Dieses „viel zu teuer für die Technik“ liest man hier ständig – aber genau da liegt der Denkfehler.
Ihr schaut auf CPU, RAM und vergleicht das mit einem iPad. Klar wirkt das dann schwach für den Preis.
Aber das ist kein normales Tablet – das ist ein ganz anderes Produkt mit einem anderen Zweck.
Ein eInk-Gerät braucht keine High-End-CPU.
Es geht um Schreiben, Lesen und Akku, der Wochen hält. Mehr Leistung würde hier oft einfach nur den Preis hochtreiben, ohne echten Mehrwert.
Der entscheidende Punkt ist aber:
Ihr vergleicht ein Nischenprodukt mit Massenware.
Ein iPad wird millionenfach gebaut. Dadurch werden selbst gute Komponenten günstig.
Bei solchen Geräten hier ist das anders: kleinere Stückzahlen, spezielles Display, weniger Hersteller. Die Entwicklung kostet trotzdem – nur verteilt sie sich auf viel weniger Geräte. Deshalb wirkt das teuer, obwohl die Hardware auf dem Papier „schlechter“ ist.
Das gleiche Prinzip hat man bei neuen Technologien schon oft gesehen:
Die ersten Flachbildfernseher waren kleiner, teilweise schlechter als Röhren (Schwarzwert, Schlieren, Blickwinkel) – und trotzdem extrem teuer. Erst mit der Masse wurden sie besser und günstiger.
Genauso bei Tablets – die ersten iPads waren im Verhältnis deutlich teurer als das, was man heute bekommt.
Und genau da stehen solche Geräte aktuell: relativ neu, noch keine großen Stückzahlen, daher auch noch hohe Preise!
Aktuell kaufen die Leute das auch nicht wegen Top-Hardware, sondern weil es für ihren Zweck passt: schreiben wie auf Papier, augenschonend lesen, lange Akkulaufzeit. Und weils auch ein wenig cool ist, das eben nicht auf einem Block zu machen
Und ganz ehrlich:
Ich wünsche mir auch jedes Mal einen besseren Preis – bin selbst noch nicht bereit, so viel dafür auszugeben. Aber genau das ist der Punkt: Solange es ein Nischenprodukt bleibt, wird sich daran wenig ändern. Erst wenn mehr Leute zugreifen und mehr Konkurrenz entsteht, gehen die Preise runter.
Und ja, klar:
Hersteller nutzen den Spielraum auch aus, solange der Markt es hergibt.
Kurz gesagt:
Nicht „zu teuer für die Technik“, sondern einfach nicht vergleichbar mit einem Massenprodukt.