CO2 das große Politikum

@Happy Mutant

Wie ich bereits sagte: Im Internet existieren vorallem die zwei fundamentalen Gruppen. Die einen glauben an eine Weltverschwörung und die anderen an den (baldigen) Weltuntergang. Gegenüber Anhänger beider Lager hege ich zuweilen eine starke Antipathie, denn diskutiert werden kann mit keinem der beiden. Dabei gäbe es - wie schon gesagt - vielerlei wissenschaftlich-fundierte Aussagen und Kontroversen, über die es sich lohnen würde, zu diskutieren. Mein Beispiel mit dem Gegensatz von IPCC und der Studie von LaDochy ist nur ein Beispiel.
Meiner Meinung nach herrscht derzeit kein Konsens bezüglich der Folgen einer globalen Klimaerwärmung.
Wird es feuchter oder trockener? Gibt es mehr oder weniger Hurrikans? Werden diese stärker oder schwächer? Steigt die Zahl der Klima-bedingten Toter oder sinkt sie eher? Ist das - beinahe schon sagenumwobene - Versiegen des Golfstroms möglich oder nicht? Ist die derzeitige Erwärmung einzigartig in ihrer Geschwindigkeit? Sind Stürme wie Kyrill wirklich "Vorboten" einer düsteren Zukunft? Inwiefern sind die Modellrechnungen akkurat? Etc. etc.

Ich glaube, dass das die interessanten - weil auch umstrittenen - Fragen bezüglich der Klimaerwärmung sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
@happymutant

Naja, China, Indien und die USA haben nicht die "Umweltindustrien" wie Deutschland und demnach auch nicht so viele Politiker, die in den entsprechenden Aufsichtsräten sitzen. ;)

Schau Dir mal an, in welchen Firmen z.B. grüne Bundestagsabgeordnete im Aufsichtsrat sitzen. Ist auch nichts anderes als die Lobbyisten im anderen politischen Spektrum.

Dass heisst nicht, dass der Mensch keinen negativen Einfluss auf die Natur nimmt. Soll aber heissen, dass man nicht gleich auf jeden Zug aufspringen muss, der den jüngsten Tag propagiert.

MFG
 
Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. Bitte deshalb zu verzeihen, falls ich was vorher schon genanntes wiederhole.
Also Fakt ist, dass CO2 temparaturerhöhend wirkt. Hierzu wurden bereits in den 70er Jahren Untersuchungen angestellt. Man hat damals für die Stromversorgung von Las Vegas mehrere Kohlekraftwerke in die Wüste gesetzt. Aufgrund des CO2-Ausstoßes hat man damals erwartet, dass die (spärliche) Vegetation rund um die Kraftwerke davon profitieren und sich verstärken würde. Als das Gegenteil eintraf, hat man durch Messungen innerhalb der erzeugten CO2-Glocke eine Temperaturerhöhung und Austrocknung des Bodens festgestellt.
Hierüber gab es in den 70ern eine Dokumentationsreihe in den Dritten Programmen.
Dass wir mit Kohle und Erdöl auf der Erde vorhandenes, gebundenes CO2 verbrennen und damit den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöhen. Viel schlimmer finde ich, dass ganze Urwälder abgeholzt werden, um Palmöl als Treibstoffersatz zu erzeugen. Hierdurch wird durch die Torfschichten, z.B. in Indonesien, viel mehr CO2 freigesetzt, als eingespart wird :grr:. Ausserdem sind die Urwälder wohl mit unsere wichtigsten CO2-Vertilger.
Die anderen Treibstoffgase wie Methan, Lachgas usw. werden in den öffentlichen Meldungen viel zu sehr vernachlässigt, sind sie doch um ein mehrfaches klimaschädlich.
Dass der Mensch allein schuldig ist, ist m.E. nicht erwiesen. Es hat in der Erdgeschichte Zeiten gegeben, in denen der CO2-Gehalt der Atmosphäre wesentlich höher war, und da gab es noch keine Menschen (oder vielleicht doch eine dadurch untergegangene Zivilisation :evillol: )
Was mir bei der ganzen Diskussion aber am meisten stinkt, dass sich unsere Politiker mit immer neuen Forderungen und Belastungen hinstellen, als ob Deutschland allein die Welt retten kann und soll. :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Grimms Dottir

