BWL Aufgabe, Finanzplan erstellen !

koko123

Ensign
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Hallo Leute,

ich habe eine Aufgabe und habe eine Frage dazu, dabei geht um die Erstellung eines Finanzplans !

Ich hab ein Arbeitsblatt ausgefüllt und die Einnahmen/Ausgaben hoffentlich korrekt eingetragen.

Hier :

Nun könnte ich ja einfach die Differenzen berechnen.

Aber wie berücksichtige ich nun das Zahlungsziel von 30 Tagen bei Lagerkosten und Materialeinkauf. Da man ja eigendlich 30 Tage später zahlen könnte, würden sich die Ausgaben um einen Monat verschieben. Die Ausgaben im Monat Oktober bei Lagerkosten und Materialeinkauf würden auf den Monat November springen und müssten dann nicht erfasst werden oder ? Da in der Aufgabe ja nur die 5 Monate berückstigen soll und dazu einen Finanzplan erstellen soll.

Wie mach ich das denn jetzt ? ^^So wie ich es stehen habe, oder das Zahlungsziel ausnutzen..?

Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen !

Danke im Voraus

Hier das vervollständigte AB :
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus kaufmännischer Sicht werden Kosten immer dann gebucht, wann sie entstehen, sprich mit dem Rechnungsdatum. Die Zahlung hat damit nichts zu tun. So würde ich es hier auch halten.
 
So wie Joe Walker hätte ich es auch gesehen, ABER in dem Blatt zum Eintragen steht eindeutig Ein- und Auszahlung. Dann müsste da Einnahme und Ausgabe stehen, aber so ists tatsächlich verwirrend und unklar. Das mit dem Zahlungsziel steht übrigens auch bei den Umsätzen...
Also ich würd dir Bonuspunkte geben, wenn du das Zahlungsziel ausreizt ;)

Ich habe aber noch ne andre Anmerkung: VerwGK und MatGK müssten doch eigentlich in allen Monaten anfallen, oder?
 
Die Zahlungsziele sind meiner Meinung nach Irreführend, den sonst müsste er alle Zahlungen (Umsätze) 30 Tage später, sprich die Zahlung von Juli in den August, schreiben, nur warum dann die Angabe für Oktober ??.
 
@ funkyfunk : Ah du hast Recht mit deiner Anmerkung :D Die fallen ja jeden Monat an außer natürlich Juni, da in dem Monat das Werk ja noch garnicht in Betrieb genommen wurde. Danke schön :) Werds sofort korrigieren..


Naja ich werds dann wohl so machen wie Joe Walker bereits gesagt hat...

EDIT:

Vervollständigte Version:


Was sagen mir jetzt diese Defizite ? Selbstverstänlich, dass man seine Kosten nicht decken kann, aber könnte man jetzt irgendwas mit dem Zahlungsziel machen um sich in eine positivere Lage zu bringen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast im Sept. die MatGK nicht abgezogen, und im Juli komme ich auf ein - von 315000,00€.
Das Zahlungsziel bedeutet für mich das ich kein Kredit aufnehmen muss, da daß Zahlungsziel das ich gewähre ebenfalls 30 Tage hat. Das Geld kommt, und geht wieder raus. Man darf nicht vergessen, es wurde ein Kredit aufgenommen, von 1.500.000,00 €. Das hilft diese Defizite zu decken(Restguthaben 940.000,00 €). Den die Kreditkosten werden im diesen Beispiel von den laufenden Umsätzen getilgt.
 
@ JoeWalker: hmm Du hast recht, komisch warum ich die Materialgemeintkosten im September vergessen habe..

Aber bei Juli kommt bei mir immer noch - 295.000 raus ^^

EDIT:
Ahhhh im Juli fallen Lagerkosten von 60.000 an und nicht 40.000..(Kumpel meinte da komtm 40.000 hin kA warum, wohl ein Feherl)

ok alle klar Du hast wiedermal recht ^^

Danke schön für Eure Hilfe ! Ihr seid die Besten :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Joe Walker schrieb:
Aus kaufmännischer Sicht werden Kosten immer dann gebucht, wann sie entstehen, sprich mit dem Rechnungsdatum. Die Zahlung hat damit nichts zu tun.
Aber hier geht es doch um eine Liquiditätsplanung - wie du den Kram verbuchst, ist egal, entscheindend ist lediglich, wann du in die Kasse greifen musst.


Joe Walker schrieb:
Die Zahlungsziele sind meiner Meinung nach Irreführend[...] nur warum dann die Angabe für Oktober ??.
Wo ist das Problem? Du hast eben einen Aufwand, der in der betrachteten Periode zu keiner Auszahlung führt, entsprechend wird der Posten Oktober einfach nicht weiter berücksichtigt.
 
