CHIP Special Heimnetz & NAS

der_fugger

Ensign
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Hallo zusammen,

vorgestern musste ich am Bahnhof Zeit totschlagen. In einem Bahnhofskiosk fiel mein Blick zufällig auf das Heft CHIP Special Heimnetz & NAS. Die beiden Themen (insbesondere NAS) reizen mich schon seit längerer Zeit und ich möchte in naher Zukunft diesbezüglich aktiv werden.

Nun bin ich blutiger Anfänger und müsste mir also zunächst einen Überblick verschaffen, um mich mit der Materie vertraut zu machen. Deswegen frage ich, ob einer der Foristen dieses Heft besitzt und mir sagen kann, ob es für mich als Laie tauglich ist. Ich möchte mir einen zentralen Ablageplatz für Medien schaffen, von wo aus ich sie dann auf verschiedene Geräte "streamen" will.

Da ich gedruckte Texte nach wie vor angenehmer als Beschreibungen im Internet zu lesen finde, ist das Heft verlockend. Jedoch bin ich der CHIP gegenüber ein wenig kritisch eingestellt. Die Artikel sind m.E. oft wenig gehaltvoll und lesen sich manchmal wie Werbebotschaften. Augenscheinlich ist dies gerade im Vergleich zur c’t. Das ist natürlich nur meine subjektive Meinung.

Vielleicht verhält es sich bei diesem Heft anders und es genau das richtige für mich als interessierter Einsteiger? Oder gibt es ähnliche Hefte, die auch bzw. eher zu empfehlen sind?

Und obwohl ich oben schrieb, dass mir Druckerzeugnisse zum Lesen (und lernen) lieber sind: Habt ihr einen heißen Online-Tipp für mich, neben dem hiesigen FAQ-Thread und den tagesaktuellen Themen hier im Unterforum?

Danke im Voraus!
 
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Nilson

Fleet Admiral
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Das Heft hab ich nicht, aber du kannst hier ja mal deine Wünsche und Anforderungen sowie ein Budget posten, dann können wir dich beraten.
 

altas

Lt. Commander
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Es gibt 2 gute NAS Hersteller Synology & QNAP

sind aber beide nicht gerade billig.

Ich für mich bevorzuge Synology
 

derChemnitzer

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ich bevorzuge QNAP oder Eigenbau

Eigenbau mußt du basteln aber kannst dir die HW nach deinen Anforderungen zusammenstellen

Fertig NAS Stromsparen und mit wenigen Clicks eingerichtet
 
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xmarsx

Lt. Junior Grade
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Es gibt 2 gute NAS Hersteller Synology & QNAP
sind aber beide nicht gerade billig.
Ich für mich bevorzuge Synology
Dem kann ich zu 100% zustimmen. Die "neue" DSM 5 Oberfläche ruft bei mir Augenkrebs hervor, aber das ich auch die einzige Kritik.

Ich habe hier eine Synology DS411slim (4x2,5 Zoll - je 1 TB als SHR - Synology Hybrid Raid) und eine DS213+ (2x3,5 Zoll - je 3 TB gespiegelt).
Mit beiden bin ich absolut zufrieden. Sie stehen rund 500km voneinander entfernt und ich schieben einen Teil der Daten als OFFSITE-Backup auf die alte DS411slim.
In der Firma haben wir darüber hinaus noch eine DS413 (4x 3,5 Zoll - je 3 TB als SHR - Synology Hybrid Raid) im Einsatz, die als Backup-Storage verwendet wird.

Die Synology DiskStations bieten einen intergrierten Paketmanager. Darüber können die "offiziellen" zusätzlichen Softwarepakte von Synology installiert werden. Des weiteren erlaubt es auch das Hinzufügen von "inoffizielle" Paketquellen aus der recht aktiven Synology Community (Java Runtime, etc.).
Ansonsten bietet Synology auch noch offizielle Programme für z.B. Android an, mit denen man über Smartphone und Tablet z.B. die auf der DiskStation gespeicherte Musik abspielen kann.
 

der_fugger

Ensign
Ersteller dieses Themas
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Hallo,

entschuldigt bitte die verspätete Rückmeldung, ich hatte bislang keine Zeit zu schreiben.

Danke jedenfalls für die gehaltvollen Antworten. Eine (Kauf-) Beratung im Forum ist natürlich auch nicht zu verachten ;) (Wenn allerdings noch jemand was zum Heft sagen kann, gerne!)

