Datenrettung / Empfehlung externes Gehäuse für Laptop-SSD (M.2 SATA)

HeidjerMichi

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Moin zusammen,

die Kurzversion ist: ich suche nach Empfehlungen für gute externe SSD-Gehäuse für eine ältere M.2-SATA-SSD.

Die längere Version:
Ich bin in der Verwandtschaft gebeten worden, die Daten von einem kaputten Laptop zu retten. Er ist physisch beschädigt, Display und Gehäuse teils eingerissen/gebrochen. Wenn man ihn einschaltet, leuchtet das Display zwar auf, aber es ist kein richtiger Bildschirminhalt erkennbar, bzw. nicht ersichtlich, dass er korrekt booten würde, Windows laden würde, oder überhaupt irgendetwas macht.

Ich habe einen externen Monitor per HDMI angeschlossen und probiert, die Darstellung (falls es denn eine gibt) darauf umzulenken, aber der Monitor wurde gar nicht angesteuert.

Deshalb habe ich den Laptop auseinandergebaut und die SSD ausgebaut, es handelt sich um eine SK Hynix HFS256G39TND N210A BB mit M.2 2280 Formfaktor und SATA III Schnittstelle, und der Typ der Keys ist M + B (NGFF SATA), sie hat zwei Aussparungen in der Kontaktleiste.

Ich habe dann ein externes Gehäuse, das meinem Verständnis nach kompatibel sein sollte, bei Amazon bestellt (Link):
"UGREEN 20Gbps NVME SATA SSD Gehäuse USB C 3.2 Gen 2x2, M.2 SSD Gehäuse für NVMe SSD und SATA von M-Key/ M+B Key in 2280/2242/2230/2260"

Leider wird die SSD mit diesem Gehäuse eher sporadisch erkannt, und wenn ja, kann ich nur kurz ein paar Dateien (wenige MB) kopieren, bevor mein PC abstürzt. Und zwar stürzt nicht nur das Explorer-Fenster ab, sondern das ganze Betriebssystem friert ein. Das finde ich etwas bedenklich, und es ist natürlich superlästig.

Ich habe auch den Eindruck, dass die SSD in dem Gehäuse sehr heiß wird, aber da fehlen mir ein bisschen die Vergleichswerte (was ist normal). Jedenfalls könnte die Überhitzung erklären, warum die Zeit bis zum Absturz leicht variabel ist.

Ich habe es unter Windows 11 und Linux (OpenSuse Tumbleweed) probiert.

Da ich ungern sämtliche Gehäuse auf Verdacht bestellen und zurückschicken möchte, bis ich vllt. eins finde, das besser funktioniert, dachte ich, ich frag mal im CB-Forum nach Tipps.
Hattet ihr ähnliche Situationen und habt mit bestimmten Gehäusen sehr gute Erfahrungen gemacht? Oder kann ich irgendwie ganz anders vorgehen?

Sorry für den langen Text, aber ich dachte, ist evtl. relevant.

Vielen Dank und beste Grüße,
Michael
 
HeidjerMichi schrieb:
Leider wird die SSD mit diesem Gehäuse eher sporadisch erkannt, und wenn ja, kann ich nur kurz ein paar Dateien (wenige MB) kopieren, bevor mein PC abstürzt. Und zwar stürzt nicht nur das Explorer-Fenster ab, sondern das ganze Betriebssystem friert ein.

Das beste Gehaeuse nutzt nix wenn der Datentraeger einen Schuss weg hat.
Und darauf deutet das hin was Du getippt hast.
 
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HeidjerMichi schrieb:
Leider wird die SSD mit diesem Gehäuse eher sporadisch erkannt, und wenn ja, kann ich nur kurz ein paar Dateien (wenige MB) kopieren, bevor mein PC abstürzt. Und zwar stürzt nicht nur das Explorer-Fenster ab, sondern das ganze Betriebssystem friert ein. Das finde ich etwas bedenklich, und es ist natürlich superlästig.
wovon hast du gebooted?!

hast du mal nen getrennt geerdeteden USB Hub dazwuschen geklemmt

Ich habe fuer m.2 sata SSDs ein 5 euro case von ALiexpress. Es funktioniert.
gibt es leicht teurer auf amazon:
https://www.amazon.de/dp/B01N6PMZLW?th=1


aaaber, was @BFF sagt.
 
