BSD

Capet

Lt. Commander
Registriert
Feb. 2005
Beiträge
1.305
Guten Morgen,

als langjähriger Linux-Nutzer, habe ich keinen wirklichen Überblick über die BSD-Welt, würde mich aber gern etwas näher damit beschäftigen.

Gibt ein BSD-Ableger, welcher speziell auf den Desktop-Betrieb zielt? So, wie es das bei PC-BSD früher gab. Außerdem ist da noch die Frage der Hardwareunterstützung (AMD-Plattform Zen+ auf B450-Board, Asus PCIe Soundkarte (schon einige Jahre alt), Nvidia RTX-Grafikkarte)), auch wenn ich mir das zunächst in Virtualbox ansehen werde.

Gruß,
Capet
 
Capet schrieb:
Gibt ein BSD-Ableger, welcher speziell auf den Desktop-Betrieb zielt? So, wie es das bei PC-BSD früher gab. Außerdem ist da noch die Frage der Hardwareunterstützung (AMD-Plattform Zen+ auf B450-Board, Asus PCIe Soundkarte (schon einige Jahre alt), Nvidia RTX-Grafikkarte)), auch wenn ich mir das zunächst in Virtualbox ansehen werde.

Ein OS für einen (brauchbaren) Desktopbetrieb ist wesentlich anspruchsvoller als ein OS für den Serverbetrieb. Installiere dir das einfach erstmal in eine VM, KVM könnte da stressfreier als VBox sein.
 
Capet schrieb:
Gibt ein BSD-Ableger, welcher speziell auf den Desktop-Betrieb zielt?
Es gibt sogar mehrere. TrueOS und GhostBSD. Wobei beide auf FreeBSD aufbauen. Ganz grob gesagt sind das für den Desktop-Betrieb vorkonfigurierte FreeBSD-Varianten, wobei die aber teilweise auch eigene Software mitbringen, um den Betrieb etwas zu vereinfachen.

Im Prinzip spricht aber auch nichts dagegen direkt FreeBSD als Desktop zu nehmen. Im Handbuch ist alles Wesentliche aufgeführt, was es zu FreeBSD erstmal zu wissen gibt.
Es gibt auch ein paar Desktop-Howtos wie z.B. hier:
https://cooltrainer.org/a-freebsd-desktop-howto/

Für den Betrieb innerhalb von VirtualBox gibts auch ein Kapitel im Handbuch zu, wie man die Gasterweiterungen installiert und aktiviert:
https://www.freebsd.org/doc/de/books/handbook/virtualization-guest-virtualbox-guest-additions.html

Was im Handbuch steht, sollte ich i.d.R. auch auf TrueOS und GhostBSD übertragen lassen. Wie gesagt. Die beiden sind von FreeBSD abgeleitet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: new Account()
Ich habe immer mal wieder FreeBSD ausprobiert und hatte damit keine Probleme.
Die Installation und Konfiguration ist Text passiert. Aber wer schon Mal Arch Linux installiert hat sollte damit keine Schwierigkeiten haben.
 
Danke für die Tipps. TrueOS hatte ich schon als Kandidaten im Auge, bin aber auf der Website bei dem Passus stutzig geworden, ob das wirklich das Richtige ist:
"TrueOS is a powerful, free, and open source server operating system that will help you get the job done at home or at work."

Aber gut, auch bei einer Ubuntu Server Installation kann ich letzten Endes auch eine Desktopumgebung nachträglich installieren.
 
Capet schrieb:
"TrueOS is a powerful, free, and open source server operating system that will help you get the job done at home or at work."
Ich weiß nicht, wie das jetzt ist. Aber vor ein zwei Jahren gabs zwei Ausgaben (die bis auf die Vorkonfiguration; Package-Auswahl identisch sind). TrueOS Server und TrueOS Desktop.
In den letzten 2 Jahren gabs aber dann etwas Bewegung bei TrueOS wo dann einige Dinge geändert wurden usw. Und seit dem hab ich mir das auch nicht noch mal angesehen.
Was auf jeden Fall wohl ganz gut funktionieren soll ist GhostBSD. Also wenn Du mit einer fertigen Desktop-Installation mal rumexperimentieren willst, würde ich vielleicht eher das zuerst testen. Da ist auch dieser Tage die eine aktuelle Version erschienen. Dann biste gleich vorne dran.
 
