News Bruch mit Nvidia: EVGA steigt aus dem Geschäft mit Grafikkarten aus

dohderbert schrieb:
Ich verstehe nicht warum man keine Gespräche mit AMD führt..
AMD kann vllt. gar nicht so viele GPUs liefern? Sowas muss ja alles geplant werden und für den Launch der 7000er Reihe werden die ersten Chargen schon längst auf die bisherigen Boardpartner aufgeteilt worden sein. Noch läuft der Vertrag mit Nvidia ja wohl auch noch, mal sehen, was im nächsten Jahr verkündet wird.
 
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Damit ist es für mich besiegelt: tschüss Grün, hallo Rot! Ich habe immer EVGA gekauft, extrem schade.
 
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Suspektan schrieb:
Ist doch iwie sinnvoller als auf die Margen durch Boardpartner und Händler verzichten zu müssen, wobei man sich dann natürlich dem Wettbewerb etwas entzieht.
Naja, aus Sicht des Unternehmers ja, aus Verbraucher Sicht verbaucher so lala. Individualität geht dann flöten. Sofern Konkurrenz am Markt ist, kann es einem egal sein. Man wird sehen ob Sie Ihre Position auf Dauer halten können oder vielleicht auch mal derbe auf die Nase fallen, wie Intel ;).
 
Das EVGA raus ist werden die Wasserkühler Hersteller zu spüren bekommen!
 
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Ich will jetzt keine Leiche fleddern, aber welche EVGA-Graka sollte/koennte man sich noch holen?
 
Biedermeyer schrieb:
Ich kann das nicht glauben, bei Preisen jenseits von Gut & Boese!
Es kann mir keiner erzaehlen, dass bei Abgabepreisen an die Haendler vom doppelten UVP und mehr noch 'hunderte US-Dollar Verlust' pro Graka gemacht werden
Glaube auch, dass es nur die halbe Wahrheit ist, man musste sich nicht an der uvp orientieren und konnte sonstwelche Preise verlangen.
Und wie gesagt, warum gehen die Boardpartner nicht reihenweise ab, wenn das dochso ein mieses Verlustgeschäft ist.
Fakt ist aber, der Miningboom ist erstmal vorüber, die gpu Preise kann man nicht mehr beliebig über uvp ansetzen und das wird auch auf die Margen der Boardpartner drücken.
Die kommende gpu Gen wird daher Schwierigkeiten bereiten und womöglich möchte nvidia die Marge erhöhen und auf Boardpartner nach und nach verzichten, wäre denkbar.
 
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Ich habe noch eine ältere Karte (1050) von EVGA am laufen. Kann jetzt nichts negatives darüber berichten. Die wurden hier ja oft im Forum verissen, vor allem wegen ihrer Preispolitik, wenn ich mich recht erinnere. Mit nVidia anzubandeln ist glaube ich nicht (mehr) so ohne. Warum die PS5 und X-Box wohl AMD-Chips drin haben?
Wenn das stimmen sollte, das man für sein Produkt noch Geld bringen muss, damit ein anderer daran verdient, kann ich den Schritt nachvollziehen. Was ich mir aber nicht vorstellen kann, daß die vorhandenen Produktionsanlagen einfach jetzt brach liegen sollen. Kapazitäten braucht man ja nach wie vor
 
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Biedermeyer schrieb:
Ich kann das nicht glauben, bei Preisen jenseits von Gut & Boese!
Es kann mir keiner erzaehlen, dass bei Abgabepreisen vom doppelten UVP und mehr noch 'hunderte US-Dollar Verlust' pro Graka gemacht werden.

Tja der UVP ist der Preis womit die Händler noch gut Leben können. Vom Tatsächlichen Verkaufspreis haben die GPU-Hersteller recht wenig. Der Profit bleibt beim Händler hängen.
 