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anderes gehäuse probieren, eh klar

sonst gehäuse offen lassen und ventilator drauf ballern

unter linux mit ddrescue scheibchenweise kopieren (ddrescue kann resume)

und bei linux auch ins dmesg schauen, welche fehlermeldungen es da so regnet
 
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Du solltest Dein jetztiges Gehäuse erst mal gegentesten, ob es fehlerfrei funktioniert, und dann würde ich weiter planen. Sprich funktionierende NVMe rein und testen.
 
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HeidjerMichi schrieb:
Leider wird die SSD mit diesem Gehäuse eher sporadisch erkannt, und wenn ja, kann ich nur kurz ein paar Dateien (wenige MB) kopieren, bevor mein PC abstürzt.

Mache ein Image per ddrescue.

btw. Smart? Ändert sich das?
 
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Danke schonmal für die schnellen Antworten!

BFF schrieb:
Das beste Gehaeuse nutzt nix wenn der Datentraeger einen Schuss weg hat.
Das kann leider sein, stimmt. Das Merkwürdige ist, dass ich eigentlich eher denken würde, dass es dann überhaupt gar nicht läuft. Aber ist auf jeden Fall eine Sache, mit der man rechnen muss. So wie der Laptop zumindest außen aussah, hat er einiges abgekriegt. Ich hatte gehofft, dass die SSD robuster sei, mal gucken. 😥

madmax2010 schrieb:
wovon hast du gebooted?!
Sorry, hab ich vllt. verkürzt dargestellt. Ich hab meinen Desktop-PC unter Windows 11 gebootet und dann per USB das Ugreen-Gehäuse mit der SSD drin angeschlossen (hab keinen internen M.2 SATA NGFF Steckplatz auf dem Board).
Später hab ich es nochmal mit OpenSuse Tumbleweed probiert (Dual-Boot-System). Ich hatte den Eindruck, unter Linux lief es ein bisschen besser, aber stürzte auch nach relativ kurzer Zeit ab.

madmax2010 schrieb:
hast du mal nen getrennt geerdeteden USB Hub dazwuschen geklemmt
Noch nicht, ich hätte hier auch leider nur einen passiven Hub rumliegen. Oder wie meinst du?

madmax2010 schrieb:
Ich habe fuer m.2 sata SSDs ein 5 euro case von ALiexpress. Es funktioniert.
Danke, ist auf jeden Fall schonmal vorgemerkt!
 
HeidjerMichi schrieb:
Ich hatte gehofft, dass die SSD robuster sei, mal gucken.

Man kann nie wissen was passiert wenn ein Laptop "unter Strom" "einiges" ab bekommt.
Was ist eigentlich mit dem Teil passiert? Ich meine den Laptop.

Anyway.
Die uGreen sind nicht verkehrt. Wenn ausgezeichnet das sie SATA koennen tun sie es auch.
Wird ja auch Durch Dich bestaetigt. Nur das die SSD ansich den Geist aufgibt unter einem Windows.
 
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kieleich schrieb:
sonst gehäuse offen lassen und ventilator drauf ballern
Hehe, ja, ich hatte zwischendurch mal probiert, es quasi auf Eis zu legen, das schien sogar ein bisschen was zu bringen, aber schwer quantifizierbar.

kieleich schrieb:
unter linux mit ddrescue scheibchenweise kopieren (ddrescue kann resume)
Ah, cool, das klingt gut! Ich wusste nicht, dass ddrescue auch resume beherrscht. Jetzt übers Wochenende komme ich hoffentlich dazu, das auszuprobieren.

kieleich schrieb:
und bei linux auch ins dmesg schauen, welche fehlermeldungen es da so regnet
Auch vorgemerkt👍
Ergänzung ()

BFF schrieb:
Was ist eigentlich mit dem Teil passiert? Ich meine den Laptop.
Ich war nicht dabei, aber ich glaub, aus zu großer Höhe auf harten Untergrund gefallen. 🔨☠️
 
Was willst Du eigentlich machen? @HeidjerMichi
Versuchen die Daten einfach kopieren?

