Miuwa schrieb:
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Meine Frage läuft darauf hinaus: Was wäre für dich eine Lösung, die ohne Einschränkungen auskommt, und wo du dir trotz durchlaufender Pandemie einigermaßen sicher sein kannst, dass zumindest der Großteil der (geimpften) Bevölkerung nicht noch viel schlimmere Einschränkungen fürchten muss als jetzt?
Alle Einschränkungen kommen ja von der Politik, nicht vom Virus. Das Virus schließt keine Restaurants, verhängt keine Lockdowns und sperrt auch niemanden in Quarantäne.
Wenn man jetzt alles aufhebt, dann würde einfach nur folgendes passieren: Ein paar zehntausend Leute, die sich gegen die Impfung entschieden haben, sterben an der Krankheit. Finde ich nicht schlimm.
Die Argumentation "Leute, die sich nicht impfen lassen können" läuft ins Leere, weil das zum einen nur sehr wenige Leute sind (
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Allgemeines.html), zum anderen, weil auch die sich früher oder später ohnehin infizieren werden. Sollen wir jetzt für immer Einschränkungen haben, um diese Leute zu schützen?
Und an alle, die glauben, das Virus würde irgendwann verschwinden - auch das RKI sagt, dass die Herdenimmunität niemals kommen wird:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...l-covid-2021-09-22.pdf?__blob=publicationFile
Dass "Schließen der Impflücke" funktioniert, ist auch abwegig: Zum einen, weil selbst mit der Impfpflicht (mit der ich fest rechne, in wenigen Monaten) immer noch ein harter Kern von ca. 10% Impfverweigerern die Impfung nicht nehmen wird. Dazu kommen Kinder (unter 5 sind ca. 5% der Bevölkerung, 6-11 ca. 6%, 12-17 ca. 5%), wo die Impfrate sicher niedriger bleiben wird, besonders wenn die Impfpflicht für sie nicht gilt.
Das Hauptproblem ist aber, dass die Impfwirkung nach 6 Monaten nachlässt und auch bspw. der Biontech-Vorsitzende damit rechnet, dass man jedes Jahr eine (oder zwei) neue Impfungen brauchen wird.
Da aber Auffrischungsimpfungen niemals die gleiche Rate wie Erst- und Zweitimpfungen erreichen können, wird die effektive Impfrate sogar eher absinken als steigen.
Wobei die Argumentation, man brauche jetzt Einschränkungen, weil nicht genug Leute geimpft seien, die Frage aufwirft: Wieso gibt es dann Einschränkungen für Geimpfte? Solidarität mit Ungeimpften? Leute, die den Schutz durch die Impfung abgelehnt haben, wieso sollte man mit den solidarisch sein?