News DataTraveler Ultimate GT: Kingston bietet ersten USB-Stick mit 2 Terabyte

Ein ganz schön dicker Brummer ist das. Beeindruckend finde an dem Ding überhaupt nichts, wenn ich mir anschaue, wie klein M.2-SSDs mit 2 TB sind. Wäre es da nicht einfach möglich gewesen, eine M.2-SSD in ein USB-Gehäuse zu packen? Von den Ausmaßen her wäre so ein Stick vielleicht ein klein wenig breiter und länger aber deutlich niedriger und somit deutlich praxistauglicher. So schwer kann es doch nicht sein, auf die Platine anstatt eines NVM-Controllers einen USB-Controller zu verlöten.
 
Kein, man kann keine 2TB M.2 SSD in ein USB Gehäuse packen, weil es nur eine einzige M.2 SSD mit 2TB gibt und das ist eine M.2 PCIe SSD, aber es gibt keine USB auf PCIe Bridgechips und daher kann man sie nicht über USB betreiben, weshalb auch alle USB Gehäuse für M.2 SSDs nur M.2 SATA SSDs unterstützen.

Man müsste um eine PCIe SSD extern zu betreiben also ein externes Gehäuse mit Thunderbolt haben, aber die sind wenig kompakt weil sie entweder einen SATA Hostcontroller haben oder einen PCIe Slots wie das Akitio Thunder3 PCIe Box, 2x Thunderbolt 3 (T3PB-T3DIS-AKTU) ab € 339,-- und da müsste man eine M.2 SSD dann auf so einer Adapterkarte verbauen.

NVMe Controller gibt es übrigens nicht, NVMe ist ein SW-Protokoll über das PCIe SSDs kommunizieren und sagt nichts über die HW Anbindung aus, weshalb es eben keine NVMe Controller gibt, sondern PCIe Controller benötigt werden und wie gesagt gibt es keine USB auf PCIe Bridgechips. Da Thunderbolt PCIe enthält und viel performanter als USB ist, wird es wohl auch keine solche Chips geben.
 
Hervoragender Post! Von PCIe-Boxen hab ich bisher noch nicht gewußt, ist wohl sowas wie diese externen Graka-Boxen.
 
Dass es keine Bridgechips von PCIe auf USB gibt weiß ich ja. Ich habe M.2 in erster Line als Vergleich für de Platinengröße genommen. Daher sollte es doch möglich sein, die gleichen Flash-Chips auf eine vergleichbare große Platine zu löten mitsamt USB-Controller und in ein Gehäuse zu stecken. Wenn ich so nachdenke, hätte solch ein Stick dann eher die Ausmaße einer geschrumpften externen 2,5" SSD.
 
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Man-at-Arms schrieb:
Von PCIe-Boxen hab ich bisher noch nicht gewußt, ist wohl sowas wie diese externen Graka-Boxen.
Da TB ja PCIe enthält, ist es letztlich wohl egal ob man in die Box eine Graka oder eine PCIe SSD packt.

Gladiac782 schrieb:
Dass es keine Bridgechips von PCIe auf USB gibt weiß ich ja.
Doch PCIe auf USB gibt es, jeder USB Host Controller ist so ein Bridgechip, aber umgekehrt USB auf PCIe gibt es eben nicht. Man kann ja einen USB Host Controller nicht einfach anderes herum betreiben, der ist für PCIe ein Client und für USB der Host, um ein PCIe Gerät über USB betreiben zu können, müsste es aber eben genau umgekehrt ein USB Client und PCIe Host Controller sein.
Gladiac782 schrieb:
Ich habe M.2 in erster Line als Vergleich für de Platinengröße genommen. Daher sollte es doch möglich sein, die gleichen Flash-Chips auf eine vergleichbare große Platine zu löten mitsamt USB-Controller
Derzeit bekommt zumindest Samsung bei schon 512GB in eine Chipgehäuse und mit der nächsten V-NAND Generation soll es dann 1TB sein und die gibt es als PM871 dann sogar noch mit SSD Controller und DRAM gleich mit im Package, damit könnte man sicher kompaktere Sticks machen, nur erzeugen die auch entsprechend viel Wärme wenn sie schnell sein sollen und die muss man auch abführen, was umso schwerer wird, je kompakter das Gehäuse ist und es soll sich ja auch keine die Finger dran verbrennen, sonst hagelt es gleich Millionenklagen in den USA.
 
drago-museweni schrieb:
Sehe das auch so lieber eine SSD als einen so kleinen USB Stick
...
(2TB SSD ab ca. 600€ Plus Gehäuse ab 8€ auch wenns nicht so kompackt ist)

Einige, sehr gut informierte, User (u.a. Holt) haben mich im SSD Kaufenberatungsthread darauf hingewiesen, dass eine Kombi SATA-SSD + Gehäuse nicht ganz ungefährlich ist. Das kann von Problemen beim Erkennen der SSD anfangen, mit Problemen bei Kopiervorgängen weitergehen und mit Datenverlust aufhören. Das liegt vorallem am Stromverbrauch der SSD's. Selbst die sparsamste Samsung Evo 850 mit neuem Nand kann Probleme diesbzgl. bekommen, wenn sie über USB betrieben wird.

Deswegen würde ich davon abraten.
 
Eben, die Leistungsaufnahme von SSDs kann höher sein als selbst die 900mA die USB3 mindestens pro Port liefern muss und dann ist da noch der "Anlaufstrom" beim Startup. Die alten m4 hatte 5V 2A auf dem Etikett stehen und da waren noch nicht einmal Pufferkondensatoren wie bei deren Nachfolgern drauf. Bei einer fertigen USB SSD sollte das Problem nicht bestehen, denn dort liegt es in der Verantwortung des Herstellern darauf zu achten das die maximale Leistungsaufnahme eines USB Ports eingehalten wird.
 
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