C2D E6300@2,8Ghz - Fährt selten hoch, funktioniert dann aber fehlerfrei

Dr_Schnabel

Cadet 2nd Year
Registriert
Juni 2009
Beiträge
24
Schönen guten Tag!

Bisher hatte ich meinen alten C2D E6300 auf 2,45Ghz mit Boxed Kühler laufen lassen. Dieses funktionierte ohne manuelle Spannungserhöhung ohne Probleme.

Seit ein paar Tagen besitze ich einen EKL-Brocken CPU-Kühler und eine effektive Gehäusekühlung. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden die CPU noch weiter zu Übertakten.

Nun zum eigentlichen Problem:
Der Prozessor läuft mit 2,8Ghz, mit einer Spannungserhöhung, prime stable (Siehe Bilder). Das Problem ist nur, dass bei einem erneuten hochfahren des Systems der Bootvorgang nach dem Memory-Test abgebrochen wird und der Computer anschließend mit dem Standard CPU Takt von 1,83Ghz neu startet. Ein normales Booten mit 2,8Ghz erfolgt dann nur ab und an, wenn man z.B. alle Einstellung zurücksetzt werden und im Bios erneut die Einstellungen für das Übertakten eingegeben werden. Das gleiche Problem bekomme ich im Übrigen auch bei einem CPU-Takt von 2,45Ghz.

Um weiteren Aufschluss über die getätigten Übertaktungs-Einstellungen zu geben habe ich 2 Bilder aus dem Bios angehängt.


Mein System:
Mainboard: Gigabyte 965P-DS4 Rev.3 mit aktuellen Bios (F12b)
CPU: Intel Core2Duo E6300 (Conroe) (1,86Ghz)
Ram: 4*1GB MDT PC2-800 CL5
PCIe GraKa: Powercolor PCS HD4870 1GB (nicht übertaktet)
Netzteil: BeQuiet! Straight Power, Quad Rail, 550Watt
Festplatten: Samsung Spinpoint 250GB IDE (System), Samsung Spinpoint 1TB SATA (Daten), WD MyBook 320GB USB (Daten)
Optisches Laufwerk: Samsung DVD Brenner (SATA)
Gehäuse: Xigmatek Midgard

Betriebssysteme: Windows 7 RC1 64bit
 

Anhänge

  • 2_8ghz prime stable.jpg
    2_8ghz prime stable.jpg
    266,9 KB · Aufrufe: 313
  • bios1.JPG
    bios1.JPG
    232 KB · Aufrufe: 307
  • bios2.JPG
    bios2.JPG
    275,6 KB · Aufrufe: 323
Memtest86+ ergab nach 3 Stunden keinerlei Fehler.

Habe jetzt die RAM Spannung auch um 0,1Volt erhöht (obwohl es 800er RAM ist!) und den PCIe Takt gefixed.

Das Problem ist leider immernoch das gleiche. Ab und an fährt er dann mal hoch, wenn ich z.B. mal die Spannungen auf Auto stelle, probiere neuzustarten und danach wieder eigene Spannungserhöhungen auswähle, dann geht es komischerweise wieder.

Es ist wirklich merkwürdig, dass es ab und an mal geht und im Windows absolut stabil, auch unter Belastung, läuft.

Wenn der PC nicht mit den Übertaktungs-Einstellungen hochfährt, hängt er sich immerwieder an der gleichen Stelle auf und startet neu. Diese sieht man im angehängten Bild. Hier fällt auf, dass die Speichergröße erst nicht komplett angezeigt wird (unfollständige Zahl -> siehe angehängtes Bild). Der Neustart erfolgt dann genau zu dem Zeitpunkt wo dann die Speichergröße kurzzeitig komplett angezeigt wurde.
 

Anhänge

  • MemoryTest.JPG
    MemoryTest.JPG
    181,6 KB · Aufrufe: 300
Wie viele Ram Riegel sind denn verbaut? Schon mal mit nur einem probiert?
 
Habe 4*1GB identische RAM-Riegel verbaut. Habe es auch schon mit 2 und einem Riegel auf unterschiedlichen Steckplätzen ausprobiert, doch es tritt immerwieder das gleiche Problem auf.

Kann mir das ganze einfach nicht erklären, zumal das System vorher auf 2,45Ghz einwandfrei lief und jetzt diese Einstellungen für 2,45Ghz auch nur noch selten funktionieren.

:freak:
 
eine vollbestückung mit 4*XGB ram ist immer stress pur für die Northbridge.

Zu test zwecken schalte mal folgende cpu funktionen ab (kannst du hinterher wieder aktivieren, wenn die kiste 1a läuft, dient lediglich dem ausschluss unwahrscheinlicher aber dennoch möglicher fehlerquellen):

No-Execute Memory Protect
C1E
TM2
EIST
Virtualization Technology

Diese funktionen solltest du beim Testen erstmal abschalten, hinterher, wenn der Rechner primestable läuft, kann (und sollte) man selbige ohne Probleme wieder einschalten.

