News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

G00fY schrieb:
Ich bin teilweise schockiert was die Drohgebärden um Kupfer-Abschaltung und Glasfaser Ausbau besonders im ländlichen Raum für Früchte tragen.
Naja, was soll denn die Alternative sein?
Kupfer soll irgendwann abgeschaltet werden und was soll man machen, wenn dann keine andere Anbindung in den Häusern liegt, für alle Mobilfunk Modems?


G00fY schrieb:
In dem von mir beschrieben Dorf gibts seit Jahrzenzeten VDSL und Gigabit per Kabel. Die am lautesten nach Glasfaser schreien haben auch
Es gibt Dörfer, die mit Kabel erschlossen worden sind? Crazy
 
RedPanda05 schrieb:
Naja, was soll denn die Alternative sein?
Wenn es das politische Ziel gibt den Glasfaserausbau flächendeckend voran zu treiben soll die Lösung also sein dass Menschen sich gegenseitig unter Druck setzen einen überteuerten Vertrag abzuschließen ohne direkten Nutzen? Ich finde das wie gesagt fragwürdig.
Mögliche Alternative hab ich ja beschrieben. Pauschale für Hausanschluss aber dann günstige Tarife. Oder halt bei Internet über Koax bleiben solange es dafür keine Abschaltungspläne gibt.
RedPanda05 schrieb:
Es gibt Dörfer, die mit Kabel erschlossen worden sind? Crazy
Ja ja, Koax-Kabel. :p Weiß nicht ob das jetzt ein Zitat wert war.
 
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RedPanda05 schrieb:
Kupfer soll irgendwann abgeschaltet werden und was soll man machen, wenn dann keine andere Anbindung in den Häusern liegt, für alle Mobilfunk Modems?
Genau das wird nicht passieren, wenn dort noch keine Glasfaser verfügbar ist.
Man wird Kupfer nicht abschalten, solange die Alternative fehlt.
 
Am Ende wird Mobilfunk zur Alternative erklärt. Den Entscheidern ist ja meistens egal, wie gut oder schlecht das in der Praxis funktioniert.
 
G00fY schrieb:
Durch Vertragsabschluss soll man sich 800€ Kosten für den Hausanschluss sparen. Aber diese 800€ verpuffen wie oben vorgerechnet bereits durch die 24 Monate a 50€ Grundgebühr.
Dann ist der Hausanschluss ja günstig.
G00fY schrieb:
Denke ein DIY Koax Adapter wäre günstiger als das Verlegen von Glasfaser in älteren Häusern über Fachfirmen.
Gut denkbar, allerdings kann man ein fertiges Kabel notfalls auch selbst verlegen.
G00fY schrieb:
Und die Glasfaseranbieter schreiben ja auch ganz frech im "Kleingedruckten":
Bis auf die Telekom. Andererseits ist die Methode, zumindest in größeren Häusern/MFH, auch vorteilhaft für den Eigentümer. Kann er Einnahmen mit generieren.
G00fY schrieb:
Dann sollen die einfach 800€ für den Anschluss kassieren und günstige Tarife anbieten.
Das wird die Leute genauso abschrecken, wenn nicht noch mehr.
G00fY schrieb:
Die Gemeinde profitiert auf ihrer Seite ja ebenfalls überproportional da Gewerbe und Industrie meist besonders von Glasfaser abhängig sind.
Wenn nötig gibts ja geförderten Ausbau.
Knecht_Ruprecht schrieb:
Am Ende wird Mobilfunk zur Alternative erklärt. Den Entscheidern ist ja meistens egal, wie gut oder schlecht das in der Praxis funktioniert.
Wenns gut funktioniert ists doch auch eine Lösung.
 
rezzler schrieb:
Das wird die Leute genauso abschrecken, wenn nicht noch mehr.
Weiß ich nicht. Ist für mich jetzt erstmal vergleichbar mit neuem Smartphone für 1000€ kaufen und 10€ Tarif dazu oder monatlich 70€ Tarif inkl. Smartphone. Gibts auch viele die lieber einmalig das Geld hinblättern und den Tarif nach ihrem Bedarf wählen.
Wäre halt schön wenn man als Kunde entscheiden kann. Den Zwang einen derartig teuren Vertrag abzuschließen ohne Aussicht auf günstigere Konditionen auch nach Jahren ist halt maximal unattraktiv. Dazu weiß man nicht mal ob das Internet wirklich "besser" wird oder ob der kleine lokale Provider nachher Probleme mit der Bereitstellung und dem Betrieb hat. Hab auch schon genug Erfahrungsberichte gelesen in denen diese kleinen regionalen Netzbetreiber überfordert waren.
 
