkt ist das mit dem Booten nicht so tragisch, aber es lässt sich ja noch nicht mal eine Bootdiskette unter Linux erstellen, denn dort sucht er immer eine Datei die nicht existiert (bzw. die ich runterladen soll, aber ohne inet geht das wohl nicht)...
Exakte Meldung bitte!
3. Ich greife mal meine gerade erdachte Behauptung auf "wenn es selbst von Linux erstellt worden ist" und widerlege sie:
Linux erkennt nämlich nicht die von ihm selbst erstellte FAT-Partition auf der 2.Platte, Windows schon... ich finde das ehrlich gesagt ein wenig eigenartig oder liegt es daran das es ne erweiterte Partition ist....also die Platte sieht folgendermaßen aus:
Wie macht sich das bemerkbar?
Hast du Partition schon mal von Hand gemountet?
Ist der Datenaustausch zwischen Windows und Linux gar nicht möglich ?
Millionen Linux Nutzer machen das. Klar geht es.

Zu deinen ersten Eindrücken:

a) SuSE Linux ist dafür bekannt sehr viele Dienste zu laden, die auch unnötig sind. Das verzögert die Ladezeit natürlich.
Und das das System 3 mal so lange braucht glaube ich nicht. Das wäre zu lang.

b) Mit Maustreibern ist es ja auch getanf. SCSI, Grafik, Drucker, Sound, und und und...
Außerdem, wenn sich mit "nur" zehn Maustreibern ca. 1000 verschiedene Maustypen betrieben lassen, brauche ich dann mehr als 10 Treiber.
Modernen Mäuse sehen doch so aus: 3 Tasten, Rad, über USB angeschlossen. Ein generischer Treiber, der diese drei Sachen unterstützt, und schon funktioniert praktisch jede Maus.

c) Falscher Ansatz.
Personen die Windows gewohnt sind haben Schwierigkeiten sich umzustellen. Klar, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Aber viele Versuche mit Personen , die noch nie an einem PC saßen zeigten, dass sich die Leute viele typische Aufgaben (Mail schreiben, Textdokument erstellen...) auf einem Linux Rechner schneller erledigten als auf Windows. Manche Aufgaben waren allerdings auf Windows schneller erledigt.
Leider fehlt mir jetzt der Link zu einer solchen Untersuchung.


Nunja, wie gesagt ist das nur ein erster Eindruck... ich bin im Moment nur ziemlich enttäuscht, da ich mich echt darauf gefreut hab mal ein neues Betriebssystem kennenzulernen...ich persönliche habe kein Problem damit, wenn es nicht so aufgebaut ist wie Windows...
Genau der letzt Satz ist das Problem. Viele Menschen wollen ein System, das so ist wie Windows. Das ist aber nur Windows.

Lass dich nicht entmutigen. Du glaubst nicht wie lange ich (und auch viele andere) gebraucht habe(n) um sich in Linux so weit einzuarbeiten.
Ich habe übrigends den 100%igen Umstieg auf Linux selbst noch nicht geschafft. viele dinge gehen unter Linux nicht, dafür habe dann aber noch Windows. Viele dinge sind mir unter Linux einfach zu doof/kopliziert -> Windows.
Andersherum aber genauso!

[edit]
Mal aus anderer Perspektive: http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/09/085-xp-test/
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Ataraid wird von Kernel 2.6 noch nicht unterstützt, während es unter Kernel 2.4 problemlos lief. Das Problem habe ich auch mit einem Raid 0 Verbund in meinem System.
2. Siehe 1. Schonmal versucht das BIOS so einzustellen, dass von der nicht-RAID Platte gebooet wird?
3. Du musst die Fat32 Partition erst ins System einbinden und mounten. Schau ins Handbuch oder benutz die Forensuchfunktion. Linux kann ohne weiteres auch Fat32 Partitionen lesen und schreiben, während Windows leider nur MS-eigene Formate beherrscht. Aber für den Datenaustausch reicht das ja.

Denk mal zurück an deinen ersten Tag mit Windows. Hast du da wirklich alles auf Anhieb verstanden? Ich kenne viele Spezies, die bei Windows die erste Zeit genauso wie der Ochs vorm Berg standen, nach einigen Monaten aber ganz gut mit Windows umgehen konnten.
Von Linux erwarten diese Leute allerdings, dass sie es gleich am ersten Tag verstehen, weil sie ja nun schon soviel PC-Erfahrung durch Windows haben. Das ist aber ein Irrglaube. Du wirst auch für Linux einige Wochen investieren müssen um die wichtigsten Grundlagen zu verstehen. Wer dazu nicht bereit ist, der sollte bei Windows bleiben.
Andersrum geht es Leuten aber auch nicht anders, die bisher nur mit Linux gearbeitet haben und nun mit Windows klarkommen sollen.
 