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das haut mich um die beste graka die ich je hatte war eine EVGA GTX970 SSC
 
rg88 schrieb:
Was wollen sie dort?
Eventuell mit einem GPU-Lieferanten kooperieren der noch nicht so satt und Margen-Trunken von seinem Marktanteil ist? Ich weiß auch nicht, aber spannend wird das auf jeden Fall. Und wenn Intel irgend etwas reißen will mit seinen GPU (was ja an sich nach dem betriebenen Aufwand und der Häme bei einer erneuten Blamage zu erwarten wäre) dann werden die schon die Kasse aufmachen.
 
rg88 schrieb:
Bereits zuviele Boardpartner bei nur 20-25% Marktanteil.
Was wollen sie dort?
Und was wollen sie ohne?
Oder geht evga ganz unter?
Viel haben sie nun Mal nicht, man wird seine Produktpalette wohl erweitern müssen.
 
wern001 schrieb:
Tja der UVP ist der Preis womit die Händler noch gut Leben können. Vom Tatsächlichen Verkaufspreis haben die GPU-Hersteller recht wenig. Der Profit bleibt beim Händler hängen.
Stimmt genau. Ich war lange in der Autobranche tätig. Da haben viele immer geglaubt, wenn man eine Karre für 40000 verkauft hat, dann hat der Verkäufer 40000 verdient.
 
Looniversity schrieb:
Die Entscheidung fiel laut GN-Video schon im April.


EVGA wollte laut Video die Bestellungen reduzieren, und war also offensichtlich bereit, die -nehme ich an- für den Fall in den Verträgen definierten Bedingungen dafür zu akzeptieren. Das war also alles kalkuliert. Vielleicht nicht gut geplant, aber völlig in Ordnung.
Ich nehme mal an das GPUs herzustellen ein langwieriger Prozess ist, der Planungssicherheit vorraussetzt. nVidia kann also heute nicht bei Samsung anrufen und sagen: "EVGA hat bei mir 50.000 GPUs geordert, lass mal eben vom Band laufen." Vier Wochen später nach dem Crypto Crash anrufen und sagen: "Oh EVGA hat sich es anders überlegt, Storno bitte, verteil die reservierten Wafer und geplante Produktionszeit anderweitig, danke."

Was nVidia also bei Samsung bestellt, müssen sie höchstwahrscheinlich abnehmen oder horrende Strafen zahlen. So ein Geschäftsverhalten wird sich Samsung für zuküftige Aufträge wohl merken. Genauso wird das zwischen nVidia und Boardpartner dann ablaufen, da nVidia sicherlich nicht auf den Chips die EVGA bestellt hat (und möglicherweise physisch vorhanden sind), sitzen bleiben will.

Looniversity schrieb:
Wenn NVidia dann -außervertraglich!- auch noch damit droht, zur Strafe die Menge/Bedingungen für die 4000er-GPUs zu reduzieren/verschlechtern, dann ist das nicht EVGA zuzuschreiben sondern geht in Richtung Nötigung seitens NVidia.
Meine Geschäftsbedingungen für einen unzuverlässigen Geschäftspartner anzupassen, hat nichts mit Nötigung zu tun. Auf Actio: EVGA will sich in einer schweren Zeit für alle nach dem Crypto Boom aus der Affäre ziehen, folgt Reacio: nVidia priorisiert andere zuverlässigere Geschäftspartner.