Wer wirklich meint, sich auf aktuelle Wissenschaft zu berufen, darf Global Warming nicht ohne Global Dimming betrachten - Flugsperre nach 9/11, deutlich reduziertes Dimming und schwubbs schießen die temperaturen in Californien in die Höhe. das wird von keiner der verhärteten Fronten angesprochen, aber die Warmpoholiocs und Klimaleugner blenden einfach zu viel aus - unterm Strich ist die Wahrscheinlichkeit eines hohen Einflusses des CO2-Anteils sehr hoch, wenn man Global Dimming mit berücksichtigt. Dass politiker jetzt das umformulieren zu "das ist so", finde auch ich ehrlich gesagt nicht schlimm, weil Volksmehrheit eben nie bei no0ch so hiohen Wahrscheinlichkeiten, sondern immer erst bei 100% reagiert. Das sioeht man bei allen politischen Umstößen. Wissenschaftler finden die Falschaussage dann natpürlich grauenhaft, aber ein politiker hat nunmal Verantwortung für die Entwicklung, Wissenschaftler nicht und Politiker müssen, das ist ihr Job, die Glücksspieleinsätze so setzen, dass das Schadensrisiko gering gehalten wird.

in der Wissenschaft kann man ausführlich diskutieren, dort wird das auch gemacht, dort wird nichts ausgeblendet, aber die Volksmehrheit, die in jeder Minute immer nur nach neiner Rechtfertigung sucht, sich nicht ändern zu müssen - nicht nur bei Klimasachen, auch bei Rentensystem, Arbeitsplatzauswahl usw., nutzt das nicht, weil die eben aus solchen Diskussionen nur die Punkte rausziehen, die als rechtfertigung einer Nichtveränderung nützlich sind. Wenn ich nen Two-Pair habe bestehen Gewinnchancen, aber der gegner kann trotzdem Full house, Flush usw. haben und mich damit überbieten und wenn der finanzielle Einsatz so hoch ist, wie bei Klimawandelfolgen, sollte man sich schon überlegen, wie weit man mit seinbem Two-Pair bietet und Otto Normal kann da nicht mitdenklen, Otto Normal legt auch 10 mille in die Schale, wenn das der einzige Weg ist, sich nicht verändern zu brauchen.
 
@MountWalker

Global Dimming ist ein interessantes Phänomen und wird wissenschaftlich durchaus behandelt. Über Ursachen, weshalb dieses Phänomen nicht öffentlich diskutiert wird, kann man nur Mutmassen. Die Temperatur-Zunahme in Amerika nach der Flugsperre von 9/11 ist zwar tatsächlich ein Anhaltspunkt für ein weitaus grösseres Global Dimming als bisher angenommen, wirklich wissenschaftlich abgehandelt wurde es allerdings nicht. Und so bleibt die Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs zwar wahrscheinlich, es könnte sich aber auch um eine zufällige Korrelation handeln.

Wie dem auch sei, einige weitere Recherchen zeigt auf, dass der Urban Heat Island Effect durchaus mehr Beachten verdient. Nicht nur die Studie von LaDochy belegt dies, auch andere Wissenschaftler konnten Ähnliches auf dem ganzen Globus feststellen.

Aus: Gonzalez, J.E., Luvall, J.C., Rickman, D., Comarazamy, D., Picon, A., Harmsen, E., Parsiani, H., Vasquez, R.E., Ramirez, N., Williams, R. and Waide, R.W. (2005). Urban heat islands developing in coastal tropical cities. EOS, American Geophysical Union, 86, 397-403:
"A recent climatological analysis of the surface temperature of the city has revealed that the local temperature has been increasing over the neighboring vegetated areas at a rate of 0.06 C per year for the past 30 years.”

Aus: De Laat, A.T.J. and Maurellis, A.N. (2004). Industrial CO2 emissions as a proxy for anthropogenic influence on lower tropospheric temperature trends. Geophysical Research Letters, 31, 1029:
"The 'real' global mean surface temperature trend is very likely to be considerably smaller than the temperature trend in the CRU data."

Für Shanghai wird in einer Studie festgestellt, dass die Erwärmung in der Stadt 0.5°C pro Dekade beträgt. Die Erwärmung beträgt damit ungleich mehr, als sie eigentlich durchschnittlich betragen sollte. Dies sei auf den erhöhten Energie-Konsum sowie auf die wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen.

Aus: Chen, L., Zhu, W., Zhou, X. and Zhou, Z. (2003). Characteristics of the heat island effect in Shanghai and its possible mechanism. Advances in Atmospheric Sciences, 20, 991-1001.

Weitere Studien (schon einmal erwähnt) die Shanghai betreffen, stellen einen UHIE fest:

Aus: Zhou, L., Dickinson, R.E., Tian, Y., Fang, J., Li, Q., Kaufmann, R.K., Tucker, C.J. and Myneni, R.B. 2004. Evidence for a significant urbanization effect on climate in China. Proceedings of the National Academy of Sciences, 101, 9540-9544:
"Estimated warming of mean surface temperature of 0.05 C per decade attributable to urbanization."