HeidjerMichi schrieb:
in der Verwandtschaft gebeten worden, die Daten von einem kaputten Laptop zu retten.

Ganz nebenbei. Wie wichtig sind die Daten, wenn Du die SSD endgueltig in Adaptern zerlegst?
 
BFF schrieb:
Was willst Du eigentlich machen? @HeidjerMichi
Versuchen die Daten einfach kopieren?
Joa, im Prinzip schon. Also da ich die Dateien und Verzeichnisse an sich ja in ihrer normalen Struktur und mit Klarnamen etc. sehen konnte, also Dateizuordnungstabelle und ähnliches eigtl. intakt zu sein schienen, hab ich zunächst einfach an den naiven Ansatz gedacht, die Dateien einzeln zu kopieren. (Hat für einige auch geklappt.)

Auch deshalb, weil ich die ganzen Systemdateien und installierten Programme ja nicht brauche, sondern "nur" die Nutzerdaten. Insofern quasi weniger Belastung, wenn ich nur einen Teil rauskopiere.

Oder meinst du, das ist sozusagen zu naiv und ich hätte wegen des Verdachts auf Beschädigung gleich von vornherein ein Tool wie ddrescue nehmen sollen, das quasi auf einem tieferen Level per Direktkopie arbeitet?

Letzteres werde ich dann jetzt wahrscheinlich am Wochenende ausprobieren, wenn ich dazu komme.

BFF schrieb:
Ganz nebenbei. Wie wichtig sind die Daten, wenn Du die SSD endgueltig in Adaptern zerlegst?
Gute Frage, schwer zu sagen.
Also der Laptop gehörte meiner Cousine, und ihr sind die Daten schon wichtig, aber soweit ich weiß, nicht überlebenswichtig im Sinne von Arbeitsunterlagen o.ä.; ich weiß nicht, ob sie einen professionellen Datenrettungsversuch mit ungewissem Ausgang bezahlen kann oder möchte.
 
HeidjerMichi schrieb:
Also der Laptop gehörte meiner Cousine, und ihr sind die Daten schon wichtig, aber soweit ich weiß, nicht überlebenswichtig im Sinne von Arbeitsunterlagen o.ä.; ich weiß nicht, ob sie einen professionellen Datenrettungsversuch mit ungewissem Ausgang bezahlen kann oder möchte.

Daher die SMART Frage.

HeidjerMichi schrieb:
ich hätte wegen des Verdachts auf Beschädigung gleich von vornherein ein Tool wie ddrescue nehmen sollen, das quasi auf einem tieferen Level per Direktkopie arbeitet?

Das Tool merkt sich "nur" wo es zuletzt was kopiert hat und hat ein paar Strategien ob defekten Stellen ausweichen und erstmal gute Stellen zu bearbeiten.

Aber again: Was ist mit SMART? Funktioniert noch ein Selbsttest? Sinken / steigen die Werte? Wenn ja, dann überlege ernsthaft ob du dir einen professionellen Datenretter leisten willst oder ob das letzte Backup ausreichend ist.
 
HeidjerMichi schrieb:
und ihr sind die Daten schon wichtig, aber soweit ich weiß, nicht überlebenswichtig im Sinne von Arbeitsunterlagen o.ä.; ich weiß nicht
Frag nach.

HeidjerMichi schrieb:
Also da ich die Dateien und Verzeichnisse an sich ja in ihrer normalen Struktur und mit Klarnamen etc. sehen konnte, also Dateizuordnungstabelle und ähnliches eigtl. intakt zu sein schienen,
Du bekommst es nicht hin.
Also lass es Jemanden tun der sein Handwerk versteht bevor der einzige Ort der Daten sich in das Nirvana verabschiedet.

Ansprechpartner findest Du zu genüge.
Meinereiner ist bei ontrack wenn nötig.
 
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