Looniversity schrieb:
Und da kommen noch starke Einschränkungen in der Preisgestaltung, dem Produktdesign, und eine sehr schlechte (=unplanbare) Informationspolitik dazu. Ja, da kann ich mir gut vorstellen, dass der Gewinn mit den GPUs den Ärger und vor allem das Risiko einfach nicht mehr wert ist. Das hat mit Gier wegen des Crypto-Hypes nichts zu tun, weil es auch in einem normalen Marktumfeld nicht tragbar wäre. In diesem Fall war der Crypto-Boom eher der Anlass für die Neubewertung des GPU-Geschäfts, "Gier" ist dafür allerdings nicht relevant. (Ob EVGA gierig war oder nicht ist ein anderes Thema, darum geht es hier auch nicht.)
Natürlich ist "Gier" bzw. Umsatzsteigerung und Gewinnmaximierung im Crypto Hoch ein großer Faktor um den Fall bewerten zu können. Es geht nicht nur darum wie sich nVidia jetzt verhält, sondern wie sich EVGA im Vorfeld verhalten hat als man im Grafikkarten Markt noch auf Wolke 7 der Verkäufe geschwebt ist, bevor der tiefe Fall einsetzte.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typo)
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WOW, das ist ja mal eine Nachricht! Bleibt spannend zu sehen, woran es denn nun wirklich liegt? Ich vermute mal da spielen verschiedene Gründe zusammen, aber aus leidvoller eigener Erfahrung kann ich nur sagen das
Ich kann mir deshalb nicht vorstellen das man einfach so leicht seine Firma gegen die Wand fährt mit Produkten die 80% des Umsatzes machen…
so ein Verhalten von einigen Chefs leider viel zu oft vorkommt! Selber schon erlebt, dass aus verletzten Stolz und falscher Vermutungen mein Chef auf 50% seines Umsatzes durch den besten Kunden verzichtet nur um nicht seinen Meinung ändern zu müssen!

Für Nvidia ist das überhaupt kein Problem, darüber lacht der gute Jen-Hsun Huang nur.
auf gar keinen Fall!
Der Verlust von Partnern ist immer ein Problem, selbst wenn 10 neue Partner hinter dem alten stehen! Gerade Partner mit Erfahrung und Durchhaltevermögen braucht man in diesem (und eigentlich jedem) Geschäft!
Im besten Fall hat sich nVidia dadurch mehr Arbeit aufgelegt, im schlechtesten Fall werden sie erheblichen Verlust dadurch machen. Wenn auch EVGA jetzt erst mal noch schlechter dasteht!
Abwarten was passiert, da man nicht weiß, was die Gründe sind, kann man leider nur spekulieren. Die Entscheidung sieht für mich wie ein Schnellschuss aus, aus welchem Grund auch immer. Es kann aber auch eine Notbremse seitens EVGA sein!?!
 
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"EVGA, so heißt es weiter, werde keinerlei Geschäftsbeziehungen zu AMD oder Intel anstreben"

Klingt jetzt allgemein ziemlich angesäuert. Frage mich aber auch wie soll es dann weitergehen? Ich kaufe in der Regel AMD-Karten, hätte EVGA da definitiv eine Chance gegeben. Allgemein irgendwie komisches Verhalten von EVGA jetzt alles im Prinzip kategorisch auszuschließen.
 
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LencoX2 schrieb:
Jeder hat im Endkunden Direktvertrieb seine UVP eingehalten. AMD, Nvidia und alle die eine UVP haben. Das ist ja die Definition.
Ääh, die Boardpartner haben meist keine uvp angegeben, die hatten also gar nix einzuhalten außer glaube ich bei den Refrenzdesigns.
 
Looniversity schrieb:
und auch EVGA die GPUs nicht bei NVidia sondern den Distributoren kauft. Jedenfalls ist das, soweit ich weiß, bei CPUs so, bei GPUs mag das natürlich anders sein.
EVGA und andere Grafikkartenhersteller kaufen ja die GPUs (also die Grafikchips an sich) direkt bei Nvidia bzw. AMD und bauen daraus fertige Grafikkarten. Die Grafikkarten gehen dann an den Handel, entweder über Distributoren oder mancher Händler bestellt die auch direkt beim Hersteller.

Bei CPUs ist ja kein Boardpartner mehr dazwischen, der von AMD oder Intel den Chip kauft, um daraus eine CPU mit Heatspreader zu besteln. Die gehen direkt von AMD/Intel (über Distributoren) in den Handel.
 
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Wirklich schade. EVGA war wirklich ml eine richtige
Suspektan schrieb:
Glaube auch, dass es nur die halbe Wahrheit ist, man musste sich nicht an der uvp orientieren und konnte sonstwelche Preise verlangen.

Die Aussage kann man nur tätigen, wenn man die Verträge sieht, die EVGA und Nvidia haben. Ansonsten ist es Spekulation.

