Creative Soundblaster Z und Bayerdynamic 880 Pro

Dominik20

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Hallo,
ich bin im Moment auf der Suche nach einem neuen Kopfhörer, aktuell nutze ich einen Bose AE2I den ich allerdings zum Zoken eher ungeeignet finde.
Ich habe mir ein paar Berichte durchgelesen und bin auf den Bayerdynamic 880 Pro gestoßen der laut Testberichten wohl ziemliche Referenz sein soll, allerdings bin ich mir unsicher welche Impedanz zu mir passt.

Ich nutze eine Creative Soundblaster Z Karte und bin mir nicht sicher ob diese einen Kopfhörerverstärker hat und ob ich die 600 Ohm Variante des 880 Pro überhaupt nutzen kann (und ob diese im Vergleich zur 250 Ohm Variante nennenswerte Vorteile bringt)
Der Preisunterschied zwischen 250 und 600 Ohm liegen immerhin bei 40 € und ich bin mir nicht sicher ob sich die 600 überhaupt lohnt oder ob ich im Nachhinein eher Probleme durch die hohe Impedanz haben werden.
 
Laut Creative Webseite hat auch die Soundblaster Z einen Kopfhörerverstärker bis 600 Ohm und zwar den Maxim MAX97220.
 
Zuletzt bearbeitet:
hier mal ein netter Auszug von Beyerdynamic selbst ;)

Je höher die Impedanz, desto mehr Leistung ist nötig um einen guten Pegel aus dem Kopfhörer zu bekommen:

32 oder 80 Ohm = mobiler Einsatz am Laptop, MP3 Player, portable Recorder usw.

250 Ohm und höher = für feste Installationen, Kopfhörerverstärker usw.

Hintergrund:

Eine Impedanz von 0 Ohm wäre ein Kurzschluss des Kopfhörerausgangs, wobei dieser viel Strom liefern müsste, sich dabei stark erhitzt und entweder abschaltet oder stirbt. Das andere Extrem wäre eine unendlich hohe Impedanz (gebrochenes Kabel oder Draht), dann fließt gar kein Strom mehr, allerdings kommt dann auch kein Audiosignal mehr an - Kopfhörerimpedanzen müssen daher irgendwo dazwischen liegen.

Oftmals ist es so, dass Kopfhörer mit niedriger Impedanz für den Anschluss an tragbare Geräte entwickelt wurden. Diese arbeiten intern meist mit einer relativ niedrigen Spannung erzeugt von Batterien oder Akkus. Diese Betriebsspannung begrenzt gleichzeitig die maximale Ausgangsspannung am Kopfhörerausgang. Ein niederohmiger Kopfhörer kann daher an einer niedrigen Ausgangsspannung eventuell lauter betrieben werden.

Warum gibt es dann aber nicht nur niederohmige Kopfhörer?

Dieser Erklärung bedarf einer etwas längeren Erklärung: die impedanzbestimmende Schwingspule (beim dynamischen Kopfhörer) besteht aus aufgewickeltem, zur Isolation lackiertem Kupferdraht.

Dieser Kupferdraht ist auf dem weltweiten Drahtmarkt zwar in nahezu jeder gewünschten Länge, nicht aber in jeder Dicke erhältlich (dünnerer Draht hat einen höheren Widerstand als dickerer Draht, es „passt halt weniger durch“). Das Magnetfeld, das eine Spule beim Anlegen des Audiosignals erzeugen soll, ist unter anderem von der Anzahl der Windungen abhängig. Das führt dazu, dass für ein niederohmiges Wandlersystem relativ dicker (und damit auch schwerer) Draht notwendig ist. Da auch die eigentliche Membranfolie nicht unendlich leicht sein kann, ist die bewegte Masse (also das Gewicht von Membran und Schwingspule, die sich vor und zurück bewegen) relativ hoch. Es dürfte nun klar sein, dass eine höhere Masse einem komplexen Audiosignal weniger präzise folgen kann als eine geringere. Diese geringere Masse lässt sich aber prima mit dünnerem (und damit leichterem) Draht erreichen, allerdings wird die Schwingspule durch den dünneren Draht hochohmiger.

Das bedeutet, bei ansonsten baugleichen Kopfhörern (z. B. DT 770 Pro mit 80 oder 250 Ohm) klingt die hochohmigere Variante üblicherweise neutraler, ist aber (je nach Kopfhörerverstärker) eventuell etwas leiser.

Ideal zeichnen sich die 80 Ohm-Systeme bei der Verarbeitung von druckvollem, tief-frequentem Material (wie zum Beispiel bei einem E-Bass) aus. Die etwas härtere und dickere Membran des 80 Ohm Systems liefert klare und saubere Bässe auch bei lauten Pegeln.

Das 250 Ohm System klingt – wie schon erwähnt – weicher und etwas gefälliger und ist bei der Anwendung im Gesamtmix der 80 Ohm Variante vorzuziehen.
 
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