Das Ansehen der Bundeswehr in der Gesellschaft

  • Ersteller Ersteller DonMasterChief
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Die Pointe erklären ?
Einfach mal bei Wikipedia nachschlagen, was eine Pointe ist; dieses ins Verhältnis zu den "Sternchen unserer Medienlandschaft" setzen und schon kann man Schlußfolgerungen bezüglich der erfolgten Verarsche ziehen. Die wohl einzige Steigerungsform, die es noch gegeben hätte wäre, daß Dieter Bohlen den Preis verleiht.

@ Noxiel; Es ist sicher unbestritten, daß unsere ideologische Ausrichtung deutliche Differenzen aufweist. Bei der hier diskutierten Thematik geht es geht es nicht um einem Wissensabgleich in Vorbereitung einer Klausur in Sozialkunde, wo Dokumente der Staatsdoktrien sicher gern gesehen sind und gute Noten garantieren. Es geht darum Position zu beziehen - sicher eine Angelegenheit, die man kaum bei "bpb.de" nachlesen kann. Spätestens jetzt, also in einer gesellschaftlich und ökonomisch angespannten Zeit bedeuten Zweifel nicht unbedingt ein Dagegensein - sie bedeuten ein vorwärtsdenken und anecken sofern man nicht im Glauben an eine heile Welt lebt.

Ich erwähnte bereits, daß ich gegenüber der menschlichen Leistung des Ralf Rönckendorf größten Respekt hege. Der mediale Dreck einer Bambiverleihung trägt den keinesfalls Rechnung.
In keinster Weise hat dies jedoch einen Einfluß darauf, daß die Bundeswehr nichts in Afghanistan zu suchen hat. Daß sich sogg. Demokratien mittlerweile sebst ihre "Freikarten" drucken, um bewaffnete Einsätze und Kriege zu rechtfertigen ist leider Usus geworden; dies allerdings schafft keine Rechtfertigungen.
Ich erspare mir jetzt Quasselstrippe Köhler zu zitieren, er nannte einst Gründe, die recht plausibel sind, allerdings kaum zu legitimieren sind !

MfG.
 
Noch immer ist das deine Sicht der Dinge, die weder global noch in supranationalen Institutionen ähnlich gesehen wird. Es ist nichts gegen deine Meinung zur Lage einzuwenden, wenn du sie nicht zum Fakt erhebst und so falsche Tatsachen schaffst.

Leute mit weniger Wissen zur Thematik könnten so deine Meinung schnell mit der Wahrheit verwechseln und die ist in deinen Aussagen bisher - meiner Ansicht nach - nicht zu finden. Wie gesagt, deine Meinung sei dir gegeben, Irrtümer muß man jedoch aufklären.
 
"deine Meinung sei dir gegeben, Irrtümer muß man jedoch aufklären"

Und was ist jetzt der Irrtum? Und wer ist man? Wenn du schon dabei bist, kläre uns auf!

Die von dir vertretene Meinung ist, dass man keine haben soll, sonst können Leute diese "Meinung schnell mit der Wahrheit verwechseln". Und wo hast du diese Meinung her? Schaffst du nicht vielleicht auch 'Tatsachen'?

Der Hinweis, dass andere andere Meinungen haben, bedeuten erst mal gar nichts und sagt zweitens gar nichts über den Wahrheitsgehalt dieser Meinungen. Da hilft nur (Nach)Denken und vernünftige Argumente formulieren. Das (Nach)Denken bezieht sich immer auf den Gegenstand und nicht auf deinen Gegenüber. Dem willst du gerade den Gegenstand/die Wahrheit näher bringen, deswegen muss du dich mit der Beschaffenheit des Gegenstandes befassen und nicht damit, dass die Welt wegen einer falschen Meinung untergeht. Meinungen und Gedanken sind keine 'Tatsachen'.

Nützlich könnte vielleicht der Hinweis, dass Staaten selbst die sind, die Tatsachen schaffen und zwar durch ihrer Macht, die sie nach Innen und nach Außen ausüben, weiterhelfen. Der Bürger dieser Staaten hat sonst keine andere Wahl, als sich dieser Macht zu unterwerfen, so auch Rönckendorf. Dabei macht er einen folgenschweren Fehler: Er verwechselt sein Interesse, etwas von seinem Leben zu haben, mit dem Interesse des Staates, seine Macht nach Außen auszuüben. Das hat JohnnyBerlin bereits ausgeführt. Du könntest dich vielleicht fragen: Warum hat ein Staat, der eine auf Konkurrenz und Geldvermehrung basierte Wirtschaft pflegt und hegt, ein Interesse seine Gewalt nach Außen gegen andere Staaten einzusetzen? Das würde dich der Antwort näher bringen und ein Paar Irrtümer wegräumen.