In Mexiko wurde die Temperatur-Entwicklung von sieben grossen Städten mit derjenigen, von sieben mittel-grossen Städten verglichen. In den grossen Städten wurde eine Erwärmung pro Dekade von 0.57°C gemessen, während in den mittel-grossen nur ein Trend von + 0.37°C pro Dekade festgestellt werden konnte.

Aus: Jáuregui, E. (2005). Possible impact of urbanization on the thermal climate of some large cities in Mexico. Atmosfera, 18, 249-252.

Auch Hinkel et al. stellten fest, dass die "Stadt" Barrow in Alaska einen erheblichen Einfluss auf die Temperatur hat. Obwohl die "Stadt" nur 4600 Einwohner verzeichnen kann, ist sie (im Winter) 2.2°C wärmer als die rurale Umgebung.

Aus: Hinkel, K.M., Nelson, F.E., Klene, A.E. and Bell, J.H. (2003). The urban heat island in winter at Barrow, Alaska. International Journal of Climatology, 23, 1889-1905.

Ähnliches ist in Houston - vorallem in der Nacht - zu beobachten:

Aus: Streutker, D.R. (2003). Satellite-measured growth of the urban heat island of Houston, Texas. Remote Sensing of Environment, 85, 282-289:
"Over the course of 12 years, between 1987 and 1999, the mean nighttime surface temperature heat island of Houston increased 0.82 ± 0.10°C."

Und auch für Tibet gilt Ähnliches. Frauenfeld et al. stellten für die zivilisierten Regionen des Hochplateaus eine Erwärmung von 0.16°C/Dekade fest, während für das gesamte Netzwerk an Stationen kein Trend festgestellt werden konnte:

"No trends are evident in the ERA-40 data for the plateau as a whole."

Aus: Frauenfeld, O.W., Zhang, T. and Serreze, M.C. (2005). Climate change and variability using European Centre for Medium-Range Weather Forecasts re-analysis (ERA-40) temperatures on the Tibetan Plateau. Journal of Geophysical Research, 110, 1029.
 
HappyMutant schrieb:
Die Stiftung ist verlinkt. Ansonsten hast du Ted erwähnt (Check!), IPCC (Check!), ein Haufen Wissenschaftler (Check!) und keine konkreten Äußerungen wie die Beeinflussung aussieht (Check!). Also ich hab alles. Nichtmal die Vorwürfe die du machst stimmen und auch die habe ich widerlegt bzw konkrete Fakten gefordert. Sehe keine Grund hier noch zu diskutieren.

Übrigens wäre ich vorsichtig mit dem "Einzigen, der...". Bisher warst du hier ja alleine auf weiter Flur. ;)

konkrete FAKTEN :

anteil co2 an der atmosphäre : 0,04 %

5 % davon von menschen verursacht .

summa summarum : 0,002 % an der atmosphäre ist co2 durch menschen verursacht.

und 0,002 % sollen einen klimawandel auslösen ? alles klar , das ist ja auch eine menge *ironie off*

wohl eher eine machenschaft der regierungen um diverse gesetze durchzubringen , und den preis für treibstoff erhöhen zu können und und und und und und ! wir lassen uns nur verarschen!
 
@Der Daedalus
Stimme dir voll und ganz zu was die CO² Fakten angeht, allein die gesteigerte Sonnenaktivität ist hierfür verantwortlich, sie schwankt, aber jetzt Weltunterangsscenarien zu veranstalten ist daher nur Panikmache, bzw. billige Umwelt- bzw. eher Ressourcenpolitik.
Habe mir nicht alle Aussagen angeschaut, dafür sind es bereits zu viele geworden, falls dies schon so oder ähnlich verfasst wurde, sorry.
 
Blöde Sache, dass die Durchschnittstemperaturen sich in den letzen Jahren jeweils überboten haben, obwohl die Sonnenaktivität zurückging, was ich hier schon schrieb. http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Solar-cycle-data-German.png

Aha eine Machenschaft der Regierung also. Und was genau hat die nun davon? Verkauft die neuerdings Treibstoff? Das Geld wäre wohl im Konsumsektor besser und effizienter aufgehoben, als im Energiebereich. Im übrigen behält der Staat die Steuern nicht für sich... Und das der Rohölpreis sich in letzten Monaten bzw. prinzipiell Jahren dramatisch nach oben entwickelt hat, muss natürlich noch irgendwie mit der Verschwörung verknüpft werden.