ganz aktuell und gut sollte furybsd sein. habs selbst aber noch nicht getestet.
midnightbsd ist auch ein ambitioniertes projekt. aber war vor monaten nicht wirklich desktoptauglich.
hab die monate auch viel nomadbsd als live-usb system genutzt.
achja: dragonfly bsd zielt auch auf den desktop bereich.

von trueos würde ich die finger lassen. die machen viel versprechungen, kriegen aber scheinbar kaum was richtig gebacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
anarchopreussin schrieb:
von trueos würde ich die finger lassen. die machen viel versprechungen, kriegen aber nichts richtig gebacken.
Ja. Meine Erfahrungen sind schon eine Weile her und waren auch eher durchwachsen.

anarchopreussin schrieb:
hab die monate auch viel nomadbsd als live-usb system genutzt.
Sozusagen das KNOPPIX unter den FreeBSDs. :-)

anarchopreussin schrieb:
achja: dragonfly bsd zielt auch auf den desktop bereich.
Nicht wirklich. DragonflyBSD ist auch nicht einfach nur ein Derivat von FreeBSD, sondern ein eigenes BSD auch wenns mit einer Abspaltung von FreeBSD begonnen hat.
Der Schwerpunkt liegt auch SMP, wofür die auch sehr viel umgebaut haben. Inkl. den Kernel, der kaum noch was mit dem FreeBSD-Kernel gemeinsam hat.
Es zielt sehr darauf ab neue Innovationen in die Betriebssystemwelt zu bringen. Das sieht man auch am Beispiel des Dateisystems HAMMER(2)
DragonflyBSD ist ein sehr interessantes Projekt und es gibt auch Szenarien, wo es sinnvoll einsetzbar ist.
Es als klassisches Desktop-Betriebssystem zu betreiben gehört aber nicht dazu.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: anarchopreussin
andy_m4 schrieb:
Ja. Meine Erfahrungen sind schon eine Weile her und waren auch eher durchwachsen.
hab bei der installation abgebrochen nachdem der installer mir swap aufdrücken wollte. ein bisschen mehr einstellungsmöglichkeiten sollten schon sein.
ok, trueos hat openrc portiert und lumina entwickelt, sind schon kleine fortschritte innerhalb der bsd welt.
aber desktopbsd versemmelt, trueos am stocken und die abspaltung project trident (die bsd und void linux version) ein flop.
andy_m4 schrieb:
Sozusagen das KNOPPIX unter den FreeBSDs. :-)
und das einzige system was mir nicht ständig abstürze bescheerte. :D
andy_m4 schrieb:
Es zielt sehr darauf ab neue Innovationen in die Betriebssystemwelt zu bringen. Das sieht man auch am Beispiel des Dateisystems HAMMER(2)
DragonflyBSD ist ein sehr interessantes Projekt und es gibt auch Szenarien, wo es sinnvoll einsetzbar ist.
Es als klassisches Desktop-Betriebssystem zu betreiben gehört aber nicht dazu.
naja bsd systeme sind grundsätzlich auf den bereich server und max. büro fixiert. desktopfreundlich war die ganze sache nie.
aber auch toll hier, dass innovationen im ansonsten stockkonservativen bsd bereich angestossen werden. :)
dragonfly steht jedenfalls nach furybsd auf meiner testliste. 😼
 
Vielen Dank für eure Vorschläge! NomadBSD und GhostBSD klingen vielversprechend. Die werde ich mir mal ansehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: anarchopreussin
Gerade bei neuerer Hardware bieten die BSDs oft keinen support. Das heißt nicht, dass BSD schlecht ist. Ich finde die BSD Projekte sehr cool. Gerade wenn man sich mal mit Betriebssystemen beschäftigen will, sind BSDs oft noch besser als Linux geeignet, da BSDs eine deutlich schlankere Codebase haben.
 