Und wenn wir schon dabei sind: Die Staaten brauchen keine Rechtfertigung, sie bestimmen immer selbst, was sie dürfen. Dabei hören sie nur auf ein Argument, die Gewalt - und dafür nehmen sie ihre Bürger in Haft: Für ein Wachstum, von dem das (Finanz)Kapital etwas hat bis zu den Kriegen, die gleiche Zwecke verfolgen, müssen seine Untertanen gerade stehen - mit ihrer Arbeit und gegebenenfalls mit ihrem Leben.
 
Die Absurdität, dieser ganzen Staatskostrukte wird bei den sogenannten "Auslandseinsätzen" deutlich. Jüngst in Lybien geschehen.

Da wird uns von Staatsseite erklärt, dass wir froh sein können; "unsere" soldaten werden sich nicht an dem Einsatz beteiligen.
Dass dort unten Menschen sterben und dann eben "andere" Soldaten aus "anderen" Ländern hingeschickt werden, das soll uns erst mal nicht stören.

Worin besteht denn der Sinn hier zu unterscheiden? Bzw. Woher soll sich der Bürger das Recht heraus nehmen, über das Leben von Soldaten unterschiedliche Bewertungen abzugeben?

Denn nix anderes steckt dahinter; wenn wir mal wieder froh sein sollen, dass "unsere" Soldaten nicht in ein Kriegsgebiet geschickt werden; alles aufgrund unterschiedlicher Staatszugehörigkeiten.

Es ließen sich schon Pros und Contras aus Sicht eines Staates finden:

Contra: Auslandseinsätze kosten Geld
Pro: Man sichert sich Einfluss, und hat bei seinen Verbündeten "was Gut".

Aber da greift wieder das Argument von barista - was hat dieses komische Staatskonstrukt mit mir ganz persönlich zu tuen?
Was bringen mir tolle Haushaltsbilanzen oder Auslandseinsätze oder sonst irgend was.

Haben sich die sogenannten "Staatsinteressen" nicht schon längst total verselbständigt?

"Deutschland" (und die ganzen anderen "Länder" auch) sind schon lange nicht mehr die Summe ihrer "Bürger".
 
Was bringen mir tolle Haushaltsbilanzen
je gesünder ein Staat ist, desto mehr kann er für seine Bürger tun
Steuersenkungen, staatliche Investitionen, Verbesserung des Wirtschaftstandortes Deutschland, etc. usw. usf.
aber nö, wäre Deutschland nicht so dermaßen ver- und überschuldet, hätten wir wohl immer noch 16 statt 19% Mehrwertsteuer (vielleicht auch weniger, wer weiß)
dann hätten sich die Städte nicht so dämliche Sachen wie Blaulicht-, Hotelbett- oder Sonnenbanksteuern einfallen lassen müssen, um die leeren Kassen zu füllen
aber das hat nix mit dem Thema zu tun....
 
Dann schaffen wir doch die BW ab, damit würden auf einen Schlag zwischen 30-40 Milliarden fei. Aktuell macht Deutschland wieder ein Minus von 26 Milliarden. Damit hätten wir auf einen Schlag schwarze Zahlen .)

Und sehen wir es mal realistisch: Verteidigen kann uns die BW vor niemanden! sie ist nicht in der Lage auch nur einen kleinen regionalen Konflikt siegreich zu bestreiten, kostet aber sehr viel Geld.
 