Suspektan schrieb:
Und wie gesagt, warum gehen die Boardpartner nicht reihenweise ab, wenn das dochso ein mieses Verlustgeschäft ist.

EVGA selbst sagt nicht, dass es ein mieses Verlustgeschäft ist, sondern das es ein Verlustgeschäft ist, wenn man die karten so bauen möchte, wie man sich das bei EVGA vorstellt. Mit wenig eigenem, Engineering, günstigen Komponenten, Refferenzplatine etc. ist das am Ende schon Profitabel. Genauso bei kleineren Karten. Aber EVGA konnte nicht mehr das tun, was sie eigentlich wollte. Hochwertige High end Produkte anbieten.

Und das wird auch der Grund sein, warum andere Partner (noch) nicht abspringen. Weniger Fokus auf den High End Markt und damit profitablere Produkte. Davon ab, gibt es ja nicht mehr viele Nvidia exklusive Partner. Die anderen bauen entweder für beide Hersteller, womit man einen gewissen Ausgleich schafft, aber auch in der Beschaffung, R&D spart, sind neben Grafikkarten in anderen sehr profitablen Bereichen tätig oder haben eine Auslegung die deutlich massenmarktorientierter ist, als es EVGA früher war und weiter gerne sein würde.



PusteBlume0815 schrieb:
Warum die PS5 und X-Box wohl AMD-Chips drin haben?

Weil AMD die einzige Firma ist, die leistungsstarke x86 APUs aus einer Hand liefern kann. Das ist zuumindest der Hauptgrund. Natürlich auch, dass AMD bei Customprodukten sehr stark aufgestellt ist. Den Fokus auf dieses Business hat Lisa Su angestoßen und indirekt AMD zu dem gemacht, was es heute ist. Sie waren hier lange Zeit in einer einzigartigen Lage und haben das auch geschickt vermarktet und umgesetzt.
 
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owned139 schrieb:
Ach Beg1 wieder. Irgendwie sieht man dich auch immer nur gegen Intel/Nv hetzen.
Dass Nv aktuell ordentliche Umsatzeinbußen hat, ist dir wohl entgangen?

Was schreibe ich denn, was falsch ist?
Die Boardpartner müssen mit einer immer geringeren Marge klarkommen, leisten aber mehr als man vermutet (Service/Design/Endfertigung) und wenn man sich die Marge bei nvidia anschaut, dann weißt du auch wo das Problem herkommt.

Und das hat nichts mit Hetze zu tun, 65% gross margin sind verrückt (AMD liegt bei 48%), wie die Situation der Boardpartner dort ist weiß ich nicht, sollte sie ähnlich sein, würde ich es ebenfalls kritisieren.

Was mich persönlich an der ganzen Geschichte am meisten stört sind die Folgen für den Kunden, wenn die Marge beim Boardpartner extrem sinkt, dann werden auch irgendwann Garantiebedingungen geändert und man spart zusätzlich bei essenziellen Dingen wie Pads/Lötverbindungen.

Dieses Problem betrifft natürlich auch Karten von nvidia/AMD direkt, auch hier wird gerne an den wichtigen "Cent-Artikeln" gespart - für uns als Kunden ist das schlecht.

Was ich noch ergänzen wollte:
Dünne Plastikcover und billige Lüfter sind ebenfalls den sinkenden Margen zu verdanken.

Wir als Kunden zahlen hohe Preise und bekommen Produkte, die ihr Geld eigentlich nicht wert sind.

Langfristig wird nvidia sicherlich einen Direktvertrieb anstreben, denn sehr bald lässt sich die Marge mit dem aktuellen Modell nicht weiter steigern (außer die Boardpartner möchten alles mit Verlust verkaufen).
Bin gespannt, ob sich das tatsächlich rechnet, denn die Kosten für Service sind nicht ohne.
Ich fürchte wir als Kunden können uns auf schlechte Garantiebedingungen und weiter steigende Preise einstellen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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