Meiner Ansicht nach fallen die Materialgemeinkosten auch im September an (was ich mit "allen Monaten" gemeint hatte). Du scheinst dies irgendwie direkt mit dem Materialeingang zu verbinden, was grundsätzlich mal nicht schlecht gedacht ist, da ein Großteil der Materialgemeinkosten in der Regel vermutlich durch den Wareneingang ensteht. Es gibt aber auch noch andere Kostenarten. Darunter würden meiner Ansicht nach auch die Lagerkosten und Transportkosten fallen, die aber extra aufgeführt sind (als Lagerkosten gesamt), aber z.B. auch Hilfs- und Betriebsstoffe, die nicht direkt einem einzigen Kostenträger zurechenbar sind (etwa Öle, Schmierstoffe, je nachdem auch Klebstoffe etc.)
Das ist aber eine reine Definitionssache. Immerhin ist es internes Rechnungswesen und hier gibt es keine wirkliches Richtig oder Falsch. Du musst nur immer begründen können, warum du etwas, an welcher Stelle verrechnest und das scheinst du ja zu können (gilt auch für das Thema Zahlungsziel)
 
@FidelZastro
Habe damit überhaupt kein Problem, nur müsste ich die Erträge genauso behandeln und da hab ich mein Problem. Ich hätte im Juli gar keine Einnahmen. Hätte im Juli Ausgaben von 1.215.000,00 €. Da ich ein Guthaben von 940.000,00 € habe, bliebe damit ein - von 275.000,00 € und womit decke ich das ??. Wie funckyfunk schrieb es ist eine Frage der Begründung.
 
Genau solche Defizite zu erkenen und zu decken ist doch aufgabe der Liquiditätsplanung. Nüchtern gesehen bist du eben kurzzeitig zahlungsunfähig. Da deine Bank dir üblicherweise einen gewissen Kontokorrentrahmen einräumt, ist eben dafür zu sorgen, dass dieser ausreicht, um die Liquiditätslücke zu decken und man mittelfristig die Bindungsdauer des Kapitals reduziert.

Ob und wie das möglich wäre, dafür gibt der Sachverhalt natürlich nichts her, das wäre aber gedanklich der nächste Ansatzpunkt.

Zumindest in der Liquiditätsplanung ist im übrigen nicht egal, wie du etwas verrechnest, auch nicht, wenn das System in sich konsistent ist. Es geht hier ja nicht um virtuelle Rechengrößen, sondern um tatsächliche Geldflüsse. Wenn du hier nicht diekt an der Realität bleibst, kannst du irgendwann aus genau diesem Grund deine Lieferantenrechnungen nicht bezahlen, obwohl dein Unternehmen ansonsten recht gesund ist und hast das noch nicht einmal kommen gesehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau darum geht es in der Liquiditätsplanung, du kannst als unternehmen super tolle Gewinne haben und trotzdem insolvent gehen. Du kriegst zwar vielleicht in der nächsten 2 Perioden massig Geld, du brauchst die Mittel aber jetzt um dein Unternehmen zu finanzieren.

Darum muss du als Unternehmen per Liquiditätsplanung sicherstellen das deine Zahlungsmittelbestand zu jeder Zeit gesichert ist. (z.B. muss man sich eben Kredite nehmen.)
(Dafür gibt es z.B. Liquditätskennzahlen die als Anhaltspunkt dienen können, wie es um das Risiko steht)

Im Rahmen deiner Rechnung sind nur echte (Cash Flow) Abflüsse und Zuflüsse (Einzahlungen, Auszahlungen relevant)

Bei deinem Zahlungsziel, würden Ausgaben (Verbindlichkeit) in den Büchern gebucht, diese sind aber natürlich noch keine Auszahlungen, und mindern nicht deinen Zahlungsmittelbestand (= i.d.R. Kasse+Bank)
 
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Ich meine in der Aufgabe steht doch eindeutig Zahlungseingänge der Kunden auf Umsätze. Der Juli umsatz wird halt erst im August eingezahlt. Auch wird in der Aufgabenstellung immer von Einzahlungen und Auszahlungen gesprochen. Also auch daran halten. Da kann man auch nix begründen, den die Termini Auszahlung-Ausgabe-Aufwand-Kosten sind eindeutig bestimmt.

Und hier geht es nicht darum sich etwas schön zu rechnen sondern genau um das Gegenteil zu bestimmen, wie hoch ist mein zukünftiger Finanzbedarf, bzw. wo gibt es Spitzen die abgefedert werden müssen.
 
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