Wisst ihr, das mit den Fakten fing schon ganz gut an, aber dann kommt wieder so eine Schlussfolgerung. Einmal nicht nachgedacht, peng, schon was völlig unbegründetes erzählt. Wenn man solche Vorwürfe bringt, wär es doch wohl angebracht, das es wenigstens so auszuführen, dass eine halbwegs logische Argumentation bei rauskommt. Sonst kann ich mich hier hinstellen und sagen: Weil du die Erhöhung der Durchschnittstemperaturen nicht erklären kannst, wirst du von der Öllobby bezahlt. Ist zwar Quatsch, aber wen juckt das schon.

Und nun erkläre mir trotzdem mal einer, was die, erdgeschichtlich rasante, globale Erwärmung nun verursacht. Also CO2 isses nicht. Sonnenaktivität auch eher nicht. Pech? Unvermögen? Schicksal?
 
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Wer hier mit Wikipedia Argumentiert kann auch gleich den Axel Springer Verlag bemühen.
Wenn du, HappyMutant, schon etwas wiederlegen willst dann bringe bitte Fakten.
Wenn du tatsächlich glaubst dass ein Sonnen - Aktivitätszyklus 11 Jahre dauert, dann mal gute Nacht.
Damit kann man vielleicht 10 jährige beeinflussen, aber zum arumentieren reichen keine selbstgemalten Bilder, das macht einem ja schon wütend.
Fakten kommen aus der Wissenschaft und nicht vom Stammtisch. Das was du dort aufzeigst ist ein miniausschnitt über die Anzahl der Sonnenflecken, das wäre so als würde man die Aktivität eines Mitarbeiters in seiner Pause als Kündigungsgrund heranziehen und die in der Arbeitszeit erzielten Werte gar nicht gelten lassen.
Jetzt muss ich erstmal zur Arbeit, den Rest lege ich heute abend nach.
 
Bitte wie, ich glaub ich hab ich grad verhört? Warum sollten die Fakten weniger relevant sein, als die, die du nicht mal nennst. Diese Kurven basieren auf 4 unterschiedlichen Datenquellen. Die werden auch genannt. Die hat sich nicht einfach jemand aus den Finger gesogen. Diese Art Diskussion brauchen wir bitte erst gar nicht anfangen. Ich mache deine Quellen auch nicht schlecht. Zumal diese Daten erstmal absolut frei von jeglicher Interpretation sind. Die legst du da rein und ich da rein.

Und wenn du eh auf der Wikipedia-Seite gerade mal nach unten zu den Quellen scrollst, siehst du noch mehr Aktivitätskurven. Und trotzdem erklärt es nicht die höheren Durchschnittstemperaturen, obwohl die Sonnenaktivität sinkt oder zumindest in den letzten Jahren in den jeweiligen Höhepunkten konstant ist. Schau dir doch mal deine Seite genau an. Die sagt nichts anderes als die Grafik die ich angab. Wenn natürlich eine Grafik mehrere hundert oder tausend Jahre abdeckt, dann sind die Feinheiten natürlich nicht so sichtbar. Dennoch sind sie deswegen nicht existent.

Und niemand bestreitet, dass die Sonnenaktivität einen Einfluss hat, auch nicht das wir uns eher in einer Warmphase befinden. Aber obwohl die Sonnenaktivität derzeit relativ konstant ist, steigen die Durchschnittstemperaturen trotzdem weiter im Verhältnis stark an. Wenn, wie die dritte Grafik auf der von dir verlinkten Seite angibt, wirklich schon 1950 die relative Sonnenfleckenzahl am größten war, warum soll das nicht relevant sein, für die Beurteilung der Durchschnittstemperaturen. Die Maxima sinken laut dieser Grafik.

Und trotz allem empfehle ich dir mal den Wikipedia-Artikel. Selbst wenn du das für erfunden hältst: http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erwärmung Bloß weil es dir nicht passt, ist es nicht alles gleich erfunden, die Klimaforscher korrupt und das ganze eine riesen Verschwörung. Es gibt selbst verständlich unterschiedliche Ansätze, aber es ist ehrlich unnötig die anderen Erkenntnisse, die eben den Teil erklären, denn die Sonnenaktivität nicht alleine kann, einfach wegzuwischen.
 
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Ich finde es immer wieder interessant, wie regsam die Menschheit reagiert, wenn sie in der trüben Suppe fischt.
Keiner von beiden Lagern Befürworter- und Gegner des vom Menschen gemachten Klimawandels haben Recht oder lügen.
Es wird in allen Lagern nur an der Oberfläche gekrazt, Teilbereiche eingeblendet und dann werden Vermutungen aufgestellt.
Der Mensch ist mit all den ihm heute technisch zur Verfügung stehenden Mitteln noch nicht mal in der Lage, das Wetter der nächsten Tage vorherzusagen, maßt sich aber gleichzeitig an, die wirklich komplizierten und nicht nur globalen, sondern universellen Zusammenhänge des Weltklimas dingfest machen zu können?