Also ich habs auch im BIOS eingestellt, von daher liegt es nicht daran, ich denke Linux kommt mit dem RAID in der Softwareversion nicht richtig klar...


Jetzt mal zu den allgemeinen Fragen:

Ich bin 100%tig davon überzeugt, dass jedes dieser Systeme seine Stärken und seine Schwächen hat...

Was ich auf Anhieb als eigenartig empfinde bzw. als nicht benutzerfreundlich:

a) Hilfsdateien hauptsächlich nur online verfügbar

b) trotz Lokalisierung viele der Hinweise/Fehlermeldungen auf Englisch oder eigenartig ins Deutsche übersetzt

c) Dateisystem für einen Laien vollkommen unverständlich und ich selbst finde es ein wenig umständlich, ein Beispiel:

-> Dateien auf Diskette löschen und neue draufziehen:

1. Windows: Dateien auf Disk markieren und löschen, andere Dateien markieren und kopieren...fertig

2. Linux: bin mir hier nicht vollkommen sicher, erzähl aber mal die Erfahrung die ich letztens im Rechenzentrum unter gnome gemacht hab:

--> Dateien lassen sich nicht so von der Disk löschen, sondern man muss formatieren dann irgendwie auch noch "mounten" (wer auch toll wenn mir das mal einer erklären könnte), dann war sie irgendwann auch leer, und dann kann man auch kopieren und auf die Disk einfügen...nur dann kam halt auch etwas sehr überraschendes für mich: es hat dann nochmal etwa 15 sekunden gedauert, bis er wirklich angefangen hat auf die Disk zu schreiben ?!?

d) Wer denkt sich diese Programmnamen aus ?

Beispiele: kaffeine, kde, Yast (yet another setup, das ist vielleicht lustig aber unnötig verwirrend), gnome...

Es gibt da noch nen paar andere Dinge, die ich als nicht gut gelöst bezeichnen muss...kurz noch zu dem beispiel mit den Maustreibern: es ist ja gut und schön, wenn man nur 10 Maustreiber hat (spart immerhin Platz), aber ehrlichgesagt habe ich Linux immer als direkten Konkurenten zu Windows gesehen, was bedeutet, dass auch Arbeiten und Spielen unter Linux möglich sein soll bzw. werden soll... dann ist es mir ehrlichgesagt zu wenig wenn nur 2 Maustasten und ein Scrollrad durch den Treiber simuliert werden und das nicht mal perfekt für diese bestimmte Maus (Beispiel: Maus mit 5 Tasten)...natürlich hat das auch was mit den nicht vorhandenen Linux-Treibern von den Herstellern zu tun !

Also einem wirklichen Laien kann ich persönlich Linux nicht empfehlen (ihr mögt das natürlich anders sehen)...das liegt auch daran das Linux für einen Laien viel zu sehr ins Details geht wodurch manches viel zu umständlich erscheint bzw. sogar auch ist ...

Naja ich werd mir vielleicht nochmal das Handbuch ein wenig zu gemüte führen und mich die Tage nochmal damit auseinandersetzen...


"nd haben Schwierigkeiten sich umzustellen. Klar, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Aber viele Versuche mit Personen , die noch nie an einem PC saßen zeigten, dass sich die Leute viele typische Aufgaben (Mail schreiben, Textdokument erstellen..."

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es auf Linux schneller geht ein Textdokument zu erstellen ?!?

gruss soul
 
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es auf Linux schneller geht ein Textdokument zu erstellen ?!?
OK, vielleicht habe mich schlecht ausgedrückt.
Klar schreibt man unter Linux nicht schneller als unter Windows ;).
Die Aufgaben waren aber in etwa so formuliert:
- Öffne die Textverarbeitung
- Erstelle ein neues Dokument
- Füge darin eine Tabelle mit 10 Zeilen und 4 Spalten ein
- ...

Es waren also allgemeine Aufgaben. Du Crux war nun für die Testpersonen die entsprechenen Funktionen zu finden um die Aufgaben zu lösen.