@zweitem BIOS-Screen:

MCH OverVoltage würde ich auf +0.1 bis +0,15v stellen, FSB OverVoltage ebenfalls.
DDR2 OverVoltage Control sollte auf +0,1 bis +0,15 stehen, je nach default spannung des speichers (bei 1,8v default kann man schonmal +0,15v mehr drauf geben).

CPU Voltage Control halte ich für zu hoch, 1,36v für 2,8 GHz wären ein absolut beschissenes ergebnis, selbst für einen E6300 (mein E6400 hat bei 1,36v immerhin schon 3h prime95 bei 3,15GHz gemacht)...

abschliessend würde ich nur gern drauf hinweisen: benutze bitte prime95 statt Orthos und viel glück bei deinen oc-versuchen, hoffe das ich dir helfen konnte.
 
Das Abschalten der Funktionen No-Execute Memory Protect, C1E, TM2, EIST und VT konnte das Problem leider auch nicht beheben. Die Spannungen habe ich auch wie von da!mon angepasst. Alles leider erfolglos.

So langsam habe ich der Vermutung dass CPU oder Mainboard irgendeinen Schaden haben und einer der beiden Komponenten nur auf den Standart-Einstellungen einwandfrei läuft (bzw. immer hochfährt).

Der Leistungsverlust von 2,8Ghz auf 1,86Ghz ist natürlich enorm und beim Zocken macht es schon einen großen Unterschied, vor allem bei meiner HD4870 Grafikkarte.

Ich habe mir, angesichts der scheinbar aussichtslosen Lage, überlegt, mir einen Intel Pentium Dual-Core E6300 für ~70€ zuzulegen. Dieser hat im Prinzip die gleichen technischen Daten wie der C2D E6300, nur dass der Pentium mit 2,8Ghz läuft. Der FSB beträgt bei diesem Prozessor ebenfalls 266Mhz wie bei dem C2D.

Was haltet ihr von einem solchen Neukauf des Prozessors um eine merkliche Leitungsteigerung zu erreichen? (Der Pentium Dual Core E6300 wird übrigens offiziell von meinem doch recht betagten Mainboard unterstützt)
 
von einer neuanschaffung, nur weil der aktuelle prozessor sich nicht so wie gewünscht takten lässt, rate ich ab.

eher würde ich die DDR2 OverVoltage Control auf +0,2 setzen und die MCH voltage ggf noch etwas nach oben schrauben. allerdings würde ich dann verstärkt auf die temps achten.

und wie gesagt, vcore für die cpu passt mehr als genug. was du mit prime austesten kannst:

[HowTo] Prime95

in dem HowTo wird recht oft bezug auf GTL's genommen, was dich nicht interessieren braucht, da dein board diese einstellung nicht hat. Teste prime95 mal nach dem tutorial und berichte dann, ob small FFTs oder ein anderer run abstürzt bzw instabil ist. daran kann man wunderbar erkennen, wo und welche spannungen verändert werden müssen/können.
 
Ersteinmal ein großes Danke an da!mon, weil er sich mit meinen Schwierigkeiten auseinadersetzt :cool_alt:

Mittlerweile tritt das Problem des Neustarts bei allen Einstellungen auf, welche eine Änderung des FSB's betreffen. Selbst wenn ich bei der CPU Host Frequency den Standart-Takt von 266Mhz angebe tritt das Problem auf. Der PC fährt nur hoch wenn die Default-Einstellungen (CPU Host Clock Control = Disabled) eingestellt sind.

Im Anhang findet ihr folgende Bilder:
Bild1: Default Einstellungen (gelten für Bild 2 und 3)
Bild2: Default Einstellungen (PC bootet ganz normal)
Bild3: Manuell eingestellte Default Einstellungen (PC startet nach Memory Test neu und fährt mit den Einstellungen aus Bild2 hoch)

Ich finde das Ganze sehr merkwürdig, zumal vor einem guten Monat eine Taktrate von 2,45Ghz keine Problem bei Standart-Spannungen darstellte.

Wenn mein guter alter C2D E6300 nur noch seine 1,86Ghz liefern kann, erwäge ich den Neukauf von einem günstigen Prozessor, wie z.B. dem Pentium Dual Core E6300. Der Leistungsverlust von 2,8Ghz auf 1,86Ghz empfinde ich wirklich enorm und das nicht nur beim Zocken.
 

Anhänge

  • Bild1.jpg
    Bild1.jpg
    131 KB · Aufrufe: 284
  • Bild2.jpg
    Bild2.jpg
    143,6 KB · Aufrufe: 278
  • Bild3.jpg
    Bild3.jpg
    187,4 KB · Aufrufe: 294
Versuche doch mal, einen anderen Strap einzustellen, also unter "System Memory Multiplier"; dort solltest du mehrere Möglichkeiten haben, Das RAM-FSB-Verhältnis als 1:1 einzustellen. Wenn das nicht fruchtet, könntest du versuchen, die NB-Spannung "(G)MCH OverVoltage Control" so einzustellen, dass dort 1,4V anliegen, Standard sind 1,25V soweit ich weiß. Die 965P bzw. P35 nehmen bei höherem FSB gerne etwas mehr Spannung, gerade bei Vollbestückung (habe das Problem selbst).
Die CPU zu wechseln dürfte eigentlich nicht nötig sein, da die Conroes äußerst gut gehen können. Dafür brauchst du nichtmal eine hohe Vcore, die Begleitparameter sind meistens viel wichtiger. Lass die Vcore am besten auf Standard-Niveau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe mal testhalber "(G)MCH OverVoltage Control" und "FSB OverVoltage Control" um 0,2Volt erhöht. Erst ist er nicht hochgefahren, als ich aber "High Speed DRAM DLL Settings" auf "Option 2" gestellt habe, kam der Rechner schonmal soweit, dass er Windows laden konnte, ist dann aber abgestürzt mit 2,8Ghz. Das lag sicherlich daran, dass die Spannung der CPU auf "Normal" eingestellt war.