War es nicht so, dass die Politik nach dem Jahrhundertwinter 78/79 eine neue Eiszeit vorhergesagt hat und nach Methoden forschte, das Klima künstlich zu erwärmen?
Haben das alle schon wieder vergessen?
Wer sagt, dass die Methoden, die Wissenschaftler anwenden, um Temparaturschwankungen von vor tausenden von Jahren zu bestimmen, wirklich zuverlässig sind?


Nehmen wir mal an, ich bin im Mittelalter und will mit scharlatanerie Geld machen. Ich gehe nach einer Seuche im auf den Markt und verkaufe Wunderpillen, die einen vor der Seuche schützen sollen. Dazu sage ich gleichzeitig, dass das Medikament leider nicht bei allen anschlägt.

Es wird zwei Lager von Menschen geben.
Die einen nehmen aufgrund der Behauptung des Scharlatans die Pillen, denn schaden kanns ja nicht.
Bei erneutem Eintreten der Seuche fühlen sie sich bestätigt, da tatsächlich ein Teil der Menschen, die die Pille genommen haben, überlebt hat. Der Teil der trotz Pilleneinnahme starb, fällt unter "Medikamant hat nicht angschlagen".
Aus dieser Situation heraus ist es unmöglich den Beweis zu führen, dass die Pillenschlucker auch bei Nichteinnahme des vermeindlichen Medikamentes überlebt hätten.
Um die ruinöse Investition und ihre Taten zu verteidigen werden Sie schwören, dass ihr Überleben nur den Pillen zu verdanken war.

Dann gibt es die zweite Gruppe. Nennen wir sie Skeptiker.
Die tun von Anfang an alles als Humbug ab. Vertreiben den Scharlatan.
Was ist nun, wenn der Scharlatan durch einen blöden Zufall doch ein wirksames Mittel angeboten hätte?
Es hätte sich vielleicht im Verlauf der nächsten Seuche herausgestellt, dass der Quacksalber doch keiner war?
Auch hier aber letztendlich kein Beweis zu führen und die Skeptiker fühlen sich bestätigt.

Jetzt frage ich Euch: Welche Position ist die Richtige?
Richtig!Beide, oder keine!


Trotz ständig und immer schneller steigender Erkenntnisse erhöht sich die Anzahl der offenen Fragen in der Physik unablässig.
Von Wissen kann aufgrund des im Grunde unbedeutenden Staubkorns des Universums, welches man tatsächlich kennt, eigentlich nicht ernsthaft die Rede sein.

Erschwerend kommt hinzu, dass dieses Thema nicht mehr vernünftig diskutiert werden kann, da:
-es schon als Wahlkampfthema mehrfach missbraucht wurde
-sich fast schon als religiös zu bezeichnende Gruppen zu diesen Positionen eine unverrückbare Meinung gebildet haben
-die Medien sich mit ihrer unendlichen Vereinfachung und Unkenntnis dieses Themas bereits in verzerrender Art und Weise angenommen haben
-jeder das Klima um sich herum hat und deswegen für sich beansprucht, Experte zu sein

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass die Kenntnis bezüglich der globalen und universalen Zusammenhänge des Klimas in den Kinderschuhen steckt und die Menschheit derzeit auf Biegen und Brechen auf Basis dieser (Un)-kenntnis Schlüsse ziehen will.
Die Menschheit verfällt in Aktionismus, damit sie sich selbst das Gefühl geben kann, die Lage unter "Kontrolle" zu haben, für alles verantwortlich zu sein und alles beherrschen zu können.
Dass da zu 99% Schmarrn rauskommt müsste jedem klar sein.

My 2 cents
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumal er sich malö fragen sollte, warum der überwältigende Wissenschfatlerfachkreis, den er hinter den "Klimakritikern" vermutet, im Wikipedia-Artikel so wenig Rolle spielt. Auf Wikipedia ist niemand von der Diskussion ausgeschlossen, eben nicht nur jeder Idiot, sondern auch jeder Wissenschaftler der Welt darf mitschreiben - eine objektivere Quelle als Wikipedia kann es daher imho unmöglich geben - Fachzeitschriften schildern bspw. die Meinung eines Redakteurs.

Sowas mit der Bildzeitung zu vergleichen ist ziemlich unsachgemäß.
 