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Wenn man keine Alternative, außer vielleicht Mobilfunk hat, ist das schon maximal attraktiv.
 
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Ich berichte aber ja explizit aus der Sicht von jemandem der stabiles Koax-Kabelinternet mit FTTC hat. Und bislang schreibt die Bundesnetzagentur zu dem Thema:
Sollen auch die Kabelanschlüsse abgeschaltet werden?

Nein.
(TV-)Kabelanschlüsse und die darauf beruhenden TV-, Telefon- und Internetdienste sind nicht betroffen.
und
Nein. Es besteht keine Pflicht, einen Vertrag zur Nutzung des Glasfasernetzes abzuschließen.

Als Alternative zu Ihrem bisherigen Kupfernetzanschluss können Sie sich nicht nur für einen Glasfaseranschluss, sondern ggf. auch für einen (TV-)Kabel-, Mobilfunk- oder Satellitenfunkanschluss entscheiden.
 
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G00fY schrieb:
Weiß ich nicht. Ist für mich jetzt erstmal vergleichbar mit neuem Smartphone für 1000€ kaufen
Das macht aber längst nicht jeder, besonders nicht die Leute, die sich über den Preis bei Gf beschweren ;)
G00fY schrieb:
Wäre halt schön wenn man als Kunde entscheiden kann. Den Zwang einen derartig teuren Vertrag abzuschließen ohne Aussicht auf günstigere Konditionen auch noch Jahren ist halt maximal unattraktiv.
Nachvollziehbar. Die Option auf einen nackten Hausanschluss (ohne Vertrag) mit Einmalzahlung wäre ja auch was.
G00fY schrieb:
Dazu weiß man nicht mal ob das Internet wirklich "besser" wird oder ob der kleine lokale Provider nachher Probleme mit der Bereitstellung und dem Betrieb hat. Hab auch schon genug Erfahrungsberichte gelesen wo das eben nicht alles besser wird mit Glasfaser.
Definitiv möglich. Manche spekulieren dann ja drauf, das der Anbieter von was größerem/besserem gekauft wird.

Ich kenn ja auch FTTH-Ausbauten von 2015 mit 50/5-Tarifen :D Inzwischen immerhin 100/50 für 45€/Monat als kleinsten Tarif.
 
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rezzler schrieb:
Das macht aber längst nicht jeder, besonders nicht die Leute, die sich über den Preis bei Gf beschweren ;)
Kann man drüber streiten bzw. viel spekulieren. In einem Dorf in dem 99% Eigentums-Einfamilienhäuser stehen sind die Leute schon bereit etwas zu investieren. Hohe Tarifgebühren sind aber in Zeiten allgemein steigender Fixkosten kritisch. Aber das sieht vermutlich jeder anders. Finde es wie gesagt schade, dass die Wahlfreiheit nicht besteht und die Provider den Glasfaserausbau ausnutzen um Kunden in überteuerte Tarife zu zwingen (80€ für einen 1000Mbit/s Anschluss in 2026 :freak:).
 
G00fY schrieb:
Hohe Tarifgebühren sind aber in Zeiten allgemein steigender Fixkosten kritisch.
Nachvollziehbar, aber mit den ganzen Streaming-Abos verhält sichs ja ähnlich.
G00fY schrieb:
Finde es wie gesagt schade, dass die Wahlfreiheit nicht besteht und die Provider den Glasfaserausbau ausnutzen um Kunden in inzwischen überteuerte Tarif zu zwingen (80€ für einen 1000Mbit/s Anschluss in 2026 :freak:).
Find ich noch nichtmal dramatisch überteuert, zumal man eh auch in kleinere Tarife wechseln kann.
 
rezzler schrieb:
Find ich noch nichtmal dramatisch überteuert, zumal man eh auch in kleinere Tarife wechseln kann.
Die Mehrkosten für den günstigsten Tarif habe ich ja auch schon vorgerechnet. Am Ende lohnt es sich eben nur für "Power-User" und die nächsten Generationen wie auch von @DLMttH angemerkt.