anarchopreussin schrieb:
naja bsd systeme sind grundsätzlich auf den bereich server und max. büro fixiert.
Kann man so nicht sagen. Die werden vielleicht gerne auf Servern eingesetzt. Aber, um jetzt mal exemplarisch bei FreeBSD zu bleiben: Das ist ganz klar als Universalsystem positioniert. Nicht umsonst gibts im Handbuch auch Kapitel zu X11 und Desktop.

anarchopreussin schrieb:
desktopfreundlich war die ganze sache nie.
Kommt drauf an, was man als Desktopfreundlich definiert. Gehts darum vom Installer weg mit einen paar Mausklicks zum fertig konfigurierten Desktop zu kommen hast Du sicher recht.
Ansonsten ist FreeBSD ein Grundsystem was für die jeweilige Anwendung eingerichtet werden will (denen ist halt bewusst das es ein One-size-fits-all nicht gibt). Wenn Du ein Webserver damit installierst und konfigurierst hast Du Arbeit. Und beim Desktop ists genauso. Warum sollte es da auch anders sein?

anarchopreussin schrieb:
aber auch toll hier, dass innovationen im ansonsten stockkonservativen bsd bereich angestossen werden.
Ich weiß nicht ob man solche Vorkonfigurationen gleich mit Innovation betiteln sollte. :-)
Aber klar. Kann man machen. Auch im Linux-Bereich gibts ja Distributionen die sich speziell dem Anfänger+Desktop verschrieben haben.
 
@andy_m4
naja wenn ich mal an alte zeiten zurückdenke und die mit dem heute vergleiche, würde ich dir da leicht wiedersprechen was das thema universalsystem angeht, aber nur leicht. ;)

zu meinen großen linuxzeiten um die nuller jahre rum, stand ich oft kurz davor gentoo/linux komplett als zweitsystem aufzugeben und dafür freebsd zu nutzen. zocken ging ohnehin nur per windows und von daher war es eigentlich egal ob bsd oder linux.
hab das halt aus 3 gründen doch nicht gemacht.
1. die installation bot nicht die möglichkeit eine grafischen umgebung auszuwählen - war aber egal, da man lfs-artige stage1 installationen gewohnt war. ;) ansonsten war die installation eine wohltat.
2. die nutzung grafischer oberflächen an sich war so dermaßen umstritten, dass man bei allem mindestens eine hauptversion hinterherhinkte.
3. das gaming thema wurde aggressiv abgelehnt - wie bei linux um die jahrtausendwende.

heute hingegen hat sich tatsächlich einiges zum guten gewendet. aber dem wunsch innerhalb der bsd gemeinschaft die fragtmentierung einzudämmen und etwas populärer zu werden ist man noch ziemlich fern.
aber zum vergleich zu heute:
a. es ist wirklich schade dass man immer noch auf ne option verzichtet, während der installation eine grafische oberfläche zu installieren. sowas wie lumina wäre perfekt für eine weniger technischaffine/fleissige nutzerschaft.
b. die zersplitterung tut der bsd sache weniger gut als der linux, da die bsd-gemeinschaften doch im vergleich ziemlich klein sind und neuzugänge eigentlich nur aus dem linux lager (meist cli&kiss-fundamentalisten :p) kommen.
c. ironischerweise musste ich nach meinen wiedereinstieg in die freien betriebsysteme feststellen, dass freebsd eine der meistgenutzten gaming-systeme überhaupt ist, allerdings nur was playstation und nintendo angeht. 😂
aber immerhin öffnet man sich auch in dieser hinsicht langsam. :)

kurzrum: fand es schon immer paradox dass ausgerechnet microsoft mit windows die unix philosophie am radikalsten umsetzt, während freebsd als technisch-ideologischer nachfolger, nur für berufstechniker und retronerds interessant ist.
apropos berufstechniker; spannend ist auch dass linux im serverbereich die bsd-systeme nahezu überholt hat.
bin mal gespannt wie die entwicklungen weitergehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@arnachopreussin

Wegen grafischer Installation: musst halt bedenken, dass BSD aus einem stark akademischen Umfeld kommt und daher in der BSD Community die von dir beschriebenen Wünsche eine nur sehr geringe bis gar keine Rolle spielen.