PS: Mounten heißt, irgendeinen Datenträger (Platte, Disk...) in das Dateisystem einbinden, so dass du darauf zugreifen kannst.
Wenn du eine Diskette einlegst kannst du noch nicht darauf zugreifen, weil Linux nicht weiß wo sich die Diskette befindet.
Beim Mounten sagst du Linux, dass es die Diskette in ein Verzeichnis im Verzeichnisbaum abbilden soll (z.B. unter /mnt/floppy). Aus anderen Gründen müssen gemountete Datenträger wieder aus dem Dateisystem "ausgehängt" werden.
Bei deiner "Rechenzentrumerfahrung" mit Disketten hast du genau das gemacht. Die Diskette ins System eingebunden.
Dann allerdings hast du Blödsinn gemacht. du gehst einfach in das Verzeichnis in das du die Diskette eingehängt hast, s.o., und löscht dort die Datei (Befehl: rm dateiname). Neue Dateien aufs Floppy kopieren: Befehl cp dateiname zielverzeichnis. In einer grafischen Umgebung (Gnome, KDE) geht es wie unter Linux. Trotzdem muss die Diskette vorher gemountet werden.

Was das verzögerte Schreiben betrifft:
Es gibt zwei Arten Dateien auf einen Datenträger zu speichern (gilt für Linux und Windows):
- asynchrones Schreiben
- synchrones Schreiben

Asynchron:
Die Daten werden erst geschrieben, wenn das System unter wenig Last steht. Besonders bei Festplatten ergibt sich dadurch ein Geschwindikeitszuwachs, da dieser LAstzustand nicht noch durch die Schreiboperation verstärkt wird.

Synchron.
Die Daten werden sofort geschrieben.

Bei Datenträgern die im laufenden Betrieb entfernt werden können (Floppies, USB-Sticks, ...) kann deshalb beim Mounten die Option "sync" mitgegeben werden um das synchrone Schrieben zu aktivieren.
Das hast du damals halt nicht gewusst.
 
@Boron:

Danke für die Erklärung...macht soweit alles Sinn (was zu erwarten war ;)), aber ich finde trotzdem, dass es unnötig kompliziert ist...

Ich denke nur ständig an die Leute, die damit zurecht kommen sollen...es liegt auch daran das ich öffters Werbesendungen sehe, wo Linux "angepriesen" wird als einfach und einsteigerfreundlich (hab ich wirklich schon gesehen ! :D)...

Naja werd mich damit nach und nach auseinadersetzen ;)...danke nochmal für eure Unterstützung (momentan kann ich es mir noch nicht vorstellen, dass ich eher Linux booten lassen als Windows, aber mal sehen wie es wird ;))

gruss soul
 
...wo Linux "angepriesen" wird als einfach und einsteigerfreundlich (hab ich wirklich schon gesehen ! :D)...
Richtig: Einsteiger :).
Ein Einstieger im Sinne dieser Werbung ist eine Person, die keine Ahnung von PCs und Betriebsystemen hat. Wer also als erstes Linux sieht kann von Grund auf lernen. Es gibt keine Umgewöhnungsphase, denn die Person kennt nichts anderes.
Naja werd mich damit nach und nach auseinadersetzen ;)...danke nochmal für eure Unterstützung (momentan kann ich es mir noch nicht vorstellen, dass ich eher Linux booten lassen als Windows, aber mal sehen wie es wird ;))
Denke daran, dass du Linux kennenlernst, wenn du mit Linux arbeitest. Zum Beispiel: E-Mail schreiben. Botte einfach Linux und versuche es damit zu machen. Internetverbindung einrichten -> Mailclient wählen (KMail, Thunderbird, Sylpheed... was auch immer) -> Mail schreiben. Und schon hast was gelernt.

Oder Bericht für einen Laborversuch von der Hochschule: Linux starten -> OpenOffice oder KOffice starten und es damit machen. Vielleicht brauchst du 1 Stunde länger als mit MS Word, aber was macht das schon.


Scheu dich nicht dumme Fragen hier zu stellen. Im schlimmsten Fall bekommst du eine dumme Antwort :D. Letzendlich kann dir mit Sicherheit geholfen werden.
 
" ist eine Person, die keine Ahnung von PCs und Betriebsystemen hat."

Wenn es solche Leute überhaupt noch gibt (wer weiss schon nicht wie man ne Datei auf Diskette zieht!) und die, die gar nichts wissen von PCs wollen davon meist auch wirklich nichts wissen ;)

Du musst mir mal unbedingt sagen, welchen Sinn das mounten hat, also ob es dafür einen logischen Grund gibt, der nicht damit zusammenhängt, dass man es nicht anders programmieren konnte ;) ... das ist es nämlich was mir im Moment fehlt...nämlich einen Sinn es so zu machen und nicht wie bei Windows ... wenn du/ihr mir da ein gutes Beispiel geben könntet, würde mich das schon weitergehend interessieren (tut es mich eh schon ;)) ...