Mir gehts ja auch nicht darum das Ausbremsen des Fortschritts schönzureden. Aber wenn ich die Anfeindung unter Nachbarn mitbekomme weil da Leute wie bei einer politischen Parteizugehörigkeit mit Glasfaser-Schildchen im Vorgarten eine Art Kampf betreiben.:lol: Zeigt doch wie schief das ganze Thema vielerorts läuft. Niemand würde sich doch vor Glasfaser sperren, wenn es finanziell faire bedarfsgerechte Tarife gibt.
 
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G00fY schrieb:
Am Ende lohnt es sich eben nur für "Power-User"
Dafür ist der Tarif da.
G00fY schrieb:
Mir gehts ja auch nicht darum das Ausbremsen des Fortschritts schönzureden. Aber wenn ich die Anfeindung unter Nachbarn mitbekomme weil da Leute wie bei einer politischen Parteizugehörigkeit mit Glasfaser-Schildchen im Vorgarten eine Art Kampf betreiben.:lol:
🤦‍♂️
G00fY schrieb:
Niemand würde sich doch vor Glasfaser sperren, wenn es finanziell faire bedarfsgerechte Tarife gibt.
Waren die klassischen Argumente sonst nicht immer, das niemand den Vorgarten umgräbt, 50 MBit/s ausreichen und man keine neuen Kabel im Haus verlegen will?
 
G00fY schrieb:
Aber wenn ich die Anfeindung unter Nachbarn mitbekomme weil da Leute wie bei einer politischen Parteizugehörigkeit mit Glasfaser-Schildchen im Vorgarten eine Art Kampf betreiben.
Das ist wohl stark übertrieben. Aber wenn man halt mit seinem Wunsch nach Glasfaser davon abhängt, dass genug andere mitziehen, dann rührt man auch schon mal die Werbetrommel.
 
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rezzler schrieb:
Waren die klassischen Argumente sonst nicht immer, das niemand den Vorgarten umgräbt, 50 MBit/s ausreichen und man keine neuen Kabel im Haus verlegen will?
Naja, bei anderen Modernisierungen lockt idR auch am Ende immer ein monetärer Nutzen. Solaranlage, Dämmung, Wärmepumpe usw. versprechen wenigstens nach x Jahren eine langfristige Kostenersparnis. Der Punkt Wertsteigerung einer Immobilie durch Glasfaser ist halt unsinnig wenn gleichzeitig die monatlichen Kosten x mal so hoch sind.

@Incanus leider so schon mitbekommen. Dort gibts schon Leute die nicht mehr gegrüßt oder anderweitig ausgeschlossen werden, weil diese "dem Dorf schaden". Kann mir vorstellen, dass sowas kein Einzelfall ist.:freaky:
 
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Sicher gibt es das immer mal, wenn sich halt einer sperrt und den anderen den Fortschritt versaut, macht er sich keine Freunde.
Vor allem wenn derjenige vielleicht am Anfang der Straße wohnt und noch ausreichende 50Mbit/s bekommt, die am Ende aber kaum noch 16Mbit.
 
Interessant dass du das also legitimierst. Bestätigt ja meine Einschätzung wie absurd die Konstellation ist, dass Menschen über das Ausüben von Druck den Glasfaserausbau erzwingen.

Ich sehe halt weiterhin keine Motivation für Hauseigentümer, die solche Bandbreiten mittelfristig nicht benötigen, derart hohe laufende Kosten zu akzeptieren.

@Incanus nochmal, ich spreche von einem Ort indem Koax-Internet mit FTTC flächendeckend existiert.

Ich glaube hier gibts am Ende des Tages unterschiedliche Meinungen und keine einfache Lösung. Von mir aus soll sowas demokratisch pro Ortschaft abgestimmt und Kosten aufgeteilt werden. Aber dieser privat ausgehandelte Kampf innerhalb der Nachbarschaften ist doch unsinnig.
 
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Ich habe da gar nichts legitimiert, aber kein Deine martialische Ausdrucksweise auch nicht nachvollziehen.
 
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