BSD Systeme sind schon immer etwas wo sich Akademiker dran ausgetobt haben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: anarchopreussin
aRkedos schrieb:
Wegen grafischer Installation: musst halt bedenken, dass BSD aus einem stark akademischen Umfeld kommt und daher in der BSD Community die von dir beschriebenen Wünsche eine nur sehr geringe bis gar keine Rolle spielen.

BSD Systeme sind schon immer etwas wo sich Akademiker dran ausgetobt haben.
da stimme ich dir voll zu. deshalb finde ich die internen diskussionen auch so interessant. 👓
die einen wollen nach vorne, die anderen zurück. mal gucken wie lange dieses gleichgewicht anhält.
 
anarchopreussin schrieb:
1. die installation bot nicht die möglichkeit eine grafischen umgebung auszuwählen
Ja. Was mich aber absolut nicht stört. Wenn ich heute ein Linux wie z.B. Debian installiere, mache ich auch nur die Minimalversion und such mir dann die Pakete raus, die ich wirklich brauche.
Bei den ganzen vorausgewählten Sachen a-la "GNOME-Desktop" und wie sie alle heißen, da ist immer so viel Zeug dabei was ich gar nicht brauche und haben will, das ich lieber mit nem Basis-System abfange und mir dann reinziehe, was ich wirklich brauche.

Ist sicherlich auch eine Frage des Geschmackes. Und auch der Erfahrung. Jemand der frisch reinkommt, der weiß ja gar nicht unbedingt mal mit Paketnamen etc. unbedingt anzufangen. Für den ist ein vorkonfiguriertes System super. Sobald Du Dich auskennst, wird es aber recht schnell recht nervig. Finde ich zumindest.

anarchopreussin schrieb:
2. die nutzung grafischer oberflächen an sich war so dermaßen umstritten, dass man bei allem mindestens eine hauptversion hinterherhinkte.
Ja. FreeBSD ist tatsächlich bei dieses grafischen Desktops nicht gut aufgestellt. Wenn ich daran denke, wie lange es gedauert hat bis man jetzt mal die neueren KDE-Reihen drin hatte, das dauerte wirklich eine ganze Weile.
Wobei das halt auch technische Gründe hatte. KDE brauchte Zeugs, was Du so halt nur bei Linux hattest usw.
Inzwischen ist FreeBSD einer der Systeme vor ein aktualisiertes KDE fast am schnellsten verfügbar ist. Wenn ne neue KDE-Version raus ist, ist es ein Tag später schon in den Ports, noch ein Tag später in den Packages.
Hinweis zu den Packages: Nimm immer latest
Die quartely-Packages (die halt auch leider per default bei FreeBSD konfiguriert sind) sind deutlich weniger gut gepflegt. Einiges findet man da sogar gar nicht drin oder ist kaputt.

Also mit einer der ersten Taten wenn man Packages (pkg) nutzt sollte sein:
/usr/local/etc/pkg/repos/FreeBSD.conf
FreeBSD: { # url: "pkg+http://pkg.FreeBSD.org/${ABI}/quarterly", url: "pkg+http://pkg.FreeBSD.org/${ABI}/latest", mirror_type: "srv", signature_type: "fingerprints", fingerprints: "/usr/share/keys/pkg", enabled: yes }
Dann hast Du bei den Third-Party-Anwendung zwar quasi ein Rolling-Release, aber eigentlich hast Du damit keine Probleme und ist deutlich besser als die Quarterly-Packages.

anarchopreussin schrieb:
das gaming thema wurde aggressiv abgelehnt - wie bei linux um die jahrtausendwende.
Das kann ich nicht beurteilen. Ich beobachte aber durchaus viele Spielinteressenten und hab auch schon selbst einiges an Spielen getestet.
Ich finde auch nicht, das es auf Ablehnung stößt. Was die ablehnste übliche Haltung ist, ist das sich vielleicht kaum jemand zu dem Thema äußert und es halt sich auf die reduziert, die da Interesse dran haben.