Helios co. schrieb:
Und sehen wir es mal realistisch: Verteidigen kann uns die BW vor niemanden!

die bw ist auch nicht nur dafür da! die eigene wirtschaft stärken, arbeitsplätze schaffen (soldaten, zivile angestellt, zulieferer oä usw) und und und
 
@Helios
klar, macht die Bundeswehr dicht (spart ca. 32 Mrd. €) und was haben wir dann?
zunächst einmal ca. 200.000 Soldaten, die auf einen Schlag ihren "Job" verlieren
dann alle, die direkt oder indirekt für die BW arbeiten, zivile Mitarbeiter, haufenweise Firmen, etc.
das zieht einen langen Rattenschwanz nach sich, weil extrem viel an der BW dran hängt
ob das dann besser wäre und die 32 Mrd. wirklich eingespart werden würden....
 
aber ein "gesunder" "effizienter" Staat sollte sich doch von überflüssigen Institutionen trennen?
Mist, schon wieder so eine Zwickmühle.
 
Auch wenn der Vergleich uralt ist und eigentlich schon hinkt.

In meiner Stadt gibt es einen THW Ortsverband, der hat in 10 Jahren vllt 1 Einsatz. Wir haben Ortswehren die haben im Jahr vllt. 1 Einsatz. Also eigentlich alles überflüssig? Schafft trotzdem keiner ab
 
... Staatskonstrukte und Auslandseinsätze, ...
Ich spreche einem Staat, so auch dem deutschen, eine gewisse Wehrhaftigkeit nicht ab.
Diskutabel ist m.E. der Sachverhalt, wie man Staat definiert, Interessenlagen sind entscheidend, wie auch der historische Hintergrund von Bündnissen.
Für mich ist Staat ein Herrschaftsinstrument der Herrschenden; wäre es in Deutschland der Souverän, hätte ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Problem resultierende Entscheidungen zu akzeptieren.
Wenn sich einerseits über 70 % der Bevölkerung gegen den Krieg in Afghanistan aussprechen, andererseits die Einsätze durch entsprechende Gremien immer wieder verlängert werden, sich auf Bündnisverpfichtungen berufen wird und Interessenpolitik betrieben wird, dann geht es einfach an demokratischen Grundsätzen vorbei - Demokratie wird zur Farce (!) und die Bundeswehr marschiert auch für andere als Volkes Interessen.

Natürlich äußere ich hier "nur" meine Meinung; nicht selten ist diese konträr zu Bestrebungen der Politik in Deutschland - wen wunderts ? Ich bin Volk, zumindest ein Teil davon, ... nicht selten nicht vertreten von Politik und ohne reale Möglichkeiten der Einflußnahme.
Wohin uns globale oder auch "supranationalen Institutionen" geführt haben, zeigt uns die Lage in der Welt ! ... ich denke die Ausprägung von Problemen auf verschiedensten Ebenen ist Grund genug, sich deutliche Gedanken zu machen.
Ökonomische Defizite wird man auf Dauer nicht durch militärische Interventionen regeln können.
Letztendlich geht es um Verantwortung, um ein gemeinsames Leben auf dieser Welt, welches man nicht durch ein sich zurechtbomben (Vietnam, Irak, Libanon, Afghanistan, Libyen, ...) dieser erreichen kann.
Die "UNO" oder ähnliche Vereine in diesem Zusammenhang ernst zu nehmen, heißt Interessen der sogg. ersten Welt zu favorisieren, die keinesfalls die Interessen der Völker sind - Macht, Einflüß und Profite sind in diesem Zusammenhang treibende Elemente - ich definiere Verantwortung oder auch friedliche Interessen anders, als dies die aktuelle deutsche Politik in Vertretung von Lobbyinteressen macht.

MfG.

PS. Der THW-Ortsverband, die örtliche Feuerwehr oder sonstiges haben m.E. trotz geringer Einsatzzahlen, durchaus auch ihre Berechtigung. Für manche Sachen gilt es einfach vorbereitet zu sein; im Zweifelsfall ist es in kleineren Gemeinden Teil des gesellschaftlichen Lebens.
Aufwand und Nutzen diesbezüglich zu gestalten, sehe ich als verantwortlichen Umgang mit Mitteln verantwortlicher Stellen - das Bestreben "effektiv" zu arbeiten sollte Maßstab sein.
 
