perfekt!57
Commodore
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aus Johannesburg wurden veröffentlicht, wie ich fand. ("Immer noch alles Globaliserung", sozusagen.)
Zitat: "Sie sind mittlerweile überall anzutreffen, auf den hitzeflirrenden Ölfeldern in Sudan, beim Straßenbau im staubigen äthiopischen Hochland, selbst auf den Märkten im Stadtzentrum von Johannesburg, wo sie billige Textilien, Heilmittel und Plastikartikel feilbieten: Chinesische Ingenieure, Techniker und Händler sind dabei, den afrikanischen Kontinent zu erobern.
China hat Afrika entdeckt, und der Rest der Welt merkt es nicht. Denn im Gegensatz zu Europa oder den Vereinigten Staaten sieht China in Afrika nicht zuallererst den Hunger- und Katastrophenkontinent, sondern einen mit allen wichtigen Rohstoffen gesegneten Kontinent, der zudem den letzten konsumtechnisch nicht erschlossenen Flecken Erde darstellt. Wenn man so will, rollt China gerade Afrika auf.
Natürlich ist das wichtigste Anliegen Chinas die Sicherung von Rohstoffen für seine expandierende Wirtschaft. Die jüngste Afrika-Reise des chinesischen Ministerpräsidenten - die dritte in zwei Jahren - hat dies wieder einmal eindrucksvoll belegt.
Im Gegenzug will China 4 Milliarden Dollar in die Reparatur der maroden nigerianischen Infrastruktur investieren, will Straßen, Kraftwerke und ein Eisenbahnnetz bauen. Im Süden des Landes ist eine Freihandelszone geplant, an der chinesische Unternehmen reges Interesse zeigen. Von dort aus ließen sich sowohl West- als auch Zentralafrika leicht beliefern. Das Investitionsvolumen wird auf 7 Milliarden Dollar geschätzt.
China kleckert nicht in Afrika, China klotzt. In Sudan ist China mittlerweile der größte Erdölförderer. In Angola, dem nach Nigeria zweitgrößten Erdölproduzenten Afrikas, lehren die Chinesen der etablierten Konkurrenz aus Europa und Amerika längst das Fürchten. In Kongo fördern Chinesen unter haarsträubenden Umständen Kupfer und Kobalt in rauhen Mengen, in Zimbabwe Platin, und die südafrikanischen Bergbaukonzerne können gar nicht soviel Steinkohle, Platin und Eisenerz verschiffen, wie die Chinesen ordern. ...
China ist nach den Vereinigten Staaten und Frankreich zum drittgrößten Handelspartner Afrikas aufgestiegen und hat dabei Großbritannien hinter sich gelassen.
Dabei bedient sich China zur Sicherung von Marktzugängen Methoden, die von den Europäern in den siebziger Jahren praktiziert worden waren und heute als politisch unkorrekt gelten. China stellt keine Forderungen nach guter Regierungsführung oder Transparenz. Demokratischer Wandel sei eine „interne Angelegenheit“, in die man sich nicht einmische. Die chinesischen Verhandlungsführer haben keine Probleme damit, Abschlüssen mit Geldzuwendungen nachzuhelfen: Hauptsache, man bekommt den Fuß in die Tür.
Am Beispiel Angolas, das dank neuer Ölvorkommen ein Wirtschaftswachstum von nahezu 20 Prozent ausweist, läßt sich die Vorgehensweise der Chinesen skizzieren. Die Regierung in Peking gewährte Angola anstandslos einen Kredit von mehr als 2 Milliarden Dollar, nachdem Weltbank und der Internationale Währungsfonds dem Land wegen der galoppierenden Korruption keine weiteren Kreditlinien einräumen wollten. Die 2,2 Milliarden Dollar will Angola zur Reparatur seiner nach 30 Jahren Bürgerkrieg zerstörten Infrastruktur verwenden.
Die Bedingung der Chinesen aber war, daß 70 Prozent der Aufträge an chinesische Unternehmen gehen und daß der Kredit teilweise mit Öllieferungen getilgt wird. Der Vorteil solcher Arrangements, wie sie auch in Tansania, Gabun, Äthiopien, Elfenbeinküste, Togo und Mali zu beobachten sind, liegt auf der Hand: China bietet Komplettlösungen für Infrastrukturmaßnahmen, von der Finanzierung über den Bau bis hin zur Schulung einheimischen Personals - und das zu einem Bruchteil der Kosten, die ein europäisches Unternehmen berechnen würde."
http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E2B3DA0AA5715464984466F743EC57938~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Und was machen wir? "Energie" sparen? Windkraftanlagen bewundern? Am PC den Stromverbrauch bis runter aufs letzte Mini-Watt optimieren? In Schönheit und splendid isolation sterben?
Wer mit mir gemeinsam den Chinesen in Nigeria die Stirn bieten will soll sich melden.
Ich zahle ca. ab 600,- Euro/Monat und es wird 70- 90 Stunden die Woche gearbeitet. Und wir brauchen ein paar tausend junge oder jungegebliebene Mitstreiter.