Ich plane die Anschaffung zum Ende des Jahres, gemeinsam mit einem neuen Fernseher. Hauptsächlich möchte ich meine Bild- und Musiksammlung sowie einige Filme und Serien auf das zukünftige NAS speichern. Das Gerät wird dann an eine Fritz!Box 7490 (o2-Gerät) angeschlossen. Mein recht willkürlich gewähltes Preislimit liegt erstmal bei etwa 250,-. Muss ich mit deutlich höheren Beträgen rechnen oder kann ich damit was Vernünftiges kaufen? Ich bin zwar Einsteiger, aber lieber gebe ich auch etwas mehr aus, als dass ich zuviele Kompromisse eingehe und am Ende einen mehr schlecht als recht funktionierenden Netzwerkspeicher besitze. Allerdings brauche ich auch keine Funktionen, die eben über das Verteilen von Medieninhalten im Heimnetzwerk hinaus gehen.

Bin auf eure Vorschläge gespannt und bedanke mich bereits im Voraus.

€dit: Gerade mal die von xmarsx gelobte Synology DS411slim gegooglet; da komme ich mit meinem Budget wohl nicht sehr weit. Aber wie gesagt, der Kauf steht erst Ende des Jahres an, bis dahin lege ich auch noch etwas mehr Geld zur Seite.

Grüße,
der_fugger
 
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xmarsx

Lt. Junior Grade
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[..] €dit: Gerade mal die von xmarsx gelobte Synology DS411slim gegooglet; da komme ich mit meinem Budget wohl nicht sehr weit. Aber wie gesagt, der Kauf steht erst Ende des Jahres an, bis dahin lege ich auch noch etwas mehr Geld zur Seite.

Grüße,
der_fugger
Auch wenn es schon ein paar Tage her ist, möchte ich hier noch einmal Details ergänzen.

Meine Synology DS411slim ist schon etwas über 3 Jahre alt. Der aktuelle Nachfolger wäre die DS414slim.
Ich fasse im Folgenden mal einiges Zusammen das hoffentlich für mehr Klarheit sorgt. Nach der Namenschema-Beschreibung gibt es einen Modellvergleich und dazu dann eine Empfehlung angelehnt an die Aussage "Preislimit 250 EUR".
Ich arbeite übrigens im Gesundheitswesen (IT/Softwareentwicklung mit einem Schuss Administration) und nicht für Synology. Bei QNAP wird man sicher vergleichbares finden.

Hier mal eine Erläuterung des Namensschemas bei Synology (reduziert auf die "kleinen" DS-Modelle mit 3-stelliger Nummerierung):
  1. Die erste Ziffer kennzeichnet bei den 3-stelligen Nummern die Anzahl der Festplatten, die maximal im Gerät verbaut werden können.
    DS2xx=max. 2 Festplatten
    DS4xx=max. 4 Festplatten
  2. Die zweite + dritte Ziffer kennzeichnen bei den 3-stelligen Nummern das Modelljahr:
    x11=2011, x12=2012, x13=2013, x14=2014). Dabei kann es durchaus sein, das ein DSx14 schon Ende 2013 angekündigt wurde. Synology haut nicht alle neuen Modelle zeitgleich raus, sondern immer in mehreren Etappen über das Jahr verteilt und beginnt damit in der Regel in Q4 des Jahres (daher gibt es jetzt schon die "DS415+" die das Modelljahr 2015 einläutet).
  3. Die Buchstaben bzw. der Name am Ende der 3-stelligen Ziffer geben teilweise Hinweise auf die Performance:
    • "se": Seit Modelljahr 2014 (? - ggf. schon 2013) sind das die neuen schwächste Modelle. Ich würde darum einen Bogen machen, auch wenn es vermutlich schon die meisten Wünsche erfüllt. Die Dinger sind halt nur relativ "langsam" (reduzierter CPU Takt, halber so großer RAM, etc.).
      Es können Festplatten mit 3,5 und 2,5 Zoll verbaut werden!
    • "air": Das aktuelle "air" gehört noch zur letztjährigen Modellgeneration und ist noch mit dem alten ARM-Prozessor (Kirkwood) ausgestattet. Diese CPU hat keine Gleitkommaeinheit! Eingebaut ist aber ein WLAN-Modul. WLAN kann bei einigen der anderen Modelle per WLAN-Stick "nachgerüstet" werden.
      Insgesamt ist die Ausstattung ähnlich schlecht wie bei dem "se" Modell. Daher keine Empfehlung.
    • "j": Bisher <2014 waren das die schwächsten Diskstation Modelle, die mit den neuen Armada 370 CPUs aber deutlich performanter daherkommen als ihre ARM-basierten Vorgänger.
      Es können Festplatten mit 3,5 und 2,5 Zoll verbaut werden!
    • "slim": Vergleichbar mit den "j" Modellen, nur das diese kleiner und daher ausschließlich für 2,5 Zoll "notebook" Festplatten (oder SSDs - macht aber keinen Sinn) ausgelegt sind.
    • "play": Diese Modelle sind mit einem relativ leistungsfähigen Intel Atom Prozessor ausgestattet (der auch entsprechend viel Strom schluckt), weil diese Modelle für das Transkodieren von Videos ausgelegt sind.
    • keine Buchstabenkennung: Die Standardmodelle haben am Ende keine Buchstabenkennung! Es können Festplatten mit 3,5 und 2,5 Zoll verbaut werden!
    • plus: Die Plusmodelle sind die schnellsten der jeweiligen Reihe. Bei den Modelle für zwei Platten sind hier statt einer Single-Core CPU Dual-Core CPUs verbaut (z.B. die DS214+ mit Dual-Core Marvell Armada XP ARM-basierter CPU...die sich dann auch in der DS414 ohne Zusatz für 4-Platten findet).
      Bei den Modellen für vier Platten gibt es auch Quad-Core CPUs (z.B. die DS415+ die über eine Quad-Core Atom CPU verfügt). Es können Festplatten mit 3,5 und 2,5 Zoll verbaut werden!
Anmerkung zur "play" Variante: Ich persönlich sehe den Vorteil nicht. Zum einen kann ich mit meinem Fernseher per DLNA (upnp) die relevanten Formate auch in Full HD abspielen und zum anderen könnte man auch eine kleine Raspberry Pi (Modell B) mit XBMC dafür verwenden. Ansonsten sind selbst Tablets und Smartphones leistungsfähig genug die Inhalte wiederzugeben ohne das man etwas transkodiert. Ich vermute wer eine PS3, die sich ja teilweise ziemlich bei den Videoformaten anstellt, für die Wiedergabe nutzt könnte zur "play" Zielgruppe gehören. Diesen würde ich aber zu einem Raspberry Pi raten...der braucht deutlich weniger Strom als eine PS3.