@ ZeroZerp :daumen:

Im Grunde geht es darum, nach den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, unserer Erfahrung und unserer Logik aus den Ereignissen Schlüsse zu ziehen!
Dass dieses Schlüsse nicht zwangsläufig richtig sein müssen, sondern nur mehr oder weniger wahrscheinlich sind, haben aber leider noch nicht so viele Begriffen!
Es gibt bis jetzt noch keine absolute Aussage. Von daher ist eine totale Ablehnung einer dieser Theorien, einfach nur lächerlich und zeugt von sehr, sehr wenig Verständnis dieser Person!
Man kann sowohl die Argumente für den anthropogenen Klimawandel als auch die Gegenargumente in der Luft zerreißen, wenn man will. Es gilt hier eben herauszufinden, welche Theorie logischer/wahrscheinlicher ist!
 
Moinsen,

Seppuku schrieb:
Es gibt bis jetzt noch keine absolute Aussage.

Das ist sicher richtig und auch die Aussage von.....

ZeroZerp schrieb:
Jetzt frage ich Euch: Welche Position ist die Richtige?
Richtig!Beide, oder keine!

Das Problem ist nur, wenn die Menschheit denn endlich Gewissheit hat, das der CO2 Ausstoss mit verantwortlich für die Klimaerwärmung ist,
dann ist es definitiv zu spät, um noch erfolgreich gegenzusteuern und der Point of no Return ist überschritten.
Warum?
Das Weltklima ist ein nichtlineares System, was das bedeutet kann jeder herausfinden, wenn er unter dem Begriff googelt.

Es spricht also nicht dagegen, rechtzeitig gegenzusteuern, wenn sich die Wahrscheinlichkeiten für einen *anthropogenen Klimawandel * erhärten.
Cerberus
 
@cerberus
Damit baut man aber eine "Wahrscheinlichkeit, wie man dem ganzen begegnen könnte" auf die "Wahrscheinlichkeit eines anthropogenen Klimawandels" auf.
Ist das alles nicht ein bißchen zu sehr "wahrscheinlich".

Trifft nicht da nicht mein vergleich mit den Scharlatanen und den Pilleneinnehmern?

Zitat:
Das Problem ist nur, wenn die Menschheit denn endlich Gewissheit hat, das der CO2 Ausstoss mit verantwortlich für die Klimaerwärmung ist,
dann ist es definitiv zu spät, um noch erfolgreich gegenzusteuern und der Point of no Return ist überschritten.

Das ist doch auch eine reine Mutmaßung Deinerseits. Wann ist "definitiv zu spät", wenn die Wissenschaft das Klima nicht bestimmen kann.
Steuert man wirklich erfolgreich entgegen? Mit welcher Maßnahme? Lt. diversen Wissenschaftlern und Politikern ist es bereits jetzt schon zu spät.
Werden wir durch erhebliche Gegenmaßnahmen dann nur ein bißchen überschwemmt?
Wer sagt mir, dass wir aufgrund unserer Unkenntniss den Effekt durch einseitige, überhastete Maßnahmen nicht noch extrem verstärken?
Wer sagt mir, dass wir nicht genau dadurch das Klima aus den Angeln heben?

Wer sagt mir, dass das in die Atmosphäre entlassene CO2 nicht wichtig für die Neutralisierung bzw. Kompensation eines anderen in die Atmosphäre entweichenden Gases, oder geänderten Einflüssen aus dem Kosmos ist?

Was zumindest für den gesunden Menschenverstand wahrscheinlich ist, ist, dass der Mensch die Hosen zu weit unten hat, als dass er innerhalb von 25 Jahren das Weltklima zerstören könnte (das ist nunmal die Zeitspanne, in der wir uns bewegen, wenn wir Experten/Politik einesteils von neuer Eiszeit und zuletzt vom Supergau der Klimaerwärmung reden hören).
Die Erde und die Umgebung ist ein lebendiges Ökosystem und besitzt somit "Abwehrkräfte" und "Kompensationsstellschrauben" um dem entgegenzuwirken.

Ich plädiere dafür, nicht überhastet zu handeln.
Wenn sich selbst namhafte Experten um dieses Thema streiten und jeweils jedes Argument der Gegenseite ohne Schwierigkeiten widerlegen können, dann ist wohl klar, dass wir es eben noch nicht mal mit "Wahrscheinlichkeiten" zu tun haben, sondern mit Theorien oder Mutmaßungen.

In den heutigen Zeiten wird leider übergreifend ein "schnell handeln" mit "richtig handeln" gleichgesetzt, um wie in meinem vorgehenden Statement schon geschrieben, ein Gefühl der Kontrolle oder der Möglichkeit der Einflussnahme zu erlangen.
Die oft negativen Konsequenzen müssen oftmals mit großen Anstrengungen entweder unter den Tisch gekehrt, oder wieder gerade gebogen werden.

