Mustis schrieb:
Was ist nur daraus geworden, dass Firmen, Selbstständige und Künstler und jeder Haushalt eigentlich einen Notgroschen haben sollte? Wie kann es sein, dass nach Geld geschrien wird, obwohl ganz konkret jetzt eigentlich kaum Ausfall sein kann? Wie kann es sein, dass soviele direkt zu Beginn einer solche Krise quasi instant illiquide sind?
Verwundert mich kaum. Es gibt sehr sehr viele Menschen, gerade auch, aber nicht nur, in kreativen Berufen, die „von der Hand in den Mund“ leben. Dank des (globalen) Wettbewerbsdrucks und geiziger Kunden (die immer für möglichst wenig besonders viel Leistung wollen) ist das schon seit Jahren so. Gilt auch für kleine Versender z.B., bei einem Lockdown ist da einfach Schicht im Schacht. Notgroschen, die länger das überleben sichern, gibt es eher selten in den „freien Berufen“ würde ich mal behaupten.
Die abhängig und festangestellten Beschäftigten sind gerade fein raus, alle anderen gekniffen.
Handwerker, „selbständige“ Paketzusteller, Gastronomie-Betreiber, Musiker ohne Festanstellung (wer hat die schon), DJs, freiberuflich Unterrichtende, Heilberufe (wie fast alle Heilpraktiker, Physiotherapeuten, etc.), Tätowierer, Ton und Lichttechniker, Schaustellergewerbe, Autoren, Verlage, Schauspieler, Zeitarbeiter(Gastro und sonstwo), (...), etc.. Nicht abschliessende Liste, gibt noch jede Menge mehr.