anarchopreussin schrieb:
aber dem wunsch innerhalb der bsd gemeinschaft die fragtmentierung einzudämmen und etwas populärer zu werden ist man noch ziemlich fern.
Welche Fragmentierung? :-)
Also wenn Du auf NetBSD, OpenBSD, FreeBSD und man kann ruhig auch noch DragonFlyBSD hinzunehmen dann haben all diese Systeme ihre Berechtigung, weil sie unterschiedliche Schwerpunkte haben. Das ist ja nicht wie bei Linux-Distributionen die im Großen und Ganzen nur Flavors ein und des selben Systems sind (alle bedienen sich ja aus dem selben Pool an Software).
Wenn ein paar Dutzend Linux-Distributionen verschwinden, zuckt man halt nur mit den Schultern. Der Wegfall eines der oben genannten BSDs wäre aber für die Betriebssystemwelt schon ein Verlust.

anarchopreussin schrieb:
die zersplitterung tut der bsd sache weniger gut als der linux, da die bsd-gemeinschaften doch im vergleich ziemlich klein
Ja. Sehr klein. Dafür aber auch vergleichsweise effizient während im Linux-Ökosystem mit Ressourcen gerne mal geaast wird.
Trotzdem ist Ressourcenmangel natürlich ein Problem. Nu ist es aber so, das jemand der sich für ein bestimmtes BSD entscheidet dies bewusst tut. Weil das System ein Unique-Feature hat, was andere BSDs womöglich nicht haben und sich das auch nicht portieren lässt.
Auf der anderen Seite teilt man sich ja auch Sachen. Das prominenteste Beispiel dürfte ja OpenSSH sein was es ja sogar aus den BSD-Systemen heraus geschafft hat.
Gut. Gibt auch Gegenbeispiele. Die Personal-Firewall (pf) aus OpenBSD gibts ja auch für FreeBSD, aber die hängt inzwischen ziemlich dem Original aus OpenBSD hinterher.

anarchopreussin schrieb:
sowas wie lumina wäre perfekt für eine weniger technischaffine/fleissige nutzerschaft.
Ja. Lumina ist eigentlich nicht schlecht. Gut. Wirkt vielleicht etwas altbacken. Ist aber einfach und daher auch sehr verständlich und angenehm zu bedienen.
Und entstammt der BSD-Gemeinde. Also so von wegen die wollen kein Desktop oder so. :-)

anarchopreussin schrieb:
spannend ist auch dass linux im serverbereich die bsd-systeme nahezu überholt hat.
Ja. Finde ich auch interessant. Aber Linux ist halt bekannter und da fließt auch viel Geld rein.
Das müssen nicht immer technische Gründe sein (ist ja bei Software nicht selten so).

Wobei das teilweise auch wieder kippt. Bei Linux wollen halt viel mitreden. Da spielen unterschiedliche Einflüsse eine Rolle. Das hast Du bei FreeBSD eben nicht so. Wenn Du also da mit spielst hast Du zum Beispiel auch viel eher ne Chance das was Du willst auch ins System übernommen zu kriegen.

Die zweite interessante Sache ist nach wie vor die Lizenzfrage. Du hast halt im System quasi keine GPL. Das heißt, Du kannst das überall einbauen ohne Angst haben zu müssen, das Dir irgendwelche GNU-Taliban ans Bein pinkeln.

Und dann gibts noch ein Aspekt. Früher haben sich alle wegen der Windows-Dominanz aufgeregt, weil das halt auch negative Folgen hat. Das wiederholt sich jetzt so ein bisschen mit der Linux-Dominanz.
Auch da sind ja nicht alle mit allem einverstanden. Und so was kommt letztlich immer auch ein bisschen der Konkurrenz zugute.
 
Zuletzt bearbeitet:
andy_m4 schrieb:
Bei den ganzen vorausgewählten Sachen a-la "GNOME-Desktop" und wie sie alle heißen, da ist immer so viel Zeug dabei was ich gar nicht brauche
Bei Gnome finde ich das nicht so schlimm, bei KDE Plasma ist viel mehr unnützes dabei.
Zum Beispiel Kleopatra, wer braucht das?
 
@Linuxfreakgraz
Weswegen? Man könnte sich vielleicht fragen ob Kgpg und Kleopatra nicht zu ähnlich sind, aber ansonsten ist es doch ganz in Ordnung ein GUI zu haben.
 
Zurück
Oben