Hier mal ein Vergleich der aus meiner Sicht relevanten Synology-Modelle:
https://www.synology.com/de-de/products/compare/DS414/DS214/DS414j/DS414slim/DS213j

Ich denke ein NAS ab zwei Platten sollte reichen, so dass ich alles ab der DS214j empfehlen würde (kein "se", kein "play", kein "air"). Hier kann man - wie auch bei den Modellen für 4-Platten - erst einmal nur eine Festplatte verbauen und später noch weitere einbauen.
Die "DS213j" startet bei rund 170 EUR ohne Festplatte. Mit einer 3TB großen Platte (WD red 3 TB ~ 100 EUR) liegt man bei rund 270 EUR für das NAS mit einer 3 TB Festplatte.
Bei dem nächstgrößeren Modell der "DS214", das ich statt dem "j" Modell empfehlen würde, liegt man nur für das NAS ohne Festplatten bei rund 240 EUR. Kommt auch hier noch eine 3 TB (WD red) zum Einsatz landet man bei rund 340 EUR für das NAS inkl. einer 3 TB Festplatte.
Die "DS214" hat eine neuere Dual-Core CPU statt einer älteren Single-Core CPU bei der "DS213j". Man hat bei der "DS214" als etwas mehr Luft für andere Spielereien (wie die vorherigen Beitrag von mir erwähnten Softwarepakete).

Festplattenwahl:
Man kann natürlich auch Festplatten einbauen, die nicht für den "Dauerbetrieb" in einem NAS ausgelegt sind, aber dies würde ich nicht empfehlen. Kaputt gehen können natürlich alle (meistens in den ersten Tagen/Wochen), aber bei dem Preisaufschlag und der verlängerten Garantiezeit sollte man erwarten können das die Platten für den Dauerbetrieb auch wirklich länger halten.

Damit sind wir dann auch beim Thema Backup/Datensicherung:
Wenn auf dem NAS auch wichtigen Daten liegen ist es zu empfehlen zwei Platten zu verbauen, die dann gespiegelt werden. Zusätzlich ist es trotzdem nötig, also unabhängig davon ob die Daten gespiegelt werden oder nicht, die Daten regelmäßig auf einer externen Platte oder auf einem zweiten NAS zu sichern.
Ein NAS - auch mit gespiegelten Festplatten - ist kein Ersatz für ein Backup!!!

Synology bietet über die Diskstation Oberfläche verschiedene Möglichkeiten an "regelmäßig" Backups durchzuführen (eben externe Platte, externer Server, zweites NAS, etc.).
 
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