Zuletzt bearbeitet: (PS, Ergänzung)
Ich weiss, dass alles miteinander zusammenhängt, aber ihr entfernt euch immer mehr vom Thema. ;)
 
was sagen die politiker immer, wenn soldaten im kampf ihr leben lassen? tiefe trauer gefolgt von dem hinweis, dass man sich davon nicht einschüchtern lassen darf. ist der tod sinnlos, wenn man einsieht, dass dieser krieg falsch ist? ist es nicht ehrenvoller, weiteren soldaten und ihren angehörigen unnötiges leid zu ersparen? es wird zeit, dass das deutsche volk seine komplexe ablegt. der zweite weltkrieg liegt über 65 jahre zurück, wie lange soll man noch den vasallen spielen? deutsche politiker sind so kaeuflich, da kann man nur kotzen..
es gibt keinen warschauer pakt mehr...warum existiert noch die nato?
die aufgabe der bundeswehr ist die verteidigung deutschlands und sonst nix!
 
BW dran hängt
ob das dann besser wäre und die 32 Mrd. wirklich eingespart werden würden..

Ja würden sie, in anbetracht der Tatsache, dass Hartz IV ca 18 Milliarden kostet und ca. 6 Millionen Menschen erfasst. Und würde man das Geld in Unis und Schulen stecken, würden die Firmen die genannt hast weiterhin ihre Aufträge bekommen und wir hätten einen Standortvorteil! Statdessen wird an den Unis gestrichen und zugleich gefordert, dass diese mehr Studenten aufnehmen sollen.

Aber darum ging es mir nicht im eigentlichen Sinne. Viel drastischer finde ich, dass die BW nicht in der Lage ist zu irgendwelchen Einsätzen und erst recht nicht zum Schutze der Bevölkerung, gegen welchen theoretischen Feind auch immer. Und dann trotzedem noch so teuer ist!

Welches Ansehen kann die BW bei der Bevölkerung haben? Die Masse wird wohl sagen: Sie beschützt uns vor Feinden. Also ist die BW gut!

Auf die Frage hin welche Feinde wir denn haben, werden die meisten sehr wahrscheinlich irgend etwas vor sich her stammeln und auf Bin Laden verweisen.

Wie dem auch sei: Die BW hat in der Gesellschaft ein gewisses Ansehen, aber es kann nicht sinnvoll begründet werden.
 
Helios co. schrieb:
Auf die Frage hin welche Feinde wir denn haben,

eine feuerwehr wird auch nicht erst gegründet wenn es brennt... des weiteren würden sich unsere verbündeten bestimmt nicht freuen, wenn deutschland die bw abschafft, milliarden spart und andere staaten die drecksarbeit machen lässt!
 
Du hast auf den Kern meiner Aussage nicht reagiert. Es geht nicht darum ob Deutschland eine Armee braucht, sondern ob es die BW sein soll. Zumindest geht es mir darum.

Fakt ist, und das sagen auch unsere Verbündeten wenn du diese schon ansprichst, ist, dass die BW für viele Einsätze nicht geeignet ist. Selbst Länder wie Holland und Dänemark (ich glaube zumindest dass es diese beiden waren) haben sich bereits im Zuge diverser Einsätze in Afghanistan über die BW "beschwert".

1. Keine Nachteinsätze möglich: Sowohl aus politischen als auch aus technischen Gründen.
2. Soldaten die in den Kampeinsatz gehen, beschaffen sich teilweise auf eigene Kosten Material bei den Amis (beispielsweise Schusswesten).
3. Die Ausbildung der Soldaten, auch der Berufssoldaten, ist einfach katastrophal.

Und daher verstehe ich nicht, warum wir eine derart teuere Armee brauchen, die aber nicht in der Lage ist uns im Falle eines Falles auch wirklich zu verteidigen. Und um hier wieder den Bogen zu deinem Feuwehrvergleich zu ziehen: Würdest du eine Feuerwehr rufen, die vor deinem brennenenden Haus rumsteht und raucht oder falls es nacht ist, erst gar nicht kommt oder wenn sie kommt, dann kein Wasser zum löschen dabeihat?
 
@Helios
Für "Fakt 3" hätte ich gerne eine Quelle. Ich kann Eins und Zwei noch insoweit nachvollziehen, dass es nichts mit der Truppe zu tun hat, dass die CH-53 eben nicht für den Auslandseinsatz in Afghanistan geeignet ist oder dass der Soldat sich Ausrüstung selbst dazu kaufen muß, weil die dienstlich gelieferte unzureichend ist.

Hier wurde in der Vergangenheit falsch beschafft und nach den falschen Prämissen eingekauft, das kann man nicht dem Soldaten ankreiden.
Davon abgesehen ist die Ausbildung der Soldaten alles andere als katastrophal.
 
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