"Its business war again. So Germans to the front
", möchte man sagen, wenn das nicht (richtigerweise) politisch völlig unkorrekt wäre.
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Zitat: "Sie sind mittlerweile überall anzutreffen, auf den hitzeflirrenden Ölfeldern in Sudan, beim Straßenbau im staubigen äthiopischen Hochland, selbst auf den Märkten im Stadtzentrum von Johannesburg, wo sie billige Textilien, Heilmittel und Plastikartikel feilbieten: Chinesische Ingenieure, Techniker und Händler sind dabei, den afrikanischen Kontinent zu erobern.
China hat Afrika entdeckt, und der Rest der Welt merkt es nicht. Denn im Gegensatz zu Europa oder den Vereinigten Staaten sieht China in Afrika nicht zuallererst den Hunger- und Katastrophenkontinent, sondern einen mit allen wichtigen Rohstoffen gesegneten Kontinent, der zudem den letzten konsumtechnisch nicht erschlossenen Flecken Erde darstellt. Wenn man so will, rollt China gerade Afrika auf.
Natürlich ist das wichtigste Anliegen Chinas die Sicherung von Rohstoffen für seine expandierende Wirtschaft. Die jüngste Afrika-Reise des chinesischen Ministerpräsidenten - die dritte in zwei Jahren - hat dies wieder einmal eindrucksvoll belegt.
Im Gegenzug will China 4 Milliarden Dollar in die Reparatur der maroden nigerianischen Infrastruktur investieren, will Straßen, Kraftwerke und ein Eisenbahnnetz bauen. Im Süden des Landes ist eine Freihandelszone geplant, an der chinesische Unternehmen reges Interesse zeigen. Von dort aus ließen sich sowohl West- als auch Zentralafrika leicht beliefern. Das Investitionsvolumen wird auf 7 Milliarden Dollar geschätzt.
China kleckert nicht in Afrika, China klotzt. In Sudan ist China mittlerweile der größte Erdölförderer. In Angola, dem nach Nigeria zweitgrößten Erdölproduzenten Afrikas, lehren die Chinesen der etablierten Konkurrenz aus Europa und Amerika längst das Fürchten. In Kongo fördern Chinesen unter haarsträubenden Umständen Kupfer und Kobalt in rauhen Mengen, in Zimbabwe Platin, und die südafrikanischen Bergbaukonzerne können gar nicht soviel Steinkohle, Platin und Eisenerz verschiffen, wie die Chinesen ordern. ...
China ist nach den Vereinigten Staaten und Frankreich zum drittgrößten Handelspartner Afrikas aufgestiegen und hat dabei Großbritannien hinter sich gelassen.
Dabei bedient sich China zur Sicherung von Marktzugängen Methoden, die von den Europäern in den siebziger Jahren praktiziert worden waren und heute als politisch unkorrekt gelten. China stellt keine Forderungen nach guter Regierungsführung oder Transparenz. Demokratischer Wandel sei eine „interne Angelegenheit“, in die man sich nicht einmische. Die chinesischen Verhandlungsführer haben keine Probleme damit, Abschlüssen mit Geldzuwendungen nachzuhelfen: Hauptsache, man bekommt den Fuß in die Tür.
Am Beispiel Angolas, das dank neuer Ölvorkommen ein Wirtschaftswachstum von nahezu 20 Prozent ausweist, läßt sich die Vorgehensweise der Chinesen skizzieren. Die Regierung in Peking gewährte Angola anstandslos einen Kredit von mehr als 2 Milliarden Dollar, nachdem Weltbank und der Internationale Währungsfonds dem Land wegen der galoppierenden Korruption keine weiteren Kreditlinien einräumen wollten. Die 2,2 Milliarden Dollar will Angola zur Reparatur seiner nach 30 Jahren Bürgerkrieg zerstörten Infrastruktur verwenden.
Die Bedingung der Chinesen aber war, daß 70 Prozent der Aufträge an chinesische Unternehmen gehen und daß der Kredit teilweise mit Öllieferungen getilgt wird. Der Vorteil solcher Arrangements, wie sie auch in Tansania, Gabun, Äthiopien, Elfenbeinküste, Togo und Mali zu beobachten sind, liegt auf der Hand: China bietet Komplettlösungen für Infrastrukturmaßnahmen, von der Finanzierung über den Bau bis hin zur Schulung einheimischen Personals - und das zu einem Bruchteil der Kosten, die ein europäisches Unternehmen berechnen würde."
http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E2B3DA0AA5715464984466F743EC57938~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Und was machen wir? "Energie" sparen? Windkraftanlagen bewundern? Am PC den Stromverbrauch bis runter aufs letzte Mini-Watt optimieren? In Schönheit und splendid isolation sterben?
Wer mit mir gemeinsam den Chinesen in Nigeria die Stirn bieten will soll sich melden.
Ich zahle ca. ab 600,- Euro/Monat und es wird 70- 90 Stunden die Woche gearbeitet. Und wir brauchen ein paar tausend junge oder jungegebliebene Mitstreiter.
"Its business war again. So Germans to the front
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