Im Rahmen von Vorlesungen über mittelalterliche Verschwörungen habe ich mich doch noch davon überzeugen lassen müssen Dan Browns Werke "Illuminati" und "Sakrileg" zu lesen. Bisher hatte ich immer darauf verzichtet weil mir der Hype darum etwas zu gross war und ich ausserdem durch "Illuminatus" ( nicht gleich Illuminati) und ähnlichem diese Verschwörungstheorien schon kannte.
Aber wie gesagt, ich hab die beiden nun doch gelesen und war eigentlich vorallem beim ersten (Illuminati) recht positiv überrascht.
Die Geschichte um den Terroranschlag gegen den Vatikan wird spannend und interessant erklärt und es hat mir Spass gemacht zu lesen. Allerdings erzählt das Buch eigentlich gar nicht besonders viel über die Illuminaten (aber der Originaltitel war ja auch "Angels an Demons" und "Illuminati" ist nur das Unpassende Ding was die deutschen Übersetzer draus gemacht haben) dafür gibt es aber interessante Passagen zum Konflikt von Religion und Wissenschaft die dem Buch gegen Ende nochmal einen schön positiven Schub gegeben haben.
Das zweite was ich gelesen habe (Sakrileg) ist vielleicht schon dadurch etwas handicapiert, dass ich es eben als zweites gelesen habe: Es ist nicht mehr so spannend wie das vorherige.
Im Grunde genommen finde ich nämlich, dass Sakrileg sich gar nicht allzu sehr von Illuminati unterscheidet, im Gegenteil, die beiden Bücher weisen teilweise enorme Parallelen auf.
Der auch für die wirkliche Welt interessante Aspekt kommt ausserdem bei Sakrileg noch etwas mehr zu kurz. (Bei Illuminati hatte man immerhin noch diese Story wo die Religion ihre Existenz vor der Wissenschaft ein bisschen rechtfertigen wollte, in Sakrileg wird die Unterdrückung der Frau nur noch recht Oberflächlich gestreift).
Aber immerhin fand ich die Figur des Leigh Teabing sehr amüsant, das hat das verbesserte das gesamtresulatat für Sakrileg auch wieder ein bisschen.
Fazit: Beide Bücher sind für sich alleine genommen recht lesenswert da sie eine recht interessante, spannende und kurzweilige Story bieten die sich gut liest. Beide zusammen gleich nacheinander zu lesen kanna ber vielleicht ein wnieg enttäuschend sein weil man fast sagen könnte, dass einem hier zweimal das selbe serviert wird.
Zum Schluss ist auch noch eine Warnung anzubringen: Wie die inzwischen schon unzählbaren 'Begleitbücher' zu Illuminati und Sakrileg zeigen, die allesamt beweisen wollen, dass Dan Brown hier Lügen verbreitet, beschäftigen die Inhalte die Leser offenbar sehr. Die Leute scheinen das ganze auch etwas zu ernst zu nehmen wie es mir scheint weil so wie ich die Bücher gelesen habe behauptet Dan Brown ja nicht, dass diese Verschwörungen die realität sind, er behauptet legidlich, dass Orte, Kunstwerke usw. auf die er referiert real sind (und das sind sie ja auch). Genau darin liegt auch das Problem: Da eben diese Orte usw. auch real existieren und sowieso so gut wie alles ausser die Hauptpersonen real zu sein scheinen verschwimmt die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit in den Büchern enorm schnell und man ist geneigt Dinge zu glauben, die Erfunden sind. Denn Dan Brown erzählt in seinen Büchern sehr geschickt und sehr häufig wahre Dinge die den Leutena uch bekannt vorkommen, streut dann aber gleichsam und schwer zu endtecken Erfindungen darunter.