Ein Betriebssystem muss für mich effizient und sinnvoll aufgebaut sein, z.B. halte ich die Registry von Windows nicht sehr effizient, da sich da nach und nach immer mehr Dateileichen ansammeln...dahingegen ist der Bootvorgang von Linux nicht effizient (und das nach ner Neuinstallation, bei Windows läuft es erst nach einiger Spamsoftware träge ;))

gruss soul
 
Mounten, puh. Dann leg ich mal los.

Linux hat Unix als "Vorbild". Die Idee war ein freies Betriebsystem (OS) zu schaffen, mit allen vorzügen wie Unix es bietet.
Auch das Mounten stammt daher,

Unix/Linux ist bekanntermaßen ein OS, das von vorne bis hinten zum Betrieb in Netzwerken gedacht ist. Remote einloggen und arbeiten (ob per Shell oder mit grafischer Oberfläche) oder Fileserverdienste oder oder oder...
Besonders der letzte Punkt ist für uns jetzt interessant.

Mounten
Es gibt keine Laufwerksbuchstaben wie bei Windows. Es gibt nur einen Verzeichnisbaum in den alle Platten/Partitionen/Datenträger eingehängt werden.
Windows hat Probleme, wenn die Laufwerksbuchstaben ausgehen (max. 26 Laufwerke). In Unix kann man theoretisch unbegrent Platten einhängen.

Wie schon gesagt ist das Mounten der Vorgang des Einhängens einer Partition in den Verzeichnisbaum. Windows macht das auch, nämlich automatisch für ALLE Partitionen und mountet dabei eine Partition in einen Laufwerksbuchstaben.
Bei Unix kann man konfigurieren wie das gemacht wird, wohin gemountet wird und andere Parameter.

Prinzipiell in da also kein Unterschied zwischen Windows und Unix. Bei Unix kann das allerdings besser konfiguriert werden.

Unmounten
Jetzt stell dir vor, du bist Admin und musst im laufenden Betrieb eine Platte tauschen, aus welchen schwindligen Gründen auch immer. Hot-Swapping macht es möglich, bei SCSI seit vielen Jahren möglich.
Nehmen wir mal an dass diese Platte mit asynchronem Schreiben ins System eingehängt wurde.
Die Mitarbeiter können auf diese Platte lesend und schreibend zugreifen, weil das Verzeichnis, in das die Platte gemountet wurde, per NFS (Network File System) freigegeben wurde.
Ein Mitarbeiter will also seine Arbeit darin speichern. Er drückt in seiner Anwendung den Save Button, und bekommt signalisiert: "Erfolgreich gesichert". Das asynchrone Schreiben schreibt aber nicht sofort auf Platte sondern ein paar Sekunden später (siehe anderer Post von mir).

Du als Admin ziehst in diesem Fall die Platte aus dem Schacht und die Arbeit wurde nicht gespeichert. Du bekommst ganz schön Ärger mit deinen Leuten!

Deshalb musst du die Platte "unmounten". Dabei werden alle Caches (Hardware und Software) diese Platte betreffend, geleert und die Daten auf die Platte geschrieben. Erst dann kann die Platte ohne Datenverlust entfernt werden.

Hat das jetzt irgend jemand verstanden?
Ich bin selbst schon im ersten Absatz ausgestiegen :D
 
@Boron: Im Grunde wollte ich doch nur, dass du auch mal soviel schreibst :D

Ich hatte es mir schon so ungefähr gedacht...aber wie schon gesagt...für normalsterbliche ist die Windows Variante besser, denn diese wollen sich meist nicht so damit auseinandersetzen und zum anderen kein Großnetzwerk betreiben ;)

Ich hab mir jetzt ersmal dieses SelfLinux runtergeladen, ich denke das ist nicht zu eigenwillig aufgebaut wie die beiden Handbücher ....

Ah mir fällt gerad noch ein:

Ich hab ja in dem karton 5 CDs und 2 Doppelseitige DVDs...was ist denn auf den DVDs ?!? Bzw so ungefähr auf den anderen Datenträgern...bei meiner Installation braucht ich nur die ersten 2 CDs, aber das liegt natürlich auch daran dass ich nicht die Softwareliste durchgegangen bin (ein wenig LAAAAANNNNGGG :D)..


gruss soul
 
Steht das nicht auf den DVDs was drauf ist?

Ich kann jetzt nur raten:
Eine DVD enthält das was die 5 CDs enthalten (Die 32 Bit Version von SuSE Linux).
Die andere Enthält SuSE Linux für AMD und Intel 64 Bit.
 
" Steht das nicht auf den DVDs was drauf ist?"

Ähm nein sonst würd ich nicht fragen, aber ich denke deine Auswahl passt soweit ;)

gruss soul
 
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