Aber wie das Thema bereits impliziert. Es handelt sich bei dem ganzen Trara in Presse und Politik nicht um ein ernsthaft zu betrachtendes, wissenschaftliches Thema mehr, sondern um ein Politikum mit dem Stimmungsmache betrieben wird, wirtschftliche Entscheidungen und damit Wettbewerbsbedingungen geändert werden und und und....

Das kann für niemanden gut sein....
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Cerberus

Ich meinte mit meinem Post nicht, dass man nichts tun soll! Im Gegenteil!
Mir geht es nur auf die Nerven, wie voreingenommen hier diskutiert wird


@ ZeroZerp

Hab anscheinend deinen letzten Abschnitt überlesen.
Es geht in Naturwissenschaften immer nur um Wahrscheinlichkeiten und Theorien! Aber sollte man deshalb z.B. die Medizinische Forschung einstellen?
Bei der Entwicklung eines neuen Psychopharmaka werden auch nur Theorien über den genauen Wirkmechanismus aufgestellt und diese dann an Hand von Tests zu bestätigen versucht. Sind starke Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich und der erwünschte Effekt sehr wahrscheinlich, wird es auf den Markt gebracht (und du würdest überrascht sein, wie groß/klein diese Wahrscheinlichkeiten sein können. (das ist jetzt wirklich sehr vereinfacht ausgedrückt!!)
Wenn man hier nicht den von dir angesprochenen übertriebenen Aktionismus an den Tag legen würde, sondern auf die wirkliche Erkenntnis warten würde, dann hätte man in diesem Bereich (und in vielen anderen) so gut wie noch keine Medikamente.

Und so ist es auch hier:
Man stellt auf Grund von Beobachtungen Theorien auf und versucht diese durch andere Beobachtungen oder Tests in Labor zu bestätigen.
Wenn eine Theorie als sehr wahrscheinlich und wenig widersprüchlich erscheint, dann versucht man eben etwas zu tun. Das war so und wird auch immer so bleiben!
Von daher ist es in den Naturwissenschaften niemals möglich auf die totale Erkenntnis zu warten, weil es diese niemals geben wird!
 
ZeroZerp
du hast natürlich recht, auch ich bewege mich auf der Ebene der "Mutmaßungen".
Was bleibt mir übrig, das Thema ist derart Komplex und für mich als Laie sowieso, sodaß ich von *Erkenntnis* gar nicht sprechen will.

"Ich weiß, das ich nichts weiß!":D

Stellt sich die Frage, was bleibt zu tun.
Abwarten, bis letzte Erkenntisse und Fakten vorhanden sind und wir ein bischen mehr *überschwemmt* ;) werden, was ja nur ein Szenario ist.
Oder, unaufgeregt weiterforschen und dosiert Gegensteuern, wobei ich mir das bei diesem emotional besetzten Thema nicht vorstellen kann.

dass der Mensch die Hosen zu weit unten hat, als dass er innerhalb von 25 Jahren das Weltklima zerstören könnte ....
Das hast du wohl Recht und dieser Planet hat schon ganz andere Katastrophen gesehen und überstanden, als den jetzigen Homo sapiens sapiens.;)
Cerberus
 
Zuletzt bearbeitet:
@cerberus
Abwarten, bis letzte Erkenntisse und Fakten vorhanden sind und wir ein bischen mehr *überschwemmt* werden, was ja nur ein Szenario ist.
Oder, unaufgeregt weiterforschen und dosiert Gegensteuern, wobei ich mir das bei diesem emotional besetzten Thema nicht vorstellen kann.


Da hast Du den Springenden Punkt getroffen! Dieses Thema wird in vielfacher Hinsicht missbraucht und dadurch unter anderem emotional besetzt.
Das DARF aber bei so einem wichtigen Thema nicht sein!
Die Politik, die Medien und die Stammtische verhalten sich bezüglich dieses Themas wie im Affenstall.
Man tut so, als ob man durch freigesetzte Gelder für Forschung etc. fundierte Erkenntnisse über das Thema erlangen könne.
Dafür ist es aber (fast) zu spät, da natürlich auch Institute, Wissenschaftler, Umweltorganisationen etc. einen Teil des Geldes haben wollen..

Dadurch werden Publikationen, die dem Geldgeber oder des eigenen Beschäftigungszweiges freundlich gesinnt sind, in hohem Maße gefördert!

Um eine Beispiel zu nennen, wie das Thema jetzt schon realpolitisch auf absurde Art und Weise missbraucht wird:
Die künftigen Emissionsgrenzwerte von Autos innerhalb der EU, die in einem erheblichem Wettbewerbsnachteil und Innovationsdruck deutscher Automobilhersteller gipfelt.