Jetzt fährt er mal wieder gar nicht mehr hoch mit irgendwelchen Veränderungen an der CPU Host Clock Control.

Für mich unerklärlich. Mal funktionierts, mal nicht. :freak:
 
Leider konnte ich das Problem bisher nicht lösen.

Mittlerweile ist der PC auch mal mit 2,8Ghz gelaufen und das mit allen Spannungen auf Auto und natürlich Prime stable.

Aber was ich besonders merkwürdig finde ist, dass wenn ich nur den PCIe Takt auf 100Mhz fixe, auch das Problem kommt, dass der Rechner nicht richtig hochfährt und nach dem Memory Test einfach neustartet mit den standart Einstellungen.

Es scheint meiner Meinung nach also nicht an der CPU zu liegen, sondern könnte ein Mainboard Fehler sein. Habe das aktuelle Bios drauf und mit diesem Bios hat das Übertakten vor einem guten Monat auch einwandfrei funktioniert.

Ich hatte mich eigentlich damit abgefunden, dass mein guter alter E6300 (Conroe) weiterhin auf seinen 1,86Ghz läuft. Doch ich habe mich mal wieder an das Übertakten herangewagt.

... und siehe da. Problem gelöst:

CPU Clock Ratio: 7x
Bus Speed: 400Mhz
System Memory Multiplier: 2x

-> Core Speed: 2,8Ghz
-> FSB: 1600Mhz

Die System Voltage Control ist auf "Auto" gesetzt.


Mit diesen Einstellungen ist das System vorher nur sehr selten hochgefahren. Doch da ich im Bios die Einstellung "Legacy USB storage detect" auf "Disabled" gesetzt habe, läuft das System jetzt immer einwandfrei hoch und läuft dann völlig Prime stable ohne irgendwelche Spannungn zu erhöhen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (beiträge zusammengeführt.)
Hast du mit CPU-Z nachgeprüft, ob die CPU-Spannung auch wirklich nicht erhöht worden ist? Mein letztes Gigabyte (P35-DS4) hat nämlich bei FSB-Erhöhung auf 400Mhz und Spannung auf Auto deutlich über 1,4V auf die CPU gegeben...
Ansonsten schön, dass es doch noch geklappt hat. Auf zu 500Mhz FSB! ;)
 
Anbei ein Screenshot aus CPU-Z und HW-Monitor. Die Standart-Spannungen sind mir unbekannt. Wie bereits beschrieben sind alle Spannungen im Bios auf "Auto" eingestellt. Das System läuft übrigens immernoch einwandfrei und der Performance Zuwachs ist sehr deutlich.
 

Anhänge

  • cpu.jpg
    cpu.jpg
    288,3 KB · Aufrufe: 263
Also ich habe festgestellt, dass das Ganze am Bios liegt. Ich weiss ja nicht, was Gigabyte da gemacht hat, aber das neue Bios wird es wohl sein. Versuche es mit einem älteren.

Besitze das Board

Gigabyte 965P-DS3 Rev.1

und hab genau das gleiche Problem. Die Übertaktung oder Undervolting meines C2D E6600 (2.4 GHz) ist ohne Weiteres möglich. Läuft ohne spezielles Feintuning mit 3.2GHz und bei Standarttakt mit 1.1V (1.275 Standart). Aber sobald ich den Rechner mal länger ausgeschaltet stehen lasse (zB. über Nacht), läuft er nicht hoch und nimmt die Standartwerte an. Das ganze mit den aktuellen Biose (F12,F13,F14 getestet). Flashe ich aber die von mir favorisierte F6-Version meines Boards, dann geht alles. Die Übertaktung ist bestens, die Einstellungen bleibt erhalten und der Rechner fährt ordnungsgemäß hoch ohne Mucken. (Blöd nur, dass die AHCI-Funtion nicht im Bios für die "Standart"-Anschlüsse implementiert ist, weshalb ich die F14 benutze und auf Overclocking vorerst verzichten muss - werde wohl mir ein neues board kaufen).

Wenn jemand aber weiss, welche Veränderungen zu F6 zB vorgenommen wurden, dass solche Effekte auftreten, wäre dass ne schöne Sache.

Ps. Habe übrigens auch eine Powercolor PCS Karte aber ne HD4850 und 4*1GB RAM
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben