... Staatskonstrukte und Auslandseinsätze, ...
Ich spreche einem Staat, so auch dem deutschen, eine gewisse Wehrhaftigkeit nicht ab.
Diskutabel ist m.E. der Sachverhalt, wie man Staat definiert, Interessenlagen sind entscheidend, wie auch der historische Hintergrund von Bündnissen.
Für mich ist Staat ein Herrschaftsinstrument der Herrschenden; wäre es in Deutschland der Souverän, hätte ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Problem resultierende Entscheidungen zu akzeptieren.
Wenn sich einerseits über 70 % der Bevölkerung gegen den Krieg in Afghanistan aussprechen, andererseits die Einsätze durch entsprechende Gremien immer wieder verlängert werden, sich auf Bündnisverpfichtungen berufen wird und Interessenpolitik betrieben wird, dann geht es einfach an demokratischen Grundsätzen vorbei - Demokratie wird zur Farce (!) und die Bundeswehr marschiert auch für andere als Volkes Interessen.
Natürlich äußere ich hier "nur" meine Meinung; nicht selten ist diese konträr zu Bestrebungen der Politik in Deutschland - wen wunderts ? Ich bin Volk, zumindest ein Teil davon, ... nicht selten nicht vertreten von Politik und ohne reale Möglichkeiten der Einflußnahme.
Wohin uns globale oder auch "supranationalen Institutionen" geführt haben, zeigt uns die Lage in der Welt ! ... ich denke die Ausprägung von Problemen auf verschiedensten Ebenen ist Grund genug, sich deutliche Gedanken zu machen.
Ökonomische Defizite wird man auf Dauer nicht durch militärische Interventionen regeln können.
Letztendlich geht es um Verantwortung, um ein gemeinsames Leben auf dieser Welt, welches man nicht durch ein sich zurechtbomben (Vietnam, Irak, Libanon, Afghanistan, Libyen, ...) dieser erreichen kann.
Die "UNO" oder ähnliche Vereine in diesem Zusammenhang ernst zu nehmen, heißt Interessen der sogg. ersten Welt zu favorisieren, die keinesfalls die Interessen der Völker sind - Macht, Einflüß und Profite sind in diesem Zusammenhang treibende Elemente - ich definiere Verantwortung oder auch friedliche Interessen anders, als dies die aktuelle deutsche Politik in Vertretung von Lobbyinteressen macht.
MfG.
PS. Der THW-Ortsverband, die örtliche Feuerwehr oder sonstiges haben m.E. trotz geringer Einsatzzahlen, durchaus auch ihre Berechtigung. Für manche Sachen gilt es einfach vorbereitet zu sein; im Zweifelsfall ist es in kleineren Gemeinden Teil des gesellschaftlichen Lebens.
Aufwand und Nutzen diesbezüglich zu gestalten, sehe ich als verantwortlichen Umgang mit Mitteln verantwortlicher Stellen - das Bestreben "effektiv" zu arbeiten sollte Maßstab sein.