Deswegen sollte man die nächsten Schritte sehr sorgsam und umsichtig wählen und nicht dem puren Aktionismus verfallen!
 
@HappyMutant
Blöde Sache, dass die Durchschnittstemperaturen sich in den letzen Jahren jeweils überboten haben, obwohl die Sonnenaktivität zurückging, was ich hier schon schrieb.
Wenn man nur das Sichtbare Licht in betracht zieht, klar. Es ist ja auch für das Klima nicht so relevant. Siehe hier.
Aha eine Machenschaft der Regierung also.....- ganzer Absatz!
Natürlich ist die CO2 - Behauptung der Bundesregierung reine Ressourcenpolitik, aber erklähre mir mal deinen "Verschwöhrungstheorie - Tick", was soll da als Verschwöhrung gelten gemacht werden?
Wir haben halt keine Ressourcen, dadurch wird versucht, das Konsumverhalten auf die wirtschaftlichen Bereiche der Energiegewinnung, wo wir stark sind - "Alternative Energien", umzulenken.
Das ist für alle gut, der Wirtschaft und den Konsumenten, aber was daran ist Verschwörung?
Und nun erkläre mir trotzdem mal einer, was die, erdgeschichtlich rasante, globale Erwärmung nun verursacht. Also CO2 isses nicht. Sonnenaktivität auch eher nicht. Pech? Unvermögen? Schicksal?
100% kann das keiner, aber der Zusammenhang Sonnenaktivität plus Wasserdampf ist unumstritten, das weitere Faktoren eine Rolle spielen wie Verhalten der Menschen (Abholzung, Ackerflächen, Bebauung, etc.) oder im sehr geringen Masse auch CO2, Methan, Fluoroform (hat z.B. die 10000 fache Wirkung von CO2), Stickoxide, FCKW (Ozoneloch-scheinbar schon wieder vergessen) u.s.w..

Zum Thema Wikipedia ein Hinweis der Technischen Universität Berlin. Ich will Wikipedia nicht als "Lügnerseite" darstellen, aber mehr als gute Begrifferklährung hat sie zu diesem Thema einfach nicht zu bieten.
Und niemand bestreitet, dass die Sonnenaktivität einen Einfluss hat, ......
Hast du aber mit dem Satz:
Und nun erkläre mir trotzdem mal einer, was die, erdgeschichtlich rasante, globale Erwärmung nun verursacht. Also CO2 isses nicht. Sonnenaktivität auch eher nicht. Pech? Unvermögen? Schicksal?
bereits getan, genauso wie im ersten Zitat oben.

Bitte wie, ich glaub ich hab ich grad verhört? Warum sollten die Fakten weniger relevant sein, als die, die du nicht mal nennst.
Lese jetzt endlich mal die Seiten, samt allen Links von dem Link "Fakten" in #509, da wirst du einiges zu lesen und verstehen haben, danach lies wieder meine "Verschwöhrungsbehauptung". Nur kleffen zählt nicht, leeeesen!
 
Um die Menge CO2, die wir durch fossile Brennstoffe in die Troposphäre geblasen haben, allein durch Waldholz in die Luft zu blasen, hätte das radikale Abholzen sämtlicher auf der erde wachsender bäumke nicht gereicht - vor diesem Hintergrund noch so zu tun, als wäre die menschliche Einflussnahme verglichen mit natürlichen Prozessoren klein, halte ich für sehr fragwürdig.

Was ein Point of no Return bei Klimaerwärmung bedeutet, kannst du dir in der Erdgeschichte am Ende des Perm anschauen. Es geht dabei dann nicht mehr um die Überschwemmungen der Küstenstreifen, sondern um die Frage ob drei viertel aller irdischen Arten aussterben oder nicht.

Womit ich auch in einem Punkt den sogenannten "Klima""kritikern""" (eigentlich ist Kritiker in dem Zusammenhang ein Unwort, denn kritiker ist jeder) recht gebe: ja, soetwas hat es auf der Erde schon gegeben, das leben als solches hat sowas auch überlebt, aber mit einem ungeheuren Artensterben. Welche Hungersnöte für 7 Milliarden Menschen durch eine solche Umwälzung ausgelöst würden, lässt sich schwer abschätzen, aber da kann ungeheures auf die Volkswirtschaften zukommen. der zusammenbruch der Zivilisation eingeschlossen, gabs in der menschheitsgeschichte ja auch hin und wieder. (Motsche, Maya, Ägypter, Grieschen